Matte Stellen auf dem Griffbrett bei neuer Gibson SG

  • Ersteller KeuleThePunisher
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Ja werd ich mir auf jeden Fall vornehmen! Danke!

Ich weiß nicht ob ich Osmo in Österreich im Baumarkt bekomme, aber Auro liefert aktuell aufgrund der Corona-Situation gratis. Da gibts jetzt Hartöl 126 und Leinöl-Firnis 143 zur Auswahl. Was ist da für so handwerklich begabte wie mich eher zu empfehlen? :redface:

EDIT: Ich hab sowieso im Garten ein Regal und einen Beistelltisch zu streichen. Da ist dann die Dose echt nicht zu groß! :D

Unbedingt das Hartöl 126! Und verarbeite es so, wie ich das bei kompletten Hälsen mache, ein wenig auf das Schleifpapier (320er) und damit zwischen den Bünden schleifen. Ein wenig
aufpassen bei den Bünden, besonders wenn es zwischen denen eng wird. Kurz schleifen, dann mit einem Lappen einreiben.


IMG_2646.jpg
 
Danke! Ich weiß nicht ob ich mich über das Schleifen drübertraue :redface:

Sonst einfach das Hartöl mit einem Tuch auftragen und dann abnehmen? Oder einziehen lassen? Ich hab auch das Leinöl sehr dünn aufgetragen, so dass nach dem Abwischen die Finger nichtmal fettig waren.
 
Hartöl 126 und Schleifvlies (very fine) sind mal bestellt. Das wurde mir telefonisch als Alternative zum Schleifpapier empfohlen, da sie 320er Schleifpapier nicht im Sortiment haben.
 
So, das Hartöl ist gestern angekommen und ich hab es dann am Nachmittag gleich aufgetragen. Hab mich über das Schleifen nicht drübergetraut und hab es einfach mittels Lappen aufgetragen, dann 10 Minuten einwirken lassen und den Überschuss mit einem sauberen Tuch abgenommen.

Fazit nach ca. 14 h Trocknungszeit:
  • Das Griffbrett fühlt sich merklich härter an, fast wie wenn eine ganz dünne Lackschicht drauf wär. Vorher war es relativ offenporig und es hat sich auch so angefühlt.
  • Die Farbe ist merklich dünkler geworden und die Maserung kommt jetzt sehr schön zur Geltung. Es wirkt teilweise schon dreidimensional im Licht. Das war vorher nicht so.
  • Die "Flecken" sind immer noch da, aber fallen nicht mehr so auf. Die graue Farbe ist auch abgedunkelt. Ich hab mich jetzt entschieden erst mal nicht zu schleifen, da mir die Optik mittlerweile gut gefällt. Ein bisschen "used look". Schleifen kann ich ja immer noch, sollte es mir irgendwann nicht mehr gefallen.
Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Danke für die Tipps!

Zwei Fragen hätte ich allerdings noch:
  • Wie oft sollte man das Griffbrett jetzt nachbehandeln? So wie sich das aktuell anfühlt geh ich davon aus, dass das jetzt eine Weile halten wird.
  • Wie schaut es eigentlich mit Hartöl und Nitro-Lacken aus? Hab gut aufgepasst, aber es ist halt gerade am Rand des Griffbretts ein wenig Öl an den Lack gekommen. Ich hab das gleich weggewischt und der Lack schaut auch genau so aus wie vorher. Könnte es da trotzdem zu Problemen kommen? Sollte man die Ränder vor der Behandlung vl. abkleben oder so?
 
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Zu 1.: Nach Bedarf. Der erste Auftrag hält womöglich ewig.

Zu 2.: Alles richtig gemacht. Abkleben würde nicht funktionieren und direkt wegwischen reicht vollkommen.

Viel Spaß mit der Gitarre!
 
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Passt, danke! Dann bin ich beruhigt!

Werde zu Dokuzwecken dann noch ein Foto des Endergebnisses hochladen :)
 
Hier das Ergebnis in Bildern!

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Hallo,
es freut mich wenn Du zufrieden bist. Allerdings ist ein wesentlicher Teil der Bearbeitung NICHT gemacht worden, so wie viele bei den Arbeiten mit Hartöl auch nicht machen. Das Schleifen (nicht nur einreiben!) erzeugt einen "Matsch" das kann ich nicht anders beschreiben. Eine Mischung aus Hartöl und Holzabrieb. DER soll dann eingerieben werden. So behandele ich komplette Hälse (auf dem Bild zu sehen!) und Gitarrendecken. Und 320er Schleifpads ( für die Schwingschleifer ) bekommst Du in jedem Baumarkt... Die eignen sich am Besten.
 
