Der Princeton Userthread

drul
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Hallo Zusammen,

Dieser kleine Amp hat so viele Facetten, dass ich finde, man kann ihm einen eigenen Thread widmen.

Es gab in seiner "Originalzeit" eine ganze Entwicklungsgeschichte, angefangen in der Tweed-Ära, dann Brownface, Blackface, Silverface; jeweils mit unterschiedlichen, leicht abgewandelten Schaltungen. Mit und ohne Reverb.

Unzählige Modifikationen hat er erfahren; und er war die Basis für die ersten Mesa/Boogie Amps und hat damit die Spezies der High Gain Amps mitbegründet.

Ich fände es super, wenn Princeton-User hier ihr Wissen, ihre Erfahrungen und kleinen Tipps einbringen könnten, so dass hier eine entsprechende Sammlung entsteht.

Ich würde den Scope gerne weit fassen; d.h. auch alle Replikas (natürlich auch die Fender-eigenen der Neuzeit) mit abhandeln wollen.

Zum Startbverweise ich gleich mal auf http://fenderguru.com/amps/princeton-reverb/ und auf meinen bescheidenen Review meines Clones (siehe meine Signatur)

Würde mich über rege Beteiligung freuen!

Und hier noch ein paar links zu Forumsthreads - ich hoffe mit Erlaubnis der TEs .

https://www.musiker-board.de/threads/erfahrungen-mit-mods-beim-princeton-reverb-nfb-aue.665863/

Von @hoss:
https://www.musiker-board.de/threads/vorstellung-1962-fender-brown-princeton.164850/

https://www.musiker-board.de/threads/eigenbau-fender-blackface-princeton-reverb-head-bausatz.548792/
Genial, dass nach vier Jahren immer noch die verlinkten Bilder und Soundfiles vorhanden sind!
Danke hoss!
 
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geniale Idee :great: und perfekter Zeitpunkt, seit 2 Tagen steht hier auch ein 65'er PRRI, hab ihn noch gar nicht richtig testen können. Ich werde also anfangs eher Informationen konsumieren als eigene Erfahrungen beitragen.
:keks:
 
Meinen Prince fahre ich übrigens mit den folgenden Pedalen an (in der Reihenfolge der Signalkette)
(Angaben gelten für meine Tokai mit VIP Pickups; alles siehe Signatur)

- (clean) mit einer 5751 als erste Vorrstufenröhre, um dem Amp etwas mehr Headroom zu geben; harmoniert auch besser mit dem EP (mit einer ECC83 überfährt der Booster die Vorstufe zu schnell)

- Xotic EP Booster für perlende, in crunch übergehende Cleansounds mit hoher "Touch Sensitivity". level bei ca. 9 Uhr; EP Dipswitches in Werkseinstellung

- ZVex Box of Rock - damit ich meinem zweiten Traumamp, dem JTM45, nahe komme (klappt super!)

- Catalinbread Formula 5 - für Tweed Sounds a la Neil.

Beano- und Cream- Ton geht entweder mit dem Amp ganz ohne Pedale; Volume ca. auf 6-8. oder leiser mit der BoR mit Gain auf ca. 2 Uhr.

Der Sound der ersten drei ZZ Top Alben liegt irgendwie und sowieso überall zwischen diesen Pedalen; auch in Kombination zB EP und BoR. Die Potis an der Gitarre sind dabei meist Volume ca. 8 und beim Steg-Pickup (der schön höhenreich ist) Tone auf 4.

Nur nebenbei - ich will nicht diese Gitarrenlegenden nachahmen - war noch nie ein "Nachspieler" - nur ihren genialen Ton ;)

Ansonsten nutze ich nur ab und zu ein Carbon Copy und einen TC Ditto Looper (was ja kein Effekt ist).
Die NFB Mod nutze ich wenn ich den Amp über die Pedale spiele eigentlich gar nicht; das wird sonst zuviel des Guten. In einer Situation, in der ich mit der Gitarre direkt in den Amp (Vol 7-9) gehe und zwischen Clean und Overdrive mit dem Volume der Gitarre arbeite (nur für Solopassagen die BoR oder das F5) gibt das Abschalten des NFB einen Schuss mehr Agressivität dazu wenn man es will. Das Grundrauschen des Amps ist übrigens auch voll aufgedreht und mit abgeschaltetem NFB sehr gering und kaum wahrnehmbar.

