Native Instruments insolvent?

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Plugin Alliance davon scheinbar nicht betroffen

There is an update regarding the Native Instruments preliminary insolvency: Via the Plugin Alliance Audiophiles Facebook page, a spokesperson for Plugin Alliance says that they are not part of this.


” as of today, Plugin Alliance entities are not part of the insolvency filing. Our operators in Langenfeld and the US remain outside these proceedings. For now, it’s business as usual. We continue to operate normally – product releases, support, installers, and all other activities continue unchanged.
We’ll share further updates as the situation develops. I hope this helps – we remain dedicated to our partners and customers!”

Quelle:
 
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Mal schauen ob die zwei kürzlich abgesprungenen Investoren nicht zurückkommen, nachdem der Insolvenzverwalter die Firma ausgedünnt hat und der Wert deutlich gesunken ist. Das wäre nicht das erste Mal dass man die schwierige (manche sagen auch Drecks-) Arbeit von jemandem erledigen lässt bevor man sich ein Unternehmen einverleibt.

Mit Sicherheit ganz übel für viele der Mitarbeiter, und ob das gut für die Kunden sein wird bleibt abzuwarten
 
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Statement von NI Nick Williams, CEO:

Please rest assured that business continues as usual at Native Instruments, iZotope, Plugin Alliance and Brainworx. Our hardware and software products remain on sale and available for download and activation. Our passionate and dedicated teams are here and supporting customers as normal. In product and engineering, we are continuing to develop and launch new products and features. Our NKS Partnerships team continues to process Kontakt Player licences and NKS Partner submissions.
mehr:
 
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Statement von NI Nick Williams, CEO:

Leider ein absolutes Kein-Statement. Klar, mussten die unbedingt bringen, um zu zeigen, dass man die Sache ernst nimmt, sagt aber dennoch nix aus.
 
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Hoffentlich wird nun in den folgenden Wochen hier nicht jedes NI-Statement negativ kommentiert. Das ist völlig überflüssig und hilft niemandem. :rolleyes:

Die Aussage, dass die vorgenannten Unternehmen bzw. Unternehmensteile weiter am Markt tätig sind und derzeit kein Produkt aus dem Markt genommen wird, ist im übrigen eine klare Aussage. Ob und wie lange das so bleiben wird, ist abzuwarten. Restrukturierungen brauchen ihre Zeit.

Danke für das Teilen, @exoslime. :)
 
Die Aussage, dass die vorgenannten Unternehmen bzw. Unternehmensteile weiter am Markt tätig sind und derzeit kein Produkt aus dem Markt genommen wird, ist im übrigen eine klare Aussage.

Aber etwas anderes war doch gar nicht zu erwarten. Wie gesagt, das war ein Kein-Statement, was man machen musste, um die Wogen zu glätten. Detailliertere Aussagen darf man auch gar nicht machen, das liegt in den Händen des Insolvenzverwalters.
 
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Aber etwas anderes war doch gar nicht zu erwarten. Wie gesagt, das war ein Kein-Statement, was man machen musste, um die Wogen zu glätten. …
Deine Aussage ist nur schlicht falsch. Wenn nach einer Eröffnung unter deutschem Insolvenzrecht die Fortführung von Geschäftsbetrieben mitgeteilt wird, ist das definitiv eine valide Ansage. Das „Kein-Statement“ kommt mithin allenfalls von dir.

Wie gesagt: Was die Zukunft bringt, steht auf einem anderen Blatt. Es gibt aber durchaus Insolvenzen, bei denen direkt klar ist, dass Teile des Unternehmens dicht gemacht werden. Da gibt es ein solches Statement (das übrigens stets mit dem Insolvenzverwalter abgestimmt ist bzw. von diesem vorgegeben wird) dann in der Regel nicht.
 
Deine Aussage ist nur schlicht falsch.

Was genau ist daran falsch?

Wenn nach einer Eröffnung unter deutschem Insolvenzrecht die Fortführung von Geschäftsbetrieben mitgeteilt wird, ist das definitiv eine valide Ansage.

Es hat ja aber auch niemand jemals behauptet, dass NI unverzüglich die Pforten schließt. Genau deshalb ist das ein Kein-Statement.
Wir haben es hier mit einem vorläufigen (!) Insolvenzverfahren zu tun. Ein solches Verfahren wird dann eingeleitet, wenn sich eine Prüfung hinsichtlich etwaiger Sanierungsmöglichkeiten noch lohnt. Und selbstverständlich läuft deshalb vorerst noch alles weiter wie gehabt.
 
