Röhren per Versand zum Selber-Wechseln

...Es geht darum die neuen Röhren mit der neuen Einstellung zu markieren damit die Röhre die vorher noch bei 32mA stand nun nicht in der Fassung steckt wo sie plötzlich 37mA sieht...

Die Röhre zieht sich ihren Strom aufgrund ihrer herstellerbedingten Gegebenheiten, die variieren können, selbst. Somit sieht die Röhre keinen Strom, sondern höchstens die anliegenden Spannungen.
 
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Also ich kenn auch genug Elektrotechniker, die sich mit Röhrentechnik nicht auskennen und daher einen Amp nie angreifen würden. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und ich würde die Röhren auch vom Tech tauschen lassen
Eben. Natürlich kann man die Vorstufenröhren wohl selbst tauschen, wenn man Ahnung hat und nix eingestellt werden muss. Aber ein Röhrenamp ist eben keine Gitarre, wo man mal hier und da was ausprobiert. Als ich beim TAD Stand und zugucken durfte, (wieder in den Amp Testraum, wieder zurück) war ich im Nachhinein echt froh, das ich da war. Vor allem, wenn ein TEch, der sonst nichts anders macht und fast alle Amps schon mal auf dem Tisch hatte, den eigenen Amp durchs öffnen "liest" und diverse Sachen sieht und beim Messen feststellt (z.b. das mein Bass-Regler fast keine Auswirkungen hat usw...). Ein total sinnvoller Urlaubs-Tag :) Vor allem konnte ich ja auch deren Amps gegen meinen testen und vergleichen. Sehr lehrreich, leider auch GASig :)
 
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Natürlich kann man die Vorstufenröhren wohl selbst tauschen, wenn man Ahnung hat und nix eingestellt werden muss. Aber ein Röhrenamp ist eben keine Gitarre, wo man mal hier und da was ausprobiert
Vorstufenröhren sind ja auch wirklich nicht das Problem beim Tauschen. Dazu muss man den Amp nicht öffnen und eben nichts einstellen. Die Gefahr eines Röhrenamps liegt ja - soweit ich weiß - in den Elkos, die ja Energiespeicher sind und daher auch im ausgeschalteten Zustand nicht ungefährlich.
Eine Gitarre hingegen ist ja rein passiv, da kann ich mir maximal das Instrument versauen, aber es besteht keine Gefahr eine gewischt zu bekommen.
 
Die Gefahr eines Röhrenamps liegt ja - soweit ich weiß - in den Elkos, die ja Energiespeicher sind und daher auch im ausgeschalteten Zustand nicht ungefährlich.
Nein, gerade Röhrenamps sind da unproblematischer als zum Beispiel Transen, da die noch warmen Röhren nach dem Ausschalten (also komplett aus ohne Standby und Gedöns) und Stecker ziehen noch weiter fleissig emittieren und die Elkos leersaugen. Meist sind sie nach etwa 15-20 Sekunden auf völlig ungefährlichen Spannungen von wenigen Volt. Man kann sie natürlich mit einem entsprechenden Widerstand gegen Masse zusätzlich ausbluten. Aber ich halte diese Panikmache teils für übertrieben.
Wenn ich dir erzähle, wie das bei mir gemacht wurde. :) Ich hab nix mehr dazu gesagt
Schraubenzieher und lustige Funken?
Wenn dem so ist, ist das keineswegs professionell.
 
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Laut Wiki ist beides erlaubt, also vertragt euch :)
 
Nein, gerade Röhrenamps sind da unproblematischer als zum Beispiel Transen, da die noch warmen Röhren nach dem Ausschalten (also komplett aus ohne Standby und Gedöns) und Stecker ziehen noch weiter fleissig emittieren und die Elkos leersaugen
Tipp den ich mal bekam: Gitarre in Amp, dieser ist angeschaltet. Dann Stecker ziehen (statt on/off switch), Volume aufreißen, paar mal in die Klampfe hauen. Das saugt die Elkos auch schon recht gut „runter“. Letztendlich gilt aber auch dann noch: Messgerät schnappen, Restspannung der Elkos checken. Das dauert keine 5 Minuten und man ist immer auf der sicheren Seite. Ich mach das zumindest immer, wenn ich warum auch immer mal im Amp was mache. Ein Multimeter sollte ja jeder haben, der plant, den Bias einzustellen.

