Niedrige Saitenlage vs. Saiten schnarren - Setup-Problem bei meiner Ibanez RGA42BK

  • Ersteller halli88
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sprich den hals so einstellen das ich am 12. bund 1,5 mm haben und dann an die brücke gehen?
Dann musst du mir erklären, was du damit meinst.

Jein - das hängt von der Gitarre ab. Manche, bei denen die Bünde einfach nicht so gut abgerichtet sind, brauchen dann doch etwas mehr Krümmung am Hals. Das kann man aber dann auch ganz am Schluss machen, wenn man schaut, obs mit etwas mehr Krümmung doch besser ist. Bei solchen "Problemgitarren" ist ein Herantasten an das optimale Ergebnis schon eine echte Geduldsprobe.
Ist mir schon klar, nur macht es das für den TE hier noch komplizierter, als es ohnehin zu sein scheint.
 
nein nicht am letzten Bund, sondern wenn ich den ersten und letzten greife dann am 8. Bund 0,5 mm abstand zwischen Saiten und Bündchen.

Achso, dann hab ich das falsch verstanden. Ich dachte, dass du, wenn du im ersten oder im letzten runterdrückst, dann gefühlt 0,5 mm Platz hast bis die Saite die erste oder letzte Bundoberkante berührt.
Entschuldige bitte!

Ist mir schon klar, nur macht es das für den TE hier noch komplizierter, als es ohnehin zu sein scheint.

Das mag sein, aber evtl. lesen auch noch andere Leute mit.
Wollte nur den Hinweis der Vollständigkeit halber geben - nicht, dass jemand dran verzweifelt, weil seine Gitarre mit fast geradem Hals nicht passabel eingestellt werden kann.
 
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sprich den hals so einstellen das ich am 12. bund 1,5 mm haben und dann an die brücke gehen?

halli88, du bringst hier in deinen Beiträgen Saitenlage und Halskrümmung durcheinander.

1. Erst stellst du die Halskrümmung mit der Thrust Rod Schraube so ein, dass du am 7. Bund, wenn du die Saiten am 1. und letzten Bund herunterdrückst, noch ca 0,5 mm Luft am 7.Bund hast. Dafür eignet sich ein Kapodaster super. Einfach am 1. Bund abklemmen, mit der einen Hand die Saite dann am letzten Bund noch runterdrücken und am 7. Bund messen . Ich stelle da 0,3 mm ein, was mit einer Fühlerlehre sehr genau eingestellt werden kann. Nach ein paar Stunden bis Tagen hat sich der Hals dann neu ausgerichtet und es kann sein, dass du noch einmal nachjustieren musst. Lass dazu alle Saiten drauf und stimme immer wieder nach. Einstellen, stimmen, messen ... solange, bis die Halskrümmung passt.

2. Ist der Hals richtig eingestellt, dann erst geht es an die Brücke/Böckchen, mit der du dann die Saitenhöhe justierst. Hier schraubst du die Brücke/Böckchen entsprechend soweit rauf oder runter, bis deine gewünschte Saitenhöhe erreicht ist. Messen auf dem 12. Bund (Oberkante Bundstäbchen, Unterkante Saite) ohne die Saiten herunterzudrücken. Da die e1 1,25 mm und die E6 1,75 mm einstellen und sich dann an das Optimum herantasten. Also alle Bünde spielen und schauen wo es noch schnarrt. Auch hier lasse ich alle Saiten gestimmt und stimme bei Änderungen der Brücke/Böckchen immer entsprechend nach, bis ich bei meiner Wünschenhöhe angekommen bin. Hilfreiches Werkzeug dafür wäre sowas: https://www.amazon.de/gp/product/B00TI95AUY/ref=oh_aui_detailpage_o04_s00?ie=UTF8&psc=1

3. Oktavreinheit einstellen mit den Schrauben an der Brücke/Böckchen (mehr dazu hier: http://rockinger.com/index.php?page=ROC_Workshop_Setup und hier https://www.kirstein.de/Gitarre-Bass-einstellen/).

4. Je nachdem, wie empfindlich die Gitarre ist, musst du dann im Sommer und im Winter die Halskrümmung neu einstellen. Die Brücke/Böckchen ist ja eingestellt und arbeitet nicht, aber der Hals arbeitet immer wieder. Also musst du dann an der Thrust Rod Schraube wieder die Halskrümmung so einstellen, wie oben unter 1. geschrieben. Wenn du dabei wieder 0,5 mm Halskrümmung nimmst, passt auch wieder automatisch die Saitenhöhe.
 
