Generationskonflikt in Band

  • Ersteller Dr_Martin
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die wäre nach der ersten Probe bei mir weg ;)
wir wären wohl die, die dann so irgendein komisches Interview gegeben hätten ala "ich war mal ein Monat bei Guns N' Roses - bin aber dann ausgestiegen weil das solche Chaoten waren :-D :-D :-D"
 
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wir wären wohl die, die dann so irgendein komisches Interview gegeben hätten ala "ich war mal ein Monat bei Guns N' Roses - bin aber dann ausgestiegen weil das solche Chaoten waren :-D :-D :-D"
Hmmja - ich habe in meiner (Hobby)-Musik"karriere" auch schon mal länger mit der einen oder anderen "Diva" (m/w/d) zusammengearbeitet, oder mit Leuten die rein menschlich null auf meiner Wellenlinie waren. Das geht unter einer Nebenbedingung erstaunlich lange gut, nämlich wenn diese Person was das Musikalische angeht total engagiert, motiviert, und "gut" ist.

Ein "menschlich" etwa schwieriger Gesangsmensch hat immer noch freie Auswahl bei Bands, wenn (!!!) das was vorne aus dem Mund rauskommt und was Bühnen-Performance angeht einfach "on point" ist.
Gleiches gilt für "Chaoten-Bands" wo keine Probe gescheit mit allen ist ("ich dachte wir Proben jetzt Donnerstags nicht Dienstags"), aber wenn sie's halt "bringen" dann wird aus denen vielleicht auch was.
Geht auch anders, ein "Graue-Maus-sagt-nie-was-und-das-ist-besser-so-weil-komische-Ansichten" Drummer oder Bassist findet immer eine Band, wenn er halt immer (1) da und (2) vorbereitet und (3) sicher ist.

Leider ist es in der freien Wildbahn meistens so, dass die "schwierigen" Leute zwar meinen dass sie die Spitze des musikalischen Eisbergs darstellen, aber dies halt eher eine Einzelmeinung ist. :D
 
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Ist zwar OT in Bezug auf die Ausgangsfrage "Generationen-Konflikt", ich habs auch in anderen Zusammenhängen schon mal geschrieben:

Wir/ich haben viele Jahre mit dem größtem Arschloch dieses Planeten zusammen Musik gemacht, ein Kontrabassist, die es einfach drauf hatte. Das was er auf der Bühne abgeliefert hat, war einfach unerreicht.
Vorher und solange er gespielt hat, hat er auch nix getrunken.

Doch wehe der Gig war zu Ende..., die letzten Jahre hat er sogar in anderen Hotels gewohnt, konnte in keiner Fahrgemeinschaft mehr unterkommen, der Mensch war total abgedreht und menschlich unerträglich.

Aber! wenn er nicht im Suff tötlich verunglückt wäre, ich würde heute noch gerne auf sein Bass-Spiel zurückgreifen!
 
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aber ich höre von anderen Musikern in unserem alter Ähnliches
Weil die Spinner schon aussortiert sind...
*HustHust*
Gruß von einem 90er- Baujahr, prinzipiell muss ich crazy-iwan recht geben, aber ich kann euch aus vielfältigster Erfahrung sagen, bei mir eher nicht aus Bandgefügen, dafür hab ich zu wenig Erfahrung diesbezüglich mit Leuten aus eurer Generation, aber Blasmusikverein, Familie, Pfadfinderverein, Nachbarschaft, ... dass dafür bei einigen Nicht-Spinnern so ab +- eurem Altern ein seltsamer Prozess einsetzt, der sie zu Spinnern macht.

Halt keine unerfahren, tollpatschigen Spinner die keine Ahnung vom Leben haben.
Aber senile, weltfremde Spinner, die vergessen haben, dass sie meistens auch nur Idioten unter Idioten sind :rolleyes:
 
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Ich denke auch, dass es da eine große Streuung gibt, egal in welcher Altersklasse.
Auch ist das Handy und das Gedaddel darauf, IMO nicht das primäre Problem, sondern die vermeintliche "Flexibilität" die das Ding ermöglicht. Ganz generell wird es zunehmen als immer weniger "schlimm" angesehen, Verabredungen nicht einzuhalten, weil man ja "online" und jederzeit absagen kann. Es werden auch viel weniger feste Verabredungen getroffen - ...wir können ja noch mal telefonieren. Das ist Zeitgeist, der sich ändert. Vieles wird "beliebig" und vage. Das hat man heute schon mehr bei jungen Leuten, weil die mit dieser ständigen und leichten Erreichbarkeit groß geworden sind.
 
