ToneX von AmpliTube - Userthread

Danke für die vielen Anregungen. Ich empfinde das Spiel über KH auch nicht optimal. Aber ich komme immer erst spät abends zum Spielen und habe zudem kleine Kinder. Da ist kein Amp so wirklich sinnvoll…

Ich werde zunächst noch einmal verschiedene Captures ausprobieren.
 
Das Problem kenne ich.

Man muss da halt realistische Erwartungen haben. Spielen über Kopfhörer kann hervorragend funktionieren, ist aber eben was anderes als ein gut aufgedrehter amp im Raum.

Es fehlt die Wechselwirkung zwischen Gitarre, amp und speaker.

Und wie gesagt das physische empfinden des Gitarristen.

Selbst der beste Sound kann das nicht voll ersetzen.
 
Wenn ich das richtig gesehen habe, ist 'Scufham S-Gear' eine Software-Amp-Lösung, die du bereits via Kopfhörer benutzt und dort ist der Sound besser als mit dem Tonex One?

Aber grundsätzlich gilt: Der Sound steht und fällt mit dem passenden Capture. Ich habe so viele Captures durch, die ich langweilig bis grauenhaft fand.

Das ist der Punkt bei Tonex. Da werden keine Amps und deren Verhalten der Klangsteuerung bis ins kleinste Detail nachgebildet, sondern ein Amp (mit mikrofonierter Box) mit gewissen Einstellungen als spielbares Preset festgehalten. Mit der Klangregelung kann man den Sound dann noch minimal beeinflussen, aber das Capture muss einem schon grob gefallen. Man muss also schon einige Caputres ausprobieren. Beim Tonex One sind ja nur 20 Presets auf dem Gerät, beim Tonex Pedal mehr. Eventuell wirklich mal andere Captures aus dem Netz ziehen oder die Tonex Software, deren Lizenz du automatisch mit dem Erwerb des Tonex One miterhälst, auf dem Rechner ausprobieren. Dann gehst du wie bei dem 'Scufham S-Gear' mit der Gitarre direkt in das Audio-Interface und der Sound kommt von der Tonex Software. Wenn du dann unabhängig vom Rechner spielen willst, das Preset, dass dir gefällt von der Tonex Software auf das One überspielen. Dann kannst du mit Gitarre und Kopfhörer direkt am One spielen auch ohne PC spielen.
 
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Ich verwende aus den gleichen Gründen wie Du den Tonex Plug.

Ich mache es so:
Ich suche erst mal in der Tonex Software (Mit Kopfhörer direkt am Interface angeschlossen ohne Pedal) einen Sound und passen ihn an den Kopfhörer an.
Dann erst übertrage ich das Preset an den Tonex Plug. Der Sound des Plug ist ebenso wie das One und das Pedal (ich besitze alle drei) mit der Software ident.
Ich habe aber eher das Problem das die Kopfhörer zu viel höhen haben und ich die Höhen der Presets ein wenig absenken muss.

Teste mal die letzten Profile die ich hochgeladen habe. Die funktionieren bei mir am Kopfhörer (mit etwas Hall und Delay) ganz gut:
https://www.tone.net/tonex/users/dieter
 
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Weiß eigentlich jemand wie verhindert wird, dass die Bezahl-Captures von IK Multimedia selbst oder von Drittanbietern nicht einfach im Tone-Net landen?

Mit der Klangregelung kann man den Sound dann noch minimal beeinflussen, aber das Capture muss einem schon grob gefallen.

Exakt. Die Klangregelung ist halt eher ein EQ vor oder nach dem Amp (je nach Einstellung). Passt aber das Grundtimbre nicht, kann man damit wenig retten.

Ich habe auch den Eindruck, das Profiler etwas "zickiger" als Modeller auf die Gitarrenwahl reagieren.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ich habe aber eher das Problem das die Kopfhörer zu viel höhen haben und ich die Höhen der Presets ein wenig absenken muss.

Geht mir auch eher so beim Kopfhörer.

Das beschriebene Gefühl der "Decke über dem Amp" assoziiere ich eher mit zu viel Reverb. Da wird das Tonex m.E. gerne etwas indirekt.
 
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Ich habe ja schon einige Profiles erstellt. Im Vergleich zu meinen Amps (natürlich beides über Studiomonitore) ist der Unterschied zwischen Amp und Profile mit verschiedenen Gitarren getestet (LP. Strat, Tele, ES335 Gretsch) jeweils gleich.

