3. F. Englisch oder Deutsch?

von x-Riff, 02.09.06.

  1. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.09.06   #1
    Englisch oder Deutsch ?
    Ein interessantes Thema – und eins, das so kontrovers diskutiert wird wie kaum ein anderes, wenn es um songtexte geht. Wir gehen hier mal davon aus, dass Eure Muttersprache Deutsch ist – Englisch also für Euch eine Fremdsprache ist.

    Aus unserer Sicht gibt es keine endgültige, für alle richtige oder alle gleichermaßen befriedigende Antwort oder Lösung. Es geht uns also hier nicht darum, eine einzige, alle glückselig machende Entscheidung zu präsentieren, sondern exemplarisch einige typische Statements und Argumente aufzuführen. Entscheiden müsst dann Ihr.

    Englisch ist die einzige und wahre Sprache für Rock und populäre Musik
    Ein Grossteil der Texte, die Euch heute so umgeben, sind in Englisch. Ob Pop, Rock, Hiphop oder auch Metal, nicht nur die englischen Bands, auch viele deutsche Bands singen in englischer Sprache.
    Englisch ist einfach die Sprache der modernen Musik.

    Nun ist es sicher so, dass die internationale Sprache eher Englisch als Deutsch ist. Nur: ist das ein Argument für eine Punk-Band, die im höchsten Falle vor 300 deutschsprachigen Zuschauern spielt? Wie viele deutsche Bands haben denn realistische Aussichten auf einen Deal mit einem internationalen Label? Und wenn man den hat, ist auch Geld vorhanden, sich einen vernünftigen Übersetzer für die eigenen deutschen Texte zu besorgen.
    Und wer die neue deutsche Welle nicht mitbekommen hat, nicht die internationalen Erfolge von Kraftwerk, wem Udo Lindenberg, Ton Steine Scherben, Nina Hagen und Spliff, Grönemeyer, die vielen guten deutschen Gruppen, die erfolgreich sind und auf Deutsch singen – von den Ärzten angefangen bis zu Julimond oder Rammstein oder den vielen guten deutschen HipHop und Rappern - alle heißen nichts sagen, der sollte sich noch mal umgucken und etwas schlauer machen, ehrlich gesagt. Natürlich singen die Scorpions als eine deutsche Band auf Englisch – und das ist ihre Entscheidung.
    Es geht hier nur um das Argument, dass populäre, moderne Musik nur auf Englisch existieren kann. Und das stimmt definitiv nicht.
    Ähnlich ist es mit der Ansicht, dass sich die deutsche Sprache nicht für Rock, Metal oder generell populäre, moderne Musik eignet. Eins stimmt: die englische Sprache ist kürzer. Übersetzt man einen deutschen Text ins Englische ist der englische Text etwa um ein drittel kürzer. Das hat natürlich Vorteile – setzt aber auch voraus, dass man die englische Sprache wirklich beherrscht. Sonst kann es sogar sein, dass der englische Text genauso lang oder länger ist – und dazu noch langweiliger und weniger treffend.
    Ansonsten zeigen die oben angeführten Beispiel, dass jede moderne Musik auch mit deutscher Sprache funktioniert.
    Zum Schluss ein Argument, das immer wieder auftaucht: Wenn ich „Ich liebe Dich“ singe klingt das eben “doofer“ als wenn ich auf Englisch „I love you“ singe.
    Ja und Nein. Ja – aber nur für Deutsche Zuhörer. Für alle anderen klingt der Satz auf Englisch genauso banal. Also dieses Argument verkehrt sich schnell in sein Gegenteil. Wer nicht zu dem Inhalt seines Textes steht, sollte das nie und nimmer als Argument dazu verwenden, das Uninteressante und das wohinter er nicht steht, auf Englisch zu singen. Es wird einfach dadurch nicht besser. Punkt. Nein – denn auch die Zeile „I love you“ ist banal. Es geht darum, interessante Texte zu machen, die auf den Punkt kommen, ein Gefühl vermitteln und eben das ausdrücken, was man ausdrücken will. Nicht mehr und nicht weniger. Eine andere Sprache zu benutzen, um zu verschleiern, dass man eigentlich nichts zu sagen hat und auch noch weitgehend unfähig ist, dies auszudrücken – wähnt sich vielleicht auf der sicheren Seite. In Wirklichkeit macht er es eigentlich nur noch schlimmer.

