1 Jahr verschwendet?!

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Hi,Leute!

Hab mich neu in dem Forum hier angemeldet,bin aber nicht das erste Mal am Lesen hier.Mir ist bewusst,dass dieser Post sehr lang ist,es wäre dennoch sehr nett von euch,wenn ihr euch die Mühe machen und ihn zumindest durchlesen könntet.Ich spiel seit etwa 1 Jahr E-Gitarre.Ich hab ne Ibanez SA Series und nen Roland MicroCube Verstärker,übe aber meist ohne Verstärker und verwende ihn auch relativ selten,und wenn,dann im Clean-Kanal.Ich habe jetzt (nach 1 Jahr "Erfahrung" mit der E-Gitarre) Zweifel bezüglich meiner Spieltechnik/Lerntechnik bekommen.Ich habe keinen Lehrer,bin aber SEHR motiviert und habe auch zwei Lehrbücher:

Rock Guitar Secrets (Peter Fischer)
Rock Guitar Harmonies (Jürgen Kumlehn)

Mit Theorie und son Kram hab ich mich vor so 3 Monaten ca. angefangen auseinanderzusetzen,jetzt kann ich eigentlich alle Intervalle auswendig (nicht perfekt,aber ich kann ohne abzählen sagen was fürn Intervall zwischen D# und A ist etc.) und das Griffbrett bis zum 12.Bund ohne abzählen mehr oder weniger gut auch auswendig,kenne auch den Aufbau von Pentatonik,Dur-Molltonleiter,hab in die Modes geschnuppert,hab Arpeggios und Akkorde bzw. deren Aufbau angeschaut (Theorie).Soviel zu meinen Theoriekenntnissen.Bin gerade dabei Noten lesen zu lernen bzw. dies zu festigen.In der Theorie bin ich fürn Autodidakt schon nicht schlecht,wie ich meine,aber es fehlt halt noch die Sicherheit darin.Das kommt von selbst,denke ich mal.Theoretisches Verständnis ist für mich ungemein wichtig.

In der Praxis bin ich aber recht beschränkt.Ich hab die ersten 6 Monate ca. eigentlich immer OHNE (!) Metronom und so schnell wie nur möglich geübt,kannte die Spinne und Dur-Moll-Mode-Pentatonik-Blues-Skalen,aber natürlich ohne zu wissen,was ich da spiele.Ausserdem hat mein kleiner Finger sich immer selbstständig gemacht,wenn ich die Skala spielte (tut er heute z.T. noch,aber ich hab das Tempo gedrosselt,und da ist das nicht so auffällig).Ich weiss zwar,WIE man die meisten wichtigen Techniken spielt (H-on,P-off,Tapping,Sweeping/Economic Picking,Slide,Bending,Vibrato,Tremolo-Picking,Alternate Picking,Downstroke etc. etc.),bin da aber noch recht unsicher und neu.Und vor ein paar Tagen hab ich beim Anschauen von Youtube-Videos mit Erschrecken festgestellt,dass die Meister und guten Spieler (erfahrene ältere Herren,seriöse Gitarristen) kaum Fingerbewegungen zu machen scheinen (linke Hand).Da hab ich das mal mit den Möchtegern-Shreddern und 14-jährigen "No Remorse Solo Cover"-Typen verglichen,und musste feststellen,dass deren Technik im Vergleich zu den ersteren doch relativ..."bescheiden" (*hust*) war.Ich habe bis dahin auch immer so Metallica-Zeug gespielt.Nun will ich aber irgendwann auch mal Malmsteen-Sachen covern und selbst kompliziertere Sachen schreiben,und ich bin der Meinung,dass ich nur mit Hammett-Style und Blues-Zeug nicht sehr weit komme.
Tempomässig schaffe ich (mit dem tanzenden kleinen Finger,aber sauber klingend) so 16-Noten bei 100 BPM ohne grössere Probleme (Chromatik/Skalen),bei Soli etc. schaffe ich so als Referenz das erste No Remorse Solo von Metallica bei 80% locker,bei 85% etwas unsauber.Also mit Saitenwechsel,Bendings,Legato und so.Ich weiss,dass das nicht sehr schnell ist,aber das ist mir egal,ich will sauber spielen.
Habe mich auch mit Sweeping auseinandergesetzt,kann da den Standard-Dur-bzw. Moll-Sweep (den bekanntesten - Ihr wisst schon) so mit 16teln bei ca. 80 BPM recht locker,allerdings ohne das Dämpfen der A-Saite mit dem Daumen der rechten Hand (ja,ihr wisst schon).Ich habe nun vor,um möglichst nachhaltig und später schnell spielen zu können,bei so 25% Geschwindigkeit für 100 BPM und 16tel-Noten anzufangen und nach jedem Mal Üben so 2% zu erhöhen.Ich kann ja auch auf 100,aber der kleine Finger stört mich schon sehr.

Stilistisch zieht's mich eindeutig in Richtung Yngwie Malmsteen/Jason Becker/Marty Friedman/Rusty Cooley/Kirk Hammett,allerdings finde ich Frank Gambale und B.B.King auch ganz toll.Was mir gar nicht gefällt,sind fette Riffs à la Death/Black Metal.Thrash ist auch schon die Grenze,zumindest so wie Slayer (aber nicht weiter!).Ich interessiere mich auch schon viel mehr für melodiöse Licks als tiefe Riffs.

So,und nun wollte ich mal fragen,wie ihr mich beurteilt.Ich bin weder auf Bewunderung aus noch will ich beleidigt werden à la "WAS?Du bist so langsam,da bin ich sogar im Schlaf schneller!",ich kann überhaupt nicht einschätzen,wo ich etwa stehe für einen,der 1 Jahr spielt.Wäre schön,wenn ihr mir Tipps für die kommende Zeit geben könntet,kritisiert ruhig,lobt ruhig,aber bitte alles ehrlich.Mir ist das Gitarrenspiel sehr wichtig.Ich habe nicht viel Zeit dafür (Studium kommt bald),aber im Moment spiele ich so 5h/täglich (bis in 2 Wochen noch,dann vllt.1-2h).Ich möchte möglichst keine Fehler und sehr sauber spielen,das Tempo kann von mir aus auch später (in 3 Jahren oder so) kommen,das ist schon okay.Gebt mir bitte Tipps,vielleicht seid ihr selber Autodidakten und könnt mir sagen,was ich AUF KEINEN FALL machen soll etc.Wichtig ist mir auch,dass ihr mir sagt,was ihr von meiner Idee haltet,das Tempo bei 25% für 100 BPM und 16tel-Noten zu beginnen und nach jedem Mal Üben um 2% zu erhöhen.

