Neue Gitarre - Setup mit Werkssaiten?

  • Ersteller kekskokser
  • Erstellt am
Ich weiß, dass die Gitarre relativ preisgünstig war… außerdem habe ich einen sehr großen Rabatt auf die Uvp bekommen und der Rest der Klampfe ist sehr gut - ich möchte sie auf jeden Fall behalten.

Beim Arbeiten mit Bünden habe ich schon bei meiner Squier affinity telecaster Erfahrungen gemacht und diese erfolgreich poliert, ich denke also die bundenden bearbeiten bekomme ich auch hin, zumal ich ken grobmotoriker bin. 😅

Ich würde den Hals abkleben und auch das Griffbrett und dann vorsichtig die bundenden in langen Zügen leicht abtragen. Könnt ihr mir einen Tipp geben, mit welchem Werkzeug es am besten geht? Ich denke aktuell wäre ein Holzblock mit feinem Schmirgelpapier aufgezogen die beste Wahl. Anderweitig sieht und liest man von Diamant feilen oder schleifschwämmen, wenn man kein spezielles Werkzeug kaufen möchte.

Ich bin über jeden Tipp dankbar. ☺️
 
Ihr schreibt beide das Richtige. Man muss schon unterscheiden zwischen einem Mangel und persönlichen Vorlieben. Scharfe, kratzige Bünde toleriere ich auch nicht, obwohl ich durchaus in der Lage bin das zu beheben. Die Saitenlage und Halskrümmung sind aber m. E. eine Frage der Individualisierung. Da hat der Händler wohl das Recht zu sagen "für mich ist das okay". Es ist zwar auch irgendwo ein Freibrief für schlampige Arbeit, aber diese Grenze lässt sich kaum scharf ziehen.
Echt schlimm finde ich es wenn Gitarren 1000.- € kosten und die Bünde nicht gleichmäßig eingepasst wurden. Auch das ist wohl leider Alltag.
 

Anhänge

  • Bundpolierer.jpg
    Bundpolierer.jpg
    199,2 KB · Aufrufe: 40
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Das von boisdelac vorgeschlagene tool ist zum Polieren (und laut Text Crowning, da bin ich aber etwas skeptisch) der Bünde.

Darum geht es hier aber nicht, jedenfalls nicht vorrangig.

Wenn es um überstehende Bundenden geht, nehme ich ja nach Schwere einen 1000er Schleifschwamm oder einfach nur einen alten Ledergürtel. Klingt komisch, aber das Leder trägt durchaus feine Überstände der Bünde ab und ist gleichzeitig sanft zum Lack/Holz. Ist aber nur für leichte Fälle geeignet.

Mit dem Schleifschwamm muss man natürlich aufpassen, insbesondere wenn das Griffbrett bzw. die Griffbrettkante lackiert sind. Das gleiche gilt für eine feine Feile, die man entlang der Griffbrettkannte zieht. Ist alles nicht so schwer, aber schwierig sinnvoll zu beschreiben. Am Ende am besten mal ein par Videos auf youtube ansehen (stewmac ist m.E. da sehr gut und dann vorsichtig ausprobieren).

Geht es darum die Bundenden abzurunden (was der nächste Schritt wäre), ist eine Fret-Dressing-Feile sinnvoll.

Danach kann es sinnvoll sein, die Bünde auch gleich nochmal zu polieren, vor allem wenn man Schleifspuren verursacht hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Geht es darum die Bundenden abzurunden (was der nächste Schritt wäre), ist eine Fret-Dressing-Feile sinnvoll.

Hat das vorgeschlagene Tool denn eine wesentlich andere Wirkung, als eine Fret Dressing File, außer dass die Körnung der Feile viel gröber ist, als ein 1000er Schleifpapier? Wenn Du das Schleifpapier nur in die Nut klebst, dann hast das Schleifmedium beim Verrunden der Bundenden auch keinen Kontakt zum Griffbrett. Ja, natürlich kann man damit außer die Bundenden zu polieren auch die Bundkronen polieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist das von mir vorgeschlagene Tool denn viel anders, als eine Fret Dressing File, außer dass die Körnung der Feile viel gröber ist, als ein 1000er Schleifpapier?

Vom Konzept her schon.

Das tool ist fürs crowning (also das verjüngen der Bünde nach oben) und fürs polieren gedacht.

Die ggf. noch scharfen Bundenden kann man damit in gewissen Grenzen auch erreichen, es ist aber nicht das perfekte Tool dafür.

Die Bundenden verrundet man m.E. am besten und jedenfalls "traditionell" mit einer solchen Feile https://www.thomann.de/de/jgp_japanese_guitar_parts_fret_end_dressing_file.htm

Aber: Viele Wege führen nach Rom. Alles was schleift, kann grundsätzlich irgendwie eingesetzt werden. Man kommt aber nicht mit jedem Werkzeug überall gleich gut dran und vor allem will man auch das Griffbrett schonen.

Um mit der crowning File die unteren ausläufer des Bundes zu erwischen, wird man in der Regel schon das Griffbrett in Mitleidenschaft ziehen. Und so richtig gezieltes arbeiten ist das auch nicht.