Das widerum ist auch der Grund, warum ich eher zum Messadapter von Tubetown greifen würde. Spart Geld, kann man auch gleich zwei kaufen, wenn man sich das Leben leichter machen will. Finde gerade allerdings nur den Link zum Bausatz, sprich den musst du selber zusammenbauen und kriegst die Teile+Anleitung wie. Löten muss man können.
https://www.tube-town.net/ttstore/R...lung/Bias-Messadapter-Oktal-Bausatz::471.html
Aber der von TAD geht natürlich auch. Ist das selbe in grün, nur dass es eben kein Multimeter braucht.

Eine sehr zu empfehlende Lektüre: https://www.tube-town.net/cms/userfiles/media/bias/bias-einstellung.pdf Konzentriert gelesen und verinnerlicht sollte das eig die Fragen klären, die offen sind. Da sind auch verschiedene Methoden beschrieben, wobei hier ja gor allem die Methode mit Messadapter wichtig ist. Es wird aber auch etwas auf die Grundlage dahinter eingegangen und wie man ggf den passenden Bias-Wert selbst errechnen kann. (Braucht halt wieder ein Multimeter ;) )

Noch zu Sachen, die mir in Texten vom TE auffielen:
Bias einstellen mit Messadapter läuft MIT Röhren. Der Messadapter kommt in die Röhrenfassung und die Röhre in den Messadapter. So kann man dann ganz entspannt mit angeschaltetem Amp messen.
Amp umdrehen ist kein Problem. Du sollst ja nicht an die Platine fassen. Pack an den Trafos und am Chassis selbst zu, dann passt das schon.
Und ja: Amp an, alles gefährlich, nicht nur die Elkos. Die dicken Elkos sind ja nur Bestandteil des Netzteils vom Amp, welches wiederum die nötigen (und hohen) Spannungen über Kabel und Leiterbahnen an den Platinen bis an die Röhren liefert. Sprich die Spannung ist mit nichten nur an den Elkos selbst, sondern grob gesagt im ganzen Amp verteilt. Deswegen entsprechend vorsicht. Eine Hand in die Tasche/hintern Rücken, und mit der anderen vorsichtig mit dem Schraubenzieher (mit Schruwentrecker könnt ich mich auch noch anfreunden :p ) sein. Und beim ausgeschaltetem Amp, wenn man denn drin werkelt, einfach immer die Elkos vorher checken und ggf sachgemäß über Widerstand entladen. Ist hier aber eig nicht nötig, da du ja nur den Bias misst, und außer des Einstellens am Poti nichts im Amp machst.
 
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Super, vielen Dank euch allen! :)

Zur Aufklärung, der Amptechniker war bis gestern im Krankenhaus. Mal gucken, wie schnell er wieder auf den Beinen ist. Wenn's was mit OP war, darf man ja für gewöhnlich eine Zeit nicht schwer heben, und so ein 100 Watt-Topteil wiegt ja doch schon was.

Der Hinweis, dass die Röhren die Elkos leer ziehen, war auf jeden Fall schon mal beruhigend. Unser Eismann war gerade da, der auch Musiker ist und sich jetzt kürzlich wohl erstmal für ~6000 Ocken JVM + Box + Gibson-Klampfe gegönnt hat (cool, wenn das mit Eismann-Gehalt möglich ist! :D ). Die Röhren hat er offenbar bei seinem früheren Amp immer einfach nur umgesteckt, ohne BIASing. Dann waren sie halt nach einem Jahr durch. Gut, meine waren es schon nach einem Dreivierteljahr, ohne Bühnenbetrieb, und dabei sollten sie ja eigentlich von Firmenseite aus gebiased worden sein.

Hilfreich war aber der Halblaien-Blick von ihm oben durch das Gitter meines JVM auf die Röhren, weil er meinte "die sind aber auch schon gut schwarz, ne?" Das war mir gar nicht aufgefallen, weil ich die ja jeden Tag sehe - und die auch immer nur sehr schwach glühen. Probleme wie dass das innere Blech zu glühen anfängt - wovon er berichtet hat und wovon ich jetzt auch schon öfter gelesen habe - hatte ich damit nie. Der Amp knackt halt einfach nur sporadisch seit Mitte 2012, und das auf konstantem Level.

