Akkordwechsel! Welche Skalen möglich?

von reacom, 30.01.08.

  1. reacom

    reacom Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.06.06
    Zuletzt hier:
    2.12.16
    Beiträge:
    217
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    161
    Erstellt: 30.01.08   #1
    Tach auch!

    Ich habe folgenden Akkordwechsel erdacht:
    II: Em7 I Dmaj7 I C I C I G I A7 I Em7 I Em7 :II
    Wobei alle Akkorde als Barré in den jeweiligen Bünden gegriffen werden.

    Nun möchte ich wissen, welche Skalen ich für diese Akkordfolge einsetzen. Und vor allem, WARUM?
    Weil die Ganze Folge mit Em startet, wird sie wahrscheinlich auch mit einer Emoll-Skala be-soli-spielbar sein. Aber da geht doch bestimmt noch mehr, oder?

    Danke für Eure Tipps!

    Gregor
     
  2. reppeK

    reppeK Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.07.07
    Zuletzt hier:
    20.08.16
    Beiträge:
    269
    Zustimmungen:
    4
    Kekse:
    138
    Erstellt: 30.01.08   #2
    ich würde mal G-Dur versuchen, müsste eigenltich passen.
     
  3. Djangoausberlin

    Djangoausberlin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.08.07
    Zuletzt hier:
    9.01.12
    Beiträge:
    385
    Ort:
    Berlin
    Zustimmungen:
    6
    Kekse:
    2.274
    Erstellt: 30.01.08   #3
    Also G-Dur/E-Moll geht über dem Dmaj 7 geht nicht. Es klingt das C scheiße, den C, C'# und D in einem Klang ist sehr dissonant.
    Mehr kann ich dir im moment auch nicht sagen. Beim Rest müsste eigentlich G-Dur gehen.

    Es grüßt
    Django
     
  4. reacom

    reacom Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.06.06
    Zuletzt hier:
    2.12.16
    Beiträge:
    217
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    161
    Erstellt: 30.01.08   #4
    Danke Jungs!

    Hab während des Spiels der Akkorde versucht auf E-Moll, bzw. E-Pentatonik zu improvisieren. Und es klang "Sch...nodder". Ich versuch es mal mit G-Dur, während ich dann für den Dmaj7-Akkord dann anderweitig improvisiere.

    Das macht das Ganze um so spannender, weil die Akkordfolge sehr gut und harmonisch klingt. Zwar könnte ich anstatt des Dmaj7 einen einfaches D-Dur spielