2 16 Ohm Boxen mit A/B-Umschalter auf 8 Ohm Amp

von pblm, 12.05.08.

  1. pblm

    pblm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #1
    Hallo beisammen,

    zunächst Respekt und Dank an die Betreiber sowie alle Mitwirkenden.

    Nun; die eigentliche Frage kommt erst am Ende:

    Kann man eine Lehle A/B-Umschaltbox zwischen einem 100 Watt-Röhrenverstärker (auf 8 Ohm eingestellt) und zwei 16 Ohm Lautsprecherboxen hängen?

    Diese Lehle A/B-Umschaltbox ist eigentlich für das Ansteuern von zwei Verstärkern mit einer Gitarre gedacht. Man kann den einen oder den anderen oder eben auch beide Verstärker spielen. Das Ding ist so gebaut, daß dies funktioniert. Funktioniert die Umschaltbox auch bei Einsatz zwischen Amp und Lautsprecherboxen?

    2 * 16 Ohm Boxen passen richtig auf einen 8 Ohm Verstärker.

    1 * 16 Ohm Box sollte auf einen 8 Ohm Verstärker ja funktionieren (?). Es sollte nichts kaputt gehen (?). Allerdings muß der Verstärker mehr leisten, kann aber dafür auch mehr aufgedreht werden (Problem Endstufenzerre erst bei recht hoher Lautstärke) (?). Die Röhren werden halt mehr beansprucht (?). Teilfrage: hat das letztlich einen ähnlichen Effekt, wie wenn man eine SoakBox/PowerLoad/Attenuator verwendet (diese Dinger sind leider recht teuer)? Wird man letztlich Soundqualitätsabstriche festellen müssen?

    Wenn die A/B-Umschaltbox - zwischen Amp und Boxen - von A auf A+B geschaltet wird, müßte sich - wie von mir gewünscht - die Gesamtlautstärke erhöhen. Auf A+B stimmts ja dann mit den Impendanzen.

    Aber: kann man das denn wirklich bringen, oder strapaziert das den Röhrenverstärker zu sehr? Schließlich wird der ja dann bei öfterem Umschalten durchaus strapaziert.

    Meine Idee wäre, bei im Verhältnis leiseren Passagen auf einer Box leiser rüberzukommen, um dann bei lauteren Passagen auf beide Boxen zu gehen.

    Anmerkung: Ich habe ua. einen Marshall 9100 mit zwei Kanälen, so daß ich die A/B-Umschaltbox für einen Kanal auf 8 Ohm und dort eben 1 oder 2 * 16 Ohm Boxen verwenden würde.

    Habs noch nicht ausprobiert, da ich mir schon Sorgen mach, den Verstärker, eventuell auch die Boxen mit dieser Schalte zu beschädigen.

    Danke:)
    pblm
     
  2. guitar_master

    guitar_master Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.05.08   #2
    Hallo und herzlich willkommen im Board!

    Der A/B Umschalter ist wie du schon gesagt hast dafür konzipiert, dass der Gitarrensound zu nem Amp kommt. Dh. zwischen Gitarre-Amp läuft ja bekanntlich kein wirlich starker Strom.

    Aber wenn der Amp 100Watt rauspustet...ich glaube kaum dass das der A/B Umschalter überlebt :rolleyes:


    Und ich würde nicht eine 16 Ohm Box an ne 8 Ohm Röhre anschliessen. Bei Transe geht das, nicht bei Röhre. Lies dir dazu mal das "Tutorial" von Cadfael durch:

    https://www.musiker-board.de/vb/amps-boxen/259556-grundwissen-verst-rker-boxenverkabelung.html
     
  3. OneStone

    OneStone HCA Röhrenamps HCA

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    Erstellt: 12.05.08   #3
    Abgesehen davon, dass ich gleich mal die Sinnfrage stelle, ist es so, dass du das, was du da vorhast, NICHT tun solltest.

    Und zwar aus folgenden Gründen:

    1. Du solltest den Röhrenverstärker immer mit der korrekten Abschlussimpedanz fahren. Wenn da 16 Ohm dranhängen, dann solltest du den Verstärker auch auf 16 Ohm einstellen.

