(A-Gitarre) Was nutzt ihr um euch zum Üben zu motivieren?

  • Ersteller Chris@guitar
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Nach anfänglichen fortschritten in Sachen inversions hatte ich Mitte der Woche einen Hänger und hatte das Gefühl grad nicht weiter zu kommen,[...]
Auf jeden Fall größere Betrachtungszeiträume heranziehen.
Einzelne Tage, wo es einfach nicht will ignoriere ich idR. einfach- wie ja schon angeführt wurde: Ich bin ja kein Profi, ich kanns mir leisten die Gitarre einfach wieder an die Wand zu hängen.
Da sollte man eben erst mal gar nicht auf Ursachenforschung gehen, Mensch ist gut darin, Zusammenhänge zu finden - echte wie vermeintliche. Also besser mal unregelmäßiger mit Herzblut als regelmäßig zum Üben gezwungen.

(Das ist aber eher prinzipiell bezüglich der allgemeinen Selbstmotivation gemeint, wenn du zu dem Schluss gekommen bist, dass du zu schnell übst dann war das natürlich überaus sinnvoll)
Aber wenn ich grad nicht will (mich zum üben zwingen müsste), dann fahre ich eigentlich am besten damit, das einfach mal zu akzeptieren und wenn dann mal das Gegenteil der Fall ist das entsprechend auszunutzen.

Es wird ja auch die Lernkurve immer flacher, mit der Zeit fühlt es sich immer mehr so an, als würde man von einem sich immer weniger verändernden Block "weg üben" anstatt sich von Übungserfolg zu Übungserfolg hangeln zu müssen. Bzw., die Übungserfolge werden immer kleiner, z.B. beim 16tel-Strumming fängt man sagen wir mal an mit so 60bpm, nach einem Jahr gehen 100, nach noch einem 130, nach noch einem 140 und dann wird man irgendwann anfangen müssen, das wirklich viel zu üben wenn man da noch ein Schippchen drauflegen will.

Aber speziell für diesen ersten Grundblock: >> Lehrer << ?
Die Übungen individuell bekommen, direkte Rückmeldung und vor allem Korrektur (NICHTS in einem Buch, YT-Tutorial oder was auch immer ersetzt das, was in der Schule der rote Stift des Lehrers war) und einmal die Woche wissen, das man zum Unterricht geht fand ich schon ziemlich motivierend. Lehrer haben nämlich was das betrifft noch einen weiteren Vorteil: Dann denken 2 drüber nach wie man dich motivieren könnte ;)

LG
 
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Hallo @Palm Muter ,

mit Herzblut üben ist sicherlich eine tolle Sache. Funktioniert bei mir aber leider nicht so ohne weiteres. Das ich während des Übens dafür "brenne" kommt bei mir grundsätzlich erst mit der Zeit. Die ersten 5-10 Minuten einer Session sind bei mir meist eher "....ach, na gut".

Deshalb läuft das bei mir gerade auch so gut mit dem täglichen üben. Aus 5 Minuten werden zumindest 15 Minuten Übezeit. Wenn ich mich dann weiter "zwingen" muss höre ich für den Tag auf. Meist bekomme ich dann aber erst so richtig bock und die nächsten 60 Minuten vergehen wie im Flug. Es gibt auch wenige Tage wo ich nicht üben will, dann fange ich auch nicht zu üben an. Motivation und Disziplin liegen häufig doch enger aneinander als man glauben will.

Über einen Lehrer habe ich auch schon des Öfteren nachgedacht. Meine letzte Stunde mit einem Lehrer ist 20 Jahre her. Allerdings funktionieren diese extrensischen Motivatoren nur sehr schlecht bei mir. Ich schalte dann schnell ab und glaube alleine vom Lehrer und seiner Übungsstunde besser werden zu müssen. Daher suche ich für mich nach intrensische Motivatoren. Tatsächlich ist es für mich wahrscheinlich besser einen Onlinekurs mit Anzahl X von Videos durchzuarbeiten. Da habe ich ein klares Ziel vor Augen und es liegt alleine an mir, wie schnell ich es erreichen werde.

Ich habe letztens von einem "Gitarren-Coaching" gehört. Also wo man seine Ziele bespricht und eine Strategie entwickelt diese zu erreichen. Da trifft man sich vielleicht noch alle 2 bis 4 Wochen und schaut wie gut man auf dem Weg liegt. Ich glaube das wäre eher etwas für mich, als der typische Gitarrenunterricht. Aber ich denke ich werde das noch einmal ausprobieren.
 
Das ich während des Übens dafür "brenne"
Gut, das war ev. etwas unglücklich formuliert, es gibt Tage da kribbelt es einfach in den Fingern, aber da würde ich natürlich am liebsten einfach nur spielen, aufs eigentliche Üben freu ich mich doch deutlich weniger. Aber mein freiwilliges Übungspensum ist an solchen Tagen jedenfalls auch deutlich besser.
Dann gibt es "normale" Tage und eben das negative Pendant- und da hänge ich die Gitarre idR. wirklich einfach zurück, in der Gewissheit, dass sich das wohl bald von selbst geben wird.


