Akkordeon mit Effektgeräten spielen

von FAE, 15.07.16.

  1. FAE

    FAE Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.16   #1
    Hallo!

    Ich bin neu hier in der Runde und habe trotz der Suchfunktion keinen ausgiebigen Thread zu diesem Thema gefunden.
    Ich würde mich sehr über Erfahrungeaustausch, Tipps, Tricks, etc. zum Thema Akkordeonspielen mit Effektgeräten auf der Bühne (sowohl in einer Band, als auch Solo) sehr freuen.

    Ich spiele in zwei sehr unterschiedlichen Bands und einem Soloprojekt mit folgendem Set-Up:
    Hohner Morino IV 120 C45 mit eingebautem HDS Pro.Micro.System.
    Ich verwende folgende Effektgeräte als Bodentreter:
    - MXR M108 (10band EQ)
    - Distortion
    - Delay
    Bei meinem Soloprojekt loope ich mich zudem noch mit dem Boss RC-50.
    In Planung ist auch noch ein Phaser.

    Durch den 10band EQ ist die Verwendung der Effektgeräte schon um einiges einfacher geworden, da störende Frequenzen (vor allem in Zusammenhang mit dem Verzerrer) minimiert werden können. Ebenso habe ich dadurch meinen Bühnensound verbessern können.
    Beim Delay habe ich leider das Problem, dass ich einfach über die eingebauten Mikros sehr viel Bühnensound einfange, der dann natürlich im Delay dabei ist. Dadurch habe ich sehr schnell einen verwaschenen Sound - unschön.

    Habt ihr Erfahrung mit Effektgeräten auf der Bühne? Welche Effektgeräte verwendet ihr? Wie arbeitet ihr?
     
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  2. Klangbutter

    Klangbutter HCA Akkordeon-Spieltechnik HCA

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    Erstellt: 16.07.16   #2
    Das HDS ist das beste was Du in dem Zusammenhang als Kompromiss machen kannst. Ich denke weiter wird sich die Koppelsituation nicht verbessern lassen.
    Ihr werdet es nicht gerne hören, aber die einzig saubere Lösung für Inserteffekte ist ein Digitalakkordeon.

    Ich hatte das Übersprechen schon im Probenraum, ganz ohne Band. ZB. wenn eine zweite Spur in den Looper soll, während die erste noch läuft... dann ist die erste Spur auf der zweiten Spur leise zu hören. Das ist doch Murks.
    Oder Du möchtest der rechten Hand ein Delay spendieren, die linke soll trocken bleiben... das wird mit Stativmikros nix, mit Clips ist es fast das gleiche, mit Einbausystemen könnte es halbwegs funktioneren, vorausgesetzt es ist 2 kanalig.

    Meine Tipps:
    - In Ear Monitoring ist eigentlich Pflicht,
    - wenigstens das Schlagzeug sollte in einen Plastikkäfig
    - große Abstände auf der Bühne einrichten
    - Gates benutzen, keine Kompressoren auf den Monitoren.
    - selbst akustisch lauter spielen (aber natürlich nur DU, nicht die Kollegen) und die ganze Signalkette weniger heiß fahren.

    Das dient alles technisch besseren Bedingungen, musikalisch ist das aber eher schlechter ...

    p.s.

    Du schreibst EQ und Verzerrer. Das sind ja wirklich klassische Inserteffekte.
    Eigentlich dürfte allein für die sichere Beurteilung des Effekts für Dich selbst und auch für alle anderen das akustische Akkordeon überhaupt nicht zu hören sein.

    Auch hier fällt mir nur ein In Ear Monitor ein, der den akustischen Akkordeonanteil eventuell halbwegs abschirmt, wenn Du dichte Ohrpasstücke dabei hast.
    Alternative wäre, Du verzichtest auf die Kontrolle und überlässt sie einem privaten eingeweihten Soundmann, den Du immer dabei hast.
    Auch Die Gigs und Bühnen müssen immer groß genug sein, um das pure Effektsignal zum Publikum zu bringen. Bei kleineren Sälen wüsste ich keine Möglichkeit, wie der akustische Klang versteckt werden kann um keinen Mix aus beiden Anteilen zu hören.
    Bei Vocals und E-Gitarren klappt das alles ganz gut, weil man das sauber abnimmt, aber hier?
     
  3. Tobias R.

    Tobias R. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.16   #3
    Hallo FAE,

    das klingt interessant. Dran gedacht habe ich auch schon, aber ausprobiert habe ich das Spielen mit Effektgeräten noch nicht. Hin und wieder suche ich bei Youtube nach so etwas, da sind schon einige, die das versuchen und z.T. auch gut klingen, aber es scheint wenig verbreitet. Das "MotionTrio" setzt das bisweile ein.

    Spannend fände ich auch noch eine echtes E-Akkordeon (nicht zu verwechseln mit Digitalakkordeon a la Roland etc.), also eine Abnahme des Klanges so diekt an den Stimmzungen wie irgend möglich - evtl. gar ähnlich einemTonabnehmer bei E-Gitarren, bei dem m.W. die Spulen durch die schwingenden Saiten erregt werden, nur beim Akkorden dann durch die Stimmzungen. Dazu sollte das Instrument ohne Verstärkung sehr wenig Eigenklang bzw. Akustikakkordeonklang (evtl.eckig ausgedrückt...) erzeugen. Ein - maximal zwei Chöre würden m.E. ausreichen, denn die unterschiedlichen Klänge würden v.a. durch die Effektgeräte/Verzerrung etc. erzeugt.

    Gruß,
    Tobias R.
     
  4. FAE

    FAE Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.16   #4
    Hi!

    Ja, In-Ear-Monitoring verwende ich. Alleine schon um mich freier auf der Bühne bewegen zu können. (ich hatte immer große Kopplungsprobleme).
    Durch das In-Ear-Monitoring höre ich tatsächlich den Klang nach dem Effekt (bzw. eigentlich nach dem Verstärker, da ich in einer Band das Akkordeon auch noch über einen Röhren-Amp von VOX spiele) und das klappt ganz gut so.
    Naturklang ist im Publikum nicht mehr zu hören, dafür ist der Rest der Band eindeutig zu laut. Und zudem wird ja wie gesagt bei der einen Band eigentlich der Ampsound abgenommen.

    Ein E-Akkordeon klingt natürlich sehr spannend! Schade eigentlich, dass es das noch nicht gibt. So etwas hätte ich wohl tatsächlich in Erwägung gezogen zu kaufen.. aber ein digitales Akkordeon wollte ich nie..

    Ich überlege ja, ob ich das Problem des Übersprechens durch eine Abschirmung auf der Diskantseite lösen könnte.
    Wisst ihr, ob es so eine Abdeckung gibt? Denn so würde ja dann eigentlich so gut nichts anderes in die Mikros gelangen, oder?

    LG
     
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