    Wenn die angeführten Gründe also die einzigen sind, die Euch bewegen auf Englisch statt auf Deutsch zu texten, solltet Ihr Eure Entscheidung ruhig noch mal überdenken.
    Deutsch ist die einzige und wahre Sprache für Deutschsprachige
    Nun – für viele Vorurteile gilt, dass Ihre einfache Umkehrung auch nicht zur Wahrheit führt – wie auch hier.
    Was spricht dagegen, es so zu machen wie die Scorpions oder wie Gruppen, die zunächst in Deutschland mit einem deutschen Text einen Hit landeten und dann eine Fassung mit englischem Text auf den Weg brachten?
    Entscheidend ist einzig und allein die Qualität der Musik und des Textes – und nicht die Sprache, in der es geschrieben und gesungen wird.
    Das Argument der trueness

    Das nächste Loch, in das man fallen kann. Gut: Rap und HipHop beispielsweise entstand in Amerika, Blues ebenso, Rock und Funk und Soul auch.
    Also ist es nur normal, dass die Texte auch zunächst Englische sind. Damit verknüpft sich dann oft das Gefühl: wirkliche – also true – Texte für diese Musikrichtungen haben auf englisch zu sein. Das gehört eben zum Lebensgefühl.
    Ja und nein. Der Blues ist ein Lebensgefühl, vollkommen klar. Aber ein zwanzigjäriger Deutscher ist auch kein Schwarzer, dessen Vorfahren versklavt wurden, der diskriminiert wird wegen seiner Hautfarbe und sich ohne job, ohne Geld und ohne Frau durchs Leben schlagen muss – weil er eben schwarz ist. Natürlich kann auch ein zwanzigjähriger Deutscher den Blues in sich fühlen, ihn leben und ihn ausdrücken. Aber genau dieses Lebensgefühl hängt nicht an der Sprache. Entweder hat er den Blues oder er hat ihn nicht. Und wenn er ihn hat, kann er ihn auch auf Deutsch singen – wenn er will. Dass hier der Blues nur als Beispiel fungiert, dürfte klar sein.
    Trueness hängt nicht mit der Sprache zusammen, in der man singt. Entweder man teilt dieses Lebensgefühl – dann kann man es in jeder Sprache adäquat ausdrücken. Oder man teilt das Lebensgefühl nicht – dann hilft auch eine noch so englische Sprache keinen Deut weiter.
    Gründe die dagegen sprechen auf Englisch zu texten
    Die Gründe, die dafür sprechen, auf Englisch zu texten sind ja schon angeführt und beleuchtet worden. Aber es gibt eine Reihe von Gründen, die dagegen sprechen auf Englisch zu texten.
    1. Wer nicht absolut sattelfest in der englischen Sprache, wird nie auf Englisch das sagen und mitteilen können wie er es auf Deutsch könnte.
    2. Einen guten Text als nicht sattelfester Kenner der englischen Sprache auf englisch zu schreiben macht mehr Arbeit als einen guten deutschen Text zu schreiben. Wer schneller einen englischen Text schreiben kann, beherrscht entweder die englische Sprache ausgezeichnet – oder es handelt sich nicht wirklich um einen guten Text.
    3. Wer sich nicht wirklich gut oder sehr gut in der englischen Sprache auskennt, handelt sich folgende Nachteile ein: a) der Wortschatz ist begrenzter als im Deutschen, b) grammatikalisch begibt man sich auf ein nicht einfaches Feld, c) alles was Stil, Metrik, Rhythmus und nicht zuletzt die mitschwingende Bedeutung von Worten (Konnotation) angeht, kann auf einem ziemlichen vermintes Gelände führen.
    Heißt: die Möglichkeiten, Schnitzer zu machen und ungewollte Lacher hervorzulocken ist bei einer Fremdspache größer als bei der Muttersprache.

    4. Es gibt deutliche Unterschiede zwischen britischen, amerikanischen und australischem Englisch. Dazu kommen noch verschieden slangs, Sprichwörter und ähnliches. Verschiedene Arten des Englischen in einen Text zu packen wird von den jeweils englischen Muttersprachlern als entweder nervend oder belustigend empfunden. Das ist so als würde man in einem deutschen Text hochdeutsche Ausdrücke mit Bayrischen und Schwäbischen und Sächsischen Ausdrücken vermischen.
    5. Nicht nur der Text ist auf Englisch. Er wird ja auch englisch gesungen. Und wenn der Sänger oder die Sängerin hier Defizite hat, ist auch nicht viel gewonnen. Zu einem mäßigen Text kommt noch ein mäßiger Gesang. Auch hier gibt es etliche Fettnäpfchen, in die man treten kann.