Aber da das eben alles noch die Stock-Tubes sind, also auch die Vorstufenröhren, wäre es eben vermutlich sinnvoll, diesmal vom Techniker gleich alle austauschen zu lassen. Dann kann der auch nochmal gucken, ob's vielleicht an irgendetwas anderem liegt mit dem Knistern, und wenn nicht, dann sollte diesmal hoffentlich länger Ruhe sein als ein Dreivierteljahr. Hin wie her würde ich den auf jeden Fall kälter biasen, also so auf 60 mV pro Seite (=30 mV pro Röhre), damit sie länger halten.

Sollte der Mann jetzt doch noch mehrere Wochen flach liegen, können wir's dann aber auch selbst versuchen. Wenn die Elkos denn wirklich leer sind, ist die Gefahr, durch Aus-Versehen-Dranstoßen beim Umdrehen was abzukriegen, ja auch nochmal geringer. Sogar das Anbringen der Krokodilklemmen würde ich wie gesagt noch bei abgestöpseltem Amp machen. Erst, sobald alle drei fest und sicher sitzen, würde ich ihn anstöpseln, anschalten und den BIAS einstellen.

Wobei hier noch die Frage ist: Wenn man an beiden Polen Krokodilklemmen dran hat und deren anderes Ende dann abwechselnd ins Multimeter einsteckt, kann man dann über das Ende der Krokodilklemme eine gewischt bekommen?

Oder verwendet ihr nur zwei Krokodilklemmen, die beide im Multimeter stecken bleiben, und die eine bleibt dann konstant an der Erde, die andere springt abwechselnd zwischen den beiden äußeren Messpunkten hin und her?

An den Messpunkten selbst liegen ja nur Mikrovolt-Spannungen an. Das Kabel der Krokodilklemmen sollte halt besser nicht mit durch das Innere des Amps verlaufen, sondern sollte am besten direkt vom Messpunkt in hohem Bogen über den Rand der Chassis in den sicheren Außenbereich zeigen.

Und beim ausgeschaltetem Amp, wenn man denn drin werkelt, einfach immer die Elkos vorher checken und ggf sachgemäß über Widerstand entladen. Ist hier aber eig nicht nötig, da du ja nur den Bias misst, und außer des Einstellens am Poti nichts im Amp machst.

Wie gehst du das denn konkret an? Einfach mit der Krokodilklemme an die dicken schwaren Rollen? :shocked: Da käme man ja mit den Fingerchen schon ziemlich nah dran.

Ich dachte jetzt einfach: Amp aus, Kabel raus, stunde stehen lassen - also eine Stunde nach Rausziehen des Kabels, man muss ja gar nicht mehr so kurz vor einem geplanten Röhrenwechsel spielen :) - und dann sollten die leer sein.
Oder lieber extra nochmal anmachen, inklusive Standby (=Endstufe an), und dann aus und Kabel ziehen, damit die Röhren die Elkos nochmal aktiv stärker leer ziehen?

Um diesen Schritt kommt man halt nicht herum (es sei denn, man ist Eismann :p ), der läuft immer bei angeschaltetem Amp, da ist dann auch egal, ob mit TAD Bias Master oder ohne, ob die Elkos leer sind oder nicht (denn in dem Moment werden sie dann ja wieder vollgepumpt), und auch egal, ob man nahe an den Elkos oder etwas anderem hantiert, weil alles unter Hochspannung steht. Fürs BIASen muss ich den Amp auch auf jeden Fall auf den Kopf drehen, d.h. der Bias Master würde relativ viel kosten dafür, dass er mir nur relativ wenig Arbeit erspart - auch, wenn man ihn, entgegen meiner Annahme, mit eingesteckten Röhren benutzen kann.

Ich könnte höchstens den Amp-Techniker fragen, ob er mir den BIAS-Messpunkt leichter zugänglich machen kann, damit es so ist wie beim DSL :D . Dann könnte ich in Zukunft den BIAS messen UND einstellen, ohne die Chassis aufzumachen. Würde zwar wahrscheinlich diesmal dann mehr kosten, dafür in Zukunft weniger.