Die Klangregelung ist im Gegensatz zu einem Modeller, wo ja (hoffentlich) die Klangregelung des Vorbildes simuliert wird (auch deren Position im Amp), mit Parametrischer Mitte frei gestaltbar und beeinflusst, (wenn Post aktiviert) ist die Zerrstruktur nicht.
Auch die Frequenzen der Höhen und Bässe sind anpassbar.
Entspricht also eher einem Mischpult als einem Amp.
 
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Ich hatte den Tonex jetzt etwa acht Wochen hier und habe mit dem Teil experimentiert.
Ganz im Ernst: Das Gerät konnte mich in keiner Hinsicht überzeugen.
Ja, Clean-Sounds waren cool, aber Crunch war bereits problematisch, und mit Zerre konnte ich ebenfalls nichts finden, was mir gefällt.
Vor allem nutze ich digitale Amps nur aus einem Grund: schnell einen guten Sound zu finden, ohne lange herumzuschrauben – und das ist beim Tonex für mein Empfinden nicht gegeben.

Aber den meisten scheint das Teil ja zu gefallen, also habt Spaß damit ;) (y)
 
@Mr. ES-333 - mich irritiert immer noch die Aussagen zur Kette. Wie kommst du in den Rechner und wo hängt der Kopfhörer?

Warum die Frage?

- In den Rechner könntest du via USB - also ohne Wandlung durch das Focusrite - oder - via Line und Interface ... (es wird mehr digital/analog/digital gewandelt).

- In den Kopfhörer könntest du direkt am ToneX - oder ebenso am Focusrite

Und da würde ich dich zumindest mal bitten zu vergleichen, wie KH am ToneX vs. KH am Focusrite klingt ...

Zum Sound des ToneX ... Ich spiele gerne und viel mit dem VOL an der Gitarre und merke da schon manchmal, wie ich aus dem vorgesehenen "Fenster" des Toneprint raus falle. Was ich auch bei einigen Profils merke, ist das offensichtlich sehr viele mit Bridge-Tonabnehmer erstellt wurden. Sobald ich auf den Hals gehe, ist gerne mal der Bass am "Wummern" ... obwohl dieser in allen meinen ToneX Modellen schon deutlich runter gedreht ist.

Ich spiele die Kiste gerne mal nebenbei ... und habe da zumindest 2 Bänke erfolgreich mit "I Like Sounds" bestückt. Mir fällt es aber am richtigen Amp immer noch leichter den Wunschsound zu finden. (Auf der anderen Seite habe ich mein Helix Verkauft, weil ich da noch mehr am "Schrauben" gewesen wäre".)

Gruß
Martin
 
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Danke nochmal für diese Rückmeldung. Wir spielen ja stilistisch einen ähnlichen Stil, daher kann ich damit viel anfangen. Im Speziellen im Hinblick darauf, dass es oft an der Bridge gut klingt, am Hals aber nicht. Ich schalte da häufig hin- und her, spiele viel an den Potis. Da hatte ich schon die Hoffnung, dass das ToneX das aufgreift. Welche Captures empfiehlst du denn für Blues? @hack_meck

Ich habe das ToneX am Interface hängen, weil ich manchmal noch über Scuffham spielen oder mal was mit den Mics aufnehmen will. Da will ich beim Mac nicht immer den Input umstellen.

Es klang allerdings gleich unzufriedenstellend, wenn ich den KH direkt ans ToneX gesteckt habe.
 
JCM800 und Deluxe Reverb (clean und crunch) sind meine 3 GoTo Prints. Da ich vollen Zugang habe, sind da auch noch 2 Dumble Varianten am Start und ein "Angry Twin".

Bei allen ist Bass recht weit (oder ganz) draußen ...

Versuche vielleicht erstmal 1 Setting eines Klassikers "für dich sinnvoll" einzustellen. In allen meinen Profile ist noch ein Reverb an - auch da gibt es "hellere" und "dumpfere" Modelle.

Also wirklich mal in der ToneX Software tief in ein Profil eintauchen und dann bekommst du das in der Regel auch in die richtige Richtung gezogen.

Wenn ich morgen Zeit finde, hänge ich mal den Rechner an das ToneX um dir aus der Software die Werte zu liefern. Allerdings spiele ich im wesentlichen über die Monitore des Computers oder das ToneX Cab. Wenn ich mal einen Kopfhörer nehme, dann ist das immer der Boss Waza Air.