Mi dem 12" 100 DB/A AlNiCo Speaker kommt der Amp locker in einer Band klar. man muss nur wissen, dass dass dann ganz clean nicht mehr geht; da wird dann schon immer gut Dreck dabei sein. Mit einer Single Coil Gitarre geht sicherlich etwas mehr Clean; meine Junior T ist da aber kein gutes Beispiel da die PUs für SCs schon recht ordentlich drücken.
 
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Hi!

Ja, eine schöne Idee :great:

Der Princeton/Reverb ist schon ein feiner, kleiner Amp - und ich hatte schon ein paar davon ;)


Einen ´64er BFWK (blackface w/white knobs) in unglaublich cleanem Zustand:

brown prince.jpg


Das waren die letzten Princetons der "brownface"-Era, bevor sie zu den "blackface"-Amps umgemodelt wurden - hier mein ´66er Modell:

bf prince 1.jpg


Nicht ganz so clean, aber immer noch dufte - und mit dem originalen Jensen-Speaker!

Die beiden ersten habe ich nicht mehr, weil, ja es muss gesagt werden, der BESTE der drei ist/war einfach mein ´79er Princeton Reverb (ein "one owner" Amp!):

sf prince 2.jpg


Diesen Amp habe ich mehrere Jahre als Hauptamt in unserer ROCK-Band gespielt :great:
Bis ich eines Tages die Möglichkeit hatte einen ´66er Deluxe zu erstehen - seitdem erfreut mich der Princeton meist bei mir Zuhause ;)


Der ´65 Princeton Reverb Reissue von Fender - und die damit einhergehende gestiegene Popularität von Jim Campilongo (es sei ihm von Herzen gegönnt!) - hat (leider) auch die Popularität der verschiedenen Princeton-Modelle erheblich gefördert, und daher ist es z.Zt. kaum noch möglich irgendein Original aus den 60er oder 70er unter 1000,- € zu finden... :(
Schon eine Menge Geld für einen kleinen Amp - aber vielleicht auch eine lohnende Investition - denn möglicherweise braucht man nie wieder einen anderen Amp ;)


Und wo wir gerade von Princetons und Jim Campilongo sprechen, darf dieses Video natürlich nicht fehlen:





In meiner Signatur findet ihr die Links zu zwei ausführlicheren Reviews von mir - inkl. Soundfiles von unserer Band!

cheers - 68.
 
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Tja - die Preise ... Ich habe 1989-ca. 1992 einen 64er BF Super Reverb besessen und viel live gespielt.
Weil er dann laufend seine Gleichrichterröhre killte und somit nicht mehr zuverlässig war, habe ich ihn - in Zeiten, in denen jeder nur 19" Rackgeräte wollte - für 1000 DM verkauft - mit Flightcase...
Damals hatte ich noch keine Ahnung und kannte auch keinen Amp Tech. Vermutlich hätte er nur einen "Cap Job" benötigt.

Ich habe mir schon x mal in den Allerwertesten gebissen dass ich ihn "verklopft" habe. Keine Fotos, keine Seriennummer, nichts zurückbehalten.

Aber lassen wir das OT und zurück zum Kleinen Prinzen!
 
„Nur“ ein 65er PRRI... Mein erster Amp und noch immer mein Favorit:

FF4A3485-791B-4F66-B714-4EBD87CEC588.jpeg


Mit dem EP Booster, dem Archer OD und dem El Capistan bin ich eigentlich für alles gerüstet.

Dennoch leide ich manchmal an GAS. Ein Mesa ist schließlich doch auch irgendwie ein Princeton, oder?
 
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@Blumi_guitar: In meinem Fall gilt „Nomen est Omen“: ursprünglich war auch bei meinem PRRI das Lichtlein rot. Blau passt aber besser zum Farbschema der Gitarren :cool:

C979EBBB-76DD-4C0E-B0CD-EB0C1E635EBF.jpeg


Deshalb wurde dieses hier eingebaut:

 
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Hey, der Herr Campilongo spielt in dem Video auch "nur" einen Reissue :great:

Im wirklich wahren Leben spielt er live allerdings einen alten Silver- und Blackface.

