12 Loch Okarina - Grifftabelle mit 13 Löchern?!

von Joshael, 31.08.18.

  1. Joshael

    Joshael Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.18   #1
    Hallo,

    jetzt habe ich eine wirklich schöne Okarina bekommen und als blutiger Anfänger am Lernen und probieren, da ist mir schon etwas schleierhaft und ich habe eine vermutlich dämliche Frage:

    Ich habe eine 12h Okarina, auf den Grifftabellen dafür sind aber 13 Löcher gezeichnet und auch verwendet (das ganz rechts sind in den Tabellen 2) - wie ist das denn gemeint?

    Wenn jemand etwas weis würde er mir ein Rätsel lösen.
     
  2. heikebo

    heikebo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.18   #2
    Hallo Joshael.
    Wahrscheinlich sind zwei für den kleinen rechten Finger, also den Grundton der Okarina, gemalt? Einige Okarinas haben da ein sogenanntes "Splithole" Wenn man beide Löcher mit dem kleinen Finger schließt, erklingt der Grundton. Wenn man nur das nähere schließt, spielt es einen Halbton höher, also bei eine C Okarina das cis. Man kann das cis auch spielen indem man das rechte subhole schließt bei gehobenem kleinem Finger. Dieses splithole erleichtert das cis einfach in bestimmten Kombinationen. Bei der 12 Loch ohne splithole stimmt wahrscheinlich deine Tabelle trotzdem, außer dem cis mit anderem Griff.
     
  3. Joshael

    Joshael Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.18   #3
    Oh danke für die schnelle Antwort!
    Ja, das ist das Loch am kleinen rechten FingerFinger, meine Okarina hat so ein Splithole nicht. Wie meinst du das, das Loch mit gehobenem Finger schliessen - darüber legen aber nicht richtig schliessen?
    Ist gerade mit dem kleinen Finger etwas schwierig motorisch erst einmal finde ich, so ein Splithole ist da schon praktisch.
     
  4. heikebo

    heikebo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.18   #4
    C#.JPG
    --- Beiträge zusammengefasst, 31.08.18, Datum Originalbeitrag: 31.08.18 ---
    Ich glaube mit Bild geht es besser. Die beiden kleinen Löcher sind sogenannte sub-holes. Sie dienen dazu, zwei Töne tiefer als den Grundton zu spielen. Aber sie werden auch für Halbtonschritte benutzt. Für den Grundton schließt du ja alle großen Löcher, die subholes bleiben offen. Für einen Halbtonschritt drüber, also bei einer C-Okarina ein Cis, öffnest du den rechten kleinen Finger, und schiebst den rechten Mittelfinger mit über das subhole, so dass beide verschlossen sind. Wenn du grade anfängst Okarina zu spielen, brauchst du das wahrscheinlich noch nicht bei enfachen Liedern.
    --- Beiträge zusammengefasst, 31.08.18 ---
    Gaaanz viel Spaß beim Üben! Was für eine Okarina (Hersteller?) hast Du denn?
     
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  5. Joshael

    Joshael Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.18   #5
    Danke für deine Erklärungen, jetzt ist es mir klar :)

    Es ist eine Ocarinamusic "Blue Sweet Potato". Bisher finde ich die toll, hat einen schönen Klang und es ist ganz einfach, einen klaren Ton heraus zu bekommen. Aber die Fingerfertigkeit werde ich noch schwer üben müssen!
     
  6. heikebo

    heikebo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.18   #6
    Oh ja, die Blue Potato ist super zum Anfangen. Gut gestimmt, und schöner KLang. Viel Spaß! Dann hast Du ja ein Übungsheft auch gleich dabei :-) Die Fingerfertigkeit kommt schon noch, fang ruhig langsam an bis du sicher bist und dann erst schneller werden, sonst gewöhnt man sich schnell Fehler ein.
     
  7. derkev

    derkev Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.18   #7
    Heike hat das schon super erklärt.

    Für Anfänger hab ich noch ein paar Tipps:

    Für Halbtöne gibt es immer mehr als einen Griff. Für das Fis zB schließt man alle Finger der linken Hand, den rechten Daumen und zudem den Mittel- oder Ringfinger. Je nachdem wie man selbst spielt (wie fest man bläst) und je nach Ocarina klingt mal der eine und mal der andere Griff besser. Also trau dich ruhig auch mit den Griffen zu experimentieren!