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Was genau ist daran falsch? …
Falsch ist deine Behauptung, dass das Statement von NI keine Aussage trifft.

Die weitere Diskussion dazu ist nun auch müßig. Ich hoffe einfach, dass man hier in den kommenden Wochen in erster Linie ordentliche Informationen zu dem Thema lesen kann - und keine keine abschätzigen, falschen oder sonst wie unpassenden Kommentare.
 
Ist für mich eine ambivalente Wahrnehmung: Auf der einen finde ich es sehr schade und auf der anderen Seite sage ich "Selbst Schuld NI!"

Es gibt für mich 2 Punkte an denen ich das fest mache:
  1. Viel zu teuer! Auch die Spar-/Sonderangebote die sie ab und an als Aktion starten - viel zu teuer.
  2. Dieser leidige Kontaktplayer. Diese viel zu kompliziert zu Bedienende "gebratene Extrawurst" die sich da rausnehmen. Warum diesen nicht weg lassen und jedes VSTi/PlugIn einfach in die Spur laden oder wenn mit Multioutput dann automatisch dazu generiert. Für viele DAW-User wäre die Welt so viel einfacher.
Dennoch hoffe ich, das es mit dieser Firma weiter geht ;)
 
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Übrigens, das mal als Anmerkung, falls das nicht rübergekommen sein sollte: Es ist ja zumindest erst einmal *positiv* zu sehen, dass es sich hier bisher nur um eine vorläufige Insolvenz handelt. Denn diese beinhaltet (zumindest idR) die Prüfung, ob sich nicht doch noch was machen lässt und die Firma als solche am Leben gehalten werden kann.

Ich persönlich würde zwar eine etwas andere Lösung befürworten (idealerweise würde ein Konsortium aus Library-Herstellern die Rechte und die Codebase von Kontakt erwerben und am besten auch noch die betreffenden Entwickler einstellen, mit dem Rest müsste man dann sehen, wie es weitergeht), weil ich nämlich im Falle NI felsenfest davon überzeugt bin, dass der Fisch am Kopf zu stinken anfängt (und da auch schon recht lange stinkt), aber für die meisten User sollte es zumindest mittelfristig die beste Lösung sein, wenn NI auch als eigenständige Firma erhalten bleibt.
 
Ich kenne tatsächlich ein paar Leute die dort arbeiten, bzw. dort gearbeitet haben. Ich kenne auch die Equity.... hab in einem Unternehmen gearbeitet, auch dort waren sie Investoren. Für mich sieht das so aus als hätte NI massive Liquiditätsprobleme gehabt, einen Investor ins Haus geholt und der will nach zwei Jahren Invest auch einen Return sehen. Der kam nicht, also machen sie es platt.
Für mich persönlich ein Desaster, ich mochte NI echt gerne und arbeite auch gerne mit deren Software und Bibliotheken. Jetzt hab ich Angst das die irgendwann obsolete werden und ich sie nicht mehr nutzen kann. Wie oft hab ich mit Kontakt gearbeitet.... verdammt.
Wenn wir Glück haben kauft die Insolvenzmasse ein anderer Distributer auf und betreibt es weiter. Abwarten......
 
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Ich könnte mir vorstellen, WENN irgendwas überlebt, dann wird es Kontakt sein. Daran haben ja auch außerhalb von NI viele Plugin-Hersteller ein großes Interesse. Auch für die DJ-Szene habe ich Hoffnung. Von Traktor und Co. hängen ja sehr viele Menschen wirtschaftlich ganz direkt ab.

Klar, auch das ist keine Garantie. Aber NI hat ja auch - trotz Insolvenz - immer noch einen großen Wert in Form von Software, Hardware, dem entsprechenden Know How und den dazugehörigen Experten unter den Mitarbeitern.

Irgendwer wird sich am Ende auf jeden Fall finden, der das zunächst mal "übernimmt" und weiter versucht, Gewinne daraus zu generieren.
Die Frage ist, ob die Kunden und User dann mit zukünftigen Firmenentscheidungen glücklich sein oder werden können.
Es gibt ja leider Gottes (oder hier vielleicht zum Glück) eine Menge "Heuschrecken", deren Geschäftsmodell darin besteht, solche Läden wieder in die Gewinnzone zu bringen - um sie dann allerdings auch wieder zu versilbern. Dann geht das oft von einem Investor zum nächsten. Für die Kunden und die Qualität der Produkte bedeutet das meist nichts Gutes.
 