Und wo wir gerade von Princetons und Jim Campilongo sprechen, darf dieses Video natürlich nicht fehlen:

Bin damals auf der Suche nach einem kleinen cleanen Amp über genau dieses Video gestolpert und bin schlagartig Fan von Jim Campilongo geworden. Sein Ton und seine Musik, genau mein Ding. Habe ihn dann Ende 2011 live gesehen und hatte dann im Anschluß an das Konzert noch die Möglichkeit ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Nachdem der Princeton damals bei mir ganz oben auf der Liste stand, fragte ich ihn was er von den Reissues hält. Antwort; "kauf dir nen Alten, die klingen einfach besser". Gesagt getan, musste aber tiiief in die Tasche greifen. Habe allerdings einen, bis auf die Röhren, tiptop im Orginalzustand erhaltenen 64'er Reverb bekommen, der mir seit über sechs Jahre nun schon sehr viel Freude macht. Hergeben tue ich ihn in diesem Leben bestimmt nicht mehr - ein Amp fürs Leben sozusagen.

Der Markt für alte Black- und Silverface ist schon ziemlich leergefegt, und wie Gold schon sagte, Preise zum Ohrenschlackern. Sind halt auch durchaus für's Wohnzimmer tauglich. Ich habe den Kauf keine Sekunde bereut. Ist zwar schon relativ alt, aber er läuft äusserst zuverlässig. Demnächst werde ich ihm allerdings, wenn auch schweren Herzens, einen Cab-Job zukommen lassen. Ewig machen die alten Kondensatoren es bestimmt nicht mehr.

Lange Rede kurzer Sinn, wenn ihr die Möglichkeit habt an einen Alten ranzukommen, ob Silber oder Schwarz, nicht lange zögern - ist meine Meinung.
Meinen Princeton spiele ich übrigens mit der Tele oder einer P90 Les Paul Special und einem Cleanboost bzw Okko Diablo.



Princeton1.JPG
 
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20171108_192601.jpg


Da ja witzigerweise über meinen Aufbau-Thread das ganze hier anscheinend angestoßen wurde geb ich auch mal meinen Senf dazu :).

Bei mir kam das mit dem Princeton mehr aus Neugier denn aus Gewohnheit oder Vorliebe für Fender-Amps. Ich hatte bisher nur mehrkanalige Hi-Gain-Amps, war aber schon immer am Konzept von pedalfreundlichen Einkanalern interessiert und suchte Material für ein DIY-Projekt :D. Daraus wurde dann der Princeton.

Klanglich super und mMn nochmal deutlich besser als ein 10"-Stock-RI aus dem Laden. Frisst jedes Pedal das man ihm vorsetzt anstandslos und das schaltbare Trem sowie der Reverb sind auch astrein und gut einstellbar. Sehr überrascht war ich über den für die 15W krassen Tieftonbereich und die Definition, wenn man ihn an eine 2x12 oder 4x12 anschließt. Mit einem Distortion-Pedal und ner 4x12 würde ich mich da jederzeit in eine unserer Metal-Proben trauen...solange Clean nicht absolut sauber clean sein muss :D.

Interessanterweise merkt man ihm erst wenn man weit aufdreht die "kleine" Leistung an. Ab Volume 5 wirds nicht mehr wirklich lauter (das macht aber schön Mörder-Alarm mit dem Blue Bulldog) sondern wird von cremigem Breakup zu der (ganz am Ende) etwas bröseligen Blackface-Zerre, die man je nach Genre auch gut einsetzen kann.
 
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Hi!

Mein Princeton hatte Heute die Ehre von Jesca Hoop gespielt zu werden ;)

Princeton-Live.jpg


Live in der Haldern Pop Bar :great:

- 68.
 
Meins ist es nicht - aber definitiv eigenständig und gut! Sehr filigran.

Und eine sehr schöne Gitarre, ihre weiße Gibson. Passt sehr gut zu ihrem Stil und der Princeton ist der sehr gut passende Amp dazu.
 