    Zwischenfazit
    A) Es gibt keine grundsätzlichen Argumente für oder gegen das Deutsch oder das Englische bezüglich des Schreibens von Texten für songs.
    B) Wer nicht sehr sattelfest im Englischen ist befindet sich naturgemäß auf schwierigerem Gelände als wenn er oder sie in der Muttersprache textet.
    C) Es ist eine Frage des Geschmacks und der eigenen Entscheidung, welche Musik in welcher Sprache besser für das eigene Ohr geeignet ist., und ob ein deutscher oder englischer Text besser zur eigenen Musik passt.



    Doch wie dem auch immer sei: Wer sich nun entschlossen hat, auf englisch zu schreiben, für den haben wir im Folgenden auch noch Tipps zur Verfügung:

    Wie schreibe ich als Deutschersprachiger einen englischen Text

    I. Der Start
    Leider klappt es gar nicht bis sehr selten, einen bestehenden deutschen Text ins Englische zu übersetzen.
    Englisch ist einfach eine andere Sprache, die Grammatik und viele der Ausdrücke kann man nicht Wort für Wort übersetzen.

    Die Ideensammlung kann noch in Deutsch geschehen, das Texten muss dann aber in Englisch gemacht werden.
    Man braucht also ein gewisses Englisch-level, was die Grammatik, einen Grundstamm an Vokabeln und einige spezielle englische Ausdrücke umfasst.
    Fließend Englisch ist gar nicht mal nötig, aber man muss seine Textvorstellung seinem Level anpassen. Nach ein paar Jahren Englischunterricht kann man einfach keinen lyrisch hochanspruchsvoll und perfekten Text verfassen. Aber in jedem Fall richtiges Englisch schreiben.

    An seinem eigenen Englischenlevel läßt sich auch ganz einfach arbeiten, ein englisches Buch lesen oder eine DVD mal auf Englisch gucken bringt einen immer etwas weiter.


    II. Texten
    der kreative Prozess des Englische-texten unterscheidet sich natürlich gar nicht vom deutschen, da muss man einfach zum Teil Kreativität im Workshop zurückblättern.

    Dieser Teil des Workshops ist nur, na ja - fast nur für die Richtigkeit der englischen Sprache und soll dafür sorgen, dass sich der englische text nicht wie Deutsch mit englischen Worten anhört.

    III. Wahl der Worte.
    Ein Deutsch/Englisches Wörterbuch ist für die erste Phase des Textens, die Ideensuche, wirklich geeignet. Da geht es ja noch nicht um die wortgenaue Umsetzung, sondern nur um das grobe Gerüst. Ich kann hier drei Online-Wörterbücher empfehlen.

    http://dict.tu-chemnitz.de/

    ist eine sehr präzise Seite mit vielen Einträgen, die beide Suchrichtungen beherrscht. Die Seite hat den Vorteil, dass man zu vielen der gleichen deutschen Wörter die unterschiedlichen englischen Wörter mit einer kurzen Erklärung erhaelt. Man sucht nach auslaufen und erhält "leak out (Flüssigkeit)", "coast down (abfahren Schiff)" und "level off (Gelände)" Manche der anderen Seiten sind da etwas unpräziser, aber auf diese Weise benutzt man schon mal das falsche Wort.

    Ich empfehle auch immer "gegenzuchecken", also in einem Wörterbuch nach dem englischen Wort suchen, und mit dem Ergebnis dann in einem anderen Wörterbuch das englische Wort „gegensuchen“. Manchmal kommen da echt wilde Sachen raus....

    http://dict.leo.org/
    die Seite sind sicher jedem bekannt, die Seite der tu-chemnitz ist aber mein Favorit, da sie ein ganz kleines bißchen mehr Einträge hat und etwas präziser als Leo ist.

    Ist man über den teil der Ideensammlung hinaus, helfen einem Wörterbücher nur noch schlecht weiter. Man sucht ja meist nach einem englischen Ausdruck, der ein bestimmtes Wort wiedergibt und nur eben nicht in den existierenden Reim oder Takt passen will.


