2 Mono auf 1 Mono

olda
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Mal ne einfache Klinken-Stecker-Frage:

Zwei Tonquellen mit jeweils 6,3 Mono-Klinke sollen in den einzelnen 6,3 Mono-Eingang des Gitarren-/Bass-Amp.
Die üblichen Y-Weichen bieten stets zwei Mono-Buchsen auf eine STEREO-Klinke - ist das o.k. und egal? Oder muss ich mir einen löten, der stattdessen ausdrücklich auf Mono-Klinke geht?

Abgesehen davon, obs schlicht funktioniert, wäre interessant dabei:
- würden solche verschieden Y-Versionen unterschiedliche Ergebnisse bringen?
Die beiden eingehenden Signale anders verarbeiten? Gleichwertiger mischen?

Konkret gehts um die Versuche,
sowohl 1.) zwei Piezo-Abnehmer
als auch 2.) einen Piezo- und einen magnetischen Abnehmer zusammen zu führen.

Im letzteren Fall war inzwischen klar, dass die Zusammenführung der Signale stets
auf Kosten des Piezos ging - weswegen ich inzwischen beide Quellen komplett getrennt,
also über zwei eigene Eingänge (den Piezo vorverstärkt und ausgesteuert), eingebe.

Guten Gruß,
olda
 
Eigenschaft
 
Hallo,

du musst um die beiden Signale zusammenzuführen ein kleines Mischpult haben.

das kann folgendermaßen aussehen:



Mischdings.jpg




jeweils einen Widerstand von 10 KOhm an die Klinkenstecker deiner 2 Signalquellen anlöten und auf dem Klinkenstecker der in den Amp geht zusammenlegen.

Die Widerstände dienen zur Entkopplung der beiden Ausgänge.

Ich weiss ja nicht genau welche Pegel da aus deinen Pickups kommen, wenn es der Platz in deinen Klinkensteckern erlaubt würde ich 0,5 Watt Widerstände nehmen.
 
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Herzlichen Dank, just-lights,

das klingt verblüffend einfach und ich werd mir das löten, bin mal gespannt, ob das ewige leidige Problem mit dem Zusammenführen dadurch echt behoben wird.
Und auch, wie sich die beiden Signale dann beim zueinander Mischen ihrer Vorverstärker verhalten.

Nur falls es interessiert, die konkrete Versuchsanordnung:
es geht um die Abnahme einer A-Bassgitarre durch zwei Piezos
(oder experimentell einen Piezo und einen magn. Abnehmer, aber das ist zweitrangig).
Der erste sitzt unterm Steg und wird vom eingebauten fishmann classic 4 verstärkt,
der zweite Selbstbau-Taler sitzt am Korpus unter dem Hals, geregelt über den VOX AmPlug.
Die beiden gehen dann in einen alten Dynacord-Röhren-Verstärker, bisher getrennt in den Dynacord, der hat 4 Eingänge
- und nach vielen anderen Versuchen kam ich nun erstmalig auf einen Sound, wie ich ihn gesucht hatte! Also eigentlich alles in Hochstimmung :)
Ich würd aber vielleicht auch gern damit mal in andere Amps gehen können, die nur 1 Eingang haben. Oder direkt in ein kleineres Pult.
Und will, wie gesagt, außerdem wissen, ob und wie sich die beiden Zusammenführungen evtl. klanglich voneinander unterscheiden.
Und last not least jetzt - ob durch Dein "Entkoppeln" das allzu bekannte alte Problem wirklich gelöst wäre.

Vielen Dank, sobald ich das gebastelt und probiert hab, geb ich mal Bescheid,
guten Gruß,
olda
 
Hallo just-lights,

das "Kistchen" ist gebaut. Auf Anraten eines Piezo-Bastel-Kollegen hab ich von vorn herein etwas größere Widerstände verbaut, so bei 40 KOhm, mit 0,6 Watt.
Habs vorhin zumindest schonmal für die beiden Piezos am großen Amp probieren können - ja, läuft, funktioniert!
Die Signale scheinen zwar leicht abgesenkt - ohne Kistchen, getrennt in 2 eigene Eingänge, klingts noch etwas voller und besser; das hatte ich aber auch nicht anders erwartet.
Sollte nun mal nur 1 Eingang zur Verfügung stehen, kann ich da jedenfalls mit Arbeiten - vielen Dank!
Guten Gruß,
olda
 
Hallo olda,
schön dass es funktioniert ( hab ich auch nicht anders erwartet ;)).
Dass da so wenig Signal rauskommt ist klar, deshalb hab ich ja auch nur 10 kOhm empfohlen.
Um das genau zu bestimmen, was da nötig wäre, müsste man die Ausgangsimpedanzen der Ausgänge kennen.
Aber wenn du so klarkommst >>>>> WUNDERBAR !
 
