aGDF

von imagination, 02.03.07.

  1. imagination

    imagination Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.07   #1
    Hallo!
    Unser Gitarrist hat per Try- and Errorprinzip ein Riff mit der
    Akkordabfolge aGDF im Verse und CGDF im Refrain gespielt.

    zur weiteren Entwicklung des Songs interessiert mich die Tonart
    des Riffs, um das Solo / Übergänge etc. besser gestalten zu können

    durch langes herumprobieren wäre ich auf D-dorisch gestoßen,
    wobei ich mir sehr unsicher bin, ob es stimmt,
    oder ob ich am falschen Dampfer gelandet bin

    Bitte euch um die Identifizierung der Tonart

    mfg imi

    P.S.: sorry für die Themaüberschrift, da ich zu voreilig auf Antworten gecklickt habe
     
  2. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 03.03.07   #2
    A-moll/D-Dur. Also erstmal a-moll-Penta. Abweichen tut darin das D. Wird aber mit der a-moll Penta ebenfalls abgedeckt Du kannst das auch erweitern zur a-moll/C-Dur-Leiter. Allerdings darfst Du dann das darin vorkommende F nicht zum D-Akkord spielen, da dieser ein F# haben muss (D F# A = D-Dur-Akkord). Wenn Du es schaffst, an dieser Stelle das F# einzubringen, umso besser für Dein Solo. Schau Dir vorher an, welche Fingersätze Du spielen willst und wo F unf F# darin liegen. Mit etwas Übung kannst Du dann schöne Sachen rauskitzeln.

    Tonal Selbes wie oben. Der Am wurde ja lediglich durch seine Durparallele C-Dur ersetzt.
     
  3. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 03.03.07   #3
    Ich hätte mich bei dieser Akkordfolge eher für die Tonart G-Dur entschieden. Wahrscheinlich, weil die ersten drei Akkorde auf G-Dur hindeuten. F wäre in dem Fall dann die DoppelSubdominante. Ich würde entsprechend auch f# statt f in die Melodie einbauen (außer bei F), ist aber Geschmacksache.

    EDIT: Wenn ich's mir recht überlege, klingt es für mich eher nach D-mixolydisch. G wirkt auf mich nicht wie die Tonika... Oder a-dorisch?
     
  4. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 03.03.07   #4
    Da hast Du Dich beim Überlegen schön ausgetrickst ;) G-Dur, a dorisch und D mixolydisch haben nämlich alle das selbe Tonmaterial :)

    Gehen tut das natürlich, dann erhält das Solo aber ein leichten Touch in Richtung Jazz/Latin, weil der G-Dur-Akkord wegen dem F# einen maj7-Charakter bekommt. (Über das F muss aber auf jeden Fall F statt F# laufen). Soll es rockiger sein, ist jedoch a-moll/C-Dur vorzuziehen
     
  5. msoada

    msoada Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 03.03.07   #5
    Mal ne andere Frage:

    Gibt es ein Programm, oder eine Seite, wo man sich über Musiktheorie erkundigen kann? Also den Quintenzirkel usw. kann ich, aber myxolodisch, aeolisch sagen mir ga nichts!

    Wäre um hilfe sehr dankebar!:)
     
  6. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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  7. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 03.03.07   #7
    Ich meine ja auch die Tonalität. Wenn G nicht Tonika ist, ist F auch nicht die Doppelsubdominante. Für mich klingt eben D wie das Fundament, zu dem die ersten beiden Akkorde hintreiben. Deswegen würde ich D als Tonika - Stufe I in d-mixolydisch - ansehen. Daß das sie selben Töne sind, ist mir klar.

    Vielleicht denke ich auch zu jazzig. :)

    A-moll/C-Dur funtkioniert auch. Dann drückt das D aus der Akkordfolge.

    Interessant bei der Akkordfolge ist, daß es keinen einzigen Quintfall gibt, nicht ein Akkord löst sich Dominantisch auf.... Im Prinzip wirkt es wie eine Subdominantenkette, die zielsicher von F nach D drängt. F -> C -> G -> D

    Gruß
     
  8. imagination

    imagination Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.07   #8
    das heißt
    a-moll
    A-H-C-D-E-F-G-A
    1-2-3-4-5-6-7-8

    und D-Dur
    D-E-F#-G-A-H-C#-D
    1-2-3--4-5-6-7--8



    allerdings habe ich dann bei aGDF
    a als Tonika
    G als Septime
    D beim D-Dur als Tonika
    F als Sexte

    Was mich so verwundert ist, dass außer dem Grundton kein Akkordeigener Ton verwendet wird und auch nicht auf eine Kadenz aufgebaut wird.
    __________________________________________________________________


    dann zum D-Dur Akkord
    Der D-Dur-Akkord ist mit den Tönen D F# A aufgebaut
    da ist es ganz logisch, dass bei diesem Akkord im Solo kein F gespielt werden soll

    dummerweiße habe ich vor ein paar Tagen eine Guitar Pro Datei geschrieben, bei der ich genau an der Stelle wo der D-Akkord gespielt wird im Solo F anstatt F# verwendet habe

    das Hautproblem meinerseits ist jetzt, dass ich es schöner finde, wenn F gespielt wird als f#
    könnte das vielleicht daran liegen, dass ich mich durch das häufige Vorspielen bereits an das F gewöhnt habe:confused:
    ----------------------------------------------------------------
    nochmals zur Veranschaulichung in der Guitar Pro Datei:
    auf der 1Spur im 3. 7. 11. Takt kommt das F vor

    noch zusätlich hatte ich im Solo die Dur Pentatonik in D verwendet
    (auf dem angehängten Bild sind die Töne veranschaulicht)
    [​IMG]

    also schießt mich aufn Mod, weil ich verzweifle dran, warum das zusammenpasst,
    wenn anstatt F# - F gespielt wird, und wenn wie oben gesagt eigentlich keien
    Akkordeigenen sowie Kadenzen die zusammenpassen würden gespielt werden

    und das schlimmste daran ist, es hört sich gut an :confused:
     