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So nach mehrmaligen studieren der Anleitungen und nachdem ich nochmal bei Ibanez geschaut habe und das hier gefunden habe http://www.ibanez.com/world/manual/german/14.pdf
Habe ich den Hals jetzt gut eingestellt. Dann habe ich mich um die Brücke gekümmert, bin jetzt n ganzes Stück wieder nach oben wobei jetzt die E Saite bzw da die Gitarre ja in C gestimmt ist die tiefe C Saite in den ersten Bünden immer noch schnarrt. Die A Saite bzw F auch in den ersten Bünden bis zum vierten fünften Bund.
Die Saitenlage ist jetzt auch wieder ganz schön hoch, sprich ja im endeffekt das was ich eigentlich beheben wollte.
Habs jetzt erstmal so hingenommen und die Intonation eingestellt. die waren alle bzw fast alle in der weitesten Stellung vom Steg entfern und ich musste ganz schön schrauben damit der Flageolett mit dem in zwölften Bund gegriffene Ton passt.
Was kann ich jetzt noch machen? denn der Hals ist jetzt super, habs eingestellt und an jeder Saite geprüft (erster letzter Bund gedrückt, Abstand am 8. Bund ca 0,5mm)
Aber durch brücke hochschrauben bin ich fast wieder bei der Saitenlage wo ich angefangen habe, nämlich viel zu hoch. und dann kommt erschwerend noch dazu das es in den ersten Bünden immer noch schnarrt.

@PeaveyUltra120
Das mit den 1,5 mm am 12. Bund ist so gemeint das ich bei nicht gegriffener Saite ein 1,5mm starkes Plektrum zwischen Saiten und Bundstäbchen schieben kann und es dort von alleine festgehalten wird. Sprich am 12. Bund hällt es und am 13. Bund fällt es raus. Das ist mir übrigens bewusst das ich das dann mit der brücke und nicht mit dem Halsspannstab einstelle!
 
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Wenn du das alles wirklich gut eingestellt hast, wovon ich mal ausgehe, dann kann es doch nur noch an den Bundstäben liegen.
Wie gross ist denn jetzt eigentlich der Abstand O Kante Bundstäbchen zu U Seite Saite ( kleines Wortspiel) am 12. Bund?
Hast du irgendwas ( langes gerades Lineal aus Metall wäre z.B. gut) was du mal kpl. längs über die Bünde legen kannst? +/- 50 cm reichen auch.
Man kann dann ganz gut sehen, wo ggf. zu viel Luft ist oder ein Stab übersteht.
Gerade dass nun die Saiten in den ersten Bünden schnarren, lässt mich ja vermuten, dass da einfach die Bünde etwas runtergespielt sind???
Aber: alles nur Mutmassungen mit gefährlichem Halbwissen. Bei meiner Gitarre habe ich aber so das Manko entdeckt und dann abgerichtet:) ....hat geklappt :)
 
ich schau mal habe sonst noch einen messschieber.
du meinst aber schon der abstand am zwöften bund wenn die saite nicht gegriffen ist oder?
 
Das mit den 1,5 mm am 12. Bund ist so gemeint das ich bei nicht gegriffener Saite ein 1,5mm starkes Plektrum zwischen Saiten und Bundstäbchen schieben kann und es dort von alleine festgehalten wird. Sprich am 12. Bund hällt es und am 13. Bund fällt es raus. Das ist mir übrigens bewusst das ich das dann mit der brücke und nicht mit dem Halsspannstab einstelle!

Welche Saite hat da 1,5mm? e oder E? Die tiefe E wirst du nicht viel flacher als 1,5 mm schnarrfrei hinbekommen.
 
