Ibanez as 93, as 153 oder as 200, Erfahrungen gesucht

  • Ersteller Stratti
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Freut mich für dich. Es ist immer schön wenn sich die Dinge durch einen einfachen Umbau in so grundlegender Weise zum Positiven ändern. Bei meiner Tele war es ähnlich.
 
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Ich hatte am Wochenende leihweise eine AS200 zum Testen. Eine super Gitarre, tadellos verarbeitet und sehr guter Sound mit meinen Fender Amps und Pedalen. Leider ist der Hals überhaupt nichts für mich. Ich hätte nicht gedacht das er so dünn ist.
Die JSM Modelle haben da doch einen deutlich dickeren Hals. In anbetracht dessen wird es wohl eine JSM werden. Wahrscheinlich die 10er.
 
Die EKM hat auch alles andere, als einen dünnen Hals. Eher Kategorie Prügel..
 
Hi Stratti. Ich meine der Hals meiner AS73 ist minimal dicker als der, der AS 200.
Die JSM hab ich leider noch nicht gespielt.
Die hat aber auch den Knochensattel u den tri sound Schalter. Sieht auch toll aus.
Wünsche dir eine glückliche Hand bei der Auswahl.
LG Hubert
 
Die JSM hat einen erheblich dickeren Hals. Den Tri Sound Schalter brauche ich nicht, er ist halt dran. Ansonsten werde ich berichten wenn ich eine gefunden habe.
LG Stratti
 
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Hi all,

nach dem Knochensattel hab ich mir vom Gitarrenbauer auch eine Halsabdeckung in Palisander anfertigen lassen.
Sieht schön aus und ist sehr passgenau. Habe sogar eine CITES Bescheinigung dafür bekommen.

Vom Klang des Knochensattels bin ich nach wie vor immer noch sehr begeistert.


LG Hubert
 
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Ich habe mehrere Ibanez-Semiakustiks hier zuhause stehen und finde sie nach wie vor alle toll. Du musst halt bedenken, dass das keine klassischen Jazz-Gitarren sondern ein klanglicher Kompromiss zwischen einer Jazz-Gitarre und einer Solidbody ist. Wenn du wie Scofield klingen willst, ist die Gitarre aber eh zweitrangig. Klingt abgeschmackt aber das kommt alles aus den Händen. Sco hat ja recht viel einfach ne alte Telecaster gespielt die letzten zehn Jahre. Klang eigentlich genauso wie auf seiner alten AS200. Klar, man hört den Unterschied. Aber der ist fast zu vernachlässigen im Vergleich zu dem, was er selbst in seinen Sound reinbringt.
 
Mir gefällt der Klang von Tom Ibarra.
Scofield war nie meine Vorliebe.
Trotzdem gefällt mir der Klang der Ibanez Semi Akustik
 
Ist zwar ein alter Fred, aber vielleicht helfen meine Erfahrungen in Zukunft auch anderen...
Ich hatte die AS-153 und habe seit Februar eine AS-200 Baujahr 1980. Ich kenne aber auch die aktuelle AS-200.
Die AS-153 und die AS-200 sind sehr unterschiedliche Gitarren. Die AS-153 hat einen Ahornhals und Alnico 5 Pickups. Sie ist brighter als die AS-200 mit Mahagonihals und Alcnio 3 Magneten. Der Vergleich hinkt vielleicht ein wenig, aber die AS-153 klingt als wäre der Treble-Relger mehr aufgedreht, die AS-200 so, als wäre der Presence-Regler weiter offen. Die AS-200 hat mehr Tiefe im Ton.
Die aktuelle AS-200 hat einen ziemlich dünnen Hals, jener der AS-153 ist dicker. Die alte AS-200 hat auch einen dickeren Hals. Außerdem wirkt sich meiner Meinung nach auch der Abstand der Saiten zum Body auf den Ton aus. Die Saiten der AS-153 sind um einiges weiter vom Body weg, eher wie bei einer Archtop, die Saitenlage am Griffbrett passt aber.
Der AS-153 muss man aber in jedem Fall ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis unterstellen. Die aktuelle Ibanez AS200 bietet das aber auch im Vergleich zu einer Gibson ES-335, allerdings muss man mit dem dünneren Hals können. Die alte AS-200 ist mir am liebsten, aber die Dinger steigen im Preis.
Meine benötigte ein neues Pickguard vom Gitarrenbauer (keines der aktuellen Ibanez-Pickguards passt), das die alten aus Celluloid ausdampfen und die Gitarre beschädigen, wenn man diese länger im Koffer oder in der Gigbag aufbewahrt. Die Mechaniken und die Bridge habe ich auch getauscht. Man sieht ihnen die 39 Jahre an und ich wollte, dass sie erhalten bleiben. Der Gitarre habe ich auch noch eine schöne Gigbag von Bluesreunion spendiert. Insgesamt war ich dann preislich im Bereich einer neuen AS-200, aber die Gitarre ist es mir wert.

Die Yamaha SA2200 wurde auch angesprochen. Ich mag sie vom Sound her sehr und hatte schon mehrere in der Hand. Leider waren mir alle zu schwer.

In Sachen Jazz sei dir aber auch noch die Fender Telecaster ans Herz gelegt. Ich habe eine 58er American Vintage Reissue (siehe Profilbild). Mit Swamp Ash Body, Maple Neck und Stahl-Saitenreiter kann sie am Halspickup einer Archtop in Sachen Jazz schon sehr nahe kommen. Und durch Julian Lage und Gilad Hekselman ist die Tele unter Jazzern auch wieder sehr angesagt.
 
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Hi,

auch wenn ich kein Experte bin (und schon gar kein Jazz-Könner) habe ich in letzter Zeit einige Semi-Akustiks angetestet, weil mich ihr spezieller Ton zunehmend reizt. Ich habe aber den Eindruck, dass die Streuung hier gerade bei den günstigeren Gitarren nochmal höher ist als bei Solidbodies.

Zuletzt habe ich die oben mal erwähnte Epiphone ES-339 angespielt und war echt überrascht. Nicht so schwer und groß wie eine Sheraton, aber klanglich hat sie mir total gefallen. Nachdem nicht nur eine da war, habe ich verglichen und die erste fiel tatsächlich etwas aus dem Rahmen, im positiven Sinne. Damit meine ich in erster Linie, dass sie tatsächlich deutlich anders klang als eine Les Paul o.ä., das holzig-akustische war einfach präsenter als bei den anderen. Gut, PUs kann man vielleicht noch tauschen, das habe ich bis jetzt bei jeder Gitarre irgendwann mal probiert... Aber die Erkenntnis war ganz klar, dass es gar nicht mal so sehr vom Preis abhängt, ob die Gitarre zu Dir "spricht".

Ganz gut und auch optisch hübsch fand ich die günstigen Ibanez. Allerdings hat mich bei denen gestört, dass der Halsansatz um einiges klobiger ist als bei einer ES-335 oder den Epiphones. Der Halsfuß ist erst bei den richtig teuren Ibanez in diese höheren Lagen verschoben. Ich fiedel halt gern da ganz oben rum, aber das ist sicher nicht für jeden gleich wichtig.

Etwas teurer, aber doch deutlich günstiger als die AS200 oder die (wirklich sehr gute) Yamaha SA-2200 sind die PRS SE Semi Hollow-Modelle. Für um die 1.000 € bieten sie für meine Ohren einen ungewöhnlich holzigen, akustisch geprägten Ton. Das liegt mMn an der etwas anderen Konstruktion. Sie haben zwar auch einen Sustainblock, er geht aber nicht komplett durch die Gitarre wie bei den meisten Semiakustiks á la ES-335. Vielmehr sitzt die Bridge in einem getrennten, eigenen Block. Mit den bisherigen "Semi Hollows" der PRS SE-Serie hat das konstruktiv so gut wie nichts gemeinsam, das sind ja eigentlich gechamberte Solidbodies. Auch gut, und schon ein bisschen anders als ganz massive, aber aben nicht wirklich akustisch.

Die Bespielbarkeit der neuen SE Semi Hollow ist markentypisch gut, aber etwas straffer als bei Gibsons mit gleicher Besaitung, und die Verarbeitung war zumindest bei den beiden, die ich gespielt habe, ausnehmend sauber. Die Optik ist durch die Anlehnung an die bekannte PRS-Silhouette etwas eigen, aber in natura absolut stimmig. Trotz der ausgeprägten Akustik-Note hatten sie auch ein sehr gutes Sustain, das einen beim Solieren auch clean schon angenehm trägt. Der ganze Eindruck war für mich sehr edel. Man entwickelt ja ein gewisses Gefühl für die Preisklasse - das fängt schon bei der Lackierung an, die bei richtig teuren Gitarren irgendwie tiefer und klarer wirkt, ohne dass man das vielleicht genau in Worte fassen kann. Die etwas teurere Custom-Ausführung war die erste PRS, bei der ich mir ohne das "SE" auf der Kopfplatte nicht sicher gewesen wäre, ob es nicht eine US-Version ist. Hat mich wirklich begeistert, und steht bei mir ganz weit oben auf der Liste für die potentielle erste Semi.