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Ganz generell wird es zunehmen als immer weniger "schlimm" angesehen, Verabredungen nicht einzuhalten, weil man ja "online" und jederzeit absagen kann. Es werden auch viel weniger feste Verabredungen getroffen - ...wir können ja noch mal telefonieren. Das ist Zeitgeist, der sich ändert. Vieles wird "beliebig" und vage. Das hat man heute schon mehr bei jungen Leuten, weil die mit dieser ständigen und leichten Erreichbarkeit groß geworden sind.

DAS ist allerdings wahr. Ich denke auch, Spinner gibt es in jeder Altersklasse - aber genau an diesem Punkt ist eine Band von mir vor die Hunde gegangen: Die "Begleitband" alle so zwischen 40-50, Sängerin etwas über 20: wahnsinnig talentiert, eine unfassbar gute Stimme, aber eben auch ständig am Handy, mal 3 Minuten konzentriert bleiben war unmöglich, "ach echt, heute?" oder wenn um 19h Probe war, dann um 19:30 anrufen "Jungs, ich kann heute leider nicht wegen xyz". Auch das ist wegen des Talents dann länger gut gegangen als es das wohl sonst gegangen wäre, aber letztendlich gibt es die Band heute nicht mehr...
 
"ach echt, heute?" oder wenn um 19h Probe war, dann um 19:30 anrufen "Jungs, ich kann heute leider nicht wegen xyz"
Gibt es auch in älter. Ist ne Typsache, nicht Alterssache.
 
... oder eine Disziplinsache. Bei einer Probe hat man nicht nur physikalisch, sondern auch mental präsent zu sein! :opa:

Ist alles weniger eine Sache des Alters usw., als vielmehr eine Sache des Herzens, des menschlichen Willens und der Disziplin.
 
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Stimmt beides:
Mit der allgemeinen Verfügbarkeit von smartphones etc. ist die permanente Erreichbarkeit gegeben und damit die spontane Planung in der Freizeit mit anderen. Das ist sehr stark ein Generationending, vor allem die tatsächliche dauerhafte Nutzung auch in Situationen, wo man mit anderen Personen zusammen und/oder in einer Gruppe unterwegs und zu Gange ist.

Unzuverlässigkeit, Motivationslosigkeit und Disziplinlosigkeit (wie z.B. lautes Stimmen, Rumdudeln o.ä. während der Besprechungen im Proberaum) ist Typenbedingt und gibt's in jeder Generation.

Wie ne Band sowas regelt ist wiederum von der spezifischen Band abhängig ...

Bei Konflikten kommen auch gerne mal mehrere Faktoren zusammen - das machen die so, damit sie nicht so einfach aufzulösen sind.

x-Riff
 
Zuletzt bearbeitet:
Gibt es auch in älter. Ist ne Typsache, nicht Alterssache.
Stimmt. Weiß ich auch - allerdings ab einem gewissen musikalischen bzw. semiprofessionellen Grundniveau habe ich das bis jetzt nur in dieser Konstellation erlebt.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
PS: es läge mir auch fern, aus so einem Einzelfallerlebnis gleich auf eine ganze Generation zu schließen. Es passte nur hier sehr gut rein - und je mehr ähnlich lautende Schilderungen ich lese und höre, umso mehr glaube ich dann doch, dass diese Art von Unzuverlässigkeit vielleicht doch eher ein Generationending ist. Früher war es eher der dauerbekiffte zweite Gitarrist, der die Proben verpeilt hat... andere Ursache, gleiches Ergebnis ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier werden gerade ne Menge Klischees gestreut, die man so nicht stehen lassen kann. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Motivation, Frustrationstoleranz, Teamfähigkeit, Engagement usw. sind Eigenschaften, die weder was mit dem Alter noch mit dem Geschlecht, noch mit dem Instrument zu tun haben. Und die Smartphone-Problematik kann man auch nicht nur der U30 ankreiden. Im Gegenteil. Ich glaube, dass die Jüngeren da viel besser mit umgehen können. Klar, es gibt so ein paar Social-Media-Junkies, die alles und jeden festhalten und posten müssen, und natürlich nervt das. Mich nervt es manchmal mehr, dass man solche Tools, die die Technik mitbringt, nicht sinnvoll nutzen kann, weil sich gerade ältere entweder dagegen wehren, oder es nicht auf die Reihe bekommen. Sicherlich geht es hier primär um Musikmachen, und früher hat das auch ohne geklappt. Früher sah die Welt aber auch anders aus, und da kann man sich auch als älterer Generation angehöriger nicht rausreden. Vielleicht waren früher Verabredungen und Termine verbindlicher, weil es die Option der spontanen Kontaktaufnahme mit einer Gruppe von jedem beliebigen Ort, wo man sich selbst und auch die anderen befinden, nicht gab. Andererseits möchte ich Tools wie Online Kalender, E-Mail und Messenger-Dienste nicht mehr missen. Aber man muss das sinnvoll einsetzen und nutzen. Wenn ich im Schnitt am pro Tag vielleicht 5 WhatsApp Nachrichten schicke, und mich dabei auf das Wesentliche konzentriere, haben andere gefühlt 1000 pro Tag (z.B. meine Frau), und da müssen in jede Nachricht noch zig Emojis rein. Außerdem brauch ich nicht jeden Scheiß, über den andere lachen, oder was man gerade irgendwo gesehen oder entdeckt hat, oder gerade tut, mitgeteilt zu bekommen. Das sind für mich die Zeitfresser. Auch diese Dinge kann man keiner bestimmten Altersgruppe zuschieben.

