2 Unterschiedlich große mundstücke?

von lux88, 21.04.08.

  1. lux88

    lux88 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.08   #1
    Hallo, bin über google hier her gekommen, mal schauen was man hier so findet^^

    Aber ich hab gleich ne frage:

    Ich hab vor ca. 10 Jahren mit ner recht einfachen Jupiterposaune angefangen und dann vor 3 Jahren hab ich mir ne etwas teurere Posaune mit Quartventil gekauft. Die Posaune ist ein Eigenbau vom Händler, hat mich aber beim anspielen im Laden sehr überzeugen können.

    Die zweite Posaune hat dickere Rohre (könnte nachher evtl nachmessen) und auch ein breiteres mundstück, ich hab die mir damals gekauft, weil ich sehr oft Bassposaune bzw. sogar ne Tubastimme gespielt habe.

    Mittlerweile spiel ich aber noch in ner Big Band und in mit ein paar kollegen bisschen Ska. Ungünstigerweise geht das von der Tonlage sehr weit nach oben. Ist zwar nicht so schlimm, dass ich mir gleich ne zweite Posaune kaufen würde, aber die Plagerei ab dem as1 stöhrt schon

    Ein Kollege meinte dann, dass man evtl ein schmaleres Mundstück nehmen könnte um mir leichter zu tun, weil gefühlsmäßig die höheren instrumente die kleineren mundstücke haben.

    Jetzt hab ich 3 Fragen:
    1. Stimmt die Aussage denn überhaupt?
    2. Ist die Breite von Mundstücken denn abhängig vom Durchmesser der Rohre, oder kann ich jedes Mundstück auf jede Posaune stecken?
    3. Macht es denn ansatztechnisch Probleme mit 2 verschiedenen Mundstückgrößen zu spielen? Ein bekannter Lehrer meinte mal, als ich spasseshalber auf ner Trompete von nem Kumpel geblasen hab, dass das dem Ansatz schaden würde.

    Schon mal danke im Vorraus für eure (hoffentlich hilfreichen) Tipps!

    MfG Lux88
     
  2. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.08   #2
    Willkommen im Club. Hier wird geholfen bis die Schwarte kracht.

    Können könnte man schon. Der Zweck ist einen schlankeren Ton zu bekommen. Hat mit Höhe nichts zu tun.

    Nö!
    Hat nur was mit dem Schaft zu tun. Da gibt es 3 Größen. der Frz. stirbt langsam aus, so bleiben effektief zwei Größen übrig.
    Nein. Ich spiele sowohl Tenor als auch Bass. Für die Tenor habe ich 3 Mundstücke: 1 als Sreamer, 2. für Solo, die ist schmusiger. 3. Falls ich evtl mal auf der 3. Stimme aushelfen müßte ein Tiefes. Für die Bass habe ich 2. 1 für den Tenorbereich wegen des großen Tones der Posaune, kommt gut für Solos, und ein Bass für die Tiefe.
    Man kann auch auf einer Bassposaune genau so hoch speilen wie auf einer Tenor - oder man hat keinen Ansatz.
    Es gibt aber Mundstücke, die sind ungünstig geschnitten. Da mußt du dir ein neues suchen.


    MfG Lux88[/QUOTE]
     
  3. lux88

    lux88 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.08   #3
    wenn ich manchmal noch auf meiner alten spiele, hab ich das gefühl, dass ich bei den hohen tönen weniger probleme habe.

    kann auch sein, dass ich das nur meine...
     
