Akkordeon selbst beibringen? schwierig?

von guderian, 10.11.08.

  1. guderian

    guderian Guest

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    Erstellt: 10.11.08   #1
    Hallo,

    Ich spiele seit 9 Jahren Trompete und nun will ich mir noch ein Akkordeon kaufen. Ich will aber nicht unbedingt Unterricht nehmen und nur volkstuemliche Lieder spielen. Nun habe ich noch ein paar Fragen zu diesem Instrument:
    1. Sind die meisten Stuecke zweistimmig?... weil wenn ich Videos auf Youtube anschaue sieht das ziemlich schwierig aus.

    2. kann man sich das Akkordeon spielen selbst beibringen?

    3. Wie funktioniert das mit dem Zug und Druck?


    Danke schonmal im vorraus.
    Gruss Oli
     
  2. Wil_Riker

    Wil_Riker Helpful & Friendly Akkordeon-Moderator Moderator HFU

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    Erstellt: 10.11.08   #2
    Hallo Oli,

    herzlich Willkommen im Musiker-Board!

    Jein. Wenn man am Anfang nicht mit Doppelgriffen klarkommt, kann man sich damit behelfen, nur die "obere" Noten zu spielen (klingt dann aber etwas "dünner" und weniger interessant).

    Über die Suchfunktion findest Du schon einige Threads zum Thema Akkordeon-Anfänger und -Autodidakt:

    https://www.musiker-board.de/vb/akkordeon/295801-akkordeon-lernen-f-r-pianisten.html
    https://www.musiker-board.de/vb/akkordeon/291858-neu-anfangen-mit-17-a.html
    https://www.musiker-board.de/vb/akkordeon/267513-akkordeon-erlernen.html
    https://www.musiker-board.de/vb/akkordeon/249301-akkordeon-autodidaktisch.html

    Generell ist natürlich am Anfang ideal, sich von einem Lehrer anleiten zu lassen; zumindest sollte man aber anhand eines Lehrbuchs vorgehen (Empfehlungen sind in den oben verlinkten Threads enthalten).
     
  3. Red Baron

    Red Baron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.08   #3
    Dies ist nur bei diatonischen bzw. wechseltönigen Instumenten von Bedeutung, siehe auch hier
    In vielen Fällen verhält sich eine der Knopfreihen im Diskant bei Zug und Druck wie eine einfache Mundharmonika.

    Beim heutzutage eher verbreiteten chromatischen (gleichtönigen) Akkordeon machen Zug und Druck keinen Unterschied in der Tonhöhe aus.
    Im Falle eines chromatischen Akkordeons müsstest Du Dich dann noch vorgängig für die Art der Diskant-Tastatur entscheiden: Knopf oder Pianotasten :)
     
  4. Musikatoll

    Musikatoll Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.08   #4
    Hallo Oli!

    Es gibt auch in der Musik Menschen denen das Talent ein Instrument eigenhändig zu erlernen mit in die Wiege gelegt worden ist-diese scheinen übertalentiert.

    Nun-wenn das so gelingt-umso besser.

    Ich persönlich rate dazu,.zumal du ja schon musische Vorkenntnisse hast zumindest einen Grundkurs zum Erlernen eines Tasteninstrumentes(Akkordeon) zu belegen. Das wäre der effektivste und erfolgversprechendste Weg.

    Gruss Fritz
     
  5. dak

    dak Threadersteller Guest

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    Erstellt: 11.11.08   #5
    Also mit den Vorbedingungen "Nur Volksmusik", "Bammel vor Mehrstimmigkeit", "alleine spielen", "alleine lernen", vermutlich keine Klavierkenntnisse, ist es vielleicht tatsächlich nicht die dümmste Idee, ein diatonisches Instrument zu probieren. Denn viel Volksmusik ist auf diesem Instrumenttyp entstanden.

    Natürlich ist ein chromatisches Akkordeon universeller, aber wenn er das gar nicht haben will?
     
  6. guderian

    guderian Threadersteller Guest

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    Erstellt: 11.11.08   #6
    Ich danke euch fuer eure zahlreichen Antworten. Ich wuerde mir eher ein Piano Akkordeon kaufen, denn ich will mich auch auf der Trompete noch weiterbilden und daher denke ich das ein Piano Akkordeon leichter zu erlernen ist und ich nicht so viel Zeit investieren muss. Kann mir mal jemand das mit den Baessen erklaeren? Wie sind diese angeordnet?