    2. Beim Umschalten zwischen der einen Box und der anderen hast du eine kurze Zeit, in der keine Last am Verstärker hängt. Das wird der Marshall nicht überleben, da er meines Wissens nicht leerlauffest ist. Du müsstest ihn dazu erstmal leerlauffest machen.

    3. Die Lehle-Boxen haben normalerweise kleine Übertragerchen drinnen, um Brummschleifen zu verhindern. Wenn du da mit dem Verstärker reinfährst, dann werden dir die abbrennen und du kannst die Lehle-Box auf den Müll befördern.

    4. Die Sache bringt dir keine nennenswert frühere Endstufenzerre, weil du höchstens 3dB vernichtest. Zu laut ist es dennoch.

    => Lass es besser sein.

    MfG OneStone :)
     
  4. pblm

    pblm Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #4
    Danke für die Antworten; ich mach es also nicht.:great::o

    Ich überlege einerseits, wie man einen 100 W - Röhren Amp (ich hab neben dem 9100 auch noch einen 100 W JCM 800 2 Kanal - aber es wohl bei allen "klassischen" Amps das selbe) "leiser" machen kann, also die Endstufenzerre in höherem Grad herkrieg, ohne daß der Schlagzeuger im Übungsraum nach einem Mic für die Kick schreit oder der Mischer beim Gig die Jungs mit der weißen Schürze holt. PowerSoak etc - schätze ich muß doch mal in den Geldbeutel greifen.

    Zum anderen suche ich nach Möglichkeiten, echte Lautstärkenunterschiede beim Spielen zu erreichen, die über die händische Dynamik, mit dem Git-Poti, mit Wechsel/Mischen der Tonabnehmer oder mit sonstigen Geräten zwischen Gitarre und Vorstufe bzw. mit eingeschleiftem Gerät zwischen Vor- und Endstufe oder mit unterscheidlichen Sounds der Vorstufe (JP-1) nicht wirklich zu erreichen sind - eine Zeitlang hatte ich Distortion-Tretminen in die Schleife des JCM 800 gehängt (da muß jetzt wieder ein Aua kommen ...), so daß ich nach 15 Jahren mal Röhren austauschen lassen mußte [wären vielleicht ohnehin mal fällig gewesen] - . Meine Lösung ist insofern die Lehle A/B, mit der ich von dem einen JCM 800 (Zerre aber leiser, etwa für Einleitungspassagen bei stark dynamischem Songaufbau 1 4 * 12) auf den JP1/9100 (3 4 * 12)umschalte, wenn dann Vollgas angesagt ist. Für Solo dann angesteuerte Einstellung mit Delay/Booster. Meiner Meinung nach sollte man - gerade in meinem Underground/Punkrock/Altern.-Bereich - Songarrangements haben, die ohne einen Live-Mischmann funktionieren, zumal bei vielen "Club"-Gigs die "PA" schlichtweg nur für Gesang und möglw. minimal Schlagzeug zum Einsatz kommt. Alles muß so simpel und unabhängig wie möglich sein. Meine Lehle/2 Verstärker/4 Boxen-Variante ist halt lästige Materialschlacht, zumal bei Gigs mit mehreren Bands und Minibühne mit nicht ganz unerheblichem Gschaftelaufwnad verbunden.:)
     
  5. bemymonkey

    bemymonkey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #5
    Zum 1. Problem (insgesamt leiser): 1x12" spielen, und wenn das nicht reicht, Powersoak oder Roehren ziehen (wobei Du Dich zu Letzterem natuerlich informieren solltest, wie und ob das bei Deinen Amps ueberhaupt geht).

    Zum 2.: Nimmsu so etwas - https://www.thomann.de/de/electro_harmonix_nano_lpb1.htm

    In den FX Loop packen, drauftreten, freuen.

    Es gibt von Tone-Toys auch noch ne passive Variante (Seagate Lead Switch), aber die Tone-Toys Seite funktioniert anscheinend grad nicht...
     
  6. OneStone

    OneStone HCA Röhrenamps HCA

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    Erstellt: 13.05.08   #6
    Alternativ ein Poti mit 47k logarithmisch, ein Hammond-Gehäuse, zwei Klinkenbuchsen sowie einen 1xUM-Tretschalter kaufen und selber basteln, falls das aufgrund der Werkzeuge zu Hause möglich ist :great:
     
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