Warum will ich eigentlich Improvisieren lernen?

Aber das war vor der YouTube-Ära. Vor der „Tastendrück-Ära“. Vor der „Frei spielen“-Ära. Die hat alles verändert.

Nun wurde ich aber von allen Seiten in diese Richtung gedrängt, weil ich improvisieren lernen wollte. Und natürlich fand ich das auch interessant. Einfach so einen Akkord spielen und ein paar Töne dazu klimpern ist ja nun auch tausendmal einfacher, als die Mondscheinsonate zu spielen.

Ich weiß ja nicht, wer Dich da in die Richtung drängelt. Wenn das nur diese Youtube Videos waren, in der neuen "Tastendrück Ära", klingt das für mich verwirrend. Das Internet, Youtube, Instagram ist ja nicht nur bevölkert von "Frei spielen" Leuten, sondern auch von Leuten, die nichts anderes als Klassische Musik spielen und 0 auf Improvisation wert legen. Ich habe in meinen Videos einen Pianisten, der klassische Klavierstücke spielt und dazu erzählt, wie geil die doch sind. Von Bach bis Debussy.

Die Ära, von der Du sprichst existiert nicht - das ist reine Fantasie. Du selbst kannst ja selbst bestimmen, was Du schaust und daher auch ganz einfach das ignorieren, was Dich nicht interessiert. Niemand drängt Dich wohin - wie soll das gehen? Du wählst jy aie Videos aus, die Du sehen willst, sie wählen Dich ja nicht aus.

Ansonsten ist es ja gut und schön, wenn Du jetzt weißt, was Du machen willst, weil das ist besser und schwieriger als nur zu wissen, was man nicht machen möchte. :)
 
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Erstaunlich, wie leicht sich immer wieder ein Thema eröffnen und dann zuschauen lässt, wie sich das Forum selbstständig und engagiert am Thema abarbeitet… ;)
 
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Erstaunlich, wie leicht sich immer wieder ein Thema eröffnen und dann zuschauen lässt, wie sich das Forum selbstständig und engagiert am Thema abarbeitet… ;)

... Ein Rudel Forenwölfe jagt ein scheues Wild...
Talking Blues a la Hannes Wader, wie immer kongenial begleitet von W. LÄMMMER (!) hirt.
Ach wär das schön.
 
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Erstaunlich, wie leicht sich immer wieder ein Thema eröffnen und dann zuschauen lässt, wie sich das Forum selbstständig und engagiert am Thema abarbeitet… ;)
Der Mensch ist ein soziales Wesen und tauscht sich über alles mögliche aus 😅
 
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– Etym. III, cap. 15
Isidor von Sevilla ca 560 - 635
Isidor von Sevilla gilt als Schutzpatron des Internets
Nisi enim ab homine memoria teneantur, soni pereunt, quia scibi non possunt
„Wenn sie nämlich nicht vom Menschen im Gedächtnis behalten werden, vergehen die Töne, weil sie sich nicht aufschreiben lassen.“
 
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Viel geschrieben, aber eigentlich nichts gesagt.
 
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Viel geschrieben, aber eigentlich nichts gesagt.
Wirklich nichts?

Ich denke, es wurde schon Einiges - und nicht nur Persönliches - dazu geschrieben, ob es innerhalb einer Musikerausbildung auch Übungen zur Improvisation geben soll oder nicht. Ich denke, dass beides untrennbar zur Musik gehört: Notenspiel & Improvisation. Eine Ausbildung sollte über die Harmonielehre beides zu verbinden suchen.

Denn das Spiel nach Noten und das "freie" Improvisieren müssen keine Alternativen sein, wie es sich in Diskussionen oft darstellt, sondern ergänzen sich in ihren Lehrmöglichkeiten.

Selbst wer sich auf notierte Töne beschränkt, wird für einen gelungenen Vortrag nicht darum herum kommen, ein Stück nach seinen Möglichkeiten zu gestalten, wodurch auch er gezwungen ist, eigenes Empfinden möglichst spielerisch zum Ausdruck zu bringen.

Zwischen Notation und Improvisation gibt es fließende Übergänge. Da kann jeder seine bevorzugte Mischung ergründen.
 
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Ich denke, es wurde schon Einiges - und nicht nur Persönliches - dazu geschrieben, ob es innerhalb einer Musikerausbildung auch Übungen zur Improvisation geben soll oder nicht.
Pianoteq hat fast nur persönliches mitgeteilt. Zu seinem selbst gewählten Thema Improvisation nur wenig. Ein bisschen wie: "Mag kein Fleisch, bin Veganer". Da denke ich: na und?
 
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@Pianoteq hat fast nur persönliches mitgeteilt.
Stimmt. Und darauf haben eine ganze Menge anderer Teilnehmer geantwortet mit dem Tenor: Es drängt einen niemand in die Improvisation, aber auch sie war und ist ein wesentlicher Bestandteil der Musik und des musikalischen Könnens. Ich sage dazu: Es gibt hier kein entweder-oder.
 
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Ich erinnere Freejazz als Beispiel für Improvisation aus den 70gern.
Sicher gab es in unserem Kulturkreis weniger Zugang zu anderen Beispielen als heute.
Von einigen professionellen Orchestermusikern , Geige Gambe Kontabass, weiß ich nach deren Angaben daß sie ohne Noten mit ihren Instrumenten nichts anzufangen wissen.
Ich denke wenn sie den Fingern da einen notenfreien Lauf lassen wollten bräuchten sie vielleicht zunächst ein anderes Instrument als das gewohnt eingespielte.
Bei Saiteninstrumentprofis böte sich da vielleicht eine Rudraveena an, die virtuos nur beschränkt eingesetzt werden kann.

