Neue Gitarre - Setup mit Werkssaiten?

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kekskokser
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Hi Leute, ich habe mir eine neue Gitarre gegönnt - eine Sterling by Music Man Cutlass Ct30hss. Ich habe das Setup gemacht - halskrümmung, Intonation, saitenlage… alles nach den Richtwerten von rockinger.

Aber irgendwie kriege ich die Saitenlage nicht so runter wie ich es gerne hätte, ohne dass es bei trockenem anspielen etwas buzzt, bspw. Im 12. Bund der e-Saite.

Ich versuche die E auf 2,0mm und die e-Saite auf 1,8mm zu stellen, komme aber leider nicht ganz hin. Bei den anderen Saiten muss ich teilweise sogar etwas höher gehen.

Könnte das an den Saiten ab Werk liegen? Habt ihr noch irgendwelche Tipps?

Danke für euer Feedback. 😊
 
Für ein setup würde ich zunächst die Wunschsaiten aufziehen.

Ansonsten ist eine Ferndiagnose nicht möglich.

*
 
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Ich schließe mich an.
Erst die Wunschsaiten drauf, dann das Setup überprüfen, evtl. korrigieren
 
halskrümmung … nach den Richtwerten von rockinger.

Rockinger schreibt:
"Bei Gitarrenhälsen sollte der Abstand der Saite zum 7ten Bund ... ca. 0,5mm betragen"

0,5 mm ist schon reichlich ... da kannst du noch runter wenn der Hals ordentlich ist.
Bei sehr guten Hälsen und moderatem Anschlag geht 0,1 - 0,2 mm, ansonsten 0,3.
Klingt nach wenig Unterschied zu 0,5, macht sich aber am Ende schon deutlich bemerkbar.

Könnte das an den Saiten ab Werk liegen?
Wenn sie dünn sind. 09er oder 08er Sätze z.B. brauchen mehr Platz zum Schwingen als 10er oder 11er.
 
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Diese allgemeinen Angaben zur Saitenlage sind Richtwerte und müssen den eigenen Spielbedürfnissen angepasst werden.
Hat man einen harten Anschlag mit dünnen Saiten, ist eine Briefmarkensaitenlage eher kontraproduktiv, streichelt man die Saiten eher, kann man mit der Saitenlage natürlich tiefer gehen.
Ich z: B. stelle bei mir die Saitenlage ~auf 2mm ein, da ich die Saiten noch komfortabel ziehen möchte und ohne weiteres mit dem Bottleneck spielen können möchte.
 
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Ist das Schnarren nur am 12. Bund e-Saite oder auch an anderen Stellen?
 
Einen fretrocker habe ich leider nicht.

Ein kräftiges schnarren ist es per se nicht, es ist bei härterem anschlag ganz leichter buzz - aber nicht über den Amp, sondern trocken (ist bei meinen anderen Klampfen nicht der Fall aktuell, trotz niedrigerer Saitenlage). Der 12. Bund ist hierbei das einzige Sorgenkind stellenweise, die anderen passen.
 
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Der 12. Bund ist hierbei das einzige Sorgenkind stellenweise, die anderen passen.

Am Ende entscheidet natürlich auch die Qualität des Bundlevelings wie tief Du (in Verbindung mit deiner Saitenwahl und deiner Spieltechnik) mit der Saitenlage runterkommst.

Gibt es einen Bund der Probleme macht (und dich von der gewünschten Saitenlage abhält) muss hier nachgearbeitet werden.

Aber vorher: Die Gitarre mal zwei drei Tage nach dem Einstellen des Halses einfach akklimatisieren lassen.
 
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Bei einer derart hohen Saitenlage sollte eigentlich nichts schnarren. Da Du nicht mal einen Fretrocker hast, empfehle ich Dir einen Gitarrenbauer aufzusuchen und die Gitarre prüfen/einstellen zu lassen. Dabei darf man durchaus auch Fragen stellen und lernt was dazu.
Viel Erfolg und guten Rutsch
 
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Hi Leute, kurzes Update:
Ich habe einen Satz neue Saiten installiert, dann nochmal die halskrümmung runter auf 0,3mm dank fühlerlehre und das schnarren ist so gut wie weg! E auf ca. 2mm und e auf ca. 1,5mm.

Bei hartem anschlag leichtes schnarren ist ja denke ich normal oder?

Und mir ist noch etwas aufgefallen: die Halsplatte war etwas locker. Nachziehen hat bei allen Schrauben geklappt, bei zwei Schrauben jedoch konnte ich diese nicht so stark wie die anderen festdrehen, da dreht es sich dann einfach weiter ohne endanschlag. Der Hals ist fest aber sollte man das fixen?
 
bei zwei Schrauben jedoch konnte ich diese nicht so stark wie die anderen festdrehen, da dreht es sich dann einfach weiter ohne endanschlag. Der Hals ist fest aber sollte man das fixen?

Ja.

Das klingt nach einem echten Defekt.

*
 
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bei zwei Schrauben jedoch konnte ich diese nicht so stark wie die anderen festdrehen, da dreht es sich dann einfach weiter

Da sehe ich dann ein wirkliches Problem … wenn nicht dein „anziehen“ dafür verantwortlich ist, gebe sie zurück.

Kann man beheben, aber bei „neu“, würde ich den Aufwand nicht betreiben.

Ein Hals muss auch nur in Position gehalten werden. Einer Explosion muss er nicht standhalten. Bei Schrauben in Holz ist „fest“ oft schon ne Umdrehung zu viel !!!

