6E-Saite zu laut...?

von Toxxi, 01.04.17.

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  1. Toxxi

    Toxxi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.17   #1
    Ich habe eine merkwürdige Beobachtung gemacht.

    Beim Spielen auf der Gitarre ist die dicke E-Saite überdurchschnittlich laut. Das tritt sowohl beim Schlagen als auch beim Zupfen von Akkorden auf. Besonders ausgeprägt bei E moll oder Dur, ebenso Fis und G im Barré-Griff.

    Ich dachte zuerste, es liegt an der Einstellung des Amps, aber ich habe folgendes Experiment gmeacht: Greife ich die 6E-Saite im 5. Bund (ist dann ein A) ist sie merklich lauter als die 5A-Saite, obwohl das derselbe Ton ist. A-Dur im Barré am 5. Bund klingt deutlich basslastiger als der offene A-Dur, bei dem die E-Saite nicht angeschlagen wird.

    Wenn ich die Gitarre aufnehme, geht der Aufnahmepegel bei den o.g. Akkorden auch sichtbar hoch.

    Der Effekt ist besonders ausgeprägt, wenn ein Kompressor vorgeschaltet ist.

    Komisch, muss das so? :confused:

    Die Gitarre ist eine Yamaha Pacifica 311H:
    https://www.thomann.de/de/yamaha_pacifica_311h_yns.htm

    Saiten sind Ernie Ball .009-.042.

    Ich habe das Gefühl, dass das beim Halspickup weniger deutlich ist als beim Stegpickup.

    Hat irgendjemand ein Idee, woran das liegen könnte? Oder ist das was normales und nur für mich ungewohnt?
     
  2. Hans_3

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    Erstellt: 01.04.17   #2
    Das ist prinzipell normal und kann je nach Gitarre, Tonabnehmer und Ampeinstellung mehr oder weniger deutlich ausfallen. Die Saite ist am dicksten = meiste Energie an die Tonabnehmer und gegriffen zunehmend dumpfer je höher man greift. Hinzu kommt noch, dass beim Akkordanschlag die zuerst getroffene Saite am meisten Anschlagsenergie abbekommt. Und dass in kleinen Räumen (üben zuhause) tiefe Frequenzen gern dominieren, da sie dort akustisch "eingesperrt" sind, sich im Raum extrem ausbreiten und dominieren können.

    Hilfen: Bässe am Amp deutlich reduzieren!; die tiefe E-Saite vorsichtiger anschlagen.

    Extremfall: Keith Richards (Rolling Stones) hat die tiefe E-Saite schon vor Jahrzehnten von seinen Gitarren verbannt, damit er gar nicht erst in Versuchung kommt, soweit unten rumzumulmem.
     
  3. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.17   #3
    Die Tonabnehmer und Polepieces in der Höhe justieren
     
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  4. Gast 2414

    Gast 2414 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.17   #4
    Was aber eher dem Open Tuning geschuldet ist.
     
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  5. Toxxi

    Toxxi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.17   #5
    Bässe reduzieren tue ich sschon. Aber dann werden ja auch die Bässe auf der 5A-Saite reduziert. Weinger stark anschlagen werde ich mal probieren, aber da muss ich erst mal Korodination üben.

    Sind die Polepieces die 6 Schrauben im Humbucker? Einfach die unter der 6E-Saite weiter reindrehen und gut? Ich bin noch nicht mit alles Details bewandert...

    ----

    Oder würde eine dünnere E-Saite helfen, z.B. eine .040 statt 0.42? (oder die anderen Saiten etwas dicker nehmen)

    Was ist von den "balanced tension" Saitensätzen von D'Addario zu halten? Bringt das was bei der Balance der einzelnen Saiten?
    https://www.thomann.de/de/daddario_exl120bt.htm
    https://www.thomann.de/de/daddario_exl110bt.htm[/QUOTE]
    --- Beiträge zusammengefasst, 01.04.17 ---
    Nachtrag: Ich habe gerade noch hier in den Tiefen des Forums gelsen, dass jemand Stahlseiten empfohlen hat, die seien wohl weniger basslastig. Stimmt das?

    Dann könnte ich diese hier zum Vegleich mal probieren:
    https://www.thomann.de/de/ernie_ball_eb_2248_stainless_super.htm
     
  6. stoffl.s

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    Erstellt: 02.04.17   #6
    Klar gibt es Saiten die anders klingen oder höhenlastiger sind. Aber wahrscheinlich sind tatsächlich die Pickups auf der Basssaite - also oben - etwas zu nah an den Saiten. Probier sie mal eine halbe Drehung weiter runterzuschrauben, ob sich das dann bessert.
     
  7. Gast 2356

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    Erstellt: 02.04.17   #7
    A und O ist natürlich ein sauberer Anschlag, gerade bei der E Saite.
     