    Hier hilft einem ein englisches Reimlexikon,
    http://www.rhymezone.com/
    dürfte da wohl das beste und bekannte Online-Reimlexikon sein.

    Natürlich helfen Reimlexika nur bis zu einem gewissen grad. Hat man schon eine Idee aber findet nicht das in Reim und Struktur passende Wort., empfehle ich dann einen Thesaurus, ein buch mit Synonymen und sinnverwandten Wörtern. der beste Online thesaurus ist dieser hier:

    http://thesaurus.reference.com/
    Worte sind der eine Teil, der andere ist die Grammatik. Da besonders die Zeiten.
    Was passiert in welcher Reihenfolge, nehme ich einen Formulierung nur, weil sie gut klingt oder ist das tatsächlich die richtige Zeit? Wie im beim Schreiben eines deutschen Textes muss man sich vorher entscheiden, wann was passiert.

    Zu allen Fragen zu Zeiten, Grammatik allgemein, Satzbau aber auch Vokabeln und Ausdrücke, habe ich hier eine Seite:
    http://www.englisch-hilfen.de/grammar_list/alle.htm
    diese Seite mag ich gerne, lasst euch von der poppig jungen Aufmachung nicht verschrecken, die Seite ist echt gut.
    Das beste ist das Forum, wer das hier liest sollte ja die Vorteile von Foren zu schätzen wissen. Da gibt es Englischlehrer und Muttersprachler, die einem auch Fragen beantworten können, die man eben nur als "Engländer" kennt. Es gibt auch ein extra Unterforum für Songtexte und Witze.

    Dass der Text richtig Englisch klingt, ist sicher der schwierigste Teil. Dazu gehören englische Sprichwörter oder eben einfache "Synonyme" die man einfach nicht sinngemäß Englisch/deutsch übersetzen kann. offizieller Name ist "idiomatische Wendungen".
    Wenn ich im deutschen von meiner "Karre" rede, meine ich im Englischen damit meinen "ride". Gleiche umgangssprachliche Bedeutung, völlig anderes Wort wenn ich es wortwörtlich übersetze. die oben angegebenen Wörterbücher kennen die meisten der umgangssprachlichen Ausdrücke, Sprache ist aber so lebendig, dass es sich schneller ändert als dass die Mitarbeiter dieser Seiten tippen können.
    Da kommt dann noch mal hinzu, dass Englisch sich dann von Amerikanisch, Irisch von Australisch und das ganze dann noch mal je nach Gegend oder Region unterscheidet.

    vom britischen Englisch ausgehend kann ich wieder diese Seite empfehlen:
    http://www.englisch-hilfen.de/words/informal1.htm

    Natürlich ist diese Liste nicht vollständig und absolut gar nicht repräsentativ. Bei diesem Punkt hilft im wesentlichen fragen, mehr fällt mir dazu leider nicht ein. Checkt einfach das Forum.

    Natürlich wird grade in allen "Underground"-Musikrichtungen gerne und viel geflucht. Ich habe auch nach intensiver Internetsuche nichts gefunden, wo über die "Regeln" der Englischen swearwords referiert wird. Ehrlich gesagt - kein Wunder. Ob das Teil dieses Workshops seien sollte, weiß ich auch nicht genau. Es wird viel falsch gemacht und das bliebte F-wort an Stellen gesetzt, an denen es nicht passt. Ich würde da sagen, macht´s wie eure Vorbilder...


    IV Von den Anderen lernen
    grade wenn man in Bildern schreibt oder sich bestimmter lyrischer Ausdrucksweisen bedienen will, einfach nach den andern gucken. Lest vorher ein paar englische Gedichte, lest überhaupt englische Texte, newspapers, magazins, books, hört euch die Songs eurer Vorbilder an. Viele der Formulierungen sind gebräuchliche Bilder, die man ruhig übernehmen kann. Ihr klaut nichts, die haben das nicht erfunden.

    Wenn ihr ein bekanntes deutsches sprachliches Bild ins Englische Wort für Wort übersetzt, kann das durchaus ein verständlicher Vergleich werden.
     
