Luftfeuchtigkeit in einer Grotte - Problem?

  • Ersteller ci-siamo
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Ich könnte mir vorstellen daß man auch eine Plane über bestimmte Teile ausbreiten kann zusammen mit einem dann kleineren Trockengerät unter der Folie oder einem Eimer Salz oder ähnlich.
 
Oder halt einfach einen etwas größeren Bottich installieren in den das Kondensat reinläüft.
Oups ja, danke, darauf bin ich noch garnicht gekommen. Das probieren wir. Eigentlich müsste man das Teil nur auf eine Wanne/einen Eimer stellen und die Auffangschublade rausnehmen. Dann sollte das Wasser unten rauslaufen. Kommt darauf an, wie der Sensor funktioniert, der meldet, dass das Reservoir voll ist.
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Ich könnte mir vorstellen daß man auch eine Plane über bestimmte Teile ausbreiten kann zusammen mit einem dann kleineren Trockengerät unter der Folie oder einem Eimer Salz oder ähnlich.
Das kommt mir zu umständlich vor.
 
Wenn man unten in den Auffangbehäler ein Loch bohrt bleiben die Schalter in Funktion.
Elegant wäre ein Schlauch verbunden mit einem größeren Ausgleichsbehälter.
Dann schaltet sich das auch ab wenn der voll ist.
 
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Also wenn der Raum an sich nicht nass ist, sondern nur die Luft, dann sollte Tür und Fenster mgl. dicht geschlossen halten für mein Gefühl reichen. Ein m3 Luft kann bei 20°C max 16 g Wasser haben. Einen Wasserschaden hattet Ihr ja da nicht...
 
Bei den Randbedingungen ( am Besten wäre eine kontinuierliche Kondensat Ableitung ins Abwasser, würde ich nicht auf Salz als Feuchteregulator setzen …..
 
Es ist ja noch gar nicht gesagt, dass das ein Dauerzustand ist. Schaut Euch mal den Jahresklimagang dort an.
Und wenn Tür und Fenster im Normalfall zu sind, sollte sich das auch in der feuchten Jahreszeit ziemlich bald stabilisieren, wenn jetzt nicht irgendwo durch die Wand Wasser reinläuft.

Salz kann Feuchtigkeit zwar aufnehmen und speichern, aber müsste dann wieder getrocknet werden oder ausgetauscht. Ist keine sinnvolle Lösung aus meiner Sicht.
Der Entfeuchter ist doch nun mal da, soll er also laufen, und wenn er voll ist, schaltet er sich ab. Und wenn man kommt, kippt man das Wasser weg. Da passiert erstmal noch nix. Ich würde da erstmal paar Wochen abwarten, wie sich das entwickelt.
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Wenn man unten in den Auffangbehäler ein Loch bohrt bleiben die Schalter in Funktion.
Wenn, dann würde ich das lieber seitlich oben als Überlauf bohren. Den Behälter schiebt man bei den Geräten, die ich kenne, von der Seite rein und dann steht der unten auf, da ist kein Platz für einen Schlauch. Wenn dann kein Zusatzgefäß dran ist, kann man einen seitlich oben angebrauchten Schlauch einfach nach oben klappen und über Niveau befestigen, dann funktioniert das Gerät wie ohne Schlauch. Wäre jedenfalls mein Ansatz ;)
 
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Ich könnte mir vorstellen daß man auch eine Plane über bestimmte Teile ausbreiten kann zusammen mit einem dann kleineren Trockengerät unter der Folie oder einem Eimer Salz oder ähnlich.
Salz würde es wohl nicht bringen. Auch keine Planen, wir suchen einer Lösung, die es uns ermöglicht, unkompliziert ohne grosse Umbauten einfach loszuspielen: Verstärker an, Gitarren dran (die womöglich runterbringen) und fertig.
Wenn man unten in den Auffangbehäler ein Loch bohrt bleiben die Schalter in Funktion.
Elegant wäre ein Schlauch verbunden mit einem größeren Ausgleichsbehälter.
Wie gesagt, da sind wir dran.
Also wenn der Raum an sich nicht nass ist, sondern nur die Luft, dann sollte Tür und Fenster mgl. dicht geschlossen halten für mein Gefühl reichen.
Das geht nicht immer. Oben ist meine Galerie und die Tür muss offen sein, wenn ich dort bin.
Bei den Randbedingungen ( am Besten wäre eine kontinuierliche Kondensat Ableitung ins Abwasser, würde ich nicht auf Salz als Feuchteregulator setzen …..
Abwasser geht unten nicht, wir sind schon unter der Erde, dort ist kein Anschluss.
Wenn dann kein Zusatzgefäß dran ist, kann man einen seitlich oben angebrauchten Schlauch einfach nach oben klappen und über Niveau befestigen, dann funktioniert das Gerät wie ohne Schlauch.
Aber vorher Schlauch ansaugen oder mit Wasser füllen, gute Idee.

