Strat Beratung im 1000€ Bereich - eure Erfahrung ist gefragt!

  • Ersteller ijumitzu
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Auf den Punkt gebracht! :great:

Ein Unterschied zwischen Highway One und American Standard fällt mir gerade noch einer ein, den man je nach Sichtweise als Vor- oder Nachteil sehen kann:
Die Highways sind deutlich dünner lackiert, es fehlen die oberen Klarlackschichten, die dem Schutz und der glänzenden Optik diesen. Dies war ein wesentlicher Grund dafür, dass sie günstiger angeboten werden konnten.
Vorteil: Der Korpus kann freier schwingen. Ob man das in der Praxis hören kann, weiß ich nicht, aber in der Theorie macht das schon Sinn.
Nachteil: Sie sind anfälliger für Kratzer, Dellen und sonstige Beschädigungen. Auch das kann ja gesucht sein (Relic-Welle).

Noch einmal zum Vergleich der Standards aus Mexico und USA: Es gibt richtig gute MiM-Strats. Eine aus dem ersten Baujahr hatte ich selbst und ohne eine Beziehungstrennung / Haushaltsteilung hätte ich die nie verkauft. Aber nach meiner Erfahrung ist die Streuung der Mexico-Strats schon höher als bei den amerikanischen. Alles in einem guten Bereich, ich selbst hatte noch nie eine wirklich schlechte Mexico-Strat in der Hand, aber eben für jeden deutlich hörbar, ein paar fallen ab.
Die Streuung der neueren USA-Strats fällt m.E. hörbar niedriger aus.

Auch wird zumindest in USA-Foren geschrieben (ohne näheren Beleg, also mit Vorsicht behandeln), dass die USA-Hölzer länger trocknen vor der Verarbeitung und dass dort schwere Hölzer aussortiert werden. Ob das stimmt? Vielleicht weiß hier jemand mehr?

Auf jeden Fall kann man mit einem gut ausgesuchten Mexico-Exemplar auch nichts falsch machen und bekommt eine wirklich gute Gitarre. Im Falle einer Entscheidung pro Mexico würde ich aber abwarten, bis wieder ein Vergleich verschiedener Modelle möglich ist und davon das beste auswählen.
 
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Das mit den Mex zu USA Modellen finde ich lustig, denn die verwendeten Hölzer sind dieselben.
 
Klingt für mich plausibel, der Erle ist doch eine Landesgrenze egal. Die Fender-Fabriken in Mex und USA stehen relativ nahe beieinander, da gehe ich sogar von der gleichen Unterart der Erle aus. Ich habe das daher bewusst offen gehalten.
 
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@DirkS
Das war nicht auf deinen Post bezogen. Ich meinte damit eher die Erfahrungen der anderen. Denn eine größere Streuung bei gleichen Hölzern ist schon erstaunlich.;)
 
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Ich kann die American Performer sehr empfehlen! ich hatte einige aus Mexico da, auch Vintera. Alle hatten gemeinsam, dass es praktisch keinerlei Bundarbeiten gab. Scharf, kratzig, teilweise schlecht abgerichtet. Teilweise unglaublich, was da von Fender Mexico kam. Habe dann irgendwann entnervt eine American Performer bestellt und war überrascht ob des generellen Qualitätssprungs. Einwandfreie Bünde, abgerundet, gut gelevelt und vor allem abgerundete Griffbrettkanten. Fender Mexico Strats hatten das nie. Bei meinem Exemplar merkte ich sofort eine erheblich bessere Verarbeitung, leicht, tolle Resonanz. Und es war sogar eine Retoure, also nicht unbedingt der Glücksgriff aus der Neuware ;-).
Man muss bei der Performer-Serie eigentlich nur die Jumbo-Bünde mögen, alles weitere ist gehobener Standard einer Strat.
Ich finde die so gut, dass ich jetzt noch eine Tele aus der Serie bestellt habe.

Alternativ kann ich auch die Schecter Nick Johnston Signature "Strats" empfehlen. Preisrahmen passt, roasted maple Neck, wohl etwas flacherer Hals, das muss man mögen. Alles andere ist auf einem hohen Strat-Niveau.