Hallo just-lights,
um dies noch am Rande zu erwähnen: ich hab Deine Empfehlung inzwischen umgesetzt und alles nochmal auf 10 kOhm umgelötet.
Ja, besser ist das! :)
Danke,
olda
 
Hallo just-lights,

darf ich nochmal erweitert etwas nachfragen?

Wie sähe das aus, wenn ich aus dem jetzt gelungen vorhandenen "Kistchen" mit den 2 Eingängen

- auch zweimal RAUS wollte; also 2 AUSgänge für das gleiche Signal haben wollte?

Einfach dazu löten (- oder sogar nur einen Y-Stecker in den Ausgang stöpseln -)

wird ja wohl kaum gehen, weils wieder das Signal beeinflussen/verändern würde - oder?

Die Intention zu dieser Versuchsanordnung ist wieder mal bastelmäßig nerdig:

aus dem bestehenden Ausgang gehe ich in eine PA;

bei einem Auftritt saß ich auf ner Bühne im Schatten hinter den Lautsprechern,

ohne Monitor - und hörte mich nicht. Und nu denk ich mir so:

eigene Monitor-Box mitbringen hin, In-Ear-Systeme her ... vielleicht bringts mir

ja schon was, wenn ich mein eigenes Signal mit sowas wie einem Kopfhörerverstärkerchen

(KORG Pandora etc.) mithören könnte?

Ist ziemlich schräg, ich weiß. But that's the way I like it ;) Würds gern mal

ausprobiert haben.

Wenn Du kopfschüttelnd grinsend Lust und Zeit hast, das mal zu denken : Vielen Dank!

Guten Gruß,

olda
 
Hallo olda,

Wie du schon richtig bemerkt hast, einfach y - adapter ranstecken
ist nicht gut. Würde zur not auch gehen, wird dir aber erheblichen höhenverlust beim audiosignal einbringen.

Siehe hier:
http://www.sengpielaudio.com/Rechner-spannungsanpassung.htm
--bitte auf der Seite bis ganz unten scrollen---
Du würdest mit dem y-adapter 2 verstärkereingänge parallel schalten, was die eingangsimpedanzen dieser verstärker halbieren würde( mal simpel ausgedrückt)

Was du brauchst ist das hier:

http://www.sengpielaudio.com/PassiveDI-Box.pdf

Eine DI Box, damit schlägst du auch gleich 2 Fliegen mit 1 Klappe:
Du hast 2 getrennte Ausgänge und dein Signal was ins Mischpult / Pa geht ist symmetriert und somit störunanfälliger. Zudem kannst du mit dem Groundlift schalter eventuelles Brummen eleminieren.

Ich hoffe das hilft dir weiter, ansonsten meld dich einfach.

Gruß
 
Hallo just-lights,

Danke, ich freue mich sehr, dass Du mir Anfänger nochmal wieder geantwortet und Dir die Mühe
für die Links gemacht hast!
Ich seh mir das in Ruhe an, lerne und finde heraus, ob ich das noch verstehen - und löten kann.
Das kann bisserl dauern ... Sobald ich mir die Finger dran verbrannt hab, sag ich Bescheid,
wie es wurde.
Guten Gruß,
olda
 
Hallo just-lights,
und ein weiteres mal meinen feinsten Dank für Dein rasches Einlenken gegen meine fehldimensionierte Ambition des Selber-Lötens ;)
Ja, werde ich mir besorgen!
Aber schon gibts wieder ein Problem, nämlich schlicht benötigte erfahrene Kaufempfehlung:

das Millenium DI-E hat etliche Käufer-Rückmeldungen, die mir nicht gefallen;
ich würde durchaus auch gern bisserl mehr anlegen, damits vernünftig wird
- aber Du meine Güte, da gibts ja hunderte!...
Für meine einfachen Zwecke solls dann ruhig 30.-/40.- kosten - aber da gibts dann immer noch Zig zur Auswahl...