*

Die Lage ist jetzt so:
Ich habe das Thema nicht vergessen und bin euch dankbar für Vorschläge,

Seit drei Wochen habe ich geschuftet wie blöd und Energien
aktiviert, von denen ich nicht mal ahnte, dass ich sie noch
habe. "Necessità fa virtù" sagt man hier, in deutsch etwa Not
macht erfinderisch. Rein physisch ging das, ich habe wie ein
Esel, immer und immer wieder Sachen hin und manchmal her
geschleppt, zwischen meiner Wohnung, einem Magazzino, meinem
alten Studio (das jetzt völlig leer ist, hab nach 16 Jahre den
Schlüssel abgegeben), dem Wertstoffhof und unserem neuen Studio. All das bei fiesestem Wetter und anderen Baustellen. Ohne freien Tag seit Einzug. Zwischendurch gab es hier ein paar Dramen persönlicher Art, wo ich gefordert war (eine Freundin hatte einen Unfall). Und oben musste ich ja auch die Galerie einrichten. Und die Kollegin Sängerin ihren Arbeitsplatz am Rechner. Möbel aufbauen mit 1000 Schrauben, die wie immer, nicht alle gepasst haben. Seit gestern bin ich aus dem Tunnel raus.

In dieser Zeit vorher, auch heute, hat es immer wieder heftig geregnet, und ich hatte bisher kaum Zeit, mich um das Feuchtigkeitsproblem gross zu kümmern. Immerhin haben wir den Entfeuchter immer wieder laufen lassen, nach etwa 8 Stunden ist der Behälter voll, dann schaltet er sich aus. Seltsam ist, wir hatten zeitweise 99% Feuchtigkeit, aber es fühlt sich trocken an. Wenn der Entfeuchter arbeitet, bringt er unten die Feuchtigkeit in einer Stunde von 99 auf 80%. Da ist also Hoffnung.
Der Ansatz wird sein, das Teil in den Dauerbetrieb zu bringen, dazu gab es hier gute Ideen. Bin gespannt, wie es wird, wenn das Wetter demnächst umschlägt und es draussen wieder trockener wird.
Der Frühling steht schon vor der Tür.

Ich berichte gerne weiter, wenn noch jemand zuhört.
 
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:popcorn2:klar
 
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Bitte nicht aufhören. Wird doch erst spannend.
Bin auf das Finale gespannt, wird es ein Happyend geben oder doch eine Tragödie werden :ROFLMAO:
Gruß, Frank
 
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Seltsam ist, wir hatten zeitweise 99% Feuchtigkeit, aber es fühlt sich trocken an.
Das kann eigentlich nicht sein.

99% rel. LF kommt uns sehr schwül vor und ist deutlich im unbehaglichen Bereich.
Im Diagramm wäre das ganz oben, je nach Temperatur dann links oder Mitte.

behaglichkeitsdiagramm.jpg



Und es müsste da an den Wänden klatschnass sein, bzw an jeder Fläche, die nur etwas kälter ist als die Luft, würde es kondensieren.
So hohe Luftfeuchten sind mit billigen Geräten aber auch nur ungenau zu messen.

Welche Temperatur habt Ihr denn dort, wo die 99% gemessen werden, und wie warm/kühl ist es draußen?
Ein bisschen heizen könnte ggf schon helfen. Wenn Du zB 10°C Luft mit 99% hast und die auf 17°C heizt, sind es nur noch ca. 60%.
 
Welche Temperatur habt Ihr denn dort, wo die 99% gemessen werden, und wie warm/kühl ist es draußen?
Ein bisschen heizen könnte ggf schon helfen. Wenn Du zB 10°C Luft mit 99% hast und die auf 17°C heizt, sind es nur noch ca. 60%.
Die 99% werden unten in der Grotte angezeigt, aber wie gesagt fühlt es sich dort nicht mal sonderlich feucht an. Wir haben mehrere kleine Thermometer mit Feuchtigkeitsanzeige. Keine Ahnung, wie präzise die sind, aber zwei baugleiche, die nebeneinander stehen, zeigen dasselbe an. Die Temperatur ist oben wie unten ohne heizen gleich: 14 Grad. Draussen sind es derzeit tagsüber etwa 10 Grad, nachts 6.
 
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Der Tuffstein, wenn die Wände daraus sind, ist porös.
Der saugt eher Wasser auf als daß es kondensiert.
Oder er nimmt kein Wasser auf weil er schon gesättigt ist
durch die Luft oder weiteres Gestein.
Es gibt Imprägnierungen für Tuffstein und ähnliche Materialien
aber ob das auch in einer Grotte geht?
Vielleicht wäre dann eine Dauerlüftung mit Zuluft und Abluft effektiver und
günstiger als ein Trockner der Wasser aus dem Gestein nachzieht.
 
