3 verschiedene Griffbretter: Wer hört einen Unterschied (Tonholz Blindtest)?

Man könnte auch über unbefleckte Empfängnis diskutieren...
Für einige Gitarren hier könnte das durchaus zutreffen. Wäre vielleicht auch mal eine Versuchsreihe (Hört ihr das Mojo?) wert.
In Diesem Sinn: Gutes Neues! 🥳
 
Grund: ergänzt
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Herr Zollner hat wie ich meine viel Anerkennung für sein umfassendes Werk verdient, aber man darf es nach meiner Ansicht ruhig hier und da anzweifeln
in der Tat... ein ordentliches Werk.. das sich ggf. auch etwas kritisieren ließe.. und Zündstoff für die eine- oder andere "Glaubensfrage" liefert, was aber auch schon X³ mal hier diskutiert wurde... Wie dem auch sei.. Hut ab vor der Arbeit mit dem Testen der Griffbrett "Akustik".. Ich teile hier aber auch die Meinung des Herrn Zollner... spätestens wenn die Gitarre über den Verstärker wahrgenommen wird.. dürfte wohl Keiner mehr einen Unterschied hören... aber was weiß ich, als Instrumentenbauer, schon davon.. :unsure:
 
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Da schon die drei Ahornhölzer des Halses unterschiedlich sind (Alter, Holzeigenschaften, Kontakt zum Korpus, …), wie soll man da die Komponente des Griffbrettholzes isoliert beurteilen?
Eben, genau daraus erkennt man den nur verschwindend geringen Einfluss vom Griffbrettholz auf den Klang.
Hätte das Griffbrettholz aber einen deutlichen Einfluss auf den Klang, so würde man stehts (auch mit verschieden alten Ahornhälsen) den ganz typischen charakteristischen "Holzklang" der drei Griffbrett-Holzsorten heraus hören können.

Hingegen hat die Position des Pickups (Hals oder Steg) oder auch des Typs (typische Fender-Singlecoils; typische Gibson-Humbucker) bei gleicher Verdrahtung (Potis, Kondensatoren und Kapazitätsbeläge) schon einen recht deutlichen Klangunterschied zur Folge, den man mit etwas Übung auch recht problemlos heraushören wird können

Grüße
 
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Hätte das Griffbrettholz aber einen deutlichen Einfluss auf den Klang, so würde man stehts (auch mit verschieden alten Ahornhälsen) den ganz typischen charakteristischen "Holzklang" der drei Griffbrett-Holzsorten heraus hören können.
Naja, ich würde das nicht ausschließen.
Die meisten hier, wenn nicht nahezu alle, haben einfach auch nicht die Erfahrungswerte, um spezifische Klangeigenschaften einer bestimmten Holzsorte zuordnen zu können, auch mangels Vergleich. Wer tauscht schon ständig seine Griffbretter?

Daraus aber rückwärts zu folgern, dass bestimmte Griffbrettholzsorten keine tendenziellen Klangunterschiede haben, ist so nicht haltbar. Kausalität vs. Korrelation.
 
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You can't prove a negative.

Dass das Griffbrettholz einen Einfluss HAT, muss bewiesen werden!
 
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... lasst doch jetzt gut sein...
Ton kommt von die Finger, aber danke der Mühe.
 
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You can't prove a negative.

Dass das Griffbrettholz einen Einfluss HAT, muss bewiesen werden!
Das ist Unsinn. Hier müsste zumindest eine empirische Testreihe durchgeführt werden, um überhaupt eine Aussage zum Griffbrett treffen zu können.

Wenn ich eine Aussage treffen will, egal in welche Richtung, sollte diese auch bewiesen sein. Nochmal: Kausalität vs. Korrelation.
 
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Immerhin gingen die Zuordnungen der Hörerschaft zu den verschiedenen Griffbretthölzern ja durcheinander wie Kraut und Rüben aus.
Auch die Klangbeschreibungen widersprachen sich teilweise.

Das zeigt uns dass das Griffbrettholz einen bedeutenden eindeutigen Einfluss auf den Klangcharakter der Gitarre macht.
Nochmal: Bedeutend gegen unbedeutend.

In den Tabellen findet man die Auswertung als Zusammenfassung.
Es wurden 17 Angaben oder Tipps ausgewertet.
Bei der Tabelle zu den Griffbretthölzern ist es einfach: Man findet die Häufigkeit, mit der z.B. Griffbrett A als Ahorn erkannt wurde, entsprechend für die anderen Griffbretter.
Hat jemand keinen Tipp abgegeben, so ist das als "-" verzeichnet.

Etwas Erklärungsbedarf besteht bei der Tabelle zu den Klangeinschätzungen.
Hat jemand explizit geschrieben, es klänge gleich, so ist für jedes Griffbrett "gleich" vermerkt worden.
Hat jemand die Griffbretter im Klang im wesentlichen gleich beschrieben, so ist auch "gleich" vermerkt worden.