View: https://www.youtube.com/watch?v=lOWlToiC2QA
 
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Tut mir leid, aber durch die Aussage...
Nun wurde ich aber von allen Seiten in diese Richtung gedrängt, weil ich improvisieren lernen wollte. Und natürlich fand ich das auch interessant. Einfach so einen Akkord spielen und ein paar Töne dazu klimpern ist ja nun auch tausendmal einfacher, als die Mondscheinsonate zu spielen.
...wurden einfach so viele Musiker*innen in ihrem Können diskreditiert, dass ich das nicht anders bezeichnen konnte :LOL:
 
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Einfach so einen Akkord spielen und ein paar Töne dazu klimpern ist ja nun auch tausendmal einfacher, als die Mondscheinsonate zu spielen.
Das als Begründung für eine Argumentation gegen Impro ist schon "sportlich".🙂

Warum muss man das schlecht machen, was man gerade nicht so gerne macht? Reicht es nicht, zu sagen, ich mache jetzt lieber dies und jenes?
 
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Alte Keyboarder-Regel: Wenn man etwas nicht hinbekommt, dann ist es nicht anspruchsvoll genug! :opa:
 
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Warum muss man das schlecht machen, was man gerade nicht so gerne macht? Reicht es nicht, zu sagen, ich mache jetzt lieber dies und jenes?
Kann ich nur unterschreiben!!!!
Wenn ich was (nicht spielen) will lass ich's einfach. ;)
 
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Viel geschrieben, aber eigentlich nichts gesagt.
Das war etwas missverständlich: Ich hatte deine Aussage zunächst auf alle Beiträge bezogen.

Auch denke ich, dass der TE nichts abwerten, sondern seine Vorlieben damit nur pointiert ausdrücken wollte. Sein Beitrag ist ein persönliches Bekenntnis, dass ihm das improvisatorische Spiel nicht so viel Freude bereitet. Problematisch ist dabei seine Vermischung mit stilistischen Präferenzen: Notierte Musik wird dabei der Klassik und improvisierte Musik dem Jazz ober Blues zugeordnet, was zwar oft der Fall, aber keineswegs zwingend ist. Eigentlich fragt er hier, warum er Jazz lernen soll, wenn er doch Klassik viel lieber mag. ;)

Die Frage ob und wofür man Improvisation lernen sollte, ist damit aber noch nicht beantwortet.
 
Apropos: Improvisierenlernen für Dummies.....

Ich habe hier diverse kleine Musik"stücke" selbst kreiert, würde das auch gern hier einstellen. Mir fehlt aber das Equipment zur Aufnahme UND Bearbeitung derzeit noch. Aufnehmen könnte ich nur über mein Handy und die Yamaha App Rec'Share. Bearbeiten ist da eher so meeeeh.

Nu ist das aber leider so, dass ich mich gern verspiele oder verhasple. Je länger, umso mehr. Das bedeutet, ich bekomme nicht eine Aufnahme fehlerfrei hin. Und Aufnahmen mit Spielfehlern lade ich hier nicht hoch.

Das bedeutet aber auch, dass ich gelernt habe, jeden dieser Spielfehler oder Verhaspeler im Sinne einer Improvisation zu nutzen. Ich höre bei einem Fehler ja nicht auf zu spielen. Ich "glätte" den Fehler. Es ist zwar nicht das ursprüngliche Stück, das ich dann spiele (das habe ich im Kopf), die Fehler führen mich aber über deren "Glattbügelung" zu immer wieder neuen, leicht veränderten Versionen, von denen ich manche verwerfe, andere in Teilen aber behalte.....oder vergesse.

Improvisierenlernen für Dummies.....
 
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Das bedeutet, ich bekomme nicht eine Aufnahme fehlerfrei hin.
Das geht mir bei klassischen Stücken auch so. Klar macht es Spaß zu spielen, aber irgendwas ist immer.
Von daher spiele ich für mich oder für Freunde auch gern mal was von Bach und Co., aber öffentlich bin ich heilfroh, dass ich das nicht beruflich gemacht habe ;)

Beim Jazz geht mir das zwar ähnlich, aber wie ihr schon sagt, da ist es erstens nicht so schlimm und zweitens kann man etwas mit etwas Glück und Geschick als Kreativität "verkaufen" ;)

Das ist bei mir zumindest ein Teil der Antwort auf "Warum will ich Impro lernen"
 
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Hi Leute, interessantes Thema....bevor ich mir selbst Gitarre beigebracht hatte, lernte ich viele Jahre 2 Manualige Orgel samt Basspedal. Dort mussten wir stundenlang altdeutsches Liedgut nach Noten spielen. Ein Graus für mich als Teenie, aber dadurch, dass wir damit Noten und Harmonielehre reingepaukt bekommen haben, fiel es mir total leicht, die Gitarre als Instrument zu verstehen und sie mir selber bei zu bringen,Und das, am Anfang nur nach Gehör und ich hörte mir die Songs raus und verstand automatisch, wie man sie spielen musste.
Ich habe oft Gitarristen getroffen, die klassisch angefangen haben,Noten zu lernen,Tonleitern. Die spielen dir jeden Song vom Blatt runter, ABER und jetzt kommts: Jammen war mit den meisten unmöglich, weil sie nie gelernt haben, zu improvisieren und nach Gehör zu spielen.
Ich denke,am besten kann Man beides. Aber ich stelle mir Spngwriting echt schwierig vor,wenn du nicht nach Gehör zu einem Riff eine Melodie im Kopf "bauen" kannst......
 
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