MfG

SaitenSchlitzer




PS: Die Grundakkorde kann ich auch greifen,nicht schnell,aber es ist schon okay.

PPS:
Bei dem hier ist die Handhaltung extrem (nichts für Ungut,ich bewundere ihn für seine Leistung,aber die Technik scheint unsauber zu sein,mir fällt insbesondere der Daumen und der kleine Finger auf):

http://www.youtube.com/watch?v=UwRnDLR-wMc

Und bei dem gefällt sie mir sehr gut (hat auch deutlich mehr Erfahrung):

http://www.youtube.com/watch?v=XUPNR1COlhY
 
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Das klingt ja mal richtig nach Rock'n'Roll.

Deine Beschreibung lässt mich persönlich eher an Malen nach Zahlen denken als an Gitarre spielen. Vergiss doch mal die "wer hat den längeren" Mentalität und mach Musik. Wir haben dereinst eine Band gegründet und uns im Rahmen unserer Möglichkeiten ausgedrückt. Natürlich wollten wir auch besser werden, aber zuerst kam das Interesse an der Musik und dann die Technik. Bei dir scheint das umgekehrt zu sein. Musik ist nicht das abhaken von Stilistiken, die man sich draufgeschafft hat, sondern das, was beim Publikum ankommt. Und dieses hat nun mal meist gar kein Interesse an mixolydisch oder phrygisch, sondern am Resultat.

So gesehen hast du meiner Meinung nach schon ein Jahr verloren, weil du in einer Technikfalle steckst und nicht mal mehr weißt, ob das, was du machst, gut oder schlecht ist. Wenn du eine Beurteilung deiner Fähigkeiten willst, musst du schon eine Probe deines Könnens abliefern. Papier (bzw. in diesem Fall http) ist schließlich geduldig.
 
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Es geht mir nicht darum,wer den längeren hat,denn es wird IMMER einen geben,der den längeren hat.IMMER.Das weiss ich natürlich,ich will ja auch nicht Paul Gilbert 2 werden.ABER ich finde,wenn man die nötige Technik hat,kann man etwas auch VIEL einfacher spielen.Ich hab die letzten 4 Monate lang auch fast nur Lieder gelernt,weil ich sie so geil fand (v.a. Metallica und son klassischer Metal-Kram),also das Interesse für Musik/Gitarre hab ich schon seit 3 Jahren.

Ausserdem geht es mir nicht um das "Publikum",mir genügt Youtube,oder halt einfach mal später vielleicht doch ne Band,mal sehen.Die Musik mache ich für mich,und nicht für andere.

Ansonsten danke für deinen konstruktiven Beitrag.



PS:Ne Hörprobe möchte ich lieber nicht liefern,weil ich denke,dass ich noch nicht reif/gut genug dafür bin.Und mein Verstärker klingt verzerrt total scheisse,naja,ein cleanes Metalsolo ist auch nicht so das Wahre...Aber ich will ja nicht danach beurteilt werden,sondern einfach allgemein Tipps etc. bekommen.
 
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mir hat es sehr geholfen soli rauszuhören und dann stundenlang diese zu üben bis sie perfekt saßen...
nimm dir projekte vor wie "fade to black solo" spielen und so weiter wenn du besser werden willst is das nachspielen schon ein guter weg
(war es bei mir).
 
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Hi,

ich habe gerade nicht die Zeit, um ganz ausführlich zu sein, will allerdings doch auf ein paar Dinge eingehen. Natürlich ist das nur mein rein subjektiver Eindruck, so wie ich Deine Zeilen wahrnehme.

Rock Guitar Secrets (Peter Fischer)

Das zweitgenannte Buch habe ich selbst nicht benutzt. Rock Guitar Secrets ist prinzipiell kein schlechtes Lehrbuch, hat aber meiner Meinung nach verschieden Mankos. Konzeptionell werden die Kapitel, wie ich finde, sehr kursorisch abgehandelt. Es ist kein roter Faden zu erkennen und das Buch ist eher als modulares Arbeitsbuch für den fortgeschrittenen Gitarristen zu verstehen. Die Licks sind sehr schnell eingespielt, es gibt keine langsamen Beispielversionen. Das kann frustrieren. Für Anfänger halte ich es für ungeeignet. Eine wichtige Sache steht auf einer der ersten Seiten: "Musik macht Spaß!" Ich hab noch nicht aus Deinem Text rausgelesen, dass Dir Gitarre spielen wirklichen Spaß bereitet. Warum spielst du Gitarre? Was ist die ganz konkrete Antwort darauf? Inwiefern schafft es für Dich einen persönlichen Mehrwert?

Mit Theorie und son Kram hab ich mich vor so 3 Monaten ca. angefangen auseinanderzusetzen,jetzt kann ich eigentlich alle Intervalle auswendig (nicht perfekt,aber ich kann ohne abzählen sagen was fürn Intervall zwischen D# und A ist etc.) und das Griffbrett bis zum 12.Bund ohne abzählen mehr oder weniger gut auch auswendig,kenne auch den Aufbau von Pentatonik,Dur-Molltonleiter,hab in die Modes geschnuppert,hab Arpeggios und Akkorde bzw. deren Aufbau angeschaut (Theorie).Soviel zu meinen Theoriekenntnissen.Bin gerade dabei Noten lesen zu lernen bzw. dies zu festigen.In der Theorie bin ich fürn Autodidakt schon nicht schlecht,wie ich meine,aber es fehlt halt noch die Sicherheit darin.Das kommt von selbst,denke ich mal.Theoretisches Verständnis ist für mich ungemein wichtig.

Klar, Theorie ist wichtig. Allerdings musst Du mit dem Wissen auch irgendwie aufs Griffbrett. Bei mir läuft es immer induktiv ab: Ich höre etwas oder spiele etwas, finde es schön und möchte daraufhin wissen, warum das so ist. So hat sich mein Theoriewissen von Anfang erweitert und hatte sofort einen direkten Draht zur Praxis. Das Du die Intervalle kennst, ist gut. Weißt Du auch, wie sie tatsächlich klingen und wie sie sich anfühlen?

In der Praxis bin ich aber recht beschränkt.Ich hab die ersten 6 Monate ca. eigentlich immer OHNE (!) Metronom und so schnell wie nur möglich geübt,

Ja, und dann hast Du wahrscheinlich selbst gemerkt, dass Feinmotorik nicht mit der Brechstange kommt. Was hast Du nach den 6 Monaten gemacht?

