120 Bässe nötig bei Stradella?

von Malineck, 13.11.19.

  1. Malineck

    Malineck Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.19   #1
    Hallo Leute
    Mal eine ernsthafte Frage
    Größere Akkordeons haben ja in aller Regel 120 Bässe.
    Ich frage mich, ob man die tatsächlich braucht?

    Bisher gabs bei mir ein einziges Stück, bei dem ich den zweitletzten Grundbass oben als Quinte für ne Mollbegleitung gebraucht hätte (vermeintlich) Als ich mal ein 96er zum Spielen hatte, bin ich da auf moll7 bei Nutzung des Terzbasses 2 Reihen unter dem Grundbass ausgewichen, was eh dort schöner klang.

    Hattet ihr jemals Stücke, bei denen die letzten zwei Reihen oben oder unten jemals essenziell nötig waren im Stradellabass?
    (Bei Converter ist es ja keine Frage wegen des Einzeltonumfangs)

    Es gibt ja Kompaktmodelle mit 41 Tasten (die man tatsächlich braucht) bei nur 96 Bass. Das müsste doch absolut reichen. (?)

    Grüßle
     
  2. polifonico

    polifonico Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.11.19   #2
    Hallo,

    die Größe eines Akkordeons richtet sich , glaube ich , eher nach dem Tonumfang , den man im Diskant spielen möchte.
    Bei 42 Tönen auf einem Tasteninstrument ergibt sich dann eine Gehäusegröße, die links 120 Bässe bequem zuläßt.
    Ob man diese jetzt alle benutzt ?
    Ich hatte schon einige Stücke auf dem Notenständer, bei denen ich das Bassmanual bis zum Anschlag bei 120 Bässen gespielt habe,
    obwohl man in den sehr hohen / tiefen Lagen auch mal schnell die Orientierung verliert.
    Einfacher finde ich es jetzt an meine 96bässigen Instrument , zu transponieren und diese Akkorde entsprechend dem Quintenzirkel
    oben, bzw. unten wieder anzustezen ( z.B. statt Gis Dur oben beim As Dur Akkord unten ).
    Hab noch irgendwo ein Chopin Stück für das Akkordeon bearbeitet , da würde ich mit 96 Bässen jedoch nicht auskommen,
    da die Wechsel zu schnell sind.
    Wer zudem im Jazz unterwegs ist , und gern mal Fis m 6 oder Fis maj 7 greift ,
    der dürfte mit einem großen Bassmanual besser bedient sein.

    Da ich Stradella nur noch bei meinem Zweitinstrument benutze,
    bin ich da eigentlich mit 96 Bässen recht zufrieden.
    So ein kleines Teil kommt irgendwie leichtfüssiger daher...

    Gruss,

    Ludger
     
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  3. suxeedJo

    suxeedJo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.11.19   #3
    Hallo,
    irgendwie verstehe ich jetzt Deine Frage nicht so ganz - wo Du doch selbst davon ausgehst dass Du 41 Tasten im Diskant brauchst. Instrumente mit 41/96 sind doch absolut exotisch - in der Regel dürften dies doch Akkordeons mit schmaleren Tasten sein.
    In ein 41-Tasten Akkordeon bekommt man ins Gehäuse doch problemlos 120 Bässe - irgendwie kann ich darin jetzt auch keinen Nachteil erkennen.

    Die Beliebtheit der 96-Bass Instrumente ergibt sich durch das kompaktere Gehäuse - für viele Spieler ist dies der Grund, sich auf 96 Bässe zu beschränken.

    Ein super Kompromiss sind meiner Meinung nach Instrumente mit 38/96, die unten beim E beginnen - dadurch ergeben sich mir mehr Vorteile als man durch die paar fehlenden Tasten in den hohen Lagen als nachteile hat.

    Aber das ist halt meine Meinung...

    Viele Grüße,
    Jochen
     
  4. Malineck

    Malineck Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.19   #4
    Ja genau solche kompakten Modelle meine ich. Ich spiele da gern drauf und frage mich deshalb, ob die 96 Bässe reichen.
     
  5. lil

    lil Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.11.19   #5
    Gibt es das Instrument, das dich interessiert, NUR mit 96 Bässen oder auch mit 120? Wenn es das nur mit 96 gibt, weiß ich auch nicht ... ich war auf den Bassknöpfen schon ziemlich weit oben und ziemlich weit unten (nicht im gleichen Stück), könnte dir aber nicht sagen, ob es auf 96 noch gegangen wäre. Wenn es es auch mit 120 gibt, wäre die Sachlage für mich klar: auf jeden Fall 120. Denn beim 96er sind alle Töne vorhanden, das bisschen Mechanik für die zusätzlichen Knöpfe sollten im Gesamtgewicht keinen großen Unterschied machen. Von daher würde ich mich dann für die sichere Seite entscheiden.
     
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  6. Landes

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    Erstellt: 13.11.19   #6
    Nimm halt eine 96er und spiele dein komplettes Repertoire durch, dann weißt du genau ob 96 Bass reicht oder nicht :cool::engel:.
     
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  7. Bernnt

    Bernnt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.19   #7
    Ich habe auf meiner Beltuna Leader nur 96 Bässe. Im Laufe der letzten drei Jahre bin ich auf ein Stück gestoßen, dass nicht ging. "Abscheuliche" Tonarten mit mehr als vier Bb oder # spiele ich aber nicht drauf. Es kommt also tatsächlich auf Dein Repertoire an.
     
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  8. maxito

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    Erstellt: 13.11.19   #8
    in dem Fall wär es mir wurscht, ob der Bass dann mit 96 oder 120 Bass ausgeführt ist. Denn ab 96 Bass ist die komplette chromatische Oktave im Bass vorhanden. Der einzgie Unterschied ist bei 120 bass, dass "oben" und "unten" noch ein paar Tonarten nochmals mit Knöpfen herausgeführt sind. Gewichtsmäßig machen die paar Knöpfe mehr kein Gewicht - das Gewicht machen die Stimmplatten.
    Was mir aber nicht wurscht ist, ist der Tonumfang im Diskant. Ich bin nicht der super Spieler , so dass ich problemlos mal kurz in andere Tonarten transponieren könnte - und somit komme ich mit meinem 37tastigen /96 Bass Akko regelmäßig im Diskant an s Limit und klopfe "auf Holz" wenn ich nicht mehr drangedacht habe, dass der Ton auf dem Akko ja gar nicht mehr drauf ist...

    Deshalb ist mein Entscheidungskriterium nicht de Anzahl der Bässe, sondern der Tonumfang im Diskant.

    Wenn dir die kompaktere Größe gut gefällt, dann würd ich mal gezielt nach Modellen mit "Kompakttastatur" Ausschau halten. So rum scheint mir die Definition für das , was du suchst , der sinnvollere Ansatz zu sein.


    P.S. ich habe genau 1 Stück in meinem (derzeit nicht aktiven) Spielrepertoire wo ich die 120 bässige Basseite nach oben ausreize.
     
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