Zum Thema Lehrer... kA., ich würde mich nicht unbedingt als Erwachsenen bezeichnen, als ich regelmäßig Unterricht genommen hab :D
Würde ich aber heute aus welchen Gründen auch immer meinen, ich will jetzt Kontrabass lernen würde ich es genau so wieder machen weil ich Instrumente lernen nun mal nur so kenne. Da ginge es aber weniger diekt um die Motivation (die müsste auch bei mir hauptsächlich schon von mir kommen) als vielmehr darum, dass man als nicht unbedingt erster Schüler von jemandem, der das grundsätzlich kann (also sowohl das Instrument als auch unterrichten) eine wesentlich steilere Lernkurve hat. Was dann ja auch wieder irgendwo ziemlich motivierend ist ;)
 
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Ich habe letztens von einem "Gitarren-Coaching" gehört. Also wo man seine Ziele bespricht und eine Strategie entwickelt diese zu erreichen. Da trifft man sich vielleicht noch alle 2 bis 4 Wochen und schaut wie gut man auf dem Weg liegt. Ich glaube das wäre eher etwas für mich, als der typische Gitarrenunterricht. Aber ich denke ich werde das noch einmal ausprobieren.
So mache ich das jetzt schon seit einiger Zeit.

Zuerst hatte ich lange keinen Lehrer gefunden für mein Thema, und ich kann eigentlich auch gut autodidaktisch lernen. Dann habe ich durch Zufall doch noch einen Lehrer gefunden, der mir frei vereinbarte Einzelstunden angeboten hat. Zu dem fahre ich jetzt etwa alle vier Wochen mal zu einer (meist sehr langen :)) Stunde. Er unterstützt mich einfach in dem was ich mache, berät und korrigiert, und wir bereiten grob vor was ich als nächstes machen will. Ganz locker, macht Spaß, und ich komme besser voran.

Ist aber wohl auch Glückssache, so jemand zu finden ...
 
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Das klingt richtig gut. Wie lange machst du das schon?
 
Das dürften jetzt so 2 oder 3 Jahre sein. Immer so etwa alle 4 bis 5 Wochen, wie es bei ihm/mir grad passt, mit Pause während der großen Ferien. Klappt gut und macht Spaß so.
 
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Die meiste Motivation hast Du, wenn Du in einer engagierten Band spielst, denn dann MUSST Du ;) Auch wenn Du vielleicht mal müde bist ;)

Ansonsten finde ich einen "Tagesplan" schon sehr sinnvoll, wobei ich hier den Hauptteil damit beschäftigen würde, Songs nachzuspielen.

Denn ein Song zu lernen und zu analysieren sorgt für ordentliches Know-how.

Auch als Aufwärmübung würde ich mit Songs nachspielen machen.
Das ganze nach Schwierigkeitsgrad.

Einen Übungsplan mit Fingerübungen etc. würde ich nur dann machen, wenn ich täglich mehr als 2 Stunden zur Verfügung habe, ansonsten ist eigene Songs schreiben und Songs nachspielen für mich einer der wichtigsten Parts.

Und das sagt einer der früher 1 Stunde nur Skalen , Arpeggios, usw. zum warm machen gemacht hat ;) Spare Dir die zeit und mache mit der zeit die Du hast sinnvolles .... und verschwende sie nicht wie ich lange ,)

Denn in den Songs ist alles drinnen was Du brauchst .... Rhythmik, Solo, Struktur, Harmonie, usw.
 
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“There was a time I would practice 8 hrs a day, every day. 2 hrs just technique & scales, 2 hrs music theory, 2 hrs learning songs & writing songs, and 2 hrs just jamming along with random radio stations and improvising over chord progressions.” - Tom Morello
 
An dieser Aussage finde ich gut und wichtig, dass sie auch das Denken über Musik (music theory) und das "Spielerische" (learning songs und jamming) als "practice" bezeichnet. NUR Mechanik bringt's halt nicht.
 
Einen Übungsplan mit Fingerübungen etc. würde ich nur dann machen, wenn ich täglich mehr als 2 Stunden zur Verfügung habe, ansonsten ist eigene Songs schreiben und Songs nachspielen für mich einer der wichtigsten Parts.
Da treffen sich unsere Erfahrungen. Ich habe ne ganze Zeit Fingerübungen gemacht. Mittlerweile Spiele ich bekannte Songs zu Aufwärmung. Nur a und zu kommen die wieder auf den Plan. Z.B. gerade die Fingerdrills für schöne Hammer on/Pull offs. Übe gerade Hey Joe und würde gerne Drills implementieren. Aber dafür ist meine Technik noch zu schlecht. Also kam es wieder auf den Übeplan für die nächsten 2 bis 4 Wochen.

Übst du die Songs die du gerne können willst, oder Songs die eine Technik beinhalten die du gerne üben würdest?
 
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