Ich habe nicht viel Zeit dafür (Studium kommt bald),aber im Moment spiele ich so 5h/täglich (bis in 2 Wochen noch,dann vllt.1-2h).Ich möchte möglichst keine Fehler und sehr sauber spielen,das Tempo kann von mir aus auch später (in 3 Jahren oder so) kommen,das ist schon okay.

Verstehe ich das richtig, dass es Dir einfach nur darum geht, für Dich alleine und nach Deinem Maßstab gut Gitarre zu spielen? Was ist Dein Maßstab? Ich lese hier sehr viele Vergleiche. Ich will nur davor warnen: Wettbewerb und Vergleich kann durchaus eine Triebfeder sein, um sich zu verbessern. Musik ist aber gleichermaßen eine Angelegenheit des Fühlens. Und in diesem Bereich gibt es keinen Wettbewerb. Wettbewerb ist nur ein Teil der Gesamtmotivation, eine Sache zu tun. Dann ist die Frage nach dem verschwendeten Jahr bereits hinfällig. Du hast so geübt, wie Du geübt hast und jetzt bist Du an einem Punkt, an dem Du nicht weiterkommst. Also liegt es nahe, Deine Übungsroutine zu überarbeiten oder Deine Maßstäbe zu ändern. Es ist natürlich eine absolut lautere Absicht godlike Gitarre spielen zu wollen. Man darf aber nicht vergessen, was mit diesem Anspruch verbunden ist: Man muss sich Jahre lang und täglich selber in die Fresse hauen und die Disziplin haben alles von Grund auf zu lernen. Ich sehe da eine Lücke aus Anspruch und Wirklichkeit, wenn du z. B. sagst:

Die Grundakkorde kann ich auch greifen,nicht schnell,aber es ist schon okay.

Ich interpretiere es so, dass Du nicht darauf aus bist, die Grundakkorde zu können. Der Nutzen ist da quasi nicht so offensichtlich. Es ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass die Grundakkorde die Koordination und das Gefühl für das Instrument schulen. Wie sieht es eigentlich mit Barrées aus?

Unterm Strich gibt es ja keinen Grund zum Unmut. Es zwingt Dich niemand zum Gitarre spielen, es gibt keine Bandmates, die Druck auf Dich ausüben, weil du zu schlecht bist. Du hast alle Zeit der Welt, das zu lernen, was Du möchtest. Mach Dir Gedanken. Triff andere Musiker. Musik ist eine soziointeraktive Angelegenheit. Es ist eine Miteinander und ein Erleben. Und die Youtube-Analysen wirken auf mich nicht sonderlich erlebnisreich. Verstehe mich nicht falsch. Das, was du bisher gelernt hast, kannst Du. Das ist wertvolles Wissen, das Dir womöglich später hilft. Ich verstehe nur Deinen Zugang zu Musik selbst nicht so recht. Deine Frustration kann ich aber sehr wohl nachvollziehen. Ich kenne das selbst. Und mir hilft es dann immer wieder, mir zu verdeutlichen, warum ich eigentlich Gitarre spiele.

Schau Dir doch mal Lehrseiten wie z.B. http://www.justinguitar.com/ an. Ich hoffe, ich darf darauf verlinken. Es ist eine wirklich gut gemachte Seite und ich schätze seine Gitarrenphilosophie.

So, das war jetzt alles wohl ein wenig wirr, aber wie gesagt: die liebe Zeit.

Nicht verzweifeln! Rede Dich auch nicht selbst schlecht! Selbstkritik dagegen ist eine förderliche Sache, aber die schließt eine Selbstreflexion mit ein. Suche ganz konkret nach den Ursachen Deiner Frustration beim Spielen und versuche daran etwas zu ändern.

Cheers! :)

Noch ein kleiner Nachtrag:

PS:Ne Hörprobe möchte ich lieber nicht liefern,weil ich denke,dass ich noch nicht reif/gut genug dafür bin.Und mein Verstärker klingt verzerrt total scheisse,naja,ein cleanes Metalsolo ist auch nicht so das Wahre...Aber ich will ja nicht danach beurteilt werden,sondern einfach allgemein Tipps etc. bekommen.

Ich habe auch lange gezögert, bis ich mich in eine Band getraut habe. Letztendlich habe ich festgestellt, dass ich viel früher in einer Band hätte mitspielen können, als gedacht. Scheiße zu klingen gehört übrigens zum Lernen dazu. Du willst nicht wissen, wie beschissen mein Sound und mein Gefrickel während meiner ersten Gigs war, obwohl ich ach soo viel geübt hatte - leider hatte ich Dinge wie Nervosität und kalte Finger nicht mit eingeplant. Was ich damit sage ist, dass Dinge nie perfekt sind. Same same, but different. Das gehört dazu. Das Besserwerden ist ein Prozess. Jahrelanges üben im "stillen" Kämmerlein, führt - meiner Meinung und Erfahrung nach - nicht zum gewünschten Ergebnis.

Cheers again! :)
 
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Hui,schon 2 weitere Antworten ;) Naja,war am Durchstöbern des Forums,deswegen antworte ich erst jetzt.

@ peteblack:Ja,mein Gehör muss ich unbedingt noch schulen.Mittlerweile geht das schon ein Bisschen,aber Soli sind mir zum Raushören noch zu schnell.Ausser vllt.Smells like teen spirit und so Zeug.Aber danke für den Tipp,werde ich sicher noch machen.

@ anta:Hui,das nenn ich mal nen langen Text :) So,hier mal einige Punkte:

1) Dass Rock Guitar Secrets recht fortgeschritten ist,hab ich vor ca.8 Monaten gemerkt,als ich nix davon nachspielen konnte :D Aber ich spiele die Licks jetzt eh nicht (sind eh zu schnell),sondern eher,was mir SPASS macht (und das ist,wenn ich denn überhaupt was nachspiele,meist irgendein schnelles Solo einer Band,die ich mag - meist bin ich aber noch zu langsam,aber egal,klingt auch so geil).Deshalb sehe ich Rock Guitar Secrets auch eher als ergänzenden Leitfaden/Theoriestütze,da steht alles kurz und prägnant,mir geht's nicht darum die Licks spielen zu können.Zudem hatte ich,als ich die Licks vor Monaten zum ersten Mal hörte,überhaupt keine Ahnung,warum das so klingen sollte.Jetzt,nach dem Lernen von Metallica und Anschauen von Malmsteen/Hendrix/Vaughan etc. Tabs weiss ich natürlich,das es eigentlich nur am Tempo/Phrasing liegt.Das konnte ich damals noch nicht nachvollziehen.