    Das hohe E, Es und F sind manchmal etwas knigffliger zu greifen - weil nur ein (oder gar kein) Finger ein Loch bedeckt. Die Daumen kannst du versuchen abzurollen und auf dem Rand vom vordersten Fingerglied auf der Ocarina ruhen lassen. Den rechten kleinen Finger kannst du an den äußersten Rand der Ocarina legen, das hilft das Gleichgewicht zu halten.

    Die Ocarina reagiert stark darauf, wie fest man hineinbläst. Also probier aus, wie es klingt, wenn du stärker oder schwächer spielst.

    Kannst du Noten lesen? Wenn nicht, lohnt es sich, sich die Stücke vorher mal anzuhören, damit du den Rhythmus im Ohr hast.

    Ansonsten gilt, hab Spaß bei der Sache und lass dich nicht runterziehen, wenn ein schwereres Stück mal nicht direkt klappt :)
     
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  8. Lisa2

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    Erstellt: 01.09.18   #8
    @Joshael
    Willkommen in der Okarinaecke!
    Noch ein Tipp.
    Wenn Du Deine Intonation mit einem Stimmgerät prüfst und Du es dann sehr anstrengend findest, die hohen Töne zu treffen, bewirkt ein Heizkissen Wunder! Durch Erwärmung des Instruments von 21-23°C Raumtemperatur auf etwa 32°C steigt die Intonation um ca 20Cent. Das erleichtert das Treffen der hohen Töne enorm.
    Bitte weder Backofen noch Mikrowelle nutzen! :govampire::govampire:
    Viele Grüße
    Lisa
     
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  9. heikebo

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    Erstellt: 01.09.18   #9
    Hallöchen Lisa, nicht jeder besitzt ein Heizkissen (Ich zum Beispiel, :-D ). Ein Föhn tut es auch. Und im Winter auf die Heizung. Aber die Blue Potato geht ganz gut auf Körperwärme, und wenn sie warm gespielt ist. Mit der Übung gehen die hohen Töne immer besser, auch ohne Vorwärmen. Da die hohen Töne etwas lauter ins Ohr klingen, spielt man da manchmal zu zaghaft. Deshalb, ist Lisas Tip mit dem Tuner wirklich sehr hilfreich. Denn sie klingen nur gut wenn sie mit dem Druck gespielt werden für den sie gestimmt sind. Zu Anfang habe ich viel mit dem Tuner gespielt. inzwischen überprüfe ich nur regelmäßig mal, oder bei einer neuen Okarina, deren nötigen Blasdruck ich noch nicht kenne.
     
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  10. voiceintune

    voiceintune Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.18   #10
    wie immer sind Lisa's beiträge weiterführend!

    will noch ergänzen: der stoische blick auf das stimmgerät ist auf sicht nicht gut, dafür hat man seinen ohren

    ...gell Lisa...:rolleyes:

    herzliche grüsse
    --- Beiträge zusammengefasst, 03.09.18, Datum Originalbeitrag: 03.09.18 ---

    rein wissenschaftlich stimmt das natürlich nicht = cis ist nicht gleich des! aber dann irgendwo doch, aber ich glaube das führt zu weit.

    = guter beitrag!
     
  11. heikebo

    heikebo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.18   #11
    Hi hi, danke.
    Der Tuner ist meiner meinung nach hilfreich wenn keine musikalischen Vorkenntnisse und Erfahrungen da sind, und die Ohren erst trainiert werden müssen, aber ansonsten hast Du recht, und wenn man Klang und Blaskurve einer Ocarina erstmal kennt, sollte man den tuner nicht mehr brauchen. Stoisches Tuner-Starren ist eigentlich auch nicht gemeint, sondern eher überprüfen...

    mit dem cis und des hast natürlich auch Recht, und auch das spielt sich auf der Ocarina schnell entsprechend ein, wenn sich das musikalische Gehör entwickelt, auch ohne dass man den Unterschied rein theoretisch kennt.
    Liebe Grüße, Heike
     
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