  8. Toxxi

    Toxxi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.17   #8
    Noch mal eine Frage zum Einstellen der Tonabnehmer: Ich finde alle möglichen Anleitungen, wie hoch oder tief man die einstellen soll, und wie man beginnen soll, den Sound zu suchen.

    Aber ein Frage konnte ich trotz aller Suche nicht beantworten: WIE stelle ich die denn konkret ein? An welchen Schrauben muss ich drehen? :confused: Darüber schweigen sich alle aus... Ich traue mich jetzt nicht, da einfach rumzuschrauben und möglicherweise was kapputt zu machen.

    Vielleicht suche ich vielleicht nach den falschen Stichworten?

    Der Humbucker hat 6 Schrauben außen an dem schwarzen Gehäuse. Die Pole selbst sind auch Schrauben. Der P90 ist mit nur 2 Schrauben festgemacht. Auch hier sind die Pole selbst wieder Schrauben. Bild anbei.

    Drehe ich jetzt an den Befestigungsschrauben, wenn ja, an welchen der 6? Oder an den Polen? Oder an beiden?
     

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  9. bluesfreak

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    Erstellt: 02.04.17   #9
    Die Höhe stellst Du beim Humbucker mit der mittleren Schraube auf jeder Seite des Rahmens ein ( die vier in den Ecken halten den Rahmen am Holz), beim P90 sind es die zwei kleineren zwischen den Polschrauben. Wenn Du die Höhe dann grob einjustiert hast kannst Du die Saiten über die Polschrauben einstellen. Bei mir ist am Steg HB zB die E6 ca 1.5 Umdrehungen unterhalb der Kappe, A5 ca 3/4, D4 Plan, G3 wieder ca .5 unterhalb, die B2 ca 1 Umdrehung draußen, die E1 1 3/4.. Abstand PU Kappe zur Saite: E6 ca 4.5mm, E1 ca 3mm aber ich spiel PAFs und Classic Rock, das kann bei Dir also auch anders sein. Auch spiel ich relativ Fläche Griffbretter, b.ei starker Griffbrettkrümmung bilden die PU Schrauben in etwa den Radius des Griffbretts nach..
     
  10. Toxxi

    Toxxi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.17   #10
    Supi, danke! So ungefähr hatte ich mir das gedacht, aber lieber noch einmal Nachfragen, bevor ich eine fast neue Gitarre schrotte...
     
  11. stoffl.s

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    Erstellt: 03.04.17   #11
    Ich glaub die Pacifica hat ein recht flaches Griffbrett.
     
  12. Gast 2356

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    Erstellt: 03.04.17   #12
    Also jetz mal ehrlich: der 1. April ist vorbei.
    Dass Pickup Rähmchen nicht zur Höhenjustage festgeschraubt werden, dürfte sogar ein Maulwurf sehen können.
    Damit fallen schon mal 4 Schrauben pro HB weg und 2 bleiben übrig (manchmal 3, manchmal 4).
    Bei genauem hinsehen sehen wir darunter Federchen....die haben dann welchen Sinn?
    Rischtisch, den Pickup bei der Höhenjstage halbwegs zu fixieren.
    Frag jetzt nicht, wie rum man die Schrauben drehen muß, nur etwas Vorsicht beim
    runterdrehen, wenn die Feder rausfällt wirds fummelig.

    Zu den Polepieces: Wenn Schrauben drinne sind, kann man die auch verstellen.
    Normalerweise sind die Befestigungsschrauben am P90 schwerer zu identifizieren als am HB oder SC.
    Das hast du aber wohl geschafft. Und auch dabei: Obacht wie rum du diese schraubst.
    Wahrscheinlich stehen die alle am tiefsten Punkt. Wenn also die tiefe E Saite zu laut ist,
    kannst du diese nicht tiefer stellen, sondern musst......alle anderen höher stellen.

    Ich würde aber erst einmal nur dem Pickup im gesamten etwas schräg justieren,
    damit lassen sich schon so 90% aller Lautstärkeprobleme der tiefen Saiten bewältigen.
    Wenn es aber wirklich nur die tiefe E Saite ist, besteht mehr als nur ein geringer Verdacht,
    dass die Anschlagstechnik noch etwas Übung bedarf.

    Ach und nochwas, alte Schlosserweisheit: Nach fest kommt...kaputt.
    --- Beiträge zusammengefasst, 03.04.17 ---
    P.S. zu Höhenangaben, besonders aus dem I-Net: vergiss es
    Hör genau hin wo der Sweet Spot ist und gut ist.
    Deine eigenen Ohren können besser hören als das Internet.
     
  13. Toxxi

    Toxxi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.17   #13
    Ich habe heute mal eine Lupe zur Hand genommen. Federn sehe ich da nicht...

    Aber egal. Ich habe die Schraube am Polepiece des Humbuckers der 6E-Saite ein wenig raingedreht. Das klingt für mein Ohr jetzt besser. :)

    Danke!
     
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