2) Das Gitarren-Üben macht mir verdammt viel Spass,ob du's glaubst oder nicht.Vielleicht bin ich der erste Gitarrist,der so krank ist und dem es mehr Spass macht Theorie zu lernen und Skalen/Chromatik zu üben anstatt etwas zu spielen,aber es ist nun mal so,ob du's glaubst oder nicht.Ich mache das nicht aus Zwang,sondern weil es mich unglaublich motiviert und auch befriedigt ;) Und wenn ich dann sehe,dass ich plötzlich Dinge verstehe,die ich vor 2 Monaten noch nicht kapiert habe,dann bin ich überglücklich!Z.B. lerne ich Theorie meist im Bus,wenn ich von der Schule nach hause komme,weil das für mich spannender ist als die Zeitung o.ä.

3) Nach den ersten 6 Monaten hab ich dann Angst bekommen und doch angefangen mit dem Metronom zu üben.Am Anfang fand ich das richtig Scheisse,aber jetzt verwende ich IMMER TuxGuitar (mit Metronom) zum Üben.

4) Ja,ich weiss,wie sich die Intervalle IN ETWA anhören.Ich kann natürlich nicht bestimmen,ob das von mir soeben gehörte Intervall ne Quarte oder ne Quinte ist bzw. ne grosse Sekunde oder ne kleine Terz,vielleicht verwechsle ich ja auch ne Sexte und ne Oktave (eher selten),aber UNGEFÄHR geht das auch schon.Mit Gehörbildung muss ich mich,wie bereits in meiner Antwort zu peteblack geschrieben,noch befassen.Mir gefallen z.B. diese Maj7-Akkorde nicht so,weil sie so viel Reibung enthalten (wegen der maj7) und so seltsam klingen,noch schlimmer sind add9 oder so komische Jazz-Akkorde,die in meinen Ohren mehr ein Geräusch als ein Klang sind.Andererseits LIEBE ich Sus2/Sus4-Akkorde,keine Ahnung,Quarten und Quinten (Powerchords z.B.) sind so in sich ruhend,naja,kann's nicht erklären.Ich weiss auch,in welchem Intervallabstand die Töne auf dem Griffbrett sind (ausser bei grossen Sprüngen),also so ganz ohne Bezug lerne ich die Theorie natürlich nicht.

5) Barréakkorde kann ich ableiten und auch ohne weiteres greifen,natürlich nicht alle und einfach so ohne nachzudenken (z.B.Vier-/Fünf-/Sechsklänge) bzw. im Buch nachzuschauen.Ich hab meist Mühe,wenn sie schnell abgewechselt oder gedämpft (Pick scrape mässig) gespielt werden,oder bei speziellen Rhythmen,aber ansonsten geht's eigentlich.Und ja,das hast du richtig erkannt,Akkorde an sich finde ich nicht so interessant,aber ich finde es saugeil,wenn sie mal in ein Stück eingebaut werden,so als Interludium oder als Intro/Outro.Viel spannender für mich sind Arpeggios (müssen nicht mal schnell gespielt sein,ich finde sie aber einfach viel schöner als Akkorde,weil sie viel sanfter klingen als fette Akkorde).U.a. auch für später (Sweeping).Klar sind die Akkorde auch wichtig,ich will ja auch mal was von Hendrix etc. spielen können,weil ich das auch geil finde,aber im Moment geht's mir mehr um Sauberkeit/Tempo und co. des Solospiels mit Plektrum.Ausserdem reicht's für Zeug wie Fade to Black,Let it be,Nothing else matters oder auch ACDC allemal.Und so Akkordgeschrammel wie im Radio gefällt mir gar nicht (will hier niemanden beleidigen).

6) Ich habe nie erwähnt,dass ich frustriert bin,auch nicht,dass ich gar nicht weiterkomme,sondern nur,dass ich langsam unsicher werde,ob ich mir nix falsches aneigne bzw. ob meine Methode vielleicht völlig verkehrt ist.Fortschritt sehe ich praktisch von Tag zu Tag.Nur frage ich mich,ob es nicht der "falsche" Fortschritt ist.Ich habe sehr hohe Ziele,aber ich sage mir nicht "In 5 Jahren muss ich besser sein als Vai"!Mir geht's einfach darum,in dem gut zu sein,was ich mache.Das ist in allem so,was ich tue,auch in der Schule und so (auch wenn's da zurzeit nicht so gut aussieht).Im Moment sehe ich mich als "fortgeschrittenen Anfänger" mit einem LAAAAANGEN Weg vor sich.

7) Das mit dem Gefühl stimmt natürlich,streite ich auch gar nicht ab,aber ich denke,dass ich mit einer ausgefeilten Technik VIEL mehr Möglichkeiten haben werde meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.Ich weiss nicht,ob du Malmsteen's Crystal Ball kennst,aber das ist meiner Meinung nach ein sehr emotionales (und technisch auf höchstem Niveau) Stück:

http://www.youtube.com/watch?v=wNsrahtsj0k&fmt=18

Das Intro-Solo finde ich wunderschön,singend,neckisch,wehmütig,erzählend,wie auf Wellen/Wolken.Also Gefühl entdecke ich da z.B. sehr viel.Das zweite ist auch nicht schlecht,sehr schnell,aber im Vergleich zum ersten nicht ganz so gut,auch wenn's viel anspruchsvoller ist.

8) In ne Band will ich eigentlich schon,bloss noch nicht jetzt,weil ich mich relativ kritisch und realistisch analysiere und mich noch lange nicht als gut genug einschätze.Ausserdem kann ich nicht im Stehen spielen (bzw.nur schlecht),das gehört in einer Band einfach dazu :) Ich will auch gar nicht posen (Gitarre knietief tragen etc.),das ist einfach nur totaler Mist,wichtiger ist doch der Sound.Egal,ich will jetzt noch nicht in ne Band.Vielleicht in 2-3 Jahren.


