Studiomischer - Beratung erbeten

  • Ersteller wellcome
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Ganz bestimmt gibt's da kein Plugin... Du wirst dann im Endeffekt an mehreren Baustellen rumfrickeln müssen, Mixer-Hardware, Software des Hardware-Mixer, Mixer der DAW-Software, Plugins in der DAW-Software... Ich möchte mir sowas heutzutage nicht mehr antun müssen. Wenn ich mir dann das Szenario "zusammensitzen, bisschen Mucke machen und 'entspannt' mitschneiden" vorstelle, kann ich nur viel Spaß wünschen, wenn die erste Ernüchterung einsetzt, weil man hier und und da was einstellen und drücken muss, dann hat man was vergessen oder falsch eingestellt und die Aufnahme ist im Eimer oder gleich die Stimmung am Abend, weil ständig irgendwas bei der Technik dazwischen kommt. Ist aber nur meine Meinung zum Thema.
 
Hmm, ich kenne ja neben den meisten Mischpulten, die hier bisher besprochen wurden, auch Audiointerfaces wie die von RME oder Motu. Für die gibt es vergleichbare Anwendungen zum Steuern der Mischfunktionalität. Wodurch unterscheidet sich also die Verwendung von Interfaces gegenüber Digitalpulten? Außer vielleicht dass es für die Pulte in der Regel auch Anwendungen für diverse Wischgeräte existieren. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.
 
Moin!

Naja ich denke was Signalschwarz meint, man hat dann die ganzen Einstellungen gleich zweimal. Einmal am Pult mit tausend Möglichkeiten und dann noch in der DAW. Hat man ein Interface sind das meist sehr spartanische Möglichkeiten an der Hardware. Wobei man das Gefrickel am Pult ja speichern kann. Also man baut sich ein paar Individualitäten zusammen und ruft die per Knopfdruck ab, genau wie man sich in der DAW seine Settings speichert und man mit einem Mausklick gleich seine Einstellungen hat um mit dem zweiten Mausklick die Aufnahme zu starten.
Wenn das Digipult nun auch noch Controllerfähig und kompatibel zur DAW ist, hat man das alles auf dem Pult und muss noch nicht mal die Maus anfassen.

Greets Wolle
 
gibt es keine 1:1 Einbindung in Cubase wie den Studiomanager von den Yamahapulten (wobei ich das auch nur aus Youtube kenne). Ich bin bislang davon ausgegangen, dass man einen digtial-Mixer/Rackmixer mehr oder weniger rudimentär am Gerät (mx32r) bedienen kann und die volle Übersicht/Kontrolle aller Parameter und Kanäle in der DAW hat.

Die Einwände von Signalschwarz stimmen da nicht sonderlich optimistisch...

Die meisten Digitalmixer haben XLR-Eingänge. Kann man daran Klinkekabel einfach über einen Adapter anschließen oder geht das (elektrisch?) nicht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin ja einer der gerne am Pult arbeitet. Nur mit einer DAW herumwerkeln liegt mir nicht, irgendwie bekomme ich damit keine vergleichbar gute Ergebnisse hin. Liegt wohl an mir, ist aber eben so. Daher benutze ich eine DAW in der Regel als Bandmaschinenersatz. Ok, da oder dort setze ich speizelle Plugins ein, wenn ich beispielsweise am Pult nichts vergleichbares habe. Das Ergebnis ist sicher nicht auf dem Niveau einer Topproduktion, aber immer noch deutlich besser als das was ich mit der DAW und deren Plugins hin bekomme.

Ich verwende für das Proben mit meinen beiden Bands ein X32 Producer, dem ich neulich eine X-Live Karte gegönnt habe. Die Instrumente sind fix abgenommen (4 Drum Mics, bass Di, Gitarren per Pic und Vocals) und ick drücke einfach auf Record wenn wir etwas festhalten wollen. Das ist nichts was massiv in den Ablauf beim Proben eingreift. Die entstandenen Aufnahmen werden nach der Probe „in die Cloud“ gestellt (bis auf ein Bandmitglied sind wir alles Informatiker, wir können so was;-) )und jeder hat dann daheim Zugriff um sich die Aufnahmen im Detail vorzunehmen. Wir verwenden das allerdings mehr um uns zu verbessern denn um veröffentlichbare Aufnahmen zu machen, mal von ein paar Demos abgesehen.
Gerade wenn man „tutti completti“ einspielen will ist ein Mischpult schon praktisch. Vielleicht hab ich das schon erwähnt aber ich habe in letzter Zeit einige „Wohnzimmer Konzerte“ mit meinem SQ6 mitgeschnitten. Dastellst du ein Mischpult hin, nimmst alles ab, machst der Band auch gleich mal einen Monitorsound und drückst quasi nebenbei auf Aufnahme. Der Videomensch nimmt das alles auch noch auf und danach wird daz Zeug in der „Postproduction“ abgewickelt. Ich frage mich wie man so was vernünftig und einfach z.B mit einem RME Interface hinbekommt. Ach und weil ich im SQ eine Dante Karte habe, habe ich gleich ein Backup der Aufnahmen per USB mitlaufen lassen. Klar das Pult alleine kostet um die 3500€, aber mein primäres Arbeitsgebiet ist ja nicht das Recording sondern Livetechnik.
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Ich bin bislang davon ausgegangen, dass man einen digtial-Mixer/Rackmixer mehr oder weniger rudimentär am Gerät (mx32r) bedienen kann und die volle Übersicht/Kontrolle aller Parameter und Kanäle in der DAW hat.
Da hast du falsch gedacht. Digitale Mischpulte sind allein arbeitende Geräte. Deren kompletter Funktionsumfang ist entweder am Gerät selbst und/oder via spezieller Fernsteuer Anwendungen bedienbar. Eine DAW ist nicht notwendig. Klar gibt es ein paar Kombinationen wie Cubase/Yamaha oder die Presonus Pulte mit deren Studio One Software wo einiges an Integration möglich ist. Und dann gibt es eben auch die Möglichkeit ein Pult als DAW Controller, vorrangig als Faderbank, zu benutzen. Das wars auch schon. Allerdings gilt das im großen und ganzen auch für Audiointerfaces.