Ist so etwas machbar? :) Was @Smoke165 da als Bausatz verlinkt hat, ist meinem Verständnis nach doch ebenfalls "nur" etwas, das man in den Röhrensockel schraubt und wo man den BIAS dann messen kann - aber zum Einstellen muss ich doch an die Rädchen unten drunter?
 
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Die Röhren hat er offenbar bei seinem früheren Amp immer einfach nur umgesteckt, ohne BIASing
das ist ja dann der absolute " Fachmann ", auf den solltest du unbedingt hören:gruebel:.
Dann waren sie halt nach einem Jahr durch. Gut, meine waren es schon nach einem Dreivierteljahr, ohne Bühnenbetrieb, und dabei sollten sie ja eigentlich von Firmenseite aus gebiased worden sein.
hä, was?
Hilfreich war aber der Halblaien-Blick von ihm oben durch das Gitter meines JVM auf die Röhren, weil er meinte "die sind aber auch schon gut schwarz, ne?"
unglaublich!
und das Beste
Hin wie her würde ich den auf jeden Fall kälter biasen, also so auf 60 mV pro Seite (=30 mV pro Röhre), damit sie länger halten.
der Sound spielt wohl bei dir keine Rolle?
Ich kann, nach alle dem dir wirklich nur noch einmal ans Herz legen, lass es lieber sein und schaff den Amp zu einem Fachmann, nicht zu verwechseln mit Eismann:rofl:
 
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Die Röhren hat er offenbar bei seinem früheren Amp immer einfach nur umgesteckt, ohne BIASing.
Mach ich auch so....aber mein Bugera hat Auto-Bias. Da darf man das.
Vorstufenröhren tausche ich auch einfach so...da hat er vielleicht was verwechselt...der Fach..äh..Eismann.

Mal ehrlich wie teuer ist das Einmessen beim Techniker? Als das bei meinem Amp gemacht wurde dauert das keine 1/2 h.
Die Arbeitsleistung ist doch bei der ganzen Geschichte günstiger als das Material.
 
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Die Röhren hat er offenbar bei seinem früheren Amp immer einfach nur umgesteckt, ohne BIASing. Dann waren sie halt nach einem Jahr durch.
Was ihn auch schon disqualifiziert, um als "Berater" zu taugen. Ich bin bei weitem auch kein Experte, aber das ist nur schlampig. Ja, das kann gut gehen. Kann auch sein, dass die Röhren länger als ein Jahr halten. Kann aber auch nach hinten losgehen und die Röhre ist direkt kaputt und mit Pech auch was im Amp. Gibs weg oder machs selbst, aber Bias gehört eingestellt. Ende.

Hilfreich war aber der Halblaien-Blick von ihm oben durch das Gitter meines JVM auf die Röhren, weil er meinte "die sind aber auch schon gut schwarz, ne?" Das war mir gar nicht aufgefallen, weil ich die ja jeden Tag sehe - und die auch immer nur sehr schwach glühen.
Daran ist nur nix hilfreich, denn es sagt irgendwie auch nichts aus. Optisch lassen sich Röhren nicht beurteilen. Außer:
. Probleme wie dass das innere Blech zu glühen anfängt - wovon er berichtet hat und wovon ich jetzt auch schon öfter gelesen habe - hatte ich damit nie.

Sogenannten "Red Plating" bzw. Glühen der Anodenbleche. Kannst das ja googlen und dir Bilder dazu angucken. Damit hast du ggf. aber auch nicht lange ein Problem, sondern das zerschießt dir die Röhren innerhalb von Sekunden. Das passiert wenn der Bias zu heiß ist. Deswegen: Bias einstellen.

wäre es eben vermutlich sinnvoll, diesmal vom Techniker gleich alle austauschen zu lassen
Wenn eine Vorstufenröhre durch ist oder man den Sound minimal biegen will, kann man das machen. Ich habe letztes Jahr gebraucht einen Amp gekauft, und die Preampröhren taten teils noch ihren Zwecke. Waren noch die Werksröhren-> 1992 Baujahr. Die können sehr lange halten und "einfach mal so" alle tauschen halte ich für Unsinn. Bei Defekt ja. Und für die Soundfetischisten auch ggf. denkbar.