Hab jetzt grade mal gemessen und habe bei nicht gegriffenen Saite einen abstand beim 12 Bund von 2,6 mm
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Welche Saite hat da 1,5mm? e oder E? Die tiefe E wirst du nicht viel flacher als 1,5 mm schnarrfrei hinbekommen.
Wäre ja froh wenn ich ohne schnarren nah an die 1,5 mm kommen würde
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spielt bei alle dem vielleicht auch die saitenstärke eine Rolle? Habe extra dickere aufgezogen damit bei den tiefen Tuning die dünneren Saiten ja ziemlich locker sein würden und evtl noch mehr schnarren, da sie dann ja auch doller schwingen
 
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Welche Saite hat da 1,5mm? e oder E? Die tiefe E wirst du nicht viel flacher als 1,5 mm schnarrfrei hinbekommen.
Sehe ich nach jahrelangem hin- und herstellen bei verschiedenen Klampfen auch so. Irgendwo ist die Grenze des Machbaren erreicht. Gerade bei häufigem Bending ist eine etwas höhere Saitenlage meiner Erfahrung nach durchaus angenehm. Die Stärke der Saiten sollten wir auch nicht außer acht lassen.
Hab jetzt grade mal gemessen und habe bei nicht gegriffenen Saite einen abstand beim 12 Bund von 2,6 mm

2,6mm von Oberkante 12.Bund bis Unterkante Saite? Viel zu hoch, das hat man bei ner Western. Oder 2,6 von Oberkante Griffbrett?
 
Nein 2,6 vom bundstäbchen bis Unterkante Saite.
Und jetzt schnarrt sie ja trotzdem und wenn ich ein paar powercords auf der gesamten Gitarre spiele ist immer ein gewissen schnarren dabei was mitschwingt. Und das alles trotz der hohen saitenlage
 
Hmm, 0,5 mm Halskrümmung ist eingestellt und bei einer 2,6 mm Saitenlage schnarrt sie noch immer in den vorderen Bünden? Also entweder liegen die Saiten im Sattel zu tief oder du schlägst die Saiten zu hart an. Wenn der Sattel zu tiefe Kerben hat, dann kannst du machen was du willst, du wirst das schnarren nicht wegbekommen. Die Saiten tiefer holen verschlimmert das schnarren dann nur noch. Liegt es an der Spieltechnik, da kann man ja was machen ;) (wirklich nicht bös´ gemeint). Du solltest mit der Gitarre wohl doch zum Fachmann und den Sattel mal prüfen lassen. Das wäre jetzt mein Ansatz, wenn selbst die Standardeinstellungen (Saitenhöhe: e1,25 mm - E1,75 mm und Halskrümmung: 0,5 mm) nicht funktionieren und die Gitarre in den vorderen Bünden schnarren lassen.
 
Oder sollte ich mal dünnere Saiten aufziehen?
 
Ok, shadok gab den entscheidenden Hinweis, den ich bei dir am anfangs gekonnt überlesen hatte. Deine Gitarre ist ja C-gestimmt. Ich habe auf meiner Dean Vendetta 3.0 11/52er drauf. D-Stimmung, Drop C und selbst das schnarrt schon ordentlich. Du bist ja nochmal eine Stimmung tiefer. Das wird nichts mit tiefer Saitenlage und schnarrfrei. Da wirst du damit leben müssen.

Wenn du in der Stimmung bleiben willst, könntest du eventuell die Daddario EXL117 probieren. Die sollen schon sehr hart/straff sein, was das schnarren stark mindern könnte: https://www.thomann.de/de/daddario_exl117.htm
 
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Ich hatte solch ein Problem bei meiner Hagström Swede. Die schnarrte und sirrte selbst bei hoher Saitenlage. Wie schon geschrieben, die Geräusche kamen von der Bridge bzw. von den Böckchen über die die Saiten laufen. Die waren etwas lose, hatten Spiel, trotz des Saiten-Andrucks. Vielleicht auch mal prüfen. Die Quelle des Schnarrens per Ohr eingrenzen.
 
halli88, du bringst hier in deinen Beiträgen Saitenlage und Halskrümmung durcheinander.

1. Erst stellst du die Halskrümmung mit der Thrust Rod Schraube so ein, dass du am 7. Bund, wenn du die Saiten am 1. und letzten Bund herunterdrückst, noch ca 0,5 mm Luft am 7.Bund hast. Dafür eignet sich ein Kapodaster super. Einfach am 1. Bund abklemmen, mit der einen Hand die Saite dann am letzten Bund noch runterdrücken und am 7. Bund messen . Ich stelle da 0,3 mm ein, was mit einer Fühlerlehre sehr genau eingestellt werden kann. Nach ein paar Stunden bis Tagen hat sich der Hals dann neu ausgerichtet und es kann sein, dass du noch einmal nachjustieren musst. Lass dazu alle Saiten drauf und stimme immer wieder nach. Einstellen, stimmen, messen ... solange, bis die Halskrümmung passt.