  4. kloppi

    kloppi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.08   #4
    hi,
    Jo!

    ich komm zwar von der trompete aber ich wechsel mein mundstück auch je nach einsatzbereich.
    wenn ich in der bigband den riesen pott spiele wie im symphonie-orchester, verreck ich einfach weil es extrem anstrengend für mich ist damit "hoch" zu spielen, ausserdem klingt es einfach nicht so schön oben rum wie mit einem flachen. jedoch würde mich mein dirigent im symphonieorchester vermutlich töten wenn ich mein bigband-mundstück da fahren würde (schon versucht, er war nicht begeistert, und ich auch nicht) weil der sound einfach zu spitz ist.

    jedoch ändert sich der tonumfang ändert sich NICHT mit der mundstückwahl...nichtmal so ein bisschen,
    aber man kann sich das leben schwer - oder einfach machen.
    jedoch hat das alles seine vor-und nachteile die hier schon öfter mal aufgeführt wurden.
    doch zu frage 3:
    den ansatz ruinieren kann man sich damit nicht, jedoch habe ich das gefühl, dass es beim spielen im mittleren / tiefen bereich mit einem tiefen mundstück nicht so anstrengend ist.
     
  5. oggimatt

    oggimatt HCA Posaune HCA

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    Erstellt: 22.04.08   #5
    Tach auch,

    als "Wechselposaunist" spiele ich auf meinen Tröten auch immer verschiedene Mundstücke.
    Auf der Bassposaune bspw. Schilke 59, auf der Conn 8H Schilke 51D, auf der King 3B Schilke 50 und auf der Martin Committee Klier 8D.
    Das Mundstück muß zu Dir und zu der Tröte passen.
    Du kannst ja auch im Ska und der Bigband die Jupiter spielen.
    Da spricht nix dagegen.
    Kommt halt drauf an, was Du für einen Sound machen willst.
    Falls Du alle Gigs mit deiner neuen Large Bore-Kanne spielen willst, kannst Du für Bigband und Ska nach flacheren Kesseln und etwas kleinerer Bohrung schauen.
    Wenn Du bei der gleichen Mundstück-Marke wie bisher, nur eine Nummer kleiner, bleiben kannst, umso besser.
    Der neue Rand und die neue Kesseltiefe sollten für Dich aber bequem sein.
    Wunderhöhen gibts durch etwas kleinere Mundstücke nicht, aber sie können den Gig etwas einfacher machen.
    Um einen Überblick über die versch. Mundstücke zu gewähren, schaust Du hier:
    http://www.militarymusician.com/xcart/pages.php?pageid=4

    und da als Anhang von Musik Haag.

    Viel Erfolg beim Ausprobieren.
    Bis denne

    Matt
     

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  6. lux88

    lux88 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.08   #6
    danke, ich werd mir morgen mal die links zu gemüte führen!

    ich will gar nicht noch höher hinaus, hab festgestellt das ne dicke posaune ab nem a/h/b oben ziemlich ulkig aussieht, wenn sie in ner trompetenlage spielt^^

    ich will mir einfach nur das leben leichter machen
     
  7. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.08   #7
    Also dazu noch ein Tipp von mir, das Leben leichter machen wirst du dir vor allem durch Höhentraining, ein Ab 1 sollte man wirklich spielen können.
    Die Sache mit dem Equipment wird von Anfängern oft überbewertet, viel wichtiger sind starke Lippen mit großer Kontrolle, Puste, Rhythmik, Tonvorstellung/Gehörbildung und Lippe/Hand-Koordination. Gib Jiggs Whigham oder Lindberg mal irgendeine Jupiter Schülertröte in die Hand, und ich bin sicher, dass sie beide großartig klingen werden, und vom Subkontra H bis zum C3 kommen.
     
  8. oggimatt

    oggimatt HCA Posaune HCA

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    Erstellt: 15.07.08   #8
    Ja, ein schwieriges Unterfangen für Amateure: Viel Luftführung bei wenig Druck (Zitat mein Lehrer:"Weg vom Mundstück"). Das Umzusetzen bedarf es dann einiger Zeit, vor allem, wenn man in den Bands keine Pause machen, sondern weiterspielen muß.