Ansonsten auch an euch beide vielen Dank für die Tipps und die Zeit,die ihr euch genommen habt.Mir geht es nicht darum alle Kritik abzublocken,aber ich wollte halt nicht allzu viel schreiben,genug Text hab ich ja im Eröffnungspost schon getippt ;)
 
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hallo saitenschlitzer,
ich finde irgendwie das hier bringt dich so nicht weiter. Es steht jetzt schon in 2 posts, das viel von Gefühl und der Kreativität rausgeht. Wenn du konkrete Wünsche zur Verbesserung von Techniken, und kritiken zu deinem Gitarrenspiel hören willst musst du schon Soundsamples oder Youtubevideos hochladen. Klang von Amp ist da erstmal net so wichtig.
 
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Ich persönlich finde, dass manchmal eine neue Herangehensweise an die Dinge einen auch enorm weiterbringen kann. Als ich angefangen hatte, habe ich es eigentlich ähnlich wie der TO gemacht, mittlerweile mache ich es immer so, dass wenn ich ein Lied lerne ich IMMER ein paar Stunden damit verbringe zu dem Song zu improvisieren und mit zu jammen und ich muss sagen das ist für MICH das beste was man machen kann. Es schult die Kreativität, das Ohr und auch das Gefühl fürs Griffbrett :great:
 
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Hi Saitenschlitzer!

Ich finde - ohne Dir jetzt Honig um den Bart schmieren zu wollen - a) dass Du in dem Jahr viel erreicht hast und b) dass Deine allgemeine Herangehensweise sehr gut ist. Auf den einen oder anderen mag sie etwas zu verkopft wirken, aber ich denke dass eben jeder so sein eigenes auf Erfahrung gewachsenes "best practice" Modell hat.....und Deines ist halt sehr analytisch. Angesichts Deines beachtlichen Lernfortschritts würde ich da auch nicht wider Deine Natur umschwenken auf ein anderes Lernmodell....zumindest so lange die Freude am Gitarre spielen bei dem aktuellen Modell nicht zu kurz kommt. Sollte der Fall irgendwann doch eintreten, gibt es da aber auch Lösungsmöglichkeiten.....aber das ist jetzt erst mal irrelevant.

Wichtig ist mir auch,dass ihr mir sagt,was ihr von meiner Idee haltet,das Tempo bei 25% für 100 BPM und 16tel-Noten zu beginnen und nach jedem Mal Üben um 2% zu erhöhen.

Klingt gut. Wichtig ist halt nur, dass Du die Tempoerhöhung nicht automatisierst nach dem Motto "heute spiele ich 1 Stunde auf Tempo X, morgen erhöhe ich auf Tempo Y", sondern dass Du zB sagst "Heute spiele ich auf Tempo X und wenn ich dieses Tempo sauber spielen kann, dann erhöhe ich morgen das Tempo auf Y". Solltest Du daran scheitern bei X sauber zu spielen, darfst Du so lange nicht erhöhen BIS Du es kannst. Übrigens wo wir gerade beim "scheitern" sind: Tue mir und vor allem Dir selbst den Gefallen und überlaste Deinen Körper (5 Stunden pro Tag üben ist schon ne ziemliche Belastung für Muskeln und Gelenke) und Deinen Geist (wenn man sich nur noch auf eine Sache fokussiert wirds dem Köfpchen bald langweilig und die Lust am Gitarre spielen vergeht) nicht.

Gehe beim Lernen step-by-step vor und wenn Du irgend etwas neues siehst/hörst was Du auch gerne auf der Gitarre beherrschen willst, dann baue das nicht gleich in Dein Übungsprogramm ein/studiere das nicht gleich, sondern mach Dir ne Notiz ("to do" oder so) und konzentriere Dich erst mal auf das Lernprojekt das aktuell vorliegt.*

Viel Erfolg!


Sam :)




*=ist ein Tipp beruhend auf meiner eigenen Erfahrung. Ich spiele schon seit Jahren, kann aber kaum einen Song komplett, weil ich immer hier und da etwas sehe und dann daran herumübe und das ursprüngliche Projekt einfach nicht vorankommt.
 
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Hi zusammen,

ich glaube, dass mein erster Post doch zu allgemein gehalten war. Möchte auch nochmal betonen, dass es keine Wertung in irgendeiner Weise war. Ich kann nicht beureilen was Deine Lernnatur ist und würde niemandem empfehlen wider seiner Natur zu handeln. Es kann allerdings in Eile ein Satz reingerutscht sein, den man so verstehen kann. Ich hatte alles auf den Threadtitel bezogen, weil ich verstehen wollte, woher die Idee mit dem "verschwendeten" Jahr rührt.
Ich kann die Tipps von Samuel_Groth nur befürworten und möchte zusäzlich noch den konkreten Tipp geben, falls das was für Dich wäre, eine Übungstagebuch anzulegen. Das hilft den Fortschritt zu dokumentieren und kontinuierlich an den einzelnen "Projekten" zu arbeiten. Ich persönlich mache mir beispielsweise zu den Technikübungen Notizen in denen ich festhalte, was ich gespielt hab, wie schnell ich es gespielt habe und ob es leicht von der Hand ging oder mir Probleme bereitet hat. Außerdem setze ich mir ein zeitliches Limit von maximal 1,5 Stunden in denen effektiv geübt wird. D.h. ich konzentriere mich auf die einzelnen Übungen und arbeite sie ab. Das beinhaltet dann nicht nur Technikübungen, sondern auch Bandrepertoire, Stücke, die ich einfach so gerne spielen können würde, Theorie, Improvisation. Wenn ich etwas cooles höre, mache ich mir tatsächlich auch eine To-Do bzw. Wunschliste und versuche das dann später im Üben einzubauen, wenn ich mit einem anderen Projekt fertig bin. Außerdem versuche ich es immer abwechslungreich zu gestalten. Wenn ich beispielsweise eine Übung gemacht habe, die sehr auf die Muskulatur geht, mache ich danach etwas, bei dem sich die Finger entspannen können. Zum Beispiel Improvisation. Und dabei dann Sachen für den Kopf wie z.B. über einen Dur-Blues mixolydisch spielen und mich dabei auf die Terz zu konzentrieren. Ich persönlich bin nach diesen nur 1,5 Stunden zumeist ziemlich platt. Den Rest des Tages darf ich spielen was, wann und wie ich will - wenn Zeit dazu bleibt. Das habe ich nicht schon immer so gemacht. Früher habe ich auch gerne 5 Stunden am Stück geübt, habe aber festgestellt, dass ich mich tatsächlich stärker verbessere, wenn ich mich zeitlich einschränke und mich nicht überlaste. Die Dinge gehen dann leichter von der Hand. Das ist bei mir jedenfalls so. Das kann bei Dir ganz anders sein. Ich spiele schon eine Weile, habe die Gitarre aber bei Weitem noch nicht gemastert. Hoffe, ich konnte trotzdem ein wenig helfen.
 