2. Ist der Hals richtig eingestellt, dann erst geht es an die Brücke/Böckchen, mit der du dann die Saitenhöhe justierst. Hier schraubst du die Brücke/Böckchen entsprechend soweit rauf oder runter, bis deine gewünschte Saitenhöhe erreicht ist. Messen auf dem 12. Bund (Oberkante Bundstäbchen, Unterkante Saite) ohne die Saiten herunterzudrücken. Da die e1 1,25 mm und die E6 1,75 mm einstellen und sich dann an das Optimum herantasten. Also alle Bünde spielen und schauen wo es noch schnarrt. Auch hier lasse ich alle Saiten gestimmt und stimme bei Änderungen der Brücke/Böckchen immer entsprechend nach, bis ich bei meiner Wünschenhöhe angekommen bin. Hilfreiches Werkzeug dafür wäre sowas: https://www.amazon.de/gp/product/B00TI95AUY/ref=oh_aui_detailpage_o04_s00?ie=UTF8&psc=1

3. Oktavreinheit einstellen mit den Schrauben an der Brücke/Böckchen (mehr dazu hier: http://rockinger.com/index.php?page=ROC_Workshop_Setup und hier https://www.kirstein.de/Gitarre-Bass-einstellen/).

4. Je nachdem, wie empfindlich die Gitarre ist, musst du dann im Sommer und im Winter die Halskrümmung neu einstellen. Die Brücke/Böckchen ist ja eingestellt und arbeitet nicht, aber der Hals arbeitet immer wieder. Also musst du dann an der Thrust Rod Schraube wieder die Halskrümmung so einstellen, wie oben unter 1. geschrieben. Wenn du dabei wieder 0,5 mm Halskrümmung nimmst, passt auch wieder automatisch die Saitenhöhe.

Hallo, sehr gut beschrieben. Allerdings würde ich nicht grundsätzlich den letzten (21./22. Bund drücken. Weil bei vielen Gitarren von dem 17./18. Bund der Hals schon ein wenig nach unten "gebogen" ist. Besonders bei Akustikgitarren. Über den Grund dafür gibt es mehrere Erklärungen. Ich schleife die Griffbretter vor dem Bundieren dort absichtlich etwas "tiefer". Dadurch habe ich weniger Probleme mit dem Schnarren bei besonders flacher Saitenlage oder 7.25 Radius.

IMG_2848.jpg IMG_2850.jpg
 
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Ok, shadok gab den entscheidenden Hinweis, den ich bei dir am anfangs gekonnt überlesen hatte. Deine Gitarre ist ja C-gestimmt. Ich habe auf meiner Dean Vendetta 3.0 11/52er drauf. D-Stimmung, Drop C und selbst das schnarrt schon ordentlich. Du bist ja nochmal eine Stimmung tiefer. Das wird nichts mit tiefer Saitenlage und schnarrfrei. Da wirst du damit leben müssen.

Wenn du in der Stimmung bleiben willst, könntest du eventuell die Daddario EXL117 probieren. Die sollen schon sehr hart/straff sein, was das schnarren stark mindern könnte: https://www.thomann.de/de/daddario_exl117.htm
Hab ich aber extra von Anfang an erwähnt das die Gitarre in c gestimmt ist ... Momentan habe ich die exl145 drauf
 
Hab ich aber extra von Anfang an erwähnt das die Gitarre in c gestimmt ist ... Momentan habe ich die exl145 drauf

Ja, aber eben nur "am Rande" erwähnt. ;) Sorry, werden wohl viele überlesen haben. Versuch mal die EXL117 oder finde dich mit dem schnarren ab. Am Amp einfach Volume aufdrehen und das schnarren ist weg ;).
 
Die Möglichkeit mal 'n Satz ganz normale 10er Saiten in E-Stimmung zu probieren besteht nicht? Wenns dann ok wäre hätten wir die Verdächtigen ermittelt.:)
 
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Hab noch einen 10er Satz da sonst müsste ich das mal ausprobieren, aber dann müsste ich den Hals wahrscheinlich auch neu spannen oder?
 
Kannst ja testweise nur mal eine Saite ausprobieren, das geht doch fix.
 

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