Falls Du mich auf einen "richtigeren" hinweisen möchtest - Muchas Gracias!
Andernfalls frag ich das als Kaufempfehlung an anderer Stelle im Forum nochmal extra an.

Meinen guten Dank und Gruß,
olda
 
ok,
also Plamer kann ich durchaus empfehlen.

:great: dass du auf Qualität schaust!

Gruß
JL

PS: die Box muss nix besonderes können, einfach drauf achten dass Pegelschalter dran sind um evetuell dein Signal anzupassen und ein Ground Lift Schalter.
 
MUCHAS!
Der Palmer PAN01 ist bestellt.
XLR > Klinke-Adapter gleich schonmal mit. Bin gespannt!
Guten Gruß,
olda
 
Dass da so wenig Signal rauskommt ist klar, deshalb hab ich ja auch nur 10 kOhm empfohlen.
Um das genau zu bestimmen, was da nötig wäre, müsste man die Ausgangsimpedanzen der Ausgänge kennen.

Hi,
ich versuche gerade etwas sehr ähnliches zu bewerkstelligen, stoße dabei aber auf ein Problem dass vermutlich mit den Widerständen und der Impedanz zu tun hat, und zwar folgendes:
Ich versuche so eine Weiche für meine Italia Mondial Classic zu bauen. Die Gitarre hat einen Piezo Tonabnehmer in der Brücke, und zwei Humbucker Pick-ups. Die beiden Systeme - Humbucker und Piezo - liegen jeweils an 2 separaten Ausgängen, und könnten also parallel nur über 2 Verstärker betrieben werden. Da ich aber leider nur einen habe, den Sound aber dennoch gerne mischen würde, habe ich versucht diese Weiche zu bauen. Aktuell habe ich es mit 2 * 10kOhm versucht.

Das Problem ist nun, dass aus dem Humbucker Output seeehr wenig Signal kommt, der Piezo ist schon OK. Auch ein bisschen leiser als mit einfachem Kabel, aber OK. Die Humbucker sind aber wirklich extrem leise, auch das Volume-Poti hat kaum noch Effekt, außer voll aufreissen.

Nun vermute ich also, dass ich für den Humbucker Ausgang einen anderen Widerstand nehmen müssten, aber welchen denn? Wie finde ich denn die genaue Impedanz raus?
 
Hallo flapheadx

Zitat:
Nun vermute ich also, dass ich für den Humbucker Ausgang einen anderen Widerstand nehmen müssten, aber welchen denn? Wie finde ich denn die genaue Impedanz raus?

Ausprobieren !

nimm einfach ein 10 Kohm poti, schliesse den mittleren Pin und einen der äußeren an.
dreh das poti mit dem schleifer auf die nicht angelötete seite.
schliesse alles an und dann drehst du langsam das poti in die andere richtung, wenn es geht, nicht bis zum anschlag (also quasi 0 Ohm)
solltest du mit der Lautstärke halbwegs hinkommen, dann biste fertig.
 
Danke für den Tip. Habe leider kein Poti zur Hand, muss ich mir erst besorgen. Ich habe mal die Ausgänge der einzelnen Pickups durchgemessen, jeweils mit voll aufgedrehtem Volumeregler, mit folgenden Ergebnissen:

Neck-HB: 6,9 kOhm
Bridge-HB: 14,3 kOhm
Piezo (aktiv): 49,9

Wie genau ist denn der Zusammenhang zwischen den Impedanzen der Pickups und den Widerständen die ich mein Kabel einlöten muss? Braucht jeder Pickup einen Widerstand, der der eigenen Impedanz entspricht?

Viele Grüße,
flapheadx
 
Hallo flapheadx,

das Thema ist nicht ganz so einfach und ziemlich Komplex.
Deine gemessenen Widerstände sind ja nur die reinen OhmschenWiderstände, nicht die Impedanzen!
Impedanzen reel zu messen bedarf eines erhöhten Meßaufwandes. siehe den link den ich weiter oben mal gepostet habe

Ist der Piezo Widerstand in Ohm oder Kiloohm?
Ich nehm mal an KOhm.
dann ist das natürlich ein extremes Verhältnis der beiden Systeme zueinander.
Die beiden Humbucker sind wohl Parallel geschaltet, was dann einen ohmschen Widerstand von insgesamt 4,65 KOhm zur folge hat.