Viel Erfolg
Martin
 
Die Amalganaudio Captures waren ein super Tipp. Auf Anhieb habe ich nen Bassman und Deluxe Reverb Sound basteln können, der mir viel besser gefällt. Reverb habe ich ein bisschen draufgepackt für ein kleines „Room“ Feeling. Gefällt mir doch sehr gut. Definitiv noch nen Ticken besser als Scuffham und vor allem weniger Latenz. Werde am WE mal Aufnahmen machen.

Danke nochmal.
 
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Ich hatte den Tonex jetzt etwa acht Wochen hier und habe mit dem Teil experimentiert.
Ganz im Ernst: Das Gerät konnte mich in keiner Hinsicht überzeugen.
Hi Oliver,

hallo du alter Rocker. ;-)
Das finde ich ganz interessant, zumal ich dir sehr erfahrene Öhrchen unterstellen würde. ;-)

Ja, Clean-Sounds waren cool, aber Crunch war bereits problematisch, und mit Zerre konnte ich ebenfalls nichts finden, was mir gefällt.
Was Metal in deinem Bereich betrifft, da fehlt mir natürlich einfach die Erfahrung. Was mich aber mal interessieren würde, das wäre dein Vergleich zum Kemper?

Rein klanglich, die ganze Funktionalität mal außen vor gelassen.

Ich selbst habe den Kemper ja nach etwa 7 Jahren Spielzeit Jahren verkauft und konnte die Dinger leider nicht mehr 1:1 nebeneinander und auch mal über die gleichen FRFR, Studiomonitoe, etc, vergleichen.

Aber "gefühlt" ist das ToneX Ding für mich selbst immer noch verblüffend gut, auch was das Spielgefühl betrifft. Ich selbst vermisse da (rein klanglich) echt nichts. Ganz im Gegenteil.

Gerade so im Bereich Blues und moderatem Rock und wenn man gern am Volume-Regler kurbelt. Das ganze crunchige Gefilde finde ich mit so manchem JTM, BadCat, ToneKing, etc. recht lecker.

Bei den ollen und eher klassischen "High-Gain" Sounds der 70/80er komme ich gut mit diversen Plexis, Soldano und ähnlichen Dingern hin.

Wobei ich da schon auch ein bisschen ausprobieren musste. Aber auch hier sind z.B. die Amalgam Pakete sehr ordentlich.
High-Gain finde ich auch grundsätzlich etwas schwieriger und das "High-Gain" in deiner Welt ist ja oft nochmal eine ganz andere Nummer.

Vor allem nutze ich digitale Amps nur aus einem Grund: schnell einen guten Sound zu finden, ohne lange herumzuschrauben – und das ist beim Tonex für mein Empfinden nicht gegeben.
Auch echt interessant! Wie gehst du denn da vor? War für mich als ex "Dauerkemper" ja genau mit einer der Gründe für das kleine ToneX Ding. ;-)

Ich komme gerade mir dem ToneX eigentlich immer total schnell zu meinen, zugegeben nicht sonderlich komplizierten Sounds und fummel da auch längst nicht so viel rum wie am Kemper. Ok, das Ding kann halt auch nicht so wahnsinnig viel. :ROFLMAO:

Ich verwende allerdings überwiegend nur Pakete eines einzigen Amps und höre mir das erstmal am Rechner (nur mit der Software) über die Monitore an.

Danach speichere ich die für mich passenden Tonemodels als Presets und passe die nur ein wenig an. Aber im Grunde auch nur wie an einem echten Amp. Den ganzen Ton/EQ Stack von ToneX setze immer auch eigentlich immer auf "past". Das ist ja im Grunde auch alles nur EQ. Allerdings finde ich da den "Advanced Mode" schon ziemlich klasse.

Danach kommen die Dinger auf das Pedal und ich passe ggf. nochmal ein bisschen an.
Eigentlich waren da bislang alle Varianten der Wiedergabe recht cool. Auch der Versuch über eine dicke Endstufe und ohne Cab in meine 2x12 mit den Greenbacks klang astrein. Aber es soll ja eher alles möglichst klein und easy bleiben. :D

Aber den meisten scheint das Teil ja zu gefallen, also habt Spaß damit ;) (y)
Ehrlich gesagt, finde ich, zumindest was meine Sounds betrifft, heute vieles recht austauschbar, bzw. für mich selbst längst gut genug zu sein.

Kemper, Quad-Cortex, ToneX, das wäre mir heute relativ egal, wenn es denn wirklich nur um die reine Soundqualität und das Spielgefühl geht.

Funktional, war der Kemper natürlich schon die eierlegende Wollmilchsau. Ich glaube, da sind in dieser Klasse heute die ganzen Features und individuellen Anforderungen eher entscheidend.

Live habe ich schon so ziemlich alles in astreiner und völlig überzeugender Qualität gehört. Auch auf größerer Bühne und/oder Open-Air.

Allerdings auch schon weniger schön.
Das lag aber nie wirklich an den Geräten. ;)
 
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Hi @SlowGin ,
Hi Oliver,
Das finde ich ganz interessant, zumal ich dir sehr erfahrene Öhrchen unterstellen würde. ;-)
Vielen Dank. Ehrlich gesagt vertraue ich nicht mehr ausschließlich meinen eigenen Ohren, sondern arbeite mit Referenzsounds, die sich im Studio, live und zu Hause bewährt haben. An diesen orientiere ich mich und gleiche andere Amps entsprechend an – gerade was Höhen und Bässe betrifft.

Das kennen ja die meisten: An einem Tag gefällt einem der eigene Sound, und ein paar Tage später plötzlich weniger. Das hängt auch von unserer körperlichen Verfassung ab und davon, wie wir Klang wahrnehmen. Um das möglichst auszuschließen, nutze ich Referenzsounds.

Was Metal in deinem Bereich betrifft, da fehlt mir natürlich einfach die Erfahrung. Was mich aber mal interessieren würde, das wäre dein Vergleich zum Kemper?
Rein klanglich, die ganze Funktionalität mal außen vor gelassen.
Wenn ich mir beim Kemper Sounds kaufe – was ich inzwischen eher selten ist, weil ich eigentlich mehr habe, als ich brauche 😉 – gibt es einen einfachen Trick, den mir einmal jemand von Kemper erklärt hat:
Einfach in den High- und Low-Cut gehen. Den Low-Cut auf etwa 80–100 Hz, den High-Cut auf 4–5,5 kHz setzen, und schon hat man – vorausgesetzt, es handelt sich um Sounds von bewährten Anbietern wie Tone Junkie, Bogren usw. – sofort einen live- und studiotauglichen Sound.

Also: ruckzuck fertig. Genau das ist es, was ich möchte. Ich habe weder die Zeit noch die Muse, ewig an Sounds herumzuschrauben. Das war auch einer der Hauptgründe, warum ich vom Helix auf den Kemper umgestiegen bin.

Der Kemper war für mich anfangs allerdings eine bittere Enttäuschung, weil der Sound völlig anders klang, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Der High- und Low-Cut ist meiner Meinung nach das mit Abstand wichtigste Werkzeug, um einen wirklich professionellen Live- bzw. Studio-Sound zu bekommen.

Der ToneX hat mir als Software eigentlich ganz gut gefallen. Sobald ich jedoch gespielt und meine Kemper-Referenzsounds dagegengehalten habe, war das für mich einfach nicht ebenbürtig.

Vielleicht kann man durch viel Schrauben auch dort sehr gute Sounds hinbekommen – aber genau das möchte ich als Pragmatiker eben nicht.

Live habe ich schon so ziemlich alles in astreiner und völlig überzeugender Qualität gehört. Auch auf größerer Bühne und/oder Open-Air
Den ToneX habe ich dort bisher noch nicht gesehen. In den Live Gigs, in denen ich unterwegs bin, (Blues, Rock, Metal) ist es – wenn digital – ganz klar Kemper und Fractal Audio. Dann kommt lange, lange nichts, danach Quad, und erst dahinter Helix, Mooer und der neue Fender (der übrigens live, bei den paar Mal, die ich ihn gehört habe, richtig gut klang).
 
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Danke Oliver!

Beim Kemper hatte ich auch immer einen High- und Low-Cut in den Profiles.
Allerdings nicht ganz so krass wie du. ;-)

"Ähnlich" mache ich das aber ggf. auch mit den EQ´s vom ToneX.

Ich glaube, Kemper, Fractal, bedienen auch eher Leute, die ganz genau wissen, warum sie genau dieser Geräte auf der Bühne und/oder im Studio wollen. Es gibt dafür ja durchaus viele gute Gründe. Ganz andere Liga.