Hat jemand z.B. Griffbrett A als dunkler als B beschrieben, und C als heller als B, so ist A als "dunkel", B als "neutral" und C als "hell" vermerkt worden.

Hat jemand z.B. Griffbrett A als gleich mit B beschrieben, C als heller, so sind A und B als "dunkel" und C als "hell" vermerkt worden.
Hat jemand z.B. A und B als gleich beschrieben, C aber als dunkler, so sind A und B als "hell" und C als dunkel vermerkt worden.

Grüße

P.S.: Begriffe wie "warm", "dunkel", "tief" o.ä. wurden als "dunkel" zusammengefasst. Begriffe wie "hell", "hoch", "brillant" o.ä. wurden als "hell" zusammengefasst.
Wenn jemand 2 Griffbretter als gleich beschrieben hat, das andere z.B. als heller klingend, so folgt im Umkehrschluss, dass die beiden ersten Griffbretter ja etwas dunkler als das dritte klingen.
Die Angaben "dunkel" oder "hell" sind also als "vergleichsweise dunkler" bzw. als "vergleichsweise heller" zu verstehen.
 

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Grund: Auswertung
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Das keiner mit Sicherheit die Hälse zuordnen konnte, wundert mich nicht so wirklich. Das Netz verfügt ja mittlerweile über recht viele Blindvergleiche bei denen die Leute reihenweise versagen, ganze Gitarren auseinander halten zu können. Und wenn es schon daran scheitert die 10.000€ Gibson nicht von der 400€ Harley Benton unterscheiden zu können, dann ist imo ein zutreffendes Erkennen von nur einem Hals nochmals unmöglicher.

In der Live-und Studiopraxis kommen dann noch Bass, Gesang, Synths, 2. Gitarre und Mikrofoneinfluss hinzu, der die ganzen Feinheiten dann nochmal weiter in den Hintergrund treten lässt.

PS: Danke auch von mir für den Aufwand!
 
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Das zeigt uns dass das Griffbrettholz einen bedeutenden eindeutigen Einfluss auf den Klangcharakter der Gitarre macht.
Nein. Es zeigt uns absolut garnichts über den Einfluss von Griffbrettholz. Was es uns zeigt: Sample B wurde statistisch auffällig häufig mit „dunkel“, C häufig mit „hell“ beschrieben.

—> Unterschiede scheinen erkennbar zu sein
—> Worauf diese nun zurückzuführen sind, ist ein reines Raten. Daraus kann weder in die eine, noch in die andere Richtung ein allgemein gültiger Schluss gezogen werden.

P.S.
Schön dass die Auswertung nachträglich ergänzt wurde.
 
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Du beginnst Deine Beiträge mit „Das ist Unsinn“ und „Nein“ … merkst Du gar nicht, das hier keiner mehr so ernsthaft schreibt?
Wir gehen jetzt erstmal alle ne Runde an die Instrumente, schlag ich vor.
 
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Die Tabelle zeigt ja recht eindeutig, dass die Zuordnung zu den Griffbretthölzern doch eher zufällig ist.
Die meisten Angaben waren "kein Tipp".

Beim Klang zeigt sich, dass die meisten eher keinen Unterschied wahrnahmen ("gleich") oder keine Angaben zum Klang ("-") machten. Griffbrett B wurde häufiger als dunkler klingend als A oder C (oder beide) wahrgenommen, Griffbrett C häufiger als "heller" als A oder B (oder beide) wahrgenommen.

Man muss aber auch die "Messunsicherheiten" bei der geringen Teilnehmerzahl berücksichtigen. Und zum anderen ist diese "Klangauswertung" erst nachträglich gemacht worden. Es wurde nicht direkt danach gefragt, die drei Griffbretter anhand ihrer Klangcharakteristik von "dunkel" bis "hell" einzuordnen.

Man kann die Angaben zum Klang auch anders auswerten.
Nur, wenn explizit ein Griffbrett als heller oder dunkler angegeben wurde, wird es so vermerkt. Griffbretter ohne explizite Klangeinstufung (dunkel, hell) würden dann als "neutral" vermerkt werden.
Und dann sieht die Tabelle schon wieder anders aus. (Z.B.: "A und B klingen recht ähnlich, C im Vergleich heller" würde dann als A, B: neutral und C als "hell" vermerkt werden.)

Grüße
 
Wir sind soweit im Konsens. Wo ich eben nicht mitgehen kann ist dein Beitrag weiter oben:

Eben, genau daraus erkennt man den nur verschwindend geringen Einfluss vom Griffbrettholz auf den Klang.
Diese Kausalität sehe ich nicht als bewiesen an, zumal eine statistische Häufung zu erkennen ist, welche Samples als dunkel/hell beschrieben wurden.
Hätte das Griffbrettholz aber einen deutlichen Einfluss auf den Klang, so würde man stehts (auch mit verschieden alten Ahornhälsen) den ganz typischen charakteristischen "Holzklang" der drei Griffbrett-Holzsorten heraus hören können.