Ich bin eher der praktisch veranlagte, denn mit der Theorie kommen wir hier nicht sehr weit, da das ganze wie gesagt sehr komplex ist.
Da spielt natürlich auch die Eingangimpedanz des Verstärkers ein e Rolle.
Ich würde also in deinem Fall wirklich mal mit dem Poti versuchen.
Oder noch besser mach doch auch mal in den Piezo zweig ein 10KOhm poti und versuch dann beide Pickupsysteme auf gleiches Lautstärkelevel zu bekommen.
Du kannst ja Trimmpotis nehmen, die sind klein genug um evtl auch in einen Klinken Stecker zu passen.
 
Hallo,

mit Tonabnehmern kenne ich mich nun nicht gerade perfekt aus.

Und Dein Engagement, just-lights, finde ich hier wirklich bemerkenswert positiv.


Allerdings habe ich bei der rein passiven Verschaltung der Tonabnehmer über Widerstände doch einige Bedenken:

Humbucker mögen eine nicht allzu hohe Impedanz (> Wechselstromwiderstand) haben.
Piezo-Tonabnehmer haben jedoch sehr häufig eine sehr hohe Impednaz im MOhm-Bereich.

Verschaltet man nun hochohmige Tonquellen (hier: Tonabnehmer mit hoher Impedanz) über im Verhältnis dazu recht kleine Widerstände, dann wirken die Tonabnehmer gegenseitig als Last. D.h. deren Wechselstromwiderstand gegen Masse wird wesentlich verkleinert.

Sowas kann sehr deutlich hörbare Auswirkungen auf den Klang haben; d.h. dass der jeweilige Tonabnehmer alleine ganz anders klingt, als wenn er passiv mit anderen Tonabnehmern verschaltet ist.

Ich sage ganz bewusst nur, dass die Tonabnehmer dann mitunter ganz "anders" klingen, weil es sehr subjektiv sein kann, ob sie für die jeweilige Person "schlechter" oder "besser" klingen.

Will man jedoch den Klang, den der jeweilige Tonabnehmer alleine produziert, auch bei einer Verschaltung mit anderen Tonabnehmern beibehalten, müssen die Tonabnehmer m.E. über wesentlich höheren Widerstände (passiv) miteinander verschaltet, d.h. gegeneinander entkoppelt werden.

Oder man macht das, was in solchen Fällen bei Instrumenten mit einer Kombination aus "normalen" Tonabnehmern und Piezo-Tonabnehmern zumeist geschieht:
Man verwendet eine aktive Elektronik, d.h. zumindest für den Piezo-Tonabnehmer, meistens aber für beide Tonabnehmerarten, mindestens einen Impedanzwandler (oder einen kompletten Preamp), der aus dem hochohmigen Piezosignal ein (relativ) niederohmiges macht.

Gruß
Ulrich
 
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Ulrich,
ich gebe dir vollkommen recht. Das was ich hier anbiete ist natürlich gebastelt.
aber es wurde ja auch jeweils nach einfachen lösungen gefragt(zumindest habe ich das so gedeutet)
meine vorschläge verstehen sich als minimalste lösung.
optimal wäre es natürlich mit einer aktiven elektronik, aber dann sollte der gitarrenbesitzer das vorher checken, wie die gitarre gebaut ist und dementsprechend kaufen.
natürlich hat ein passives widerstandsnetzwerk einfluss auf den klang, der thread ersteller konnte das ja auch bestätigen.

also bleibt entweder die bastellösung oder die profilösung

gruß
 
Hi,
... es wurde ja auch jeweils nach einfachen lösungen gefragt(zumindest habe ich das so gedeutet)
meine vorschläge verstehen sich als minimalste lösung.
optimal wäre es natürlich mit einer aktiven elektronik ...
natürlich hat ein passives widerstandsnetzwerk einfluss auf den klang, der thread ersteller konnte das ja auch bestätigen
...

ok, wenn das allerseits klar wann, dann will ich gar nicht weiter dazwischenquatschen ;)


Gruß
Ulrich
 

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