Mein Fazit ist derzeit: Bis 500 Euro wärs für mich die Epi ES-339, in der Mittelklasse ganz klar die neue PRS SE. Über höhere Preisklassen denke ich derzeit allerdings auch nicht nach.

Gruß, bagotrix
 
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Hallo Bagotrix,

mit der Serienstreuung hats du bei verschiedenen Marken sicher recht, obwohl die von mir angespielten Ibanez AS 73,83, 200 usw. alle sehr gut eingestellt waren.
M.m. ist der unterschiedliche Klang auch durch das Artenschutzgesetz CITES begründet.

So hat meine AS 73 G NT (Sondermodell) noch einen einteiligen Mahagoni Hals, ein Palisander Griffbrett und einen laminierten Ahorn Korpus. Somit von der Bauart die gleichen Hölzer wie eine Gibson ES335.
Die Japan Ibanez AS200 hat ebenfalls einen einteiligen Mahagoni Hals, aber mit Ebenholz Griffbrett.
Die neueren AS 73, 83, 103, 153 haben alle einen wenigstens 3 Teiligen Hals aus unterschiedlichen Materialien (ohne Mahagoni). Das Korpus Holz ist bei den preiswerten Modellen bis AS 83 nicht mehr aus Ahorn!!!

Deshalb mein Tipp1

Nach gebrauchten Sondermodellen Ausschau halten, die dem Original oder der AS 200 am weitesten entsprechen. (einteiliger Mahagoni Hals)
z.B. AS 73 G NT oder dem Sondermodel AS 73 Tobacco sunburst. Die Sondermodelle haben alle die größeren, trapezförmigen Halseinlagen.
Bei der AS 103 (wunderschöne Gitarre) ist es so, dass bei vielen gebrauchten Modellen die Vergoldung abgeht. Kein technischer Mangel, aber wem es nicht gefällt genau drauf achten.
Bei meiner AS 73 G NT hält das Gold.

Tip2

bei den Modellen die über keinen Knochensattel verfügen, d.h. unter der AS 153 unbedingt einen Knochen Sattel montieren lassen. Es gibt vorgearbeitete Original Knochensättel von Ibanez für ca. 8 €. Die muss der Gitarrenbauer
trotzdem anpassen. Danach klingt die Gitarre deutlich besser (besonders am Steg Pick Up).

Wenn's jazzig klingen soll noch 12er Flatwound, Thomastik-Infield, Jazz Swing Saiten aufziehen :)

LG Hubert
 
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Hallo zusammen,

ein interessanter Thread:great:

ich besitze seit ein paar Jahren eine Ibanez AS83, die ich gebraucht gekauft habe. Sie wurde 2006 bei Samick in Korea gebaut.
Sie ist quasi das Vorgängermodell der AS93, hat aber Chrom Hardware (Gold ist bei mir Ausschlusskriterium) und kein Schlagbrett, ansonsten ist sie identisch.
Der Vorbesitzer hatte ihr 2 entscheidende Änderungen verpasst, als PUs Seymour Duncan SH1 + SH2 Jazz und einen Knochensattel.
Für mich ist das eine tolle Gitarre, auf der ich sehr gerne spiele, sie ist tadellos verarbeitet, hat einen für mich gut bespielbaren Hals und ist mit knapp 3,5kg auch recht leicht.
Einen Vergleich zu einer höherwertigen Ibanez habe ich nicht, würde mich aber natürlich auch interessieren, ich bin Lefty und einige Höherwertige gibt es z.b. AS103 und AS153, aber die sind natürlich
ungleich schwerer irgendwo zum Anspielen zu finden.

Die 2005er Epi the Dot, die ich noch besitze, kann da absolut nicht mithalten. Ich mag sie aber auch, trotz dicken Hals und Gewicht, 4kg:(

Ich würde auch gerne mal eine Eastman anspielen, aber die sind hier in D noch seltener..........:nix:

P.S.
Danke für die Tips zu Tom Ibarra, den kannte ich noch nicht. Diese Art Fusion liegt genau auf meiner Wellenlänge:great:
 
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Hi Heavyloddar,

deine AS83 Korea ist sehr selten. Findet man eigentlich nicht gebraucht.
Hab ein Foto im WWW gefunden, da sieht deine AS 83 wunderschön aus.

https://reverb.com/item/2102549-ibanez-as-83-artcore-2004-violin-flamed-maple

Mit Knochensattel und anderen PUs bist du schon sehr weit. Ich glaube nicht, dass die 103 und 153 dich klanglich weiter bringen werden.
Beide haben ja auch die Gold Optik, die dir nicht gefällt.
Ich würde die 83er weiter spielen und mich über sie freuen..
LG Hubert
 
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