Hingegen hat die Position des Pickups (Hals oder Steg) oder auch des Typs (typische Fender-Singlecoils; typische Gibson-Humbucker) bei gleicher Verdrahtung (Potis, Kondensatoren und Kapazitätsbeläge) schon einen recht deutlichen Klangunterschied zur Folge, den man mit etwas Übung auch recht problemlos heraushören wird können
Liegt das nicht viel eher daran, dass kaum jemand Erfahrungswerte bezgl. A/B-Vergleich unterschiedlicher Griffbretthölzer hat, und somit die Zuordnung zwischen Griffbrettholz und Klangeigenschaften ein Ratespiel wird, während nahezu jeder hier einen A/B-Vergleich der PUs ohne Aufwand durchführen kann, und somit eine Zuordnung auch in der Praxis möglich ist?
—> nur weil die korrekte Zuordnung zwischen Klangeigenschaften und Holzart nicht möglich war, heißt das nicht, dass es keine holzspezifischen Klangeigenschaften gibt. Die Klangeigenschaften je Sample wurden ja häufiger identisch beschrieben.

—> Unterschiede scheinen erkennbar zu sein
—> Worauf diese nun zurückzuführen sind, ist ein reines Raten. Daraus kann weder in die eine, noch in die andere Richtung ein allgemein gültiger Schluss gezogen werden.
 
Kann aber nicht sein, dass Ihr das Thema und auch Euch etwas zu ernst nehmt, oder :evil:
 
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Kann sein :D
Vielleicht sollten wir es begraben :prost:
 
Diese Kausalität sehe ich nicht als bewiesen an, zumal eine statistische Häufung zu erkennen ist, welche Samples als dunkel/hell beschrieben wurden.
Ist das wirklich statistisch signifikant?
Oder sieht das nur in der Tabelle so aus?
Die meisten Angaben waren "klingt gleich" oder gleich gar keine Angabe zur Klangcharakteristik.
Und wenn sich nur einer mal um-entscheidet bei seiner Klangeinschätzung, ändern sich die Säulenhöhen schon deutlich sichtbar.

Das ist eben immer die Gefahr bei solchen Versuchen, sie nach Dingen ("Klangcharakteristik") auszuwerten, die gar nicht gefragt wurden.
Dann werden mitunter statistisch unbedeutendes Rauschen als vermeintlicher Effekt interpretiert.
In der angehängten Tabelle ist das ganze mal nach der "alternativen Methode" ausgewertet.

Grüße

P.S.: Wen das Thema nicht interessiert, braucht es ja weder zu lesen noch dazu etwas zu schreiben.
 

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Erstmal Respekt für den Aufwand der Versuchsanordnung. So etwas muss man erstmal machen. Dem Fazit kann man sich anschließen oder nicht, aber ich fand das säuerlich und sehr unangenehm zu lesen. Da das Ganze ja jetzt nicht als wissenschaftliches Experiment angedacht war, muss man es jetzt auch nicht weiter daran durchmessen. Aber eine Sache fällt mir auf:

Bei der Tabelle zu den Griffbretthölzern ist es einfach: Man findet die Häufigkeit, mit der z.B. Griffbrett A als Ahorn erkannt wurde, entsprechend für die anderen Griffbretter.
Hat jemand keinen Tipp abgegeben, so ist das als "-" verzeichnet.

Da stehen 8 Angaben zu "-" und 8 Angaben, die das auf die Hölzer verteilen. Da kannst Du nun alle, die Hölzer genannt haben zusammenfassen und ein wenig statistisch durchrechnen und kommst auf: 8 zu 8, Alpha ist 0,5, also: Zufall und nicht Signifikant. Wir machen ja hier keinen Gottesbeweis (sobald nur einer aus der Stichprobe positiv ist, gilt das) und haben jetzt ja nur die Zahlen, die wir haben (was immer hinter der "-" Angabe steckt). Daher kommt das (bitte bitte bitte) auch nur darauf an wie weit man das treiben möchte, aber so wie das hier dargestellt wird, ist das eine zufällige Verteilung, tut mir leid.
 
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Warum muss hier eigentlich unbedingt ein Beweis, für welche These auch immer, geführt werden?

Selbst die Tatsache, ob die Erde eine Kugel oder eine Scheibe ist, ist für 99 % aller Menschen, völlig irrelevant!
Wer kommt schon in die Verlegenheit, die Erde komplett umrunden zu müssen? Nur dann wäre Scheibe, schon echt doof.

Was das Halsmaterial einer E-Gitarre angeht, wird man keine einzige Eintrittskarte mehr oder weniger verkaufen, weil da Ahorn oder Palisander verbaut wurde. Warum? Weil 99% aller E-Gitarren nie eine Bühne, geschweige denn ein Publikum sehen werden.

Daher ist es praktisch gesehen, tatsächlich egal.
 
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