Ich habe meinen 65 PRRI vor etwa 2 Jahren gebraucht erstanden. Der Vorbesitzer hatte ihn für mehr Klangstabilität bei größeren Lautstärken mit einem Eminence Lil Buddy ausgerüstet. Das war vor allem im Bassbereich von Vorteil, mir für den überwiegenden Heimbetrieb und gelegentliche Jamsessions aber nicht smooth genug. Statt des Originals (Jensen C-10R) habe ich daher einen AlNiCo P10R-F eingebaut, der den Gesamtklang nun etwas weicher und runder macht. Wenn es doch mal lauter wird, schwingt sich das Ampgehäuse damit allerdings wieder leichter zu den unschönen Vibrationen auf, über die man im Net Einiges lesen kann. Unabhängig davon ist es erstaunlich, wie voluminös dieser kleine Verstärker tönt. Der Wunsch nach einer Umrüstung auf 12“ kommt da bei mir überhaupt nicht auf.
Weil 12 Watt ohne Mastervolume ganz schön laut werden können, habe ich bei Tonehunter in Köln eine schaltbare Leistungsreduzierung einbauen lassen, die den Klangcharakter nicht beeinflusst. Für den roten Chickenhead auf der Rückseite haben die Jungs dabei ein Stück von der oberen Abdeckung entfernt und das Tolex wieder sauber nachgeklebt. Sieht aus, als müsste das so.

Bei der Gelegenheit wurde dann auch die Tremologeschwindigkeit nach unten angepasst, was offenbar kein großes Problem darstellt und jetzt wunderbar langsame Schwebungen ermöglicht.
Im Gegensatz zu drul ist es mir gelungen, den Reverb mit einer 12 AU7-Röhre deutlich zu zähmen. Der Regelbereich ist jetzt feinfühliger und ich meine, dass auch die leicht aggressive Lautstärkeanhebung bei aktiviertem Hall nun verschwunden ist.
Ach ja, das Pilotlämpchen habe ich auch gewechselt. Ist jetzt purple, weil mir alle anderen Farben zu grell waren.
