A-Gitarre modifizieren

von ibanezrocker, 04.08.08.

  1. ibanezrocker

    ibanezrocker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.08   #1
    Hy leute
    Hab nun endlich wieder meine Akustik klampfe zurückbekommen, die ich vor einem Jahr einem Anfänger geborgt habe. Inzwischen haben sich meine Spielgewohnheiten im Bereich saitenhöhe & Co etwas verändert. Bei der E-gitarre war das anpassen etwas leichter.
    Jetzt plane ich die alte Klampfe die mich fast immer begleitet hat, an meine Gewohnheiten anzupassen. Folgendes habe ich vor:
    -Die bridge etwas niedriger machen und dafür den steg etwas anheben.
    -Tonabnehmer für die Live Gigs mit der Band einbauen; am liebsten wäre eine piezo-magnetisch kombination (klingt am ausgeglichensten)
    -Metalisierte Saiten von Tomastik Infeld aufziehen (Den sound find ich zum niederknien)

    Meine Fragen dazu:
    Die veränderung der Saitenlage ohne weiters bei der Konzert Gitarre möglich?
    Einbau von Piezo abnehmer auch möglich und wie?
    Lassen sich die Metalisierten Saiten so ohne weiters auch mit magnetischen Tonabnehmer abnehmen?
     
  2. Richelle

    Richelle HFU + HCA A-Gitarren HCA HFU

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    Erstellt: 04.08.08   #2
    Deinen Beschreibungen nach sprichst Du von einer Konzertgitarre (Klassikgitarre, Nylonstring) mit Nylonsaiten.
    Wenn Du mit den Thomastiksaiten einen dieser beiden Saitensätze meinst, dann sind diese für eine Konzertgitarre geeignete Saitensätze (mit 40 - 43 kg Gesamtzugkraft ist dies im grünen Bereich für Konzertgitarren - der orange bis rote Bereich beginnt meiner Meinung nach bei 50 - 60 kg Gesamtzugkraft). Diese Thomastik-Saiten sind für einen magnetischen Tonabnehmer geeignet.

    Ob eine piezo-magnetische Kombination am ausgeglichensten klingt ist subjektiv.
    Beliebt ist eine Tonabnehmerkombination von B-Band mit UST (under saddle transducer - Kondensatorfolie statt Piezo) und AST (acoustiv soundbord transducer).
    Eine Kombination von magnetischem Schall-Lochtonabnehmer und Kondensatormikro halte ich auch für ein gutes System.

    Das verstehe ich jetzt nicht ganz.
    Bei Akustikgitarren liegt der Steg bzw. die Stegeinlage in der Brücke und über den Sattel werden die Saite nach den Mechaniken geführt. (im Englischen heißt unser Steg in der Brücke saddle und unser Sattel heißt dort nut - dies führt im Deutschen oft zu Verwechslungen).
    Trotzdem ist mir unklar was Du anheben und was Du absenken willst und warum?

    Ja, wenn man die Stegeinlage herausnimmt und an der Unterseite plan abschleift kann man damit die Saitenlage niedriger ausführen und gleiches gilt für den Sattel. Aber der Halsradius über einen Stahlstab im Hals ist nicht einstellbar, da Konzertgitarren keinen Halsstab besitzen. Falls beim Tieferlegen etwas schiefgeht bzw. weil man es übertrieben hat ein Schnarren entsteht gibt es auch vorgefertigte Stegeinlagen und Sattel bzw. Rohlinge zum Nachkaufen.
     
  3. ibanezrocker

    ibanezrocker Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.08   #3
    Hy
    Ja ich meinte die John Pearse für die Nylonbesaiteten Gitarren, denn die verwendet meine Mutter schon seit Jahren nur darf ich deren Gitarre nicht mit Bohrlöchern oder Steg abschleifen modifizieren (wär ja auch irgendwie idiotisch).

    Wie darf ich das mit dem Kondensatormic verstehen? ist das Mic im Korpus untergebracht oder Mikrofoniert es von aussen wie im Studio richtung schallloch? Ich brauche eine einigermaßen Bühnentaugliche version, deswegen ist von aussen Mikrofonieren eher sekundär.
    Die kombination aus untersatteltransducer und Magnetischen abnehmer gefällt mir gut, ist es doch nachrüstungsmäßig nicht der riesen Aufwand. So könnte ich mir theoretisch 2 komplett getrennte Linien Klangmäßig einstellen und danach im gewünschten verhältnis abmischen. Cool. Gibt sicher interessante effekte
     
  4. Richelle

    Richelle HFU + HCA A-Gitarren HCA HFU

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    Erstellt: 06.08.08   #4
    Meistens ist es im Korpus untergebracht.
    Entweder frei zu positionieren über biegsame Welle wie beim Fishman rare earth oder auch frei mit eher eingeschränkter Positionierung wie beim B-Band AG-Mic oder als Kontaktmikrofon an der Innenseite der Gitarrendecke befestigt wie beim AER AK15.

    Den Fishman rare earth gab es auch als "custom" Version -
    bei dem konnte man die biegsame Welle mit dem Mikro wahlweise innen oder aussen anstecken: Fishman rare earth custom blend


    In Deinem Fall würde ich mich für den Dean Markley Trilogy interessieren.
    Dies ist ein dreifach System mit under saddle piezo - pickup und magnetic soundhole pickup und condenser micro mit Mastervolumenregler und Einzelregler von jedem Pickup.
    Zitat auf Homepage "You'll discover tones and effects you never dreamed of with any other type of pickup system."

    Bei den John Pearse Folk Series besteht die E, A und D - Seite aus einem Nylonkerndraht mit Metalldraht umwickelt und die g, b und e - Saite ist ein Stahlkerndraht oder Stahlkernseil welches mit Nylon umwickelt wurde.

    Die für einen magnetischen Pickup notwendigen Metallanteile fallen bei diesen Saiten geringer aus, deswegen würde ich vermuten, dass das Signal von einem Magnettonabnehmer geringer bzw. sogar ungleichmäßig sein wird.

    Falls Du Dich für einen Magnettonabnehmer entscheidest würde ich die Thomastik Infeld classic S serie KF 110 light empfehlen (die bestehen aus Stahl und Nickel und sind für einen Magnettonabnehmer deswegen ideal).
     
  5. ibanezrocker

    ibanezrocker Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.08   #5
    Die Saiten kann ich ohne Probleme auf meiner Gitarre einspannen? Das fehlen eines Stahlstabes im Hals gibt mir bei Saiten mit stahlseele angst.
     
  6. Richelle

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    Erstellt: 06.08.08   #6
    Ja, dies sind speziell für Konzertgitarren entwickelte Stahlsaiten mit sehr geringer Zugkraft (Gesamtzugkraft 43 kg)

    zum Vergleich hier einige Gesamtzugkräfte
    Thomastik - John Pearse: ca. 39 kg
    Nylon Strings (normal tension): ca. 37 - 38 kg
    Nylon Strings (hard tension): ca. 40 - 42 kg
    Steelstrings für Westerngitarre (11er Saitensatz): ca. 70 kg
    Steelstrings für Westerngitarre (12er Saitensatz): ca. 80 kg

    Ich denke, wie schon in meinem ersten Post geschrieben wird es für Konzertgitarren zwischen 50 und 60 kg Gesamtzugkraft riskant, aber 43 kg Gesamtzugkraft liegt sicherlich im grünen Bereich, da ja Nylon Strings (hard tension) auch bis 42 kg Gesamtzugkraft entwickeln.
     
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