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@ Gogeta2002:Ja,das wird wohl das Beste sein.Ich werde am Dienstag oder so ein Video von mir hochladen,in dem ich meine "Problemzonen" erläutern werde.

@ ChaosK:Ich improvisiere eigentlich in jedem Lied,da ist nix 100%-ig richtig,ich hab keinen Bock,wenn ich mal auf ne kompliziertere Stelle treffe,alles nur nachzuspielen bzw. das überhaupt irgendwie zu lernen.Aber im Moment geht's mir um die Technik an sich,also das saubere und möglichst effiziente Spiel.

@ SamuelGroth: Danke,nett von dir.Ich kann mich selbst wie gesagt nicht einschätzen,bin sicher nicht schlecht,aber ich bin noch sehr unzufrieden mit meiner Technik/Fingerhaltung der linken Hand.Und das mit den 5h ist für mich überhaupt kein Problem,mit Pausen sind's vielleicht 4h30min oder so,naja,ich spiele ja nicht ganz durch.Aber ich hab halt relativ wenig Zeit,da versuche ich das Bestmögliche daraus zu machen.Heute waren's z.B. "nur 3.5 h".
Und das mit dem Tempo:Ich hab heute nochmals darüber nachgedacht und finde,dass nur 2% übertrieben wenig ist.Ich habe gestern bei 15% begonnen und heute auf 16% hochgeschraubt (Skalen).Ich werde das sicher noch machen,bis ich so bei 30% mit 100 BPM und 16teln angekommen bin,später dann vielleicht auch 2 oder 3 oder 4 oder max.5% (okay,vielleicht ist das dann zu viel,aber das werde ich dann ja sehen).Weshalb?Heute ist mir aufgefallen,dass ich bei 15% und 1% erhöhung praktisch einschlafe.Das zumindest bei den Pentatonik/Mode-Skalen.Bei der Chromatik war ich heute auf 26%,und da ist das praktisch dasselbe.Ich denke,je mehr ich übe,desto einfacher wird mir die Erhöhung der Geschwindigkeit fallen,da der Automatismus dann ja schon in mir drin vorhanden ist.Falls es nicht klappen sollte,kann ich ja im Notfall nochmals zurück.Aber auch wenn es extrem langsam ist,werde ich das jetzt durchziehen,weil ich denke,dass ich insgesamt sauberer werde.Vor allem ist mein Ziel ja,dass die Finger möglichst nah an den Saiten bleiben,wenn ich sie gerade nicht brauche,was mir später zu einer erhöhten Geschwindigkeit und weniger Verspannung verhelfen wird (hoffentlich).Ich weiss nicht,ob du diesen wirren Text kapiert hast,aber ich hoffe es ;)
Und das mit dem mehrere Dinge auf einmal üben.Das ist mein Problem.Ich kann auch noch kein einziges Lied.Weil die Lieder,die ich gerne lernen möchte,für meinen Stand halt einfach noch viel zu schnell sind.Ich schaffe die meisten so auf 75% fast im Schlaf (Rhythmus UND Soli),auf 80 gerade noch,auf 85 wird's meist unsauber.Kommt auch auf die Lieder an.Ich hab bisher fast nur Metallica-Lieder angeschaut,und nicht etwa die neueren (Load...),sondern von der Kill em all-Master of Puppets-Ära.Auch wenn's "nur" Pentatonik ist,ist es doch eine gewaltige Herausforderung für mich.Das Positive ist daran,dass ich dann bei Blues- oder Standard-Rock-Soli dann weniger Probleme haben werde,weil sie ja häufig auf dieser Skala beruhen.Mich stört halt der kleine Finger/Daumen beim Benden von Pentatoniken,und das Tanzen von Mittel- und Ringfinger beim Pull-Off mit dem kleinen Finger etc.Werdet ihr dann im Video sehen.

@ anta:Kein Problem,ich hab mich zumindest nicht angegriffen gefühlt :redface: Und ja,stimmt schon,dass man leichter lernt,wenn man es locker und entspannt angeht.Wie gesagt,bin ja ziemlich technikbesessen und mir macht das überhaupt nix aus.Mit Liedern hab ich auch erst vor 4 Monaten angefangen.Ich denke aber,dass ich wesentlich besser wäre,wenn ich die ersten 7 Monate wirklich MIT Metronom und sauber geübt hätte.Naja,besser spät als gar nie.


PS:Was hat es mit diesem Karma auf sich?Und Rep-Power,was ist das?
 
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Auch wenn's "nur" Pentatonik ist,ist es doch eine gewaltige Herausforderung für mich.Das Positive ist daran,dass ich dann bei Blues- oder Standard-Rock-Soli dann weniger Probleme haben werde,weil sie ja häufig auf dieser Skala beruhen.

Unterschätze niemals den Blues :D
Pentatonik zu können ist da wirklich das allergeringste Problem.
 
SaitenSchlitzer
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Ich weiss,deshalb hab ich das "nur" ja auch in Anführungszeichen geschrieben.
 
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geka
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Hi SaitenSchlitzer,
Dein Bericht erinnert mich so etws an meine Anfangszeit. Ich habe allerdings etwa 2 Jahre (einer alten "Dame" darf man die Bummelei verzeihen:redface:) mit Grundlagentechnik zugebracht.
Mit meinen Stetina-Lehbüchern hatte ich aber immer etwas Praxisbezug und einen roten Faden.
Ja, dann kam aber doch so eine "Sinnkrise", wie Du sie scheinbar jetzt hast.

Ich habe mir auch immer gesagt: Ich spiele nur für mich, ich will doch in keine Band, ich bin viel zu schlecht usw. Das Blödeste war eigentlich, daß ich nie jemandem was vorspielen konnte, wenn das tatsächlich mal einer wollte. Da war ich gleich so verkrampft, daß gar nichts mehr ging.:redface::redface::mad::eek:

Irgendwie hat mich das dann doch so geärgert. Es ist ja doch eine ganze Menge Schweiß und Blut draufgegangen, und dann steht man/frau doch bloß als bemitleidenswerter Dödel da?:eek::gruebel:
Ich habe mich dann - wegen meines fortgeschrittenen Alters ziemlich schüchtern - bei der Musikschule angemeldet und die Ausreden "keine Zeit" und "teuer" abgelegt. Meine Lehrer freuten sich, daß sie nicht im Urschleim anfangen mußten. Es kaut mir auch keiner vor, sondern ich bekomme Noten rübergeschoben: Sie mal zu, wie weit Du kommst, dann sehen wir weiter.
Auf die Art habe ich dann eher das "Spielen" und das flüssige Einbauen der entsprechenden Technik gelernt. Das war ein ganz schöner Fortschritt für mich.