Die Fender Deluxe fand ich furchtbar, narrow tall Bünde fühlen sich sehr anders an, mochte ich gar nicht. Dazu noch seelenloser steriler Sound der Noiseless Pickups. Die ging bei mir trotz objektiv guter Verarbeitung sofort wieder weg.
 
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Ich kann die American Performer sehr empfehlen! ich hatte einige aus Mexico da, auch Vintera. Alle hatten gemeinsam, dass es praktisch keinerlei Bundarbeiten gab. Scharf, kratzig, teilweise schlecht abgerichtet. Teilweise unglaublich, was da von Fender Mexico kam. Habe dann irgendwann entnervt eine American Performer bestellt und war überrascht ob des generellen Qualitätssprungs.
Danke für deine Antwort, auf so eine Review habe ich gewartet, ich persönlich tendiere ja auch fast zur Performer Strat. Auch wenns markengejammer ist hab ich irgendwie Lust auf ein "Original" made in USA. Natürlich kommts auf die persönliche Präferenz an, vielleicht finde ich ja die Bünde auf der performer grausig und liebe die Deluxe aber das steht in einem anderen Buch, ums testen komme ich wahrscheinlich nicht Herum.
Kurze Fragen zu deiner Performer : Welche Farbe hast genommen, falls sunburst könntest du mir vielleicht ein Foto schicken wie das in natura wirkt?
Hält das Tremolo gut sie Stimmung?
Sind die pickups gut abgeschirmt?
Danke im voraus!
 
Ich hatte auch Bock auf eine Performer.. Habe sie angespielt. Das Instrument welches ich spielte war aber klanglich totes Holz. Leider. Ich bin mit einer AV65 Strat von 2013 nach Hause gekommen....
 
@ijumitzu

Ich habe sie in der Farbe „Penny“, man könnte auch sagen metallic pink 😬. Ich mag die Farbe sehr, ist aber wohl Geschmackssache.

Pickups sind gut abgeschirmt, habe keinerlei Probleme. Dass ein 6 Screw Vintage Trem von Werk aus die Stimmung gut hält, passiert wohl eher selten 😉. Ich hab den Sattel gegen einen aus Tusq getauscht und an der Einstellung der Federn und Schrauben einiges justiert. Jetzt hält sie die Stimmung sehr gut. Außer bei Dive Bombs…

Man muss aber natürlich das jeweilige Exemplar in der Hand halten. Ich hatte zwei Stück hier, eine SSS, eine HSS. Die HSS war wesentlich schwerer und auch ziemlich tot. Die SSS schwingt deutlich besser und wiegt mit 3,4 kg auch eher wenig.
 
Dass ein 6 Screw Vintage Trem von Werk aus die Stimmung gut hält, passiert wohl eher selten 😉.
Das stimmt wohl, ich habe bei meiner squier die Kerben am sattel mit Bleistift Abrieb eingerieben weil Graphit ja bekanntlich gut schmiert, die äußeren zwei Tremolo Schrauben durch stabilere aus Edelstahl ersetzt und die mittleren 4 eine umdrehung nach oben dass das Tremolo quasi als 2-Point fungiert und die federn hinten umgesetzt, so klappts wirklich gut, die tuner sind natürlich nicht die besten aber für das was es ist war das die beste lösung ohne gleich geld in die Hand zu nehmen
 
Habe selber vor Weihnachten eine Schecter Nick Johnston aus der Diamond Series gekauft. Von der Verarbeitung her absolut top, bei den Pickups kann man natürlich noch was machen, hab die Stock Pickups gegen Bare Knuckles getaucht, wäre aber absolut nicht notwendig gewesen und würde ich im Nachgang nicht nochmal machen. Ist ne klasse Gitarre und wurde in verschiedenen Tests sehr gut bewertet.
 
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Falls es doch in Richtung Highway one gehen sollte hier gibts eine für 600vb gebraucht auf EBay Kleinanzeigen.

Ich besitze zwei aus der Serie und bin sehr überzeugt von Verarbeitung & Klang ;-)
 
*edit*

Gerade auch schon gesehen wenns die schwarze mit dem getauschten bridge pu ist die du meinst - Problem ist nur ich hab momentan noch nicht genug geld beiseite geschafft ansonsten gerne 😅
 
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Auch wird zumindest in USA-Foren geschrieben (ohne näheren Beleg, also mit Vorsicht behandeln), dass die USA-Hölzer länger trocknen vor der Verarbeitung und dass dort schwere Hölzer aussortiert werden. Ob das stimmt? Vielleicht weiß hier jemand mehr?