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  9. MaBa

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    Erstellt: 03.03.07   #9
    Deine Vorliebe für den Ton f über D beweist, daß dir die Tonalität C-Dur wichtiger erscheint als das harmonisch richtige f#. Du fühlst und spielst hier Dm in deinem Solo. Für mich klingt das aber dissonant zusammen mit D. Wenn du in der Akkordspur D mit Dm austauscht würde dein Solo für meine Ohren stimmiger klingen. Du hast dich scheinbar schon an diese Klang gewöhnt. :)

    Über D würde ich nicht die D-Dur Tonleiter spielen sondern d-mixolydisch. Das ist die G-Dur-Tonleiter: D E F# G A B C D. Sie enthält nur einen von C-Dur abweichenden Ton und paßt auch über D.

    D ist im C-Dur-Kontext eigentlich die Doppeldominante, die sich im "Normalfall" zur Dominante hin auflösen würde. Aber dominantische Auflösungen, (V-I) gibt es keine in eurer Akkordfolge.

    Gruß
     
  10. imagination

    imagination Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.07   #10
    @MaBa
    mit Dm hast du mich auf eine ganz neu Idee gebracht


    wenn ich es auf aGdF abändere, dann müsste ich eine d-moll Tonleiter haben

    d-moll
    D-E-F-G-A-Bb-C-D
    1-2-3-4-5-6--7-8

    und dann macht es auch mehr Sinn (glaub ich zumindestens;))
    a als Dominate
    G als Subdominate
    d als Tonika und
    F als Akkordeigener Ton

    und im Refain wäre C die septime von d7

    und die im Solo verwendeten Töne sind auch alle in der Tonleiter vorhanden (außer der eine G# Blue Note Ton)



    falls ich gerade völligen Blödsinn erzähle, dann entschulige ich mich schonmal vorab
    (bin gerade dabei mich in die Harmonielehre einzuarbeiten um vom Try and Errorprinzip erlöst zu werden
    und mein F F# Problem kann einerseits schon an Gewöhnung liegen, oder einfach an mangelnder Erfahrung und Ohrentraining)
     
  11. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 03.03.07   #11
    Das Dm ist in a-moll der Stufenakkord auf der Stufe IV. Damit besteht deine Akkordfolge aus diesen Stufen: Im, bVII, IVm, bVI. Das sind alles Stufen von a-moll. (bVII zeigt kleine Septime an, bVI kleine Sexte). Dadurch, daß nur noch Stufenakkorde von a-moll verwendet werden, klingt es gewöhnlicher, stimmiger...

    Als Tonika wird nicht einfach irgend ein Akkord festgelegt, sondern es ist der Klang, der am meisten das Grundtongefühl auslöst bzw. auslösen soll.

    Ich habe von deiner ersten Akkordfolge Am G D F ein kurzes Klangdemo eingespielt, in der ich D als Tonika etabliert habe. Das ist der Grund, weshalb im ersten Durchgang die Akkorde noch abweichen: C/D G/D D D. Danach geht es mit deiner Akkordfolge weiter. Der Klangcharakter hat sich dadurch extrem geändert.

    aGDF.mp3 (420 kByte)

    Gruß
     
  12. imagination

    imagination Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.07   #12
    dass es mit d-moll harmonischer klingt is mit auch aufgefallen

    zu deiner Demo:
    dafür ist mein Ohr leider zu wenig geschult
    für mich sind das wunderschöne 40 Takte,
    von denen ich allerdings nichteinmal den
    Wechsel der Akkordfolge heraushören kann:o

    aber vielen Dank!

    so für heute beende ich dieses Thema
    (muss endlich meinen Kopf freimachen)

    habe heute sicher viel gelernt danke!
     
  13. imagination

    imagination Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.07   #13
    habe mir das alles nocheinmal durchgedacht und
    bin zu dem Ergebnis gekommen, bei aGdF zu bleiben

    wie MaBa bereits schrieb ist jetzt alles in a-moll


    vielen Dank an Hans_3 und MaBa
    Ihr habt mir sehr geholfen :great:
     
  14. HëllRÆZØR

    HëllRÆZØR HCA-Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 06.03.07   #14
    Ach ja, Interpretationsmöglichkeiten gibt's da mehrere. Könnte auch einfach a-Moll sein, da kann ja durchaus mal ein f# drinne vorkommen (--> a-Moll melodisch, mit f# und g#). Beim Spielen bin ich irgendwann aus Versehen in diese Akkordfolge gerutscht:

    aGDE (t dP S D)