..., wer mit Ü-50 noch Musik macht, ist einfach "übrig geblieben" und ein "echter" Musiker.
Würde ich fast unterschreiben, wobei leider viele dieser Typen vor 10 Jahren oder noch früher stehen geblieben sind, und keine Ambitionen mehr haben, sich in irgendeiner Form anzupassen oder zu verändern. Ich bin Jahrgang '64, seit 40 Jahren aktiver Musiker, und ich entwickle mich ständig weiter, suche immer wieder neue Herausforderungen. Stagnation ist Rückschritt - war schon immer meine Devise.
Ich arbeite häufig mit jüngeren Leuten zusammen, ob in Musikprojekten, in unserem Verein, der Rockinitiative Celle, in der sehr viele 20-30 Jährige aktiv dabei sind. Alle sehr engagiert, absolut zuverlässig, kreativ und motiviert. Generationskonflikte kennen wir dort nicht, im Gegenteil ist alles durch Offenheit, Toleranz und Akzeptanz geprägt. Erst vorletztes Wochenende hatten wir ganz groß unser 40jähriges Bestehen gefeiert. Was da alles auf die Beine gestellt wurde, ist unglaublich.
 
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Als 29jähriger möchte ich auch mal meine Sicht der Dinge bzgl. Flexibilität, Termintreue usw sagen. Ja, unsere Band (alle +-5 Jahre) ist da auch relativ frei. Probetermin 1x die Woche steht und es nervt mich auch, dass oft davor gefragt wird ob es stattfindet, oder manch einer später kommt (mit oder ohne Ankündigung). Aber ich erlebe das Ganze teilweise noch schlimmer an der Arbeit, und da gerade bei deutlich Älteren (40-60). Termine werden überzogen, dadurch kommt es zum Schneeball und der nächste wird nicht eingehalten, Termine vergessen, digital geteilte Notizen ignoriert oder die z.b von @dr_rollo angesprochenen Tools nicht genutzt usw. Deshalb bin ich da total gleichermaßen geerdet. In der Freizeit nutze ich dann halt die Zeit für mich im Proberaum. Und nach 30 Minuten wird dann ggf. gegangen wenn ich nichts Sinnvolles mehr zu tun habe. Es kommt aber sehr wenig vor, dass niemand vorher Bescheid gibt und ich als Einziger ohne Nachricht warte. An der Arbeit ist dies deutlich öfter, und da gehe ich nach 5 Minuten warten wieder meiner Wege.
 
Welche Branche?
 
Entwicklungstätigkeiten, ich bin Elektronikingenieur. Aber Meetings sind dann auch mit Einkauf, anderen Entwicklungsteams (Software/Mechanik), Projektmanagement, Marketing usw.
 
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Ich bin in der IT-Branche tätig, da ist es genauso.
Abgesehen davon, dass ich Zustände kriege, wenn ich ältere IT-ler tippen sehe (kreisender Adler Technik, wie sind die damit über 30 Jahre an Tastaturen vorangekommen? Und ich bin Vertriebler...) kann ich @phess90 nur zustimmen. Die Alten haben genauso ihre Macken, die es für uns vor-Midlifecrisiser echt schwierig macht, ne Basis zu finden.

Ab 55 gehts dann auch los mit "nee, das mach ich nicht. Das habe ich vor 30 Jahren nicht gebraucht, das brauche ich heute auch nicht!", fürchterlich :)


Meine Frau hat mal einen deutlich älteren Schlagzeuger in ihrer Band gehabt, und obwohl vieles gut war, funktionierte es eben an vielen Stellen nicht. Der konnte wohl auch teilweise die Vergangenheit nicht loslassen und sich auf was neues einstellen.
Der jetzige Schlagzeuger ist glaub ich 35 Jahre jünger, und mit dem hat sie das Problem dass der denen in den Pausen dauernd was ausm Handy rausholen muss, aber andrerseits ist der eine treue Seele und ist immer fleißig dabei.

Man kanns nicht pauschalisieren...
 
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