Zu den XLR Eingängen kann ich sagen dass die mir bekannten Pulte sowohl Mikrofonpegel als auch Linepegel (z.B von Keyboards) verarbeiten können. Hat ein instrument symmetrische Ausgängekann man einfach TRS-Klinke(stereo Klinke)auf XLR Kabel benutzen. Bei unsymmetrischen Ausgängen helfen DI Boxen wie die Palmer PAN01. TS-Klinke (mono Klinke) auf XLR ist nicht ratsam auch wenn es, korrekt gelötet, funktioniert. Dein derzeitiger Favorit (01V96i) hat aber auch Klinke Eingänge, womit sich das Problem da gar nicht stellt.
 
Ich frage mich wie man so was vernünftig und einfach z.B mit einem RME Interface hinbekommt.

Nix leichter als das! :) Du schließt ein paar Preamps an, ich z.B. arbeite mit Focusrite und kann 32 Kanäle gleichzeitig In und Out spielen. Dann hast du deine Monitor Control Software, da stellst du an einem virtuellen Mischpult das ganze Abhörkram ein, welches man sich auch abspeichern kann, dann baust du dir in der DAW Presets, die rufst du auf und drückst den Aufnahmebutton - vola fertig!
Ich habe zwei Interface Racks mit jeweils 16 Kanälen. Je nachdem was ich brauche nehme ich eins oder zwei und brauche nur noch ein SPDIF Kabel anschließen und ein optisches und mein FW Kabel an den Laptop / Rechner, Mixcontrol auf Preset laden und DAW Presets - Start drücken - Aufnahme läuft. Wenn alles angeschlossen ist, bin ich in spätestens 2 Minuten am Start! Ich glaube da bist du mit deinem Digitalpult auch nicht schneller am Start! :D

Ich kenne beide Arbeitsweisen und weis nicht was Besser ist. Die Mixer sind mir meistens zu groß, ein kleines Interfacerack mit Laptop drauf nimmt nur einen Bruchteil an Platz weg. Außerdem hat man bei der Interface Variante meistens bessere Preamps am Start als bei den meisten Pulten, es sei denn man kommt mit 10K und Mehr Konsolen daher. Und man kann die Preamps nach Anforderung mitnehmen, wenns ein Klassikmitschnitt wird dann packt man sich ein paar Antelope ein und ist es was anderes dann eben die RMEs.:)

Greets Wolle
 
Also die Heinweise zu den Rackmixern finde ich schon sehr interessant. Vielleicht auch ein m32 producer mit einem Erweiterungsboard für weitere Eingänge. Nach allem was ich momentan weiß scheint aber Presonus dann doch nichts für mich, da ich nicht auf deren DAW umsteigen will. Ich will das ganze mit Cubase machen.
Ehrlich gesagt ist der Favorit 01v96i aber nicht in Stein gemeißelt und weiß leider auch nicht aus eigener Erfahrung wie gut die Studiomanagersoftware tatsächlich in Cubase integriert ist, über die Integration vom Behringer gibt es ja eine ganze Menge im Netz, aber ob die Soundqualität vom Behringer wirklich besser ist, als die vom Yamaha?
 
Hallo,

Ich frage mich wie man so was vernünftig und einfach z.B mit einem RME Interface hinbekommt. Ach und weil ich im SQ eine Dante Karte habe, habe ich gleich ein Backup der Aufnahmen per USB mitlaufen lassen

...geht prima, da kann ich Wolle bestätigen! Die entsprechende Routingsoftware - TotalMix - kann im Prinzip alles auf alles routen ;) Einmal sinnvoll geplant, Preset gespeichert und off it goes! Backups fahre ich mobil an meinem RME UFX via USB-Stick, völlig unabhängig vom Laptop.
Auch ich gehöre zu denen, die beide Arbeitsweisen kennen... stationär arbeite ich mit einem Tascam DM3200, das sehr schöne neutrale Wandler hat. Das schaufelt mir die Daten auch in den Rechner und ist mit einer FW-Karte ganz schön variabel.
@wellcome : Wie Mfk0815 schon sehr richtig schreibt: Du bekommst beilleibe nicht alle DAW-Funktionen per Digitalpult angesprochen... aber wenn man sich alleine schon das Mäuseschubsen für die Lautstärkeautomation sparen kann und das sowie die Transportfunktionen plus, je nach Pult, dieses oder jenes Extra vom Pult aus erledigen kann, ist das auch schon ganz schön.
Und ich stimme Wolle zu - auch ich würde nicht pauschal das eine für besser als das andere halten.