Da halbjährlich ein gemeinsames Konzert von Schülern und Lehrern unter Realbedingungen stattfindet, muß/darf ich da auch immer einen Song bis zur Aufführungsreife lernen. Das ist dann noch mal was ganz anderes, als im Unterricht abgehakte Stücke.
Ja, und so stand ich, die ich vor 2 Jahren bei jedem Zuhörer das Flttern bekam, nach einem guten halben Jahr in einem vollen Club auf der Bühne.....:gruebel::great:

So, was ich eigentlich mit meiner Laberei bezwecken möchte:
Öffne Dich der Welt! Die Technik ist dazu da, sie in Songs zu benutzen. Songs sind dazu da, daß sie jemand hört!
Die Kurzfassung von meinem Sohn (hatte er mir damals an den Kopf geworfen): Gitarre alleine zu Hause ist doch bescheuert!:evil::D:D

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geka
 
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@ geka: Danke für den Erfahrungsbericht.Ich denke,ich muss mich auch unbedingt mehr öffnen.Ich versuche das die ganze Zeit,aber irgendwie bringe ich das einfach nicht über's Herz :mad: Und ja,genau so ist's auch bei mir.Wenn ich was vorspielen muss,kann ich das gar nicht.Weil ich so nervös bin und nicht mal die Saiten richtig treffe.Dann denke ich mir:"Was n das für ne Scheisse?Ich kann das doch bei 150 BPM,und jetzt (so bei 120 etc.) kann ich das nicht?Treffe nicht mal die Saiten?Was denken die Leute von mir?" Und so weiter,und so weiter.Ich finde das einfach zum Kotzen,wenn man anderen Leuten einen schlechten Eindruck vermittelt,obwohl man's besser kann.Irgendwie hab ich das Gefühl,dass ich mich ABSICHTLICH schlechter zeige,als ich eigentlich bin,keine Ahnung,warum.Ich will mich nicht zeigen oder meine "Kunst".Ich spiele ja erst 1 Jahr,aber tu immer so,als hätte ich vor 3 Monaten angefangen.Keine Ahnung warum.
 
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Also geht es den Menschen wie den Leuten...und ich habe ins Schwarze getroffen.;)
Raff Dich auf, suche Dir eine Musikschule, wo Du auch Kontakte zu anderen Schülern aufnehmen kannst. Finde ich besser, als einen privaten Lehrer, da lernt man bestimmt weniger Leute kennen. Das Geld ist gut angelegt.
Schon wenn Du siehst, daß die anderen Schüler auch nur mit Wasser kochen, hilft es, mehr Selbstbewußtsein zu entwickeln.

Meine Musikschule stellt auch mit Freiwilligen kleine Übungsbands zusammen, und unterstützt sie durch einen Mentor. Band machen muß man echt auch lernen....:gruebel:
Jedenfalls wird die möglichst schnelle Schredder-Entwicklung so was von unwichtig.:rolleyes::D

Mach mal!!!:great:

geka
 
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@ geka: Danke für den Erfahrungsbericht.Ich denke,ich muss mich auch unbedingt mehr öffnen.Ich versuche das die ganze Zeit,aber irgendwie bringe ich das einfach nicht über's Herz :mad: Und ja,genau so ist's auch bei mir.Wenn ich was vorspielen muss,kann ich das gar nicht.Weil ich so nervös bin und nicht mal die Saiten richtig treffe.Dann denke ich mir:"Was n das für ne Scheisse?Ich kann das doch bei 150 BPM,und jetzt (so bei 120 etc.) kann ich das nicht?Treffe nicht mal die Saiten?Was denken die Leute von mir?" Und so weiter,und so weiter.Ich finde das einfach zum Kotzen,wenn man anderen Leuten einen schlechten Eindruck vermittelt,obwohl man's besser kann.Irgendwie hab ich das Gefühl,dass ich mich ABSICHTLICH schlechter zeige,als ich eigentlich bin,keine Ahnung,warum.Ich will mich nicht zeigen oder meine "Kunst".Ich spiele ja erst 1 Jahr,aber tu immer so,als hätte ich vor 3 Monaten angefangen.Keine Ahnung warum.

Tach!

Als ich etwa 3 oder 4 Jahre spielte, das war 1985 :D , ging es mir wie Dir. Mein damaliger Gitarrenlehrer analysierte ziemlich treffend, dass bei mir erst alles durch den Kopf gehen muss, bevor ich es "fresse". Nun, andere gehen anders an die Sache heran, aber bei mir ist es nun einmal so. Ich bin so gestrickt, mein Kopf arbeitet so und es gibt nichts, was ich dagegen machen könnte, ohne dass es in irgendeiner Form schadet. Auf der anderen Seite höre ich Musik nie oder selten analytisch, sondern ganz einfach emotional. Deshalb war ich auch wie weggeblasen, als ich zum ersten Malmsteen hörte :) Das war auch 1985, "Evil Eye" (Klick) hieß die Nummer, sie lief im Radio in einer Metal Show auf BFBS.

Mein Gitarrenlehrer hat mir damals viele Dinge beigebracht, auf die ich von selbst wohl nie gekommen wäre. Z.B. wie wichtig Lockerheit ist. Wozu die Spinne gut ist. Oder wie wichtig es ist, die Dinge so lange bewusst zu üben, bis man sie soweit verinnerlicht hat, dass man nebenher z.B. eine Unterhaltung führen kann. Und er brachte mir auch bei, dass es nüscht nützt, sich zu verkriechen.

Deine Beschreibung, dass Du unter Stress zusammenbrichst, deutet für mich darauf hin, dass es bei Dir noch nicht sitzt. Und das könnte damit zusammenhängen, dass Dein Begreifen schneller ist als Deine Finger es umsetzen können. Andererseits bist Du aber vielleicht auch schlicht einfach zu stark damit beschäftigt, mit der jewiligen Situation klarzukommen, dass für's Instrument keine Kapazitäten mehr übrig sind ;) ..zumal Dich schlechtes Spielen dann noch weiter unter Druck und eine Stress-Spirale in Gang setzt...

