Ich hatte den Tonex jetzt etwa acht Wochen hier und habe mit dem Teil experimentiert.
Ganz im Ernst: Das Gerät konnte mich in keiner Hinsicht überzeugen.
Hi Oliver,
hallo du alter Rocker. ;-)
Das finde ich ganz interessant, zumal ich dir sehr erfahrene Öhrchen unterstellen würde. ;-)
Ja, Clean-Sounds waren cool, aber Crunch war bereits problematisch, und mit Zerre konnte ich ebenfalls nichts finden, was mir gefällt.
Was Metal in deinem Bereich betrifft, da fehlt mir natürlich einfach die Erfahrung. Was mich aber mal interessieren würde, das wäre dein Vergleich zum Kemper?
Rein klanglich, die ganze Funktionalität mal außen vor gelassen.
Ich selbst habe den Kemper ja nach etwa 7 Jahren Spielzeit Jahren verkauft und konnte die Dinger leider nicht mehr 1:1 nebeneinander und auch mal über die gleichen FRFR, Studiomonitoe, etc, vergleichen.
Aber "gefühlt" ist das ToneX Ding für mich selbst immer noch verblüffend gut, auch was das Spielgefühl betrifft. Ich selbst vermisse da (rein klanglich) echt nichts. Ganz im Gegenteil.
Gerade so im Bereich Blues und moderatem Rock und wenn man gern am Volume-Regler kurbelt. Das ganze crunchige Gefilde finde ich mit so manchem JTM, BadCat, ToneKing, etc. recht lecker.
Bei den ollen und eher klassischen "High-Gain" Sounds der 70/80er komme ich gut mit diversen Plexis, Soldano und ähnlichen Dingern hin.
Wobei ich da schon auch ein bisschen ausprobieren musste. Aber auch hier sind z.B. die Amalgam Pakete sehr ordentlich.
High-Gain finde ich auch grundsätzlich etwas schwieriger und das "High-Gain" in deiner Welt ist ja oft nochmal eine ganz andere Nummer.
Vor allem nutze ich digitale Amps nur aus einem Grund: schnell einen guten Sound zu finden, ohne lange herumzuschrauben – und das ist beim Tonex für mein Empfinden nicht gegeben.
Auch echt interessant! Wie gehst du denn da vor? War für mich als ex "Dauerkemper" ja genau mit einer der Gründe für das kleine ToneX Ding. ;-)
Ich komme gerade mir dem ToneX eigentlich immer total schnell zu meinen, zugegeben nicht sonderlich komplizierten Sounds und fummel da auch längst nicht so viel rum wie am Kemper. Ok, das Ding kann halt auch nicht so wahnsinnig viel.
Ich verwende allerdings überwiegend nur Pakete eines einzigen Amps und höre mir das erstmal am Rechner (nur mit der Software) über die Monitore an.
Danach speichere ich die für mich passenden Tonemodels als Presets und passe die nur ein wenig an. Aber im Grunde auch nur wie an einem echten Amp. Den ganzen Ton/EQ Stack von ToneX setze immer auch eigentlich immer auf "past". Das ist ja im Grunde auch alles nur EQ. Allerdings finde ich da den "Advanced Mode" schon ziemlich klasse.
Danach kommen die Dinger auf das Pedal und ich passe ggf. nochmal ein bisschen an.
Eigentlich waren da bislang alle Varianten der Wiedergabe recht cool. Auch der Versuch über eine dicke Endstufe und ohne Cab in meine 2x12 mit den Greenbacks klang astrein. Aber es soll ja eher alles möglichst klein und easy bleiben.
Aber den meisten scheint das Teil ja zu gefallen, also habt Spaß damit
Ehrlich gesagt, finde ich, zumindest was meine Sounds betrifft, heute vieles recht austauschbar, bzw. für mich selbst längst gut genug zu sein.
Kemper, Quad-Cortex, ToneX, das wäre mir heute relativ egal, wenn es denn wirklich nur um die reine Soundqualität und das Spielgefühl geht.
Funktional, war der Kemper natürlich schon die eierlegende Wollmilchsau. Ich glaube, da sind in dieser Klasse heute die ganzen Features und individuellen Anforderungen eher entscheidend.
Live habe ich schon so ziemlich alles in astreiner und völlig überzeugender Qualität gehört. Auch auf größerer Bühne und/oder Open-Air.
Allerdings auch schon weniger schön.
Das lag aber nie wirklich an den Geräten.