Aber NI hat ja auch - trotz Insolvenz - immer noch einen großen Wert in Form von Software, Hardware, dem entsprechenden Know How und den dazugehörigen Experten unter den Mitarbeitern.

Der viel grössere Wert ist die User Base. Das sind über eine Million weltweit. Dazu kommen noch die Firmen die Material für Kontakt beitragen. iZotope nicht zu vergessen. Die sind groß im Postpro und Newsroom.

Erkennt der Insolvenzverwalter das wird er dementsprechend handeln.
 
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Der viel grössere Wert ist die User Base. Das sind über eine Million weltweit. Dazu kommen noch die Firmen die Material für Kontakt beitragen. iZotope nicht zu vergessen. Die sind groß im Postpro und Newsroom.

Erkennt der Insolvenzverwalter das wird er dementsprechend handeln.
Das müssen vor allem potentielle Investoren erkennen und die Firma nach einem möglichen Kauf entsprechend ausgerichtet lassen, sofern nicht eine Sanierung in Eigenregie mit dem entsprechenden Kapital und Gläubigerverzicht gelingt und man damit die zukünftige Ausrichtung weiter selbst in der Hand hat
 
Natürlich möchte man nun gerne ins Blaue spekulieren, obwohl so etwas gar nichts bringt… das geht mir nicht anders. ;)

Wenn einzelne Produkte gut oder schlecht laufen, insbesondere Hardwareprodukte, dann ist es bei einer Insolvenz eigentlich relativ leicht: Rentable Produkte werden weiterhin angeboten und fortentwickelt, nicht rentable Produkte werden eingestampft. Eine solche „Konzentration auf das Wesentliche“ bringt, vereinfacht gesagt, häufig die Wende zum Guten.

Mit „Kontakt“ dürfte es indes deutlich schwieriger sein. Das ist ja nicht nur eine - schon für sich komplexe und sicherlich pflegeintensive - Software, sondern eher eine Basistechnologie, die - auch wirtschaftlich - ganz maßgeblich von der Verwendung durch Dritthersteller lebt. Genau das, so lassen einzelne Anzeichen zumindest vermuten, hat in den letzten Jahren nicht mehr gut funktioniert (oder vielleicht auch nie). Allgemein gesagt funktionieren solche „technischen Ökosysteme“ ja nur, wenn alle Parameter zueinander passen. Kommt auch nur ein Parameter in Schieflage, dann wird das System schnell fragil. Gelingt es beispielsweise nicht, ausreichend Dritthersteller in das Ökosystem zu holen, dann fehlt Geld für die Fortentwicklung des Systems. Infolgedessen wird es weniger attraktiv, was es noch schwerer macht, Dritte an Bord zu holen. Demgemäß erhöht der Hersteller die Lizenzgebühren, womit wiederum noch weniger Dritte mitmachen. Schlimmstenfalls fangen die Dritten dann an, eigene Systeme zu entwickeln.

Ob und inwieweit es vorliegend so passiert ist, lässt sich von außen wahrscheinlich nicht sagen. Man könnte sich mal die Geschäftsberichte der letzten Jahre ansehen, aber dazu fehlt jedenfalls mir die Zeit und Motivation. Träfe die vorstehende Darstellung auf NI zu - was ich wie gesagt nicht weiß, ich spekuliere nur ins Blaue -, dann hätte das ja sogar wiederum Auswirkungen auf die Hardware. Denn z.B. die Kontrol-Keyboards leben maßgeblich vom Vorhandensein von Kontakt - ohne das sie eben einfach nur Keyboards sind.

Letztlich kann man einfach nur hoffen, dass die Schieflage anderweit begründet ist als in einer zum Scheitern verurteilten Produktstrategie und -palette. Jedenfalls werden es, leider, spannende Monate werden. Nicht nur hinsichtlich NI, sondern auch in Bezug auf die Dritthersteller, die bisher weitgehend auf Kontakt gesetzt haben.
 
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nicht unbedingt überraschend;), kritisch zum Thema Finanzinvestoren bei NI äußert

Klar. Krüppel Sprache und natürlich "nachhaltig". Darf unterdessen in keinem Beitrag mehr fehlen. NI selbst hat mit der Situation natürlich nichts zu tun. Auch klar.
 

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