Du hast Deine Messlatte mit Yngwie ganz schon hoch gehängt. Immerhin ist der Typ ein hochmusikalischer Innovator und wirklich, wirklich gut auf dem Griffbrett unterwegs. Du kannst nicht nach nur einem Jahr erwarten, dass Du das und auch anderes, was so in Deinem Kopf herumschwirrt, was Du hörst und was Du gern spielen möchtest schon auf dem Griffbrett umsetzen kannst. Die Steuerung Deiner feinmotorischen Bewegungen braucht Zeit. Viel Zeit und Geduld. Und zwar genau soviel Zeit, wie Dein Kopf, bzw. Dein Hirn es Dir vorgibt. Dazu kommen Dinge wie das Hören, also Hörtraining, Rhythmusverständnis und Abstraktion davon, viele mentale Dinge (wie höre ich mich im Kontext, wo liegen Aufmerksamkeiten), und das Ganze dann auch noch möglichst in Emotionalität eingebettet... Randbemerkung: Unterschätze auch den Blues nicht ;)

Trotzdem denke ich, dass Du auf einem richtig guten Weg bist, weil Du weißt, was Du gern von Dir selbst hören möchtest.

Ich glaube, dass das, was geka (ist hier etwa echt Weibsvolk anwesend? :D ) Dir riet, der richtige Weg ist. Raus aus Deinem Zimmer! ;)

Grüße Thomas
 
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Danke.Ja,mir ist duchaus bewusst,dass es UNMÖGLICH ist nach nur 1 Jahr auf Yngwie-Niveau zu kommen.Da kann man 8h lang nur Gitarre spielen,in 1 Jahr sind das dann fast 3000h,und selbst dann wird man das noch nicht können.Yngwie spielt ja 40 Jahre,so viel ich weiss,und der hat schon 100'000h auf dem Buckel.Darum geht's mir ja gar nicht.Und den Blues unterschätze ich keineswegs,ich hab mir genug Tabs und so angeschaut,und glaub mir,ich kann das Zeug nicht spielen (meist aber nur wegen der Rhythmusparts - Lead geht noch),v.a. die Akkorde,die da vorkommen,muss ich praktisch noch üben.aber ansonsten hast du mit dem ganzen Rest natürlich Recht.

Das Positive ist,dass ich jetzt erst bei 28% (bei 100 BPM und 16teln) angekommen bin (nach 2 Tagen) und jetzt insgesamt die Finger schon weniger weit vom Griffbrett sind,wenn ich sie nicht brauche.Also auch wenn ich "so schnell spiele wie vorher",also 100% (ich hoffe,man versteht,was ich meine),sind die Finger schon näher am Fretboard.Ausserdem hab ich gemerkt,dass ich jetzt schon 120 BPM erreichen könnte,ALLERDINGS mit der falschen Technik,die ich mir in Grunde ja angeeignet habe.Die Wirtschaftlichkeit meines Spiels hat sich schon deutlich verbessert.Ich hab aber nix anderes nebenbei geübt.Hauptsächlich Chromatik,Pentatonik und Modes,und alle mit dem Ziel mich an neue Pickingtechnik (mit dem nichtabgeknickten Daumen und der Bridge als Stütze) - denn ich hab's bisher anders gemacht - und an eine möglichst wirtschaftliche und energiesparende Greifhand zu gewöhnen.Und es wirkt schon :D Und das Tempo ist jetzt ja eh egal,ich spiel lieber sauber auf 28% als falsch auf 100.Dennoch bin ich insgesamt recht unzufrieden,zur Sicherheit wird's ja das Video am Dienstag geben,ich hab da irgendwie das Gefühl,dass noch irgendwas falsch läuft.

PS:Mal ne Frage zum Rhythmusspiel von Metalzeug,so mit Palm-Muting der tiefen E-Saite und so.Sollte der Daumen da auch so aussehen?Ich beziehe mich hier auf die RECHTE (PICKING-) Hand,auch wenn's im Bild die Greifhand ist.Mir geht's um den Daumen.

Hand%20links%20Haltung%20Finger%20und%20Daumen.gif

Oder darf er geknickt sein?Weil ich denke,dass das dann doch viel zu aufreibend wäre,oder?Ich hab mir mehrere Videos zu Rhythmusparts angeschaut und gesehen,dass die Gitarristen häufig den Daumen knicken.Kann die Daumenhaltung aber auch verstehen.Was meint ihr dazu?Ich hab bisher auch mit nem geknickten Daumen gespielt.
 
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Joah.. ok...

Du kennst sicherlich den ollen Spruch "Geschwindigkeit ist ein Nebenprodukt von Präzision" Das bedeutet grundsätzlich und immer, dass Du Deine Grenzen unbedingt akzeptieren musst. Wenn Du es nicht tust, dann trainierst Du Fehler.

Yngwie holt übrigens oft die Pickbewegung aus dem Daumen und er spielt hemmungslos legato, sweep und economy Picking, genauso gut wie alternate Picking. Er ist unglaublich gut und flüssig in seinen Lagenwechseln. Und man darf auch nicht vergessen, dass er normale Strats spielt mit Pickups, die nun wirklich nichts mit fetten EMGs zu tun haben. Früher DiMario HS3, jetzt ist er glaube ich zu Seymour Duncan gewechselt. Ich denke, er brauchte das Geld :D kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass sich die SD-Pickups anders verhalten und klingen werden als die DiMarzios.

Gut, dann warten wir mal das Video ab.
 
A
Afraid To Shoot
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Ich lese hier viel von Zahlen, BPM, Prozenten, Stunden, aber tausenden Techniken, Skalen, und, und und... Aber irgendwie bleibt mir die Musik auf der Strecke. Ob du Lied x auf 80% oder auf 200%(was auch immer das heißen mag) spielen kannst ist doch scheiß egal und interessiert auch keine Sau. Du kannst es auch auf der Hälfte der Originalgeschwindigkeit spielen und es geil klingen lassen, wenn man weiß wie. Da hilft einem keine Mördertechnik, Sweep Arppegios, Dreihandtapping etc. Lass dich doch einfach auf die Musik mal ein. Es bringt doch nichts 5 Stunden am Tag zu üben, wenn man nur irgendwelchen Hochgeschwindigkeitsidolen hinterherjagt. Klar sind ein par technische und theoretische Vorrausetzungen gut, aber es kommt auch später mehr oder weniger von alleine wenn man einmal die Grundlagen beherrscht. Entspann dich mal, und genieße es dein Instrument zu spielen;)
 

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