Viele Grüße
Klaus
 
aber ob die Soundqualität vom Behringer wirklich besser ist, als die vom Yamaha?

Da kann ich dich beruhigen, da gibt es keinen Qualitätsunterschied. Die Yamaha Preamps klingen etwas kühler und steriler, die vom B etwas weicher und offener. Aber beide Pulte kommen aus dem Low Budget Segment und nehmen sich nix. Die X32 haben die modernere Technik on Board, die Schwestern von Midas sind etwas wertiger aber die Preamps sind glaube auch die selben.

Greets Wolle
 
also ich muss mal sagen, dass das Ihr wirklich super Gesprächspartner seid. vielen Dank!

Da kann ich dich beruhigen, da gibt es keinen Qualitätsunterschied

...das macht die Entscheidung noch schwieriger :igitt:...na da habe ich ja noch ein wenig Recherche vor mir...
 
aber die Preamps sind glaube auch die selben.
Nicht ganz. Die M32 haben die der Pro Serie verbaut, rauschen etwas weniger, vor allem bei voll aufgerissenem Gain und klingen etwas offener. Auch die Ausgänge liefern etwas mehr Pegel bei weniger Rauschen. Allerdings lassen sich die Behringer Pulte mit den Midas Stageboxen kombinieren wodurch man klanglich beim X32 keine Abstriche machen muss. Die inneren Werte sind ja ohnehin ident.

Bezüglich RME und Totalmix hab ich noch eine Frage. Ich denke dass es so ist dass man mit Totalmix am PC die DSP Konfiguration vornimmt. Wenn man das Interface dann standalone betreibt dann eben mit genau der letzten Konfiguration. Aber, so wie ich das verstehe, brauchts den PC zum ändern. Denn Betzwerk oder Blauzahn oder ähnliches gibts ja nicht beim RME. Oder hab ich da was übersehen? Ich meine irgendwas wie Mixingstation unter Android für das X32 z.B.
 
es gibt Vergleichsbeispiele von M und X32
https://www.amazona.de/test-midas-m32-vs-behringer-x32-digitalmixer/

und man hört den Unterschied schon deutlich. Es gibt auch einen Rackmixer M32c wie ich gesehen habe. Aber erstens hat das Teil im Gegensatz zum X32c keine Bedienelemente wo man direkt am Mixer etwas einstellen könnte und dann frage ich mich, wie man ohne Analogeingänge die Instrumente in den M32c hineinbekommt? Einen AD-Wandler mit entsprechend vielen Eingängen von Midas habe ich nicht gesehen - oder habe ich nicht richtig gesucht?
 
Hallo,

Bezüglich RME und Totalmix hab ich noch eine Frage. Ich denke dass es so ist dass man mit Totalmix am PC die DSP Konfiguration vornimmt. Wenn man das Interface dann standalone betreibt dann eben mit genau der letzten Konfiguration. Aber, so wie ich das verstehe, brauchts den PC zum ändern.

...zumindest bei meinem UFX läßt sich so ziemlich die komplette Konfiguration auch am Gerät selbst einstellen, der UFX hat auch sechs Speicherplätze für Presets. Ist natürlich nicht so superkomfortabel wie auf einem großen Bildschirm, aber auch auf dem recht kleinen Display kann man ganz gut 'rumschalten, wenn man einmal erarbeitet hat, wo was ist. Ich muß da allerdings sagen, daß ich wegen meiner schlechten Augen doch lieber am Laptop konfiguriere... :D

Viele Grüße
Klaus
 
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Hm, Dir wurde ja zwischendurch schon mal Soundcraft vorgeschlagen. Ich kenne jetzt weder das Behringer noch das Midas Rack, aber dafür habe ich jetzt seit 3/4 Jahr das Soundcraft Ui24.
Ich gestalte es so, dass ich die Mehrspuraufnahme auf USB nutze.
Du kannst alle 24 Kanäle gleichzeitig auf einen Stick in WAVE schreiben lassen. Alternativ natürlich direkt in den Rechner per DAW.
Ich mag aber die USB Lösung, weil Du da Ortsunabhängig bist und von da aus auch gleich wieder abspielen kannst.
Bin mit dem Rauschverhalten total zufrieden und mache auch unterwegs damit Aufnahmen.

Du solltest es dir zumindest mal anschauen, insbesondere da der preis massiv gefallen ist, ich habe noch knapp 1000€ bezahlt.
 

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