    Gruss Olli
     
  7. akkordeon.jens

    akkordeon.jens Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.08   #7
    hallo guderian,
    einer der zielführensten wege
    - besorge dir am besten übers internet so einen akkordeon-worksshop 1 - ;)
    der eine lern-dvd beinhaltet.
    auf dem video wird dir alles erklärt und im heft kannst du es nochmal nachschlagen.
    das lehrmaterial kostet 24,90,- bei ebay zum beispiel.......
    das spart noch mehr zeit und die ersten übungen bekommst du auch noch vorgespielt.
    auch das akkordeon wird umfangreich beschrieben(!)
    ich arbeite seit 4 wochen damit....kann es nur empfehlen.
    gruss jens :great:
     
  8. Wil_Riker

    Wil_Riker Helpful & Friendly Akkordeon-Moderator Moderator HFU

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    Erstellt: 12.11.08   #8
    Hallo mal wieder,

    siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Stradella_Bass - wie gesagt, für solche und ähnliche Fragen lohnt es sich auf jeden Fall, ein Lehrbuch anzuschaffen...
     
  9. dak

    dak Threadersteller Guest

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    Erstellt: 12.11.08   #9
    Wieso denn das? Beim Knopfgriffakkordeon mit fünf Reihen gibt es für so ziemlich jeden Akkordtyp genau eine Griffweise, die man lernen muß. Beim Pianoakkordeon ein halbes Dutzend. Wenn ich nicht mit Piano vorbelastet bin und die Wahl habe, würde ich Knopfgriff nehmen. Alleine des größeren Tonumfangs bei vergleichbarer Größe/Gewicht.

    Naja, Wikipedia existiert, und eine Frage auf diesem Level solltest Du lieber mit "Wer kennt eine gute Akkordeonschule?" ersetzen, denn eine solche beantwortet Dir noch dutzende andere.
     
  10. ZAUBERBAER

    ZAUBERBAER Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.08   #10
    Das sehe ich nun gar nicht so. Vor allem bei Akkorden (ausgenommen vielleicht Sexten) gibt es unterschiedlichste "Griffweisen". Bei Läufen, etc. auch. Ich persönlich brauche zumindest wesentlich länger (als noch auf Taste) um einen wirklich guten Fingersatz zu haben, da am Knopf, vor allem auf Grund der 5 Reihen, sich unterschiedlichste Möglichkeiten ergeben. Z.b. habe ich momentan auch etwa 5 verschiedene Fingersätze um z.B. die C - Dur Tonleiter zu spielen.
     
  11. Gast 13451

    Gast 13451 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.08   #11
    hmmmm...

    wenn mich jemand apprubt fragen würde akkordeon lernen kann man vill selber aber das sich das nach richtig was anhört ist ein guter unterricht erforderlich und lockere 10 jahre erfahrung dann kommt man in die richtung perfekter akkordeon spieler oder zumindest sehr guter akkordeonspieler bei mittelgroßem talent würde ich mal sagen.


    und so ein rumgeschwamme ich will noch trompete dazu lernen also das bringt gar nix erstmal 3 - 4 jahre fürs akkordeon zeit nehmen dann vill. mal mit der trompete anfangen.

    das schwierige beim akkordeon ist ja nicht zu wissen wo ist was, sondern blind zu greifen. Das die finger abläufe schnell funktionieren das dauert halt seine zeit, und bis mann dann mal notenfrei spielen kann und 3 - 4 töne kombinieren kann das dauert halt eben auch seine zeit :-)


    mfg

    ich würde sagen das akkordeon ist eins der schwersten instrumente der welt :-) ohne die anderen diskriminiern zu wollen
     
  12. Reija

    Reija Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.12.08   #12
    Hallo Oli!

    Herzlich Willkommen und Glückwunsch zu deiner Entscheidung Akkordeon zu lernen! :great:

    Sicher kannst du dir das Akkordeonspielen selbst beibringen, daran zweifle ich nicht. Eine gute Akkordeonschule wirst du dennoch benötigen, damit du die Grundlagen erlernen kannst. Natürlich wäre ein Akkordeonlehrer auch nicht schlecht, doch man kann sich auch selbst durchboxen. :)
    Da du "nur volkstümliche Lieder" spielen möchtest, gehe ich davon aus, daß das Ganze eher für den Hausgebrauch sein soll, oder? Aber auch volkstümliche Lieder können anspruchsvoll sein, je nachdem wie man sie spielt.
    Es wurden schon einige Threads hier verlinkt und ich denke, da ist auch das Wichtigste gesagt worden.

    Vielleicht kennst du ja jemanden in deinem Bekanntenkreis, der dir bei deinen "ersten Gehversuchen" mit dem Akkordeon behilflich sein kann. Falls du der hessischen Sprache mächtig bist und eventuell aus meiner Gegend kommst...ich würde dir auch helfen.

    Jetzt wünsche ich dir viel Spaß bei deiner neuen Herausforderung und berichte von deinen Fortschritten!



    Wo nimmst du diese Weisheiten her? Das klingt für einen Anfänger erst einmal demotivierend und wer sagt außerdem, daß nur bei perfekten Akkordeonspielern es sich "nach richtig was anhört"???


    Wenn du den Anfangspost von guderian aufmerksam gelesen hättest, dann hättest du folgende Information:

    Er möchte nicht "noch Trompete dazu lernen", sondern er spielt schon!


    @Bayernsebbl: Es wäre nicht schlecht wenn du die bisher gemachten Posts genau durchlesen würdest und dann erst antwortest. Außerdem lies auch deine Posts durch, bevor du diese abschickst. Manchmal muß man einige Sätze mehrmals lesen, damit man versteht was du sagen möchtest.

    LG Reija
     
  13. Didilu

    Didilu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.12.08   #13
    Hallo Oli,

    LG Reija hat völlig Recht, lass Dich nicht entmutigen. Ich habe mir das Akkordeon (und andere Instrumente) auch allein beigebracht. Ich spiele jetzt seit ca. 1 Jahr chromatisches Knopfakkordeon mit B-Griff und bin soweit das ich 80% der etwa 150 Lieder die ich auswendig spielen kann, blind spiele. Bei schwierigen Stücken mit größeren Sprüngen muss ich noch ab und zu auf die Tastatur gucken. Ich denke das ich noch 2 Jahre brauche um gut zu sein (aber man lernt nie aus). Meiner Familie gefällt es heute schon und das spornt natürlich an. Seit ich mein kleines Roland FR-1b habe und mit Kopfhörer üben kann, spiele ich täglich mindestens 2 Stunden, manchmal auch viel länger.
    In einem Punkt irrst Du Dich aber meiner Meinung nach, nähmlich das Pianoakkordeon leichter zu lernen sei. Das trifft nur zu wenn jemand schon Klavier oder Keyboard kann, ansonsten lies Dir mal die Beiträge zum Thema "Knopf oder Taste" durch. Aber wie Du auch entscheidest, fang einfach an und Du hörst nie mehr auf!!
    In diesem Sinne einen guten Rutsch,
    Didilu
     
  14. Infotainment

    Infotainment Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 31.03.10   #14
    Auch ich habe mir das Akkordeonspielen - incl. M III - erfolgreich selbst beigebracht, habe zwar nie an Wettbewerben teilgenommen, weil mir das viel zu nervenaufreibend gewesen wäre, kann aber dennoch auf eine endlose Reihe von Auftritten und Konzerten zurückblicken, u. a. im Rahmen der in den 80-ern existierenden "Mainzer Talentbörse" vor ausverkauftem Mainzer Theater, mit dem Alla Turca von Mozart in meiner eigenen 1:1-Bearbeitung (nicht gerade ein leichtes Stück). Will sagen: Ja, es geht. Allerdings sollte man genau wissen, welchen Level man erreichen will. Soll es "hoch hinaus" (wie es bei mir der Fall war), dann geht das nur mit eiserner (Selbst-) Disziplin auf der Grundlage entsprechender Schulwerke, wie z.B. die "Schule der Geläufigkeit" von Karl Kühn, der "Modernen Akkordeontechnik" von Curt Mahr, oder der "Schule des Baßspiels" von Weilburg - alles Werke, die ich nur wärmstens empfehlen kann. Des Weiteren: Tonaufnahmen von sich selbst machen (mit einem möglichst guten Aufnahmegerät), und dann (auch im kritischen Vergleich mit Virtuosenaufnahmen) durchhören. Das mache ich heute noch, und entdecke immer wieder Dinge, die ich verbessern muß. Sehr gut ist natürlich auch, Feedback - möglichst von Kennern der Materie, oder musikalisch gebildeten Zuhörern - zu bekommen. So kann man, wenn der Wille, die Begeisterung, neben dem hierfür unabdingbaren Talent natürlich, vorhanden ist, auch autodidaktisch es "zu etwas bringen".
     
  15. waldgyst

    waldgyst HCA Knopfakkordeon HCA

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    Erstellt: 01.04.10   #15
    Hallo Info,
    gibt's von dir Aufnahmen im Netz (z.B. YouTube)?
     
  16. Seelchen

    Seelchen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.10   #16
    Das ist ja ein alter Thread, aber da ich das Thema interessant finde, hänge ich mich mal an.

    Ich bringe mir das Akkordeonspielen ja auch selber bei und bin aus verschiedenen Gründen unschlüssig, ob ich zusätzlich mal einige Stunden Unterricht nehmen soll oder bei der autodidaktischen Lernweise bleiben.

    Ich habe meine Instrumente (jedenfalls die im erwachsenen Alter erlernten) zunächst autodidaktisch begonnen, beim Klavier bin ich damit auf einem recht niedrigen Stand stehen geblieben, mit der Gitarre habe ich später Kurse besucht, mit der Klarinette schließlich Unterricht genommen. Beim Klarinettespielen hat der Unterricht mein Spiel wesentlich verbessert, was Ton und musikalische Gestaltung von Stücken angeht - da ist es einfach gut, wenn jemand anders zuhört und korrigiert. Aber meine Fähigkeit, rein nach Gehör Melodien zu spielen oder zu improvisieren hat durch den Unterricht eher abgenommen, da ich halt trainiert worden bin, genau nach Noten zu spielen.

    Jetzt beim Akkordeon erlebe ich wieder diese so ganz von innen kommende Motivation, die mich aus Leidenschaft üben lässt, die mich mich kreativ sein lässt - rumprobieren, nach Gehör spielen, mich bei youtube anregen lassen, usw. Noten sind eine Stütze, aber wenn ich ein Stück mag, dann spiele ich es nach kurzer Zeit auswendig, mach die Augen zu und hör mir beim Spielen selber zu.

    Ich muss gar kein sehr hohes Niveau erreichen, es sind eh nicht die virtuosen Stücke, die mir gefallen. Ich will einfach schöne Lieder spielen können, russische Volkslieder, kleine Musettewalzer, irische Melodien. Schon jetzt merke ich, dass für die Art Musik, die ich mag, das Akkordeon hervorragend geeignet ist, bei keinem anderen Instrument habe ich so das Gefühl, das es paßt. Ich habe die Befürchtung, dass diese Begeisterung durch Unterricht zerstört werden könnte.

    Gibt es vielleicht Menschen, die besser ohne Unterricht zurecht kommen?
     
  17. Rufsen

    Rufsen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.10   #17
    Hallo Seelchen
    ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht. Hatte einige Stunden damit ich die Kiste richtig handhabe. Aber jeder Unterricht geht in eine spezielle Richtung. Bei mir wars der Schlager und dies hat mir nicht so gefallen. Ich möchte mehr in das spielerische, leisere und spontanere Musizieren kommen. Ich will auch nicht Bach spielen auf dem AKK. Jetzt habe ich vereinbart dass ich vielleicht so alle 2 Monate mal eine Stunde nehme um die schlechten technischen Macken zu korrigieren. So spiele ich mit viel mehr Freude an der Sache.

    Gruss
    Rufsen
     
  18. poorsurfer

    poorsurfer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.10   #18
    Hallo Seelchen!

    Ich behaupte: Nein!

    Es gibt vielleicht Menschen (solche wie dich), die mit einem klassischen Akkordeonunterricht (wir nehmen Lehrbuch XY BD. 1, und arbeiten das unter Anleitung des Lehrers durch, danach nehmen wir Bd.2 des Lehrbuchs usw.) nicht zurechtkommen.
    Aber wenn dein Lehrer dich bei deiner Art zu lernen unterstützt, zB durch Harmonielehre sowie deine Spieltechnik (also Haltung, Balgführung, Fingertechnik) verbessert, würdest du vermutlich auch größere Lernfortschritte erzielen, bzw. schöner spielen. Zugegeben ist es wohl nicht leicht einen Lehrer der auf diese Art unterrichtet zu finden, daher würde ich an deiner Stelle vielleicht zu einem Lehrer gehen, mit ihm ein paar Unterrichtsstunden vereinbaren, aber klarstellen, dass es dir um Tipps fürs autodidaktische lernen geht. Auch das was du oben geschrieben hast würde ich vorher sagen und klarstellen.

    Entscheidend sollte aber bleiben dass es dir Spass macht, egal wie.


    Grüße
     
  19. maxito

    maxito Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 01.04.10   #19
    Ich meine: das kommt auf den Lehrer an und wie man seinen Unterricht definiert!

    Ganz klar, wenn man autodidaktisch vorgeht, spielt man auf jeden Fall immer das, was einem am meisten Spaß macht. Es kommt aber immer mal wieder ein Punkt, wo man mit seinen derzeitigen Möglichkeiten scheitert. Sich selbst konsequent in Punkto Technik und musikalischem Ausdruck schulen wird wohl eher selten sein und wer das schafft dem gebührt uneingeschränkt mein voller Respekt (also @ Infotainment: Hut ab!:great:)

    Meist kommt es aber beim selber lernen irgendwann zu Schlampigkeiten oder Problemen, die man so selber nicht gelöst kriegt. Und da ist ein Lehrer eine feine Sache. Man kann sich ja als Erwachsenrer den Lehrer aussuchen und mit ihm besprechen, wie man sich den Unterricht wünscht.

    So habe ich z.B. unregelmäßig so alle 3 bis 4 Wochen Unterricht und mein Lehrer fragt immer, woran ich grade arbeite und wo ich was verbessern will. Dann hört und sieht er sich das Ganze an und danach gehts an dem Beispiel das ich ausgewählt (und ihm ja eben vorgestellt habe) los. Am Ende der Stunde schnüren wir dann immer ein Paket, mit Dingen, die ich üben soll/kann und damit lerne ich dann erst mal wieder selber weiter unter Berücksichtigung der Neuigkeiten.

    Somit lerne ich eigentlich immer das was mich interessiert,weil ich ja die Stücke aussuche und bekommen Hilfestellung in Form von Übungen zur Technilk und seien es nur taktische Tips , oder wir besprechen den eigentlichen Vortrag des Stücks , also : wie und was betone ich und warum, wie baue ich meine Phrasierungen auf und wie baue ich meinen Spannungsbogen über das Stück auf etc...

    Auf die Weise habe ich nun gute 3 Jahre Untericht und kann es nur jedem empfehlen - mir hat es sehr viel gebracht!

    Gruß, maxito
     
  20. waldgyst

    waldgyst HCA Knopfakkordeon HCA

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    Erstellt: 01.04.10   #20
    Es gibt aber auch oft Lehrer, die einem bei bestimmten stilistischen und technischen Fragen nicht weiterhelfen können, weil sie keine Erfahrungen mit dem betreffenden Genre haben. Da muss man sich dann auf jeden Fall gezielt an einen "Könner" wenden.
    Z.B. habe ich jahrelang Schlagzeugunterricht gehabt, aber wirklich gut am Drumset bin ich erst später auf autodidaktischem Weg geworden (z.B. bei besseren Trommlern beobachten und nachfragen, bestimmte Licks kopieren, daraus einen eigenen Stil entwickeln). Das lag daran, dass mein damaliger Lehrer halt eine klassische Ausbildung hatte - da ist das Drumset eher Nebensache.
    Akkordeonunterricht hatte ich noch länger - damals an unserer Kreismusikschule anfangs beim Musikschulleiter im Büro so nebenbei und dann bei der Klavierlehrerin. Meint ihr, die wussten, wie man serbische Verzierungen richtig ausführt? Das habe ich erst gelernt, als ich die Möglichkeit hatte, übers Internet Kontakte zu entsprechenden Musikern herzustellen.
     
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