Ich selbst habe vieles davon wenig genutzt. Wenn ich überlege, was ich ggf. ein bisschen vermisse, dann ist das "morphing" und manchmal vielleicht ein paar der wirklich extrem guten Effekte. "Scenes" wie beim QC und (ähnlich) ja auch beim Kemper, wären ggf. auch ein Grund. Die WahWah´s finde ich auch ganz gut. Sollte ich das wirklich alles wieder brauchen oder "haben wollen", dann lande ich vielleicht auch wieder in dieser 'Ecke.

Ich war nur etwas verblüfft, weil du sagtest, bei dem ja eher schlichten ToneX müsstest du länger fummeln.

Live ist das vielleicht nochmal ein bisschen anders, aber ich glaube, das ist am Ende genau so, wie du schreibst. Den Sound oben und unten ggf. noch ein bisschen passend gemacht und dann funktioniert eigentlich das ganze Zeug ziemlich gut. Im Grund ja auch schon seit vielen Jahren. ;-)

Mein Kemper war nach meinem Empfinden klanglich einfach "gut", was will man da auch noch so sehr viel "besser" machen?
Aber er wurde halt auch nicht gerade jünger. Der brauchte zwischendurch auch schon mal eine OP und danach gingen ihm im wahrsten Sinne des Wortes langsam die Lichtlein aus.

War ja auch manchmal eher ungünstig als "Toaster", mit der Remote, den zwei zusätzlichen Expression Pedalen und (bekloppter Weise) noch zwei, drei vor meinen analogen Pedalen. Auch den Kemper Kone fand ich ok, aber da passt mir als reiner Monitor das kleine, ToneX Cab wenn/dann gerade besser ins Konzept.

Der ToneX war halt gerade billig und hat zumindest ein kleines Display. Genügt mir. ;-)
Für groß und laut habe ich ja noch etwas anderes.

Ich stehe aber gerade immer noch total darauf, einfach nur den jeweiligen Amp in der jeweils passenden Einstellung zu spielen.
Manchmal ist vielleicht ein Pedal mit im Capture, aber sonst genügt mir die kleine Schachtel eigentlich. Der Tuner ist zwar nicht so der Knaller, geht aber notfalls auch. Nachdem ich mein gutes altes Wah mal gründlich sauber gemacht habe und das Ding ein bisschen gefälliger eingestellt habe, bin ich damit auch wieder happy.
 
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Irgendwie klingt alles belegt.


Auch wenn der Low Cut noch mal ne andere Baustelle ist, aber ich glaube beim ToneX muss man sich trauen, den Bass nicht nur leicht aus der Mitte zu drehen, sondern ruhig auch mal ganz runter. (P.S. was bei vielen Fender Amps - wenn sie nicht "kotzen" sollen - auch gut funktioniert.)

Das ist jetzt nur iPhone Notizzettel ... aber Runde 1 ist gedreht mit Bass auf 2,5 ... Runde 2 mit Bass auf 4,5 (also immer noch weniger als Mitte). Bei Runde 2 habe ich hier im Raum den deutlich muffigeren Sound - ich hoffe das kommt bei euch so rüber.

Das Riff ist von Freischlader "geliehen" ... und von mir als "Happy Birthday Song" umfunktioniert ... probiert mal, kann man gut drüber singen.



Gruß
Martin
 
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Ich glaube, dass ein wichtiger Punkt ist, wer die Profiles erstellt hat und natürlich, an was man sich über die Jahre gewöhnt hat.

Unser andere Gitarrist spielt auf seinem Kemper ein richtig geiles Profil, was er sich mal gekauft hat

Für unser letztes Album haben wir der Einfachheit halber alles über seinen Kemper eingespielt. Ich wollte einen guten Marshall Old School High Gain Sound. Ich spiele selbst einen Marshall JMP-1 in ein Two Notes (mittlerweile ein Tonex Profil des JMP-1 in ein Two Notes). Wir haben einiges auf dem Kemper durchprobiert. Und von richtig mies über ganz ok bis hin zu ganz gut, war alles dabei und ich glaube, dass das Liquid Profiling, was ja den Tonestack nachbilden soll, auch bei miesen Captures nix mehr retten kann. Zugegeben haben wir jetzt nicht mehrere Tage mit dem Suchen und Einstellen eines Sounds verbracht und ich hab auch was gefunden, was ok war, aber eben nicht so gut, wie mein mir gewohnter Sound.

Lange Rede kurzer Sinn. Auch in der Kemper Library ist viel Schrott dabei. Und man muss sich angewöhnen, die Masse an Profilen gescheid zu filtern.