Das ist definitiv bei PRS war -> die Auswahl der Hölzer und Trocknungsprozess in der USA ist um einiges detaillierter und kontrollierter als in Indonesien. Am Ende ist es ja das Qualitätsmanagement was diese "Made in USA" Instrumente zumindest in der Theorie so viel teurer macht. Wenn es bei PRS so ist, kann ich mir auch gut vorstellen, dass es bei Fender ebenfalls so ist.
Ich bin auch überzeugt, dass die Holztrocknung eines wesentlichen tonalen Unterschied macht (wahrscheinlich aber prägnanter bei Akustik-Gitarren).
 
Das war nicht auf deinen Post bezogen. Ich meinte damit eher die Erfahrungen der anderen. Denn eine größere Streuung bei gleichen Hölzern ist schon erstaunlich.;)

So erstaunlich ist das nicht.
Holz ist halt ein Naturprodukt.

Als es nach und nach einen immer größeren Run auf die mexikanischen Charvel San Dimas Gitarren gab, sind die auch im Schnitt deutlich schwerer geworden.
Ich hatte seinerzeit schon hier im Forum darüber berichtet und auch auf die Gallery von Sweetwater verwiesen, wo man die einzelnen Exemplare samt Gewichtsangabe bestaunen konnte.

Ich hatte selbst welche in der Hand, die ca. 3,5 kg gewogen haben (was auch völlig in Ordnung ist) und welche, die weit über 4 kg auf die Waage gebracht haben (was ich für eine Power-Strat nicht mehr ok finde).

Dementsprechend groß war auch die klangliche Streuung, trotz "gleicher" Hardware und PUs.

Wenn es bei den mexikanischen Fender Gitarren genauso abläuft, dann kann ich mich nur nochmal wiederholen: Antesten und vergleichen!
 
...Also sie sollte auf jeden Fall traditionell aussehen ... am besten big headstock, 2 oder 6 Point vintage tremolo, moderne features ... sind immer ein good-to-have Faktor aber kein Muss ...
Sie soll klassische strat sounds können aber auch moderne Geschichten mit ein wenig mehr gain sollten mal ab und zu drin sein, also noiseless ... muss aber nicht denn ein pickup ist auch mal schnell getauscht.

MIM Classic 70s Stratocaster. Alle so ab 2008 sind top verarbeitet, können jedoch relativ schwer sein. Sie haben wie jede Strat klanglich ihre Ausrutscher, können in ihren Halsdicken variieren. Die Stock-Pickup sind schon ganz gut, besser fährst Du mit Noiseless- oder Yosemite-Pickups.

Hier im Board habe ich schon genug zu diesen Gitarren und Pickups vorgestellt und geschrieben (Zweie solcher Classic 70s sind z.B. meine Liblingsstrats). Auf YT findest Du eine ehemalige mit Vintage-Noiseless von mir, die Greg Hilden mal dort vorgestellt hat. Heute würde ich Hot Noiseless den Vintage Noiseless vorziehen oder sehr wahrscheinlich gleich nur noch Yosemite einbauen... Einfach mal hier und auf YT googeln. Viel Erfolg!
 
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So erstaunlich ist das nicht.
Holz ist halt ein Naturprodukt.
Es geht nicht um diese Tatsache.

Es geht darum, dass witzigerweise bei gleichem Holz mexikanische Modelle schlechter wegkommen, als amerikanische. ;)
 
Es geht darum, dass witzigerweise bei gleichem Holz mexikanische Modelle schlechter wegkommen, als amerikanische.

Wie soll man denn die Unterschiede beim Holz hören, wenn in dem Fall ganz unterschiedliche Hardware und PUs verbaut sind?
Kann das gerade nicht so ganz nachvollziehen.
 
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Wie soll man denn die Unterschiede beim Holz hören, wenn in dem Fall ganz unterschiedliche Hardware und PUs verbaut sind?
Das Holz höre ich doch schon ohne die Gitte irgendwo angeschlossen zu haben. Oder verstehe ich die Frage nicht richtig?
 

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