Sollte der Mann jetzt doch noch mehrere Wochen flach liegen, können wir's dann aber auch selbst versuchen. Wenn die Elkos denn wirklich leer sind, ist die Gefahr, durch Aus-Versehen-Dranstoßen beim Umdrehen was abzukriegen, ja auch nochmal geringer. Sogar das Anbringen der Krokodilklemmen würde ich wie gesagt noch bei abgestöpseltem Amp machen. Erst, sobald alle drei fest und sicher sitzen, würde ich ihn anstöpseln, anschalten und den BIAS einstellen.

Du hast ein großes Metallgehäuse und die fetten Trafos, an denen du den Amp festhalten und umdrehen kannst. Da brauchst du die Elkos nicht für leer machen??! Wenn du dir nichtmal zutraust, nur das Chassis umzudrehen, ohne mitten in den Amp zu fassen, dann solltest du das vielleicht wirklich einfach sein lassen. Dafür muss man sich (imo) nämlich schon recht blöd anstellen. Ansonsten gilt, dass du nichts IM Amp machst, außer dem Biaspoti zu drehen. Und das macht man beim laufenden Amp. Ein entleeren der Elkos ist da eigentlich nicht nötig.
Da komme ich gerade nicht ganz mit, was du da vor hast. Oder hat der JVM eingebaute Messpunkte? Ich bleibe dabei: hol dir einen Messadapter, sei es nun TAD oder der von TubeTown und damit hat sichs. Da brauchst du auch keine Klemmen im Amp. Adapter rein, Röhren rein, Gain/Volume runter, anschmeißen, messen, einstellen. Weile laufen lassen, nochmal checken, ggf. nachstellen, Amp zusammenbauen. Glücklich sein. Details dazu siehe die von mir verlinkte PDF von TT. Lohnt sich, zu lesen. Es gibt auch Prüf/Messpitzen für Multimeter, die man festklemmen kann. Deutlich filigraner als Krokodilklemmen, weshalb ich die auch eher empfehlen würde. Sowas: https://www.voelkner.de/products/78...hluss-4mm-CAT-I-Schwarz-Rot-KLEPS-30-Set.html Drückst de drauf, kommen vorne zwei "Haken" hervor, die beim loslassen die Spitze entsprechend festklemmen. Da kommst du mit deinen Finger auch nirgends an irgendwas ran, wo sie nicht hin sollen. Oder halt: Messadapter. Einfacher gehts nicht.
Wenn man an beiden Polen Krokodilklemmen dran hat und deren anderes Ende dann abwechselnd ins Multimeter einsteckt, kann man dann über das Ende der Krokodilklemme eine gewischt bekommen?
Simpel gesagt: Ja. Bringt dich bei der Bias-Spannung nun nicht um. Kann aber natürlich auch lustige Kurzschlüsse produzieren. Wie OneStone sagte: Pass halt auf.
Wie gehst du das denn konkret an? Einfach mit der Krokodilklemme an die dicken schwaren Rollen? :shocked: Da käme man ja mit den Fingerchen schon ziemlich nah dran.
Eine Messpitze steck ich irgendwo fest an Masse, meist hake ich sie dort ein, wo sonst eine der Schrauben ist, die das Chassis halten. Und mit der anderen gehe ich vorsichtig nacheinander die Pluspole der Elkos ab. Da nehme ich keine Krokodilklemme, sondern eine isolierte Messpitze. Abstand Finger-Elko ist da durchaus noch vorhanden.
Zum Entladen habe ich mir selber mal (gabs hier als Tipp) was zusammengebastelt. Quasi ein Kabel mit Krokoklemmen an den Enden und einem dicken Widerstand drin. Siehe: 8D3C2B56-4CA6-4BB7-825B-9287F003E3E8.jpeg
Eine Krokoklemme kommt ans Chassis (Masse), das andere ist ein alter Kugelschreiber mit ordentlich Schrumpfschlauch drum, wo die Spitze halt das ende der anderen Krokoklemme ist. Das kommt dann an Pluspol der Elkos, bis die leer sind. Aber wie bereits gesagt ist das Entladen der Elkos eigentlich nicht nötig, da es hier nur um Bias einstellen geht. Gerade, wenn du einen Messadapter benutzt. Dein JVM ist ja vll auch nicht dein letzter Amp, und nicht jeder hat eingebaute Messpunkte. Spätestens dann ist ein Messadapter gut zu haben, und praktisch (da einfach) ists immer.

