Akkorde zur Melodie?

von 2-3 clave, 09.06.07.

  1. 2-3 clave

    2-3 clave Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.07   #1
    Hallo, ich weiss das wurde schon behandelt hier, aber ich wollte nochmla genau wissen wie ich z.B Akkorde für eine Melodie finden kann.
    Also zunächstmal Tonart feststellen und dann?
    Wie setze ich die Tonika. Sub- und Dominante ein und unter welchem Meldoditon spiele ich den Akkord genau?
    Gibts da Regeln?
    Danke!
     
  2. SuiMizu

    SuiMizu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.07   #2
    Schau dir mal http://de.wikipedia.org/wiki/Kadenz_(Musik) Kadenzen an, bzw. Chordprogressions (Akkordprogressionen).
    Es gibt gewisse Schemata, nach welchen man vorgehen kann.

    Die Tonika ist dann meist am Anfang, dann könnte die Subdominante kommen, folgend die Dominante (am besten als Dominantseptakkord, dann kommt der dominante Charakter durch..) und anschließend zur Auflösung wieder die Tonika. Das wäre eine ganz einfache Kadenz. Die könntest du noch um die Tonikaparalle erweitern. Du kannst auch innerhalb des Stückes die Tonart wechseln lassen.
    An für sich kannst du auch die Tonart bestimmen, die Tonleiter bauen, dann die diatonischen (leitereigenen) Akkorde bilden und mit denen rumexperimentieren.

    https://www.musiker-board.de/vb/harmonielehre/209804-mini-workshop-diatonische-tonleiter-harmonisierung.html

    Hier noch was zu den diatonischen Akkorden!
     
  3. 2-3 clave

    2-3 clave Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.07   #3
    Danke sehr!!!!!
     
  4. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 11.06.07   #4
    Ich gehe mal davon aus, daß du schon eine Melodie hast, zu der du jetzt Akkorde finden willst.

    Zum einen solltest du wissen, daß alle Stufenakkorde zueinander in bestimmten Spannungsverhältnissen stehen. So sehen die Spannungsniveaus der drei Kadenzakkorde aus:
    • Tonika = Entspannung (Ruhepol)
    • Subominante = wenig Spannung.
    • Dominante = viel Spannung.
    Jeder Ton einer Tonleiter kann harmonisch gedeutet werden. Beispiel G-Dur: Wenn man nur die Dreiklangstöne der drei Kadenzakkorde (G C D) verwendet, dann ergibt sich dieses Bild:

    G-Dur.png (über den Tönen stehen die Akkorde)

    Es ist aber nicht sinnvoll, jeden Ton einer Melodie harmonisch zu deuten. Sinnvoll ist es, Akkorde an harmonisch wichtigen Stellen zu setzen - an Stellen mit langen Noten oder Taktwechsel.

    Eine kleine Melodie in G-Dur zur veranschaulichung:

    Melodie G-Dur.png Den Anhang Lied_G.MID betrachten

    • Man sieht und hört, die ersten vier Takte kreisen um den G-Dur-Dreiklang.
    • Im fünften Takt wird nach C gewechselt (e direkt auf Taktanfang).
    • Im sechste Takt kann wieder G gespielt werden.
    • Im vorletzten Takt D7 (Dominante hat den größten Auflösungsdrang)
    • Im letzten Takt G.
    Damit stehen die Eckpunkte fest. Es ist jetzt eine sehr einfache Harmonisierung dieser Melodie entstanden, die nur aus den Kadenzakkorde von G-Dur besteht. Um etwas mehr Bewegung in die Harmoniefolge zu bekommen, kann man im nächsten Schritt weitere Akkorde hinzufügen und auch vorhandene austauschen.

    Zum Beispiel im zweiten Takt C, im vierten Takt G7 (bereitet das C im fünften Takt vor)

    Diese Akkorde entsprechen immer noch nicht denen, die ich im Ohr hatte, als ich mir diese kleine Melodie ausgedacht habe.
    (Bei mir entstehen Melodie und Akkorde immer gleichzeitig.)

    Gruß
     
  5. 2-3 clave

    2-3 clave Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.07   #5
    Recht vielen Dank für die Mühe.
    Jetzt sehe ich klarer.

    Danke und freundliche Grüße
     
  6. mgt

    mgt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.07   #6
    Wenn ich noch etwas hinzufügen darf...

    Sehr oft, insbes. in der modernen Musik, stehen Akkord und der Melodieton, der gleichzeitig (oder kurz danach) gespielt wird (also i.d.R. der erste Ton des Taktes) im Verhältnis zueinander. Ich habe hier schonmal ein bisschen was darüber geschrieben: https://www.musiker-board.de/vb/1952296-post7.html

    'Verhältnis' meint im einfachen Sinne nur: der Melodieton gehört zum Akkord oder nicht. Sehr oft ist bei Melodietönen zu beobachten, dass sie Teil des Akkordes sind, Beispiel: in C-Dur spielst du den Ton D - dann fällt dein "Verdacht", welchen Akkord du spielen könntest, automatisch auf G-Dur (Dominante) oder D-Moll (Subdom.-Parallele). Denn der Melodieton D ist Teil dieser beiden Akkorde (G-H-D und D-F-A). Welchen Akkord du nimmst, musst du logischerweise nach Gehör entscheiden.

    Ein weiteres mögliches 'Verhältnis' von Akkord und Melodieton wäre, dass der Melodieton nicht zum Akkord gehört, aber zu einer Auflösung zu einem Akkordton hin strebt. Siehe dazu das im Link beschrieben Abba-Beispiel.

    Also, kurzum: Faustregel: der Melodieton ist oftmals Teil des Akkords (wie einleitens gesagt, bezieht sich das hauptsächlich auf die moderne Musik). Übrigens klingt es auch mekrlich anders, wenn ein Ton nicht zum Akkord gehört. Oft hört man die Kombination: Subdominante auf die Quinte, am Beispiel C-Dur heißt das: F-Dur als Akkord und G als Melodieton. Oder auch: Dominante auf Terz (C-Dur: G-Dur auf E), strebt recht stark zur Tonika auf Grundton (C-Dur auf C) hin.

    Naja, das sind alles Erfahrungen die man mit Musik macht ... mit der Zeit kann man ungefähr einschätzen wie was klingt. Da hilft wirklich nur: viel Musik hören, viel Musik machen, und das jahrelang.

    Und übrigens: ich glaube da kann der Gitarrist mit dem Pianisten nicht mithalten.
     
  7. Easton

    Easton Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.07   #7
    oder du bestimmst immer die 1 und 3 zählzeit eines taktes der melodie. das sind dann jeweils die grundtöne der jeweiligen akkorde (können also verschiedene akkorde sein). das machst du dann das ganze lied so und dann hast du die akkorde zur melodie
     
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