  2. x-Riff

    x-Riff Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.09.06   #2
    Ich habe einen vorliegenden Text von wilbour-cobb (etwa ab Wie schreibe ich als Deutschsprachiger einen englischen Text) um die Behandlung des Themas: Englisch oder Deutsch ergänzt und erweitert.

    x-Riff
     
  3. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 03.09.06   #3
    Das habt Ihr gut gemacht, Ihr beiden.
    Hinzufügen möchte ich noch zwei Punkte, die ich entweder "überlesen" habe oder die tatsächlich nicht auftauchen.

    Die persönliche Entwicklung und der äußere Einfluss entscheidet zu Beginn des Musizierens und Textens darüber, in welcher Sprache man dieses tut. Natürlich hängt man sich die erste Jahre an seine Vorbilder, "imitiert" sie und kann nur schwer einen anderen Weg einschlagen. Wenn die Idole englisch singen, tut man es fast zwangsläufig. Erst wenn man ein eigenes Profil als Künstler eingeschlagen hat, ist man in der Lage, die Muster zu verlassen. Die oben genannten Argumente - wie zum Beispiel die "Trueness" - sind im Grunde "Rechtfertigungen", weil es sich nicht schickt, einfach zu sagen "wir möchten halt klingen wie unsere Vorbilder - und die singen in Englisch"

    Der Trend
    ... ist häufig ein Argument für die Entscheidung, in welcher Sprache man singt. Leider wird ein erfolgreiches Konzept immer erst für eine lange Zeit kopiert, bevor wieder neue Wege eingeschlagen werden. Ich erinnere mich an Zeiten in den 80ern, wo es fast nicht möglich war, mit englsichsprachiger Rockmusik als Deuscthe Band einen Plattenvertrag zu bekommen. Wer also außer künstlerischer Anerkennung auch einen gewissen kommerziellen Erfolg haben wollte, musste Deutsch singen - wobei dei Qualität fast keine Rolle spielte. Oder er brauchte einen langen Atem.

    Momentan ist es ähnlich. Während in den späten Neunzigern - zumindest im Bereich "Rockmusik" vorwiegend englischsprachige Deutsche Crossover Bands wie Freaky Fuckin Weirdoz, Guano Apes oder H-Bloxx gesigned wurden, gibt es nun seit einigen Jahren wieder einen reinen Deutsch-Hype, zumindest was die Vermarktung neuer Bands angeht (Helden, Silbermond und wie sie alle heißen).
     
  4. desgraca

    desgraca Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.06   #4
    sooo..
    find ich gut-wobei ich denke, dass andere leute besser sagen können als ich, ob ihre probleme beim texten oben angesprochen wurden...aber da wird ja sicher noch ein feedback kommen.

    ein tipp fällt mir noch ein......wenn man wortgruppen zusammensetzt, oder auch einfach mal nicht weiß, welche präposition hinter einen bestimmten ausdruck gehört, z.b. ob es
    to complain over* oder
    to complain about
    heißt,
    am besten einfach mal die gesamte phrase in "" setzen und bei google suchen, das mit den meisten hits wird dann schon richtig sein:D

    edit: google.com nicht .de
     
  5. saTa

    saTa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.07   #5
    Mir fällt dazu nur noch ein, dass die Sprachen eben unterschiedlich klingen. Das Deutsche hat viel härtere Plosive (p/b, t/d), Frikative (s/z, ch, sch), sowie daraus zusammengesetzte Affrikaten (ts, pf usw...)
    Wenn man sich Kettcar und Tomte anhört, wird einem klar, wieso die Musik oft recht gehackt, straight geviertelt ist. Weil's so eben besser zum Gesang passt, der gibt den Style eben so ein bisschen vor. Das Englische ist softer, fließt mehr und kann wie eben oben auch schon gesagt mit wenigeren Worten mehr zum Ausdruck bringen... wenn man's beherrscht. Der Gesang dominiert die Musik nicht zwingen so sehr, wie im Deutschen meist der Fall. Tontechniker stellen bei Reden deutscher Politiker z. B. oft den High-Cut Filter aggressiver als bei den internationalen Kollegen. :)

    That said... man sollte das Englische beherrschen. Und zwar in Grammatik und vor allem auch Aussprache, bevor man sich damit auf die Bühne stellt. Das Deutsche beherrscht man hierzulande naturgegeben, also lieber gut Deutsch als schlecht Englisch.
     
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  6. PANTARHEi

    PANTARHEi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.08   #6
    Dankeschön, einfach Danke. Meine Rede !
     
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