Gruß
Martin
 
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Die besagten Schrauben ziehen sich schon fest, aber wenn man mit noch mehr Kraft versucht zu drehen, dann kann man sie eben weiterdrehen
 
Wenn's ab dem 12. Bund erst zu schnarren beginnt, kann es m. E. wirklich das Problem sein oder dazu werden. Die Saiten ziehen ständig mit mindestens 45 kp, das ist auf Dauer wirklich viel und der Bruchteil eines Millimeters reicht um die sauberen hohen Töne zu vermiesen.
Ich hatte das an einer Stratocaster, die sich bis zum 12. Bund wunderbar gespielt hat. Danach ging's los: erst Schnarren, dann Deadspots. Nachdem ich einen Shim eingebaut hatte wurde es erst besser und nach zwei Tagen wieder schlechter, wenn auch nicht ganz so schlimm. Erst seit ich das Problem mit den Schrauben behoben habe ist es weg.
 
Die besagten Schrauben ziehen sich schon fest, aber wenn man mit noch mehr Kraft versucht zu drehen, dann kann man sie eben weiterdrehen

Hier weiss natürlich was bei dir etwas Kraft bedeutet.

Aber: um ne schraube im Holz zu überderdrehen muss man da schon ganz schön Kraft aufbringen. Wenn die Schrauben schon ab Werk nicht satt greifen, schick die Gitarre zurück.

Kann man natürlich auch selber reparieren, je nach Anspruch ist das aber schon etwas Aufwand.
 
Hallo zusammen, danke für all eure Tipps. Ich habe von Thomann schlussendlich einen Ersatz erhalten.

Bei der neuen Gitarre habe ich jetzt festgestellt, dass die bundenden scharfkantig sind. Habt ihr einen Tipp, wie man das relativ einfach beheben kann? Ist ja laut Internet ein bekanntes Phänomen in allen Preislagen und wohl dem kalten Klima geschuldet.
 
Du kannst bei Rockinger eine Feile kaufen, die genau dafür gemacht ist. Diese muss man dann einfach an der Seite des Halses entlang führen. -soll gut funktionieren...
Ich spare mir das Geld, nehme dafür eine einfache Feile und gehe damit vorsichtig über die Kanten. Dazu gibt es zahlreiche hilfreiche Videos auf YouTube.
 
Mag sein, dass man darüber häufiger liest. Das hat aber mit einem kalten und oder trockenen Klima nur in sofern etwas zu tun, dass das da häufiger auffällt.

Der eigentliche Grund ist aber die Gewinnmaximierung bei der Produktion. Dazu kommt noch, dass sich die Kunden bei solchen Problemen nicht wehren und das dann versuchen, selbst zu beheben oder noch schlimmer, einen zu bezahlenden Dienstleister damit beauftragen, obwohl sie eigentlich einen Anspruch auf einwandfreie Waren hätten.

Einfachste Lösung .... Zurückschicken!!!

Begründund durch eine Frage .... Wenn an Eurem neuen Auto der Scheibenwischer nicht funktioniert, repariert Ihr das selbst?
 
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Mag sein, dass man darüber häufiger liest. Das hat aber mit einem kalten und oder trockenen Klima nur in sofern etwas, dass das da häufiger auffällt.

Kommt darauf an, wovon wir reden.

Bundenden nicht sauber verrundet ist ein Verarbeitungsdefizit. Ein Mangel ist es m.E. erst ab einer gewissen Preisklasse.

Wenn das Holz des Griffbrettes etwas schrumpft und die Bundenden leicht hervortreten kann das witterungsbedingt sein, hängt in aller Regel aber auch mit dem Trocknungsverfahren des Holzes zusammen.
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Einfachste Lösung .... Zurückschicken!!!

Klar. Dann hat man aber immer noch keine Gitarre... und ob die nächste besser ist, weiß man auch noch nicht.

Wenn die Gitarre ansonsten sehr gut gefällt, kann man m.E. durchaus selbst das Setup zu Ende bringen.

Begründund durch eine Frage .... Wenn an Eurem neuen Auto der Scheibenwischer nicht funktioniert, repariert Ihr das selbst?

Auch das kommt darauf an. Was ist kaputt und wie lange müsste ich auf die Reparatur warten. Wenn ich das in 20 Minuten und für Kleingeld selbst reparieren kann, spare ich mir den Weg zum Händler. Und nächstes mal wenn ich da bin will ich nen extra Kaffee und - je nach Verhältnis zum Händler - vielleicht nen kleinen Extrarabatt.
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obwohl sie eigentlich einen Anspruch auf einwandfreie Waren hätten.

Was einwandfreie Ware ist, wäre aber zu definieren.

Ohne konkrete Vereinbarung muss die Ware für den gedachten Verwendungszweck geeignet sein und mittlerer Art und Güte entsprechen.

Rasiermesserscharfe Bundenden dürften einen Mangel darstellen, von einer günstigen Gitarre darf aber wiederum auch kein Setup wie vom Gitarrenbaumeister erwartet werden.

Der nimmt dafür möglicherweise mehr Geld, als so manche günstige Gitarre überhaupt kostet.

Konkret geht es hier um eine Gitarre für ca. 300,00 € Neupreis. Auch wenn brauchbare Gitarren immer günstiger geworden sind, muss man gerade in dieser Preisklasse durchaus mit kleineren (!) Unzulänglichkeiten rechnen.

Ein wenig schafft das ein Paradoxon: Die Hauptzielgruppe günstiger Gitarren (Anfänger) ist i.d.R. am wenigsten in der Lage, die damit einhergehenden Unzulänglichkeiten zu beheben. Aber wir meckern da auf hohem Niveau... der Zugang zu brauchbaren Gitarren war noch nie günstiger als heute.

Wenn man in dieser Preisklasse kauft muss man entweder
a) selber an der Gitarre arbeiten können,
b) im Laden unter vielen Modellen aussichen
c) beim Bestellen viel Geduld oder Glück haben.
 
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