Ein wenig, wie einen Nagel mit einer großen Rohrzange in die Wand zu hauen. Geht mit geschick und Erfahrung, oft hat man nachher aber einen verbogenen Nagel oder Macken in der Wand.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde den Hals abkleben und auch das Griffbrett und dann vorsichtig die bundenden in langen Zügen leicht abtragen. Könnt ihr mir einen Tipp geben, mit welchem Werkzeug es am besten geht? Ich denke aktuell wäre ein Holzblock mit feinem Schmirgelpapier aufgezogen die beste Wahl. Anderweitig sieht und liest man von Diamant feilen oder schleifschwämmen, wenn man kein spezielles Werkzeug kaufen möchte.

Ich wäre bei der Sache ja etwas vorsichtig; vielleicht wäre ein Fachmann da doch besser?

Im Beitrag #25 steht, dass du mal ein Bild posten solltest. Auf einem Bild könnte man den Saitenverlauf der beiden E-Saiten erkennen bzw. den
Platz zu den Bundenden. Du wärst nicht der erste, der seinen Hals schrottet, weil durch zu viel Verrundung der Bundoberseite die genannten Saiten beim Spiel abrutschen.
Hatten wir hier schon desöfteren.

Wenn du überstehende Bundenden mit einem Schleifklotz beseitigst, ist das ja ok. Die beiden "scharfkantigen" Ecken der Bundstäbchen sind aber nach wie vor da. Wenn die ein klein wenig bearbeitet werden, wirkt sich das schon erheblich aus. Ich mache es immer wie auf dem letzten Foto in
dem Beitrag hier
Einfache Lösung, fertig.

Diamantfeile ist völlig unnötig, Schleifschwamm ist elastisch und mit etwas Glück ergibt sich eine leicht gewellte Griffbrettkante (Holz zwischen den Bünden gibt mehr nach als die Bundstäbchen):)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Danke für euren Input Leute. Ich habe mich dazu entschlossen die Gitarre nochmal zu retournieren, da ich nichts beschädigen möchte und mich da nicht ranzuwagen.

Schauen wir mal, was ob Dritte im Bunde nun mangelfrei ist. 😃
 
Schauen wir mal, was ob Dritte im Bunde nun mangelfrei ist. 😃

Ich befürchte, auch die nächste wird Nacharbeitungsbedarf haben, jedenfalls wenn man etwas höhere Maßstäbe anlegt.

Für 300 € Kaufpreis kann man m.E. auch nicht erwarten, dass da ein ausreichend trainierte Mitarbeiter mindestens 30 Minuten für ein sauberes fret dressing investiert. Ich würde daher auch nicht vorschnell von einem "Mangel" reden.

Die perfekte Bearbeitung von Bünden und Griffbrettkanten ist meines Erachtens der Hauptaspekt einer hochwertigen Gitarre. Kein anderer Aspekt hat so große Auswirkungen auf Bespielbarkeit und die Haptik. Und auch Sound profitiert von einem perfekten Crowning.

Erschreckenderweise stimmen diese Aspekte selbst bei Gitarren bis rauf in die 2.000 € Preisklasse oft nicht, genau da wäre das aber meine Erwartungshaltung.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ich wäre bei der Sache ja etwas vorsichtig; vielleicht wäre ein Fachmann da doch besser?

Berechtigter Hinweis. Man kann da durchaus auch einiges verhunzen.

Die erste Frage ist also, welches Geschick man sich zutraut. Die zweite ist, wie oft man grob vorhat Gitarren zu wechseln und in welcher Preisklasse man einkauft.

Wenn man realistisch mit 4-5 Gitarren komplett versorgt ist und die auch durchgehend jahrzentelang spielt, ist ein guter Gitarrenbauer mit Sicherheit ein top Ansprechpartner.

Hat man regelmäßig Lust was neues zu testen und will dabei auch auf günstige und/oder gebrauchte Gitarren zurückgreifen, spart man schon sehr viel Geld, wenn man selber diese Arbeiten erledigen kann.

Und letztlich muss man auch schauen, ob man einen guten Gitarrenbauer/Techniker verfügbar in der Nähe hat. Nicht jeder, der da Leistungen anbietet, gibt dir nachher auch garantiert ein besseres Instrument nach deinen Vorstellungen zurück.
 
Zuletzt bearbeitet:
[...]Für 300 € Kaufpreis kann man m.E. auch nicht erwarten, dass da ein ausreichend trainierte Mitarbeiter mindestens 30 Minuten für ein sauberes fret dressing investiert. Ich würde daher auch nicht vorschnell von einem "Mangel" reden[...]

Die UVP der Gitarre liegt bei 400 Euro. Ich finde schon man kann für das Geld eine halbwegs brauchbare Verarbeitung erwarten. Klar kann sie mit meiner Japan Jackson oder Mexiko Strat nicht mithalten, aber ich habe beispielsweise auch eine Squier affinity und die ist echt sehr gut verarbeitet und lässt sich genial spielen.
 
Grund: edit->Vollzitat Vorpost
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich habe ja nun weder die Gitarre in der Hand gehabt noch hast Du hier Fotos gepostet.

Eine "halbwegs brauchbare Verarbeitung" erwartest Du völlig zu Recht. Perfekt bearbeitete Bünde sind deutlich mehr als das.

Dank Rückgaberecht ist das Thema ja sehr einfach... Du warst nicht zufrieden und hast Sie zurückgesendet. Ich drücke dir die Daumen, dass die nächste die besser passt. Andenfalls wird man attestieren müssen, dass dieses Modell wahrscheinlich deinen Qualitätsanspruch nicht erfüllt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben