Akkordeon-Rucksack mit Tragesystem nachrüsten

von Telefontango, 30.03.17.

  1. Telefontango

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    Erstellt: 30.03.17   #1
    Wenn ich mein grösseres Akkordeon (ca. 12 kg) längere Strecken tragen muss, merke ich dass der Transport-Rucksack zwar gut für das Instrument ist, aber weniger freundlich zum Träger. Der Fuselli-Ruckack ist gut verarbeitet aber die Trage-Ergonomie ist für Lasten von immerhin 10 - 15 kg leider bescheiden. Jeder der in den Bergen mal mit diesem Gewicht unterwegs war weiss, daß dazu eigentlich breite gute Riemen und ein guter Hüftgurt mit entsprechenden Polstern nötig sind, um das Gewicht von den Schultern auf die Hüfte zu verlagern.

    Ich habe bisher nur einen Akkordeon-Rucksack mit vernünftigen Tragesystem entdeckt, der für Profi-Muiker handgefertigt wird und mit wohl über 1000 € kostspielig und als "hardcase"auch relativ schwer ist. Deshalb mein Gedanke, einen konventionellen Akkordeon-Rucksack mit einem Tragesystem nachzurüsten.

    Für Kanu-Sportler gibt es von mehreren Firmen ein "Barrel Harness" mit dem man sich wasserdichte Tonnen oder Säcke auf den Rücken schnallen kann. Ich habe eines von "Eureka" gefunden welches ziemlich leicht und schmal/kompakt ist und mit rund 50 Euronen halbwegs erschwinglich. Daran sind unzählige Gurte (für das Fass...) so daß es viele Optionen gibt, um es am Akko-Rucksack zu befestigen. Im Prinzip habe ich es am Rücken unter den Riemen vom Akko-Rucksack angebracht. Die neuen Riemen doppeln die vorhandenen Riemen praktisch auf. Der Akko-Rucksaack wird unverändert auch mit seinen Original-Riemen getragen, so daß es kein Risiko gibt, das durch die "Komfort-Erweiterung" irgendwas rausrutschen kann. Das Einschlaufen in den bestehenden Rucksack ist ein bischen schwierig zu beschreiben, vielleicht helfen die Bilder.

    Der Akkordeon-Rucksack ist nicht verändert, da ist nix abgeschnitten oder dran genäht so daß man ihn wieder in den Original-Zustand zurück versetzen kann. Das ganze braucht aber schon ca. 10 Minuten, so daß sich das Umrüsten sicher nur für Leute lohnt, die regelmäßig längere Strecken tragen möchten / müssen.

    Fröhliches Tragen wünscht Friedemann
     

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  2. maxito

    maxito Mod Akkordeon Moderator HFU

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    Erstellt: 31.03.17   #2
    dass der Fusselli keinen guten Tragekomfort beschert, habe ich schon beim meinem "Reiseakkordeon" (96 Bässe ca. 10,5 kg) feststellen dürfen. Ebenso habe ich aber auch einen "Dimbath" Rucksack, mit dem ich meine größeren Akkordeons mitunter durch die Gegend trage (hier z.B. https://www.musiker-board.de/threads/akkordeon-cafe.640667/#post-8044938) und bei den Gelegenheiten habe ich dann mitunter über 20 kg auf den Schulten (incl Noten, Notenständer etc.) und im Gegensatz zum Fuselli habe ich außer dass ich viel Gewicht trage sonst keinerlei Probleme mit dem Tragekomfort. Bei mir sitzt der auch ohne Querriemen , Brustgutrten etc. recht gut auf den Schultern und am Körper. Hüftgurt zur Entlastung ist allerdings nicht anbringbar.

    Richtige Bergtouren mit Steigen und ausgesetzten Durchstiegen habe ich aber mit dem bislang auch noch nicht gemacht, würde aber , wenn ich weiter ins "richtige Gebirge" gehen sollte, im Zweifel auf jedenfall eher den Dimbath als den Fuselli nehmen.

    Was für richtige Bergtouren fehlt ist ein Hüftgurt...aber da die typischen Akkordoenrucksäcke das Instrument "quer" transportieren sind die Teile schon von Haus aus sperrig. Für ausgesetzere Touren sollte deshalb schon von daher ein tragesystem gesucht werden, bei dem das Akkordeon senkrecht transportiert wird.

    So zum Kaufen kenn ich da keines - aber die Alternative mit so einem "Travel harness" scheint eine praktikable Alternative zu sein.
     
  3. lil

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    Erstellt: 01.04.17   #3
    Ich hatte vor Kurzem mal einen aktuellen großen Dimbath (inzwischen ja Soundwear) in der Hand - der hat einen! Da haben sie also offensichtlich gelernt und die Konstruktion nachgebessert.
     
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  4. maxito

    maxito Mod Akkordeon Moderator HFU

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    Erstellt: 01.04.17   #4
    Auf einem Akkordeontreffen hat mal einer seinen Akkordeonkoffer in so einem Barrel Harness transportiert. Der Koffer konnte senkrecht eingebunden werden und ragte somit nicht über die Schultern hinaus, was ganz praktisch war. Und durch den Koffer war das Instrument auch recht gut geschützt

    Aber es brauchte halt wirklich jedesmal ca. 10 Min zum eingurten. Mit "mal geschwind" ging da nix.

    -> Lange Strecken: Sinnvoll
    -> kurze Strecken oder mehrere Zwischenetappen: eher lästig. Da ist dann der konventionelle Rucksack im Vorteil.
     
  5. Telefontango

    Telefontango Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.17   #5
    Sorry, leider ist bei dem Zitieren irgendwie Chaos passiert.

    Maxito, daß Du mit Deinem Akkordeon richtig durch die Gegend marschierst, um an schönen Orten zu spielen ( Akkordeon-Wandern?) finde ich
    beeindruckend. Das ist eine sympathische Idee !

    Den Hinweis mit den Bergen hatte ich geschrieben, weil bei den Touren-Rucksäcken in der Regel gute Tragesysteme integriert sind, die den Rücken belüften und dafür sorgen, daß mit anatomisch ausgeformten Polstern im Lendenbereich die Last auf die Hüfte abgetragen werden kann.
    Das ist etwas anderes als ein zusätzlich angebrachter Hüftgurt der wahrscheinlich vor allem das Herumschlenkern der Last verhindert.
    Beim Dimbath scheinen die Riemen ja sehr viel besser als beim Fuselli zu sein, so daß Viele wohl sehr gut mit dem Tragen auf der Schulter zurecht kommen. Da ich nicht so ein athletischer Typ bin und die Entfernungen zum Bus / von der U-Bahn zum Unterricht dorch weiter sind, bin ich ganz froh das der Akko-Transport so nicht an den Schultern zerrt.

    Da ich das Akkordeon aus dem "Fuselli" seitlich in Spielposition herausnehme, stört das "Barrel-Harness" nicht es trägt auch nicht so stark auf so daß ich es immer am Rucksack lasse.

    Die bisherigen Fotos haben das "Tragesystem" vom Barrel-Harness nicht gut gezeigt, dehalb hier noch mal ein besseres Foto:


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