Ich könnte höchstens den Amp-Techniker fragen, ob er mir den BIAS-Messpunkt leichter zugänglich machen kann, damit es so ist wie beim DSL :D . Dann könnte ich in Zukunft den BIAS messen UND einstellen, ohne die Chassis aufzumachen. Würde zwar wahrscheinlich diesmal dann mehr kosten, dafür in Zukunft weniger.
Praktisch ist das allemal, keine Frage. Ob dir der Mod das Geld wirklich wert ist, ist aber fraglich. So oft fummelt man ja i.d.R. nicht am Bias rum. Imo wäre sowas allerdings eine Aufwertung von jedem Amp.

Was @Smoke165 da als Bausatz verlinkt hat, ist meinem Verständnis nach doch ebenfalls "nur" etwas, das man in den Röhrensockel schraubt und wo man den BIAS dann messen kann - aber zum Einstellen muss ich doch an die Rädchen unten drunter?
Zum einstellen musst du IMMER ans "Rädchen" (= Poti!!). Lässt du bspw. den JVM so modden, dass du alles von Außen einstellen kannst, ist das ja nichts weiter als eine Verlegung der Potis, sodass man rankommt, ohne das Chassis auszubauen.
 
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@ksx54: Ich wusste, dass das kommen würde :D . Den habe ich auch nicht als Technikfachmann herangezogen, sondern für den pragmatischen Ratschlag eines Bühnenmusikers. Soll heißen: Es gibt auch Menschen da draußen, die drehen einfach neue Röhren rein und sch*ßen auf den BIAS. Klingt vielleicht nicht optimal, verschleißt vielleicht die Röhren schneller, aber solange weder der Mensch noch der Amp einen dauerhaften Schaden davon trägt, ist das auch legitim, wenn es mal schnell gehen muss. :) Nicht jeder hat schließlich unterwegs bei Auftritten mal eben einen Amp-Techniker zur Hand. Da hilft dann keine Panikmache, sondern nur die pragmatische Lösung. So, wie auch schonmal Leute Auftritte mit uneinheitlichen Saitensätzen bestritten haben, weil eine gerissen ist und nur eine dünnere Stärke verfügbar war, so haben dann eben auch schon Leute mit nicht optimal aufeinander abgestimmten Röhren gespielt.

Ich denke auch nicht, dass das eine dauerhafte Lösung ist, und das BIASing dann so früh wie möglich nachgeholt werden sollte.

Der hat vermutlich einfach nur Glück gehabt, dass seinem Amp da nichts passiert ist, und mit so einem teuren Amp wie dem JVM würde ich das auch nicht riskieren.


Stichwort "teuer":


Wenn man einen Amp neu vom Hersteller kauft und der so viel kostet wie der JVM, kann man schon irgendwo erwarten, dass der halbwegs vernünftig eingestellt wurde, bevor er die Firma - oder aber das Lager von Thomann - verlassen hat.

Bei einer über 1000 €-Gitarre erwarte ich ja auch nicht, als erstes direkt zum Laden zu rennen und mir die Saitenlage oder den Hals einstellen lassen zu müssen. Bei solchen Summen sollte das im Preis mit inbegriffen sein.

Ob es das in der Praxis dann auch ist, ist eine andere Frage :( .

Wenn eine Vorstufenröhre durch ist oder man den Sound minimal biegen will, kann man das machen. Ich habe letztes Jahr gebraucht einen Amp gekauft, und die Preampröhren taten teils noch ihren Zwecke. Waren noch die Werksröhren-> 1992 Baujahr. Die können sehr lange halten und "einfach mal so" alle tauschen halte ich für Unsinn. Bei Defekt ja. Und für die Soundfetischisten auch ggf. denkbar.

Naja, der Amp-Techniker hat auf seiner Website stehen "300 Spielstunden für Endstufen-Röhren, 500 für Vorstufen-Röhren". Diese Zeiteinheiten haben bei mir garantiert alle Röhren überschritten ;) . Zwar nicht auf Bühnenlautstärke, aber heiß werden sie ja trotzdem, insbesondere wenn man sie an bestimmten Tagen dann mehrere Stunden am Stück anhat, z. B. während langer Aufnahmesessions.

Mal gucken, was er dazu sagt. Aber verdienen kann er natürlich mehr, wenn er mir dazu rät, alle auszutauschen :D .

Sogenannten "Red Plating" bzw. Glühen der Anodenbleche. Kannst das ja googlen und dir Bilder dazu angucken. Damit hast du ggf. aber auch nicht lange ein Problem, sondern das zerschießt dir die Röhren innerhalb von Sekunden. Das passiert wenn der Bias zu heiß ist. Deswegen: Bias einstellen.

...und ist auch der Grund, warum ich meinen Amp eher kälter einstellen lassen würde. :) Ich schätze, der Grund, warum manche Leute trotzdem mit der "auf gut Glück"-Nummer durchkommen, ist, weil es ja einen Toleranzbereich gibt (beim JVM ist ja alles zwischen 60 und 80 mV Geschmackssache). Und wenn die Röhren, die sie neu und gematched kaufen, dann irgendwo in diesem Toleranzbereich landen, kann auch alles gut gehen - sie verschleißen eben nur schneller mit der heißen Einstellung.

Das Problem entsteht vermutlich dadurch, dass der BIAS ja auch driftet, und wenn eine einzelne Röhre dann irgendwann über 90 landet oder generell die anderen deutlich weniger als eine einzelne stemmen, dann kann ich mir so ein Szenario gut vorstellen.

Du hast ein großes Metallgehäuse und die fetten Trafos, an denen du den Amp festhalten und umdrehen kannst. Da brauchst du die Elkos nicht für leer machen??! Wenn du dir nichtmal zutraust, nur das Chassis umzudrehen, ohne mitten in den Amp zu fassen, dann solltest du das vielleicht wirklich einfach sein lassen. Dafür muss man sich (imo) nämlich schon recht blöd anstellen. Ansonsten gilt, dass du nichts IM Amp machst, außer dem Biaspoti zu drehen. Und das macht man beim laufenden Amp. Ein entleeren der Elkos ist da eigentlich nicht nötig.

Ich meinte da eher so abenteuerliche Vorgehensweisen wie der Typ in dem zweiten Video aus dem Startpost, der das Chassis mit an seinem Fahrradlenker befestigten Bänden heraushebt und dann, mit der Innenseite des Amps zu sich hingewandt und nur ein paar Zentimeter vor seinem Bauch, durch die Gegend läuft. :D Da habe ich ja schon gesagt, dass ich das so nicht machen will.

Mittlerweile habe ich aber auch gesehen, dass die Elkos ein wenig "flushed in" sind, also nicht ganz so hoch wie die Außenwand der Chassis - sodass der Typ wahrscheinlich bestenfalls gegen den Chassis-Rand gestoßen wäre, dadurch aber noch nicht automatisch auch die Elkos mit berührt hätte ;) . Drauf anlegen muss man es trotzdem nicht.

Simpel gesagt: Ja.

Gut, danke :) ! Dann also lieber nur eine zweite Krokodilklemme und die immer hin und her stecken. Oder die von dir verlinkten Prüf-/Messspitzen, vielen Dank für den Tipp!

Dein JVM ist ja vll auch nicht dein letzter Amp, und nicht jeder hat eingebaute Messpunkte. Spätestens dann ist ein Messadapter gut zu haben, und praktisch (da einfach) ists immer.

Gut, den kann ich dann ja ggf. immer noch mit dem neuen Amp zusammen kaufen :) . Falls mal irgendwann ein Powerball II o.ä. dazukommt.

Wird allerdings unwahrscheinlicher mit jedem Jahr. Großer Nachteil an Röhrenamps ist einfach, dass man nicht still aufnehmen kann - ich habe es lange mit dem Silent Recording-Ausgang des JVM versucht, und das hält nicht einmal mit Amp vorm Mikro auf Zimmerlautstärke mit. Hier in unserem Self-Made-Proberaum / -studio kann ich das machen, in einer Mietwohnung sieht's vielleicht schon anders aus.