Auch dort sind gekaufte Profile meist von besserer Qualität, weil die Jungs und Mädels wissen, was sie machen und auch das entsprechende Equipment haben, die gesamte Kette von Amp über Cab über Mikro zum Interface in entsprechender Profiqualität haben. Und natürlich auch die Erfahrung besitzen, wie sich ein gutes Profil anzuhören hat.

Warum die anderen Systeme wie QC, Kemper und FA sich für Live einfach besser eignen und verbreiteter sind, ist einfach die Tatsache, dass die Geräte direkt schon für live tauglich konzipiert sind. Man hat etliche Routing Optionen, alles kann symmetrisch ausgegeben werden, man hat umfangreichere Effektketten usw. Für die Tonex Hardware braucht es meist noch zusätzliche Hardware für den gleichen Funktionsumfang, wie mit den oben genannten Firmen.

Ich glaube, dass es weniger mit der Qualität der Profile zu tun hat.
 
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Das Problem kenne ich.

Man muss da halt realistische Erwartungen haben. Spielen über Kopfhörer kann hervorragend funktionieren, ist aber eben was anderes als ein gut aufgedrehter amp im Raum.

Es fehlt die Wechselwirkung zwischen Gitarre, amp und speaker.

Und wie gesagt das physische empfinden des Gitarristen.

Selbst der beste Sound kann das nicht voll ersetzen.
Ein großer Schritt in Richtung "fühlen" war der Umstieg auf Beyerdynamic DT1770Pro MKII (ja, leider teuer, aber JEDEN Cent wert!) bzw. vorher der MKI! Und wenn man den nicht nur gerade an der Hörschwelle eingestellt hat (weil die bösen bösen Kopfhörer ja die Ohren schädigen) sondern mal RICHTIG aufdreht (und nein, aufrund der hervorragenden Klangqualität und Signaltreue OHNE ungewollte Verzerrungen -wie leider bei billigen Kopfhörern- leiden die Ohren nicht, ich hab selbst nach Jahren täglich mehrstündigem Gebrauch keine Hörschäden - und ich höre wirklich LAUT) dann hat man fast das Gefühl vor einer PA zu stehen.
 
Ich habe mir meinen Beyer schon ab und an vom Ohr gezogen, weil ich dachte oh f***, da läuft doch im Hintergrund der große FRFR mit. Schreck lass nach! Je nach Kopfhörer ist das schon eine gewisse Substanz da. ;)

Trotzdem spiele ich auch lieber ohne.

@musiker01
Bei regelmäßigen und zu hohen Lautstärken wird es irgendwann Probleme geben. Da sprechen wir nicht über das "ob", sondern nur noch über das "wann". Das ist oft ein schleichender Prozess.

Ich habe es früher übrigens auch oft übertrieben. ;-)
 
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Und wenn man den nicht nur gerade an der Hörschwelle eingestellt hat (weil die bösen bösen Kopfhörer ja die Ohren schädigen) sondern mal RICHTIG aufdreht (und nein, aufrund der hervorragenden Klangqualität und Signaltreue OHNE ungewollte Verzerrungen -wie leider bei billigen Kopfhörern- leiden die Ohren nicht

Das sieht nach meiner Kenntnis die medizinische Wissenschaft anders.

nicht, ich hab selbst nach Jahren täglich mehrstündigem Gebrauch keine Hörschäden - und ich höre wirklich LAUT

Ich wünsche dir, dass es genauso bleibt.

Ich bin früher auch regelmäßig mit 260 KM/H über die Autobahn gefahren und hatte nie einen Unfall. Statistisch gesehen war es trotzdem ein sehr riskantes Fahrverhalten.

Am Ende muss natürlich jeder selbst wissen, in welchen Maße er seinen Körper welchen Belastungen aussetzt. Irgendwo im Spektrum zwischen "nur Kamillentee und leise Musik" und "Highway to Hell" bewegen sich ja die meisten jahrzehntelang ganz gesund.

Nur zu sehr schönreden sollte man sich potentiell schädigendes Verhalten nicht.

Und zur Sache: Ja, ein (sehr) guter und für den Zweck passender Kopfhörer bringt extrem viel. Trotzdem ist es nicht das gleiche, wie eine Box im Raum. Aber was einem wie gut gefällt, ist dann ja auch rein subjektiv.

Für mich bleibt das Spielen über Kopfhörer eine Kompromisslösung.
 
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