Ja, das war mir eh klar, dass ich nur die Hälfte deiner Anleitung befolgt hab. Ich muss halt zugeben ich bin in der Holzbearbeitung nicht so geübt und hab mich mit dem Schleifpapier nicht an die neue Gitarre getraut. Ich werd jetzt mal an meinen Gartenmöbeln üben und dann hab ich hoffentlich soviel Vertrauen in meine Schleifkünste, dass ich mich auch ans Griffbrett traue ... :D
 
OT: Danke übrigens für den Tipp mit den Gartenmöbeln! :claphands:

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Äh die Antworten stehen in dem von dir zitierten Beitrag #17 bereits drin !!!

Darüber hinaus zum Xten Mal:

a) Lemon oil ist gar kein Zitronen Öl sondern zu über 90% raffiniertes Erdöl + Duftstoffe
b) es ist für das was drin ist viel zu teuer
c) es hat keinen dauerhaften Nutzen
d) zuviel/zuoft davon kann sogar das Griffbrett beschädigen

Ergo der einzige der wirklich davon profitiert sind die Hersteller aka Dunlop und Konsorten.
Für den Gitarristen ist es nur ein Gewissensberuhigung aka Placebo

Alternative steht in Beiträgen #17 und #11 :evil:
 
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Hallo,
es freut mich wenn Du zufrieden bist. Allerdings ist ein wesentlicher Teil der Bearbeitung NICHT gemacht worden, so wie viele bei den Arbeiten mit Hartöl auch nicht machen. Das Schleifen (nicht nur einreiben!) erzeugt einen "Matsch" das kann ich nicht anders beschreiben. Eine Mischung aus Hartöl und Holzabrieb. DER soll dann eingerieben werden. So behandele ich komplette Hälse (auf dem Bild zu sehen!) und Gitarrendecken. Und 320er Schleifpads ( für die Schwingschleifer ) bekommst Du in jedem Baumarkt... Die eignen sich am Besten.
Hi Murle1,

danke für die Infos, die du uns in diesem Thread gibst. Ich bin am überlegen, dies für meine Paula auch zu machen. Allerdings frage ich mich, was mit den Bünden mit den Trapezinlays ist. Kann ich da etwas kaputt machen?

Cheers,
Michael
 
Kann ich da etwas kaputt machen?

Nur stellvertretend für den lieben Kollegen: Nein kannst Du nicht. Weder das von Rainer empfohlene Hartöl noch die von mir empfohlene Leinölfirnis werden die inlays angreifen.
 
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Nur stellvertretend für den lieben Kollegen: Nein kannst Du nicht. Weder das von Rainer empfohlene Hartöl noch die von mir empfohlene Leinölfirnis werden die inlays angreifen.
Mir ging es dabei auch eher um den Schleifprozess. Wird sich dieses Holzölgemisch nicht auf die Inlays legen und diese stumpf machen?

Cheers,
Michael
 
Ich selbst schleife nicht zwischen Bünden. Ich verwende bei bundierten Griffbrettern wenn nötig eine Ziehklinge, da diese keine Schleifspuren erzeugt. (Wenn nötig heißt z.B. wenn Schleifspuren parallel zum Bunddraht sichtbar sind.)

Bei Rainers Methode würde aber ja auch zum Schluss mit einem Lappen nachpoliert und dabei die Ölreste von den Kunststoffeinlagen entfernt.

Für Halsrückseiten ist das `ne tolle Methode wenn man eine geschlossene superglatte Oberfläche will, weil der Schleifstaub wie ein Porenfüller wirkt. Dort kann man aber auch problemlos in Längsrichtung schleifen, da einen keine Bünde behindern.

Auf einem Griffbrett mit den engen Bundabständen in Maserrichtung zu schleifen ist dagegen kaum möglich.
 
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Ergo der einzige der wirklich davon profitiert sind die Hersteller aka Dunlop und Konsorten.
Für den Gitarristen ist es nur ein Gewissensberuhigung aka Placebo
Danke Dir,endlich sagts mal einer!
...jetzt haste aber den Leuten das Voodoo zerstört. ;)

Davon ab,reinige Ich meine Gitarre mit ordinären feuchten Tüchern,evtl mal mit Sidolin drauf und dann etwas Öl (was gerade da ist,auch Olivenöl)aufs Griffbrett.
Fertig und sauber,passt!
 

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