Mit den Amp-Simulationen von Native Instruments komme ich zwar noch nicht an meinen JVM heran - die sind aber ja auch nur "Mitgift" von Komplete, der Fokus liegt da ganz klar auf Klavieren und Synthesizern.

Als ich den JVM gekauft habe, war das ganze Digitale noch mehr verpönt. Heute sind Kemper und Axe FX schon viel mehr Gang und Gäbe, von denen hatte ich damals noch nie etwas gehört.

Mal ehrlich wie teuer ist das Einmessen beim Techniker? Als das bei meinem Amp gemacht wurde dauert das keine 1/2 h.
Die Arbeitsleistung ist doch bei der ganzen Geschichte günstiger als das Material.

Das weiß ich noch nicht, weil der Herr wie gesagt bis gestern im Krankenhaus war und dementsprechend noch nicht auf meine Mails geantwortet hat (und telefonisch dadurch logischerweise auch nicht zu erreichen, die Info mit dem Krankenhaus habe ich von seiner Frau, die da den Hörer abgenommen hat).

Offizielle Preise stehen auf der Website nicht, das richtet sich wahrscheinlich auch danach, was für Röhren man eingebaut haben möchte und wie viele und was er nebenher noch alles am Amp checken und reparieren soll :) .

der Sound spielt wohl bei dir keine Rolle?

Diesbezüglich haben mir andere Selbst-Biaser, wie @crazy-iwan, schon gesagt, ein kälterer BIAS käme beim JVM auch gut (hält also nicht nur länger, sondern klingt auch besser). Ich spiele auch generell mit weniger Zerre als manch anderer Metal-Schlumpf, denn je weiter man runter geht, desto mehr spielt sich die Gitarre wie ein Bass, und da braucht man auch eher kantige Soundkonturen als viel Gain.

Davon abgesehen, wenn ich den zum Techniker bringe, behält der den Amp auch einige Tage da, um einen Dauerbelastungstest zu machen (so schreibt er es auf seiner Website). Da wird das BIASing also vermutlich auch eher in meiner Abwesenheit gemäß meiner groben Vorgaben passieren, anstatt dass ich eine Stunde lang daneben stehen und mir die ganzen Soundschattierungen zu Gemüte führen kann. :)
 
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Dem JVM kommt kalter Bias tatsächlich gut, da der seine W\rme und Kompression aus der Vorstufe nimmt und es sonst zu viel wird.
Sieht Kollege @Myxin glaub ich ähnlich :)
 
Wenn man einen Amp neu vom Hersteller kauft und der so viel kostet wie der JVM, kann man schon irgendwo erwarten, dass der halbwegs vernünftig eingestellt wurde, bevor er die Firma - oder aber das Lager von Thomann - verlassen hat.
na wenn der Amp noch ganz neu ist, wendet man sich doch an den Verkäufer wegen einer Gewährleistung.
Dem JVM kommt kalter Bias tatsächlich gut, da der seine W\rme und Kompression aus der Vorstufe nimmt und es sonst zu viel wird.
Sieht Kollege @Myxin glaub ich ähnlich :)
aber verallgemeinern kann man das nicht, genau wie Einer gerne diese Röhre nimmt und ein Anderer sagt, die klingt schei...
Es geht ja eigentlich auch eher um die generelle Sorglosigkeit, wie der TE mit dem Thema umgeht.
Ich möchte aber keinen zu irgendwas überreden, es wurde eigentlich schon alles gesagt.
@crazy-iwan mein Koll. hat den JVM eigentlich eher " warm " eingestellt, um das er vernünftig klingt. Spielen allerdings kein Metall. Aber ist es nicht eigentlich so, dass ein kalter Bias Amp, eher anfängt zu zerren? Also Clean, Treble, Pres, auf Null und dann mittellaut einen tiefenTon anschlagen und wenn er dann schon leicht zerrt Bias erhöhen bis er nicht mehr zerrt, das war früher eine unserer Notlösungen.
 

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