    C'mon. Subcontra H. Wassn' das? Ich bin froh, wenn ich auf der Bassposaune ein Contra F kriege. Bin da aber auch neu im Metier.
    Und falls einer der oben genannten Herren das Subcontra H echt spielen sollte, wirds' auf der Tenorkanne doch echt scheisse klingen. Glaube ich zumindest.:screwy:

    Was soll das denn überhaupt? Die Trompeter machen einen auf Höhe. Schön und gut. Da müssen wir doch nicht in der Tiefe nachkarten, nach dem Motto "Wer hat den Längsten?".
    Da stehen wir doch drüber, denn wir sind Posaunisten/-innen und kümmern uns um Tonkultur.
    Oder etwa nich'?;)
    Na, denn mailt mal was an den Durchschnittsposaunisten,

    bis denne

    Matt
     
  9. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.08   #9
    Oha, ich denke dass sie Sch... klingen werden. Du kannst die Typen von mir aus vergöttern, aber nicht vergotten. Die kochen auch nur mit Wasser. Zudem sind die auf ihr Instrument und Mundstück bestens eingeblasen und tun sich auf ungünstigem Equipment genau so schwer wie andere auch.

    Subkontra H? Wer schreibt denn sowas? Ein Arrangeur oder Komponist der eine Tuba nicht von einer Bassposaune unterscheiden kann? In die Tonne mit dem! :bang:

    @ lux
    Höhentraining? Man steckt die Schnute nicht in den Spucknapf bis zur Bohrung. Man braucht Lippenspannung. Buzze mal die Tonleiter ohne Mundstück vorm Spiegel, die Mundwinkel schön breit gezogen, die Backen an die Zähne. Fühle mit Hand die Backenmuskulatur an den unteren Backenzähnen und neben den Mundswinkeln. Es braucht etwas, bis sich die entwickelt hat.
    Im übrigen unterstreiche ich "Tonkultur"!!!
     
  10. oggimatt

    oggimatt HCA Posaune HCA

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    Erstellt: 15.07.08   #10
    Hi Tantrix,

    buzzen ohne Mundstück wäre für mich Gift, aber ansonsten Gimme 5:D
    Bis denne
    Matt
     
  11. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.08   #11
  12. oggimatt

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    Erstellt: 16.07.08   #12
    Hallo Tantrix,

    ich buzze schon etwas, aber ich buzze auf dem Mundstück und spiel das dann mit so gut wie keinem Druck nach. Meist spiele ich Bindungen über die Töne der Züge.
    Bis denne

    Matt
     
  13. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.08   #13
    Ein Subkontra H kommt z.B. bei Wagner-Literatur vor.
    Brauch man als für die allermeisten Stücke sicher nicht, aber ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass die Töne, die man etwas unter der eigenen Grenze liegen, sicherer ansprechen und besser klingen, wenn man an seiner "äußeren" Grenze arbeitet. Sozusagen als Erweiterung der "Comfort Zone". Das trägt natürlich zur Verbesserung der Tonkultur bei.

    Subkontra h ist auf jeder (mir bekannten) Tenorposaune möglich. Den Pedalton auf der 7. Position spielen, und dann ein Quart-Lippenbending runter. Leichtes Pivoting erleichtert die Sache.
     
  14. frankmusik

    frankmusik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.08   #14
    @Lux
    wenn Du in Sachen Mundstückoptimierung mal Hilfe brauchst halte nach Henk Rensinks Anmessungen Ausschau.

    Er gilt als DER Mundstückspapst Europas (vergleichbar Mouthpiece Heaven in U.S.A)
    Henk schreibt in JEDER Bläserzeitschrift (egal ob Clarino, Euro-Brass ..) zur Auswahl des RICHTIGEN Mundstücks .. und GANZ WICHTIG ER verkauft KEINE Mundstücke sondern berät "nur" .... DAS macht ihn noch symphatischer (wer verkauft, verkauft was er hat, an was er was verdient ...)

    Ist im September wieder in D ... ich maile die Termine die Tage! (muß sie auch raussuchen)

    gruß frank :-)
     
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