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Interessanter Thread :)
Die meisten der günstigen kleinen Hygrometer muss/kann man kalibrieren. Ob das bei Dir/Euch erforderlich sein könnte, kann ich nicht beurteilen.
Davon abgesehen: Bei 14° C konstanter Raumtemperatur und wechselnder Luftfeuchtigkeit liegt die Herausforderung vermutlich eher bei von außen kommenden Veränderungen nachdem die Grotte sich ansonsten eher "trocken" bzw. nicht ungewöhnlich anfühlt. Was aber gerade in Bezug auf elektronische Geräte zu sagen wäre, ist, dass diese empfindlicher auf Feuchtigkeit reagieren können als unsereins.

Ich halte es daher mit den Vorschlägen meiner Vorposter: Luftentfeuchter laufen lassen (Öffnungen des Raums nach Möglichkeit geschlossen halten) und schauen dass man die Vorratsmenge für das Wasser erhöht, z.B: durch einen zweiten oder dritten Behälter in denen das aus der Luft entnommene Wasser gelagert werden kann - z.B. mit diesen Anschlußvarianten die @Fish in Post #64 gepostet hat. ) Der Anschluß geht vom ersten/zweiten Behälter (unten) in den weiter unten befindlindlichen nächsten Behälter (simples Regal?, Schraubdeckel der Behälter, gedichtet, jeweils Absperrhahn nicht vergessen ^^ usw.) Das ist recht robust, einfach und kostengünstig zu implementieren und erfordert ( bei ca. 2 x 5 Liter Behälter) vermutlich nur wöchentliche Leerung - wenn man eh fürs Proben vor Ort ist. So alte Benzin- oder sonstwas Kanister (Kunststoff) mit ca. 5-10 Liter Fassungsvermögen sollten für umsonst oder günstig aufzutreiben sein und einfach zu tragen und auszuleeren sind sie auch noch (auch mit Ü60 oder 70 ^^ )
Ich weiß ebenfalls nicht ob dein/euer Luftentfeuchter regelbar ist - so dass er etwa nur anspringt wenn die Luftfeuchtigkeit z.B. über 60% relative Luftfeuchte liegt. Würde einiges erleichtern. Aber sollte nicht einmal notwendig sein, nach deinen Erfahrungen ( 1 Liter am Tag?)
Eine günstigere oder robustere Lösung sehe ich derzeit nicht. Da bist du eigentlich locker für unter 25 Euro dabei (vorhandener Entfeuchter vorausgesetzt).
 
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Wenn der Trockner eine Stunde braucht um die Luft von 99 auf nur 80 runterzuholen muß die Grotte groß sein, der Trockner schwach oder das Gestein mindestens feucht.
Wieviele Raum qm wären das denn geschätzt?
Auf 65 besser 60 weniger sollte man schon kommen.
 
Dafür gibt's kostenloses destilliertes Wasser.
Für ein adat Recorder wäre das tötlich.
Die Kassette würde verwurschteln.

Da ist so ein oller Videorecorder, fals sowas noch rumliegen sollte und funktioniert , ein gutes Testgerät.
Einfach Kassette rein , Rückspulung, Play und wenn's läuft, ist's dann Gut .
dann dürften andere Geräte proemlos funktionieren.
Wenn die Kassette wurschtelt ist es zu feucht.

(Natürlich Kassette und Recorder vorher testen. Sonst führt das zu Fehldiagnosen)
 
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Ich bin ein bisschen verwirrt und hoffe, dass ich da jetzt keinen Quatsch schreibe, aber wenn der Keller in den Stein gehauen ist, dann hat der Keller außen ja keine Dampfsperre. Da das Gestein porös ist und direkt mit der Umwelt verbunden ist bzw. die Umwelt ist, macht doch ein Entfeuchter irgendwie keinen Sinn, damit ziehe ich ja von außen (der durch Regen feuchte Boden) immer wieder Feuchtigkeit rein?
Mein Mann (seines Zeichens Maurer) ist der gleichen Meinung - mit dem Entfeuchter zieht man von außen immer wieder neue Feuchtigkeit rein. Lieber etwas heizen und gut Lüften. Und auf Trockenheit warten. Diese Keller wurden ja zur Lagerung von Lebensmitteln oder Wein gebaut, wo eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit eher unproblematisch war.
 
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Jain.
Der Labortechniker sagt:
Wenn die Entfeuchtungsleistung des Entfeuchters höher ist als der Wassereintrag durch Boden, Decke und Wände dann sinkt die relative Luftfeuchtigkeit während der Entfeuchter im Betrieb ist.

Richtig ist das Du den Raum nicht trocknen kannst da von aussen immer wieder Feuchtigkeit nachgeführt wird.
Als Nebeneffekt heizt so ein entfeuchter etwas durch seine Abwärme.
 
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Dazu muss der Auffangbehälter groß genug sein.
Das Wasser kann als destilliertes Wasser verwendet werden.
Für eine Moor Pflanze ideal!
Vielleicht ein Aquarium befüllen für Glühlichtsalmler und Neon ist das ideales ablaichwasser 😉
 

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