Ich stelle hier ein paar Bilder rein, von meinem ex-1970er Princeton Reverb. Mir war er mit dem 10" Speaker zu Furzig in der Band und zu laut für zuhause, deshalb habe ich ihn schweren Herzens verkauft.
Heute bin ich mir reuig. Ich habe den Jensen (welcher auch schon nicht original war) durch einen Weber ersetzt, was den Ton merklich grösser und schöner gemacht hat, traumhaftes Fender Clean, aber eben für die Band Clean zu leise.
Ers wollte ich einen 12er Topf einbauen, aber das hätte zu grosse Eingriffe in den alten Amp bedeutet, das wollte ich ihm nicht antun.
Der Pro Reverb welcher auch af den Bildern ist (1969er Aluframe mit Original BF-Schaltung AA-165) war übrigens zu laut für meine Anwendung und ist deshalb leider ebenfalls gegangen. Nun spiele ich einen Toneking Imperial 20th Anniversary und habe genau den Amp welcher ich brauche.
DSCN2482.JPG
DSCN2641.JPG
DSCN2642.JPG
 
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*sabber* Ich bleib dran. Beim TAD hab ich ja den Princeton testen können. Echt ein super amp, der für mich auch lange genug clean blieb und sehr viel Druck hatte. Ist zwar nicht billig, aber ich spare lieber auf was "neues ordentliches" als mir einen RI oder ggf einen alten zu schießen, der noch mehr kostet und ich aber nicht weiss was mich erwartet. Ich hab noch den Deluxe Reverb im hinterkopf, aber ich denke, der könnte mir schon wieder zu laut sein. Und er hat ja auch zwei kanäle und wieder zuviele knöppe für meinen Geschmack. Beim nächsten Amp will ich keine kompromisse machen. 1 kanal und süsslicher 7ender ton. Das hatte der TAD Princeton für mich.
 
*sabber* Ich bleib dran. Beim TAD hab ich ja den Princeton testen können. Echt ein super amp, der für mich auch lange genug clean blieb und sehr viel Druck hatte. Ist zwar nicht billig, aber ich spare lieber auf was "neues ordentliches" als mir einen RI oder ggf einen alten zu schießen, der noch mehr kostet und ich aber nicht weiss was mich erwartet. Ich hab noch den Deluxe Reverb im hinterkopf, aber ich denke, der könnte mir schon wieder zu laut sein. Und er hat ja auch zwei kanäle und wieder zuviele knöppe für meinen Geschmack. Beim nächsten Amp will ich keine kompromisse machen. 1 kanal und süsslicher 7ender ton. Das hatte der TAD Princeton für mich.

Um sich mal auf den Vergleich TAD zu RI zu beziehen: Den Cleansound kriegen beide halbwegs hin. Wo der TAD den Stock-Princeton (vllt. auch wegen dem 10er-Speaker) ganz klar geschlagen hat war das Dynamikverhalten bei "mehr" Input. Der RI inklusive 10er-Speaker fängt bei Humbuckern schnell das "Tröten" an und bei Reglerstellung 4-5, wenn der Sound langsam nicht mehr so Clean ist, bröckelt die Verzerrung eher als beim TAD. Der TAD dickt richtig schön an, ab 5 wird es dann nicht mehr wirklich lauter (ist aber schon erheblich) sondern geht eben in diese typische Blackface-Verzerrung der kleineren Amps über. Bleibt aber die ganze Zeit stabil und ist z.B. grade mit dem Neck-PU einer Strat ein Genuss weil der Sound dann weggeht vom säuseligen, sauberen Cleansound, und aweng diese - ich nenne sie immer "John Mayer-Kompression" - kriegt. Das ist so meine Erfahrung mit dem :). "Homogen" ist ein Attribut was ich dem TAD ganz klar zuschreiben würde, man dreht auch als Fender-Neuling den Amp auf und denkt sich fast immer "Ah cool, so hätte ich mir auch gedacht dass es klingen sollte".

Will aber nicht bestreiten, dass vermutlich ein 95dB Jensen C-10R einfach physikalisch deutlich das Nachsehen hat zu nem 100dB Bulldog. Diese Spezialserie von Fender mit 12er-Speaker kenne ich leider nicht.
 
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Ich hab ihn meist im input 2 gespielt und fand ihn da mit meiner p90 junior am schönsten. Auch -Wie du sagst- mit richtig wumms unten rum. Mein statesman klang vergleichsweise flach und leise trotz celestion mit 100 db. Der jensen c12q im princeton -der jetzt auch in meinem statesman ist -hatte für mich genau den süssen ton und echt viel Druck in dem doch recht kleinen Gehäuse.
 
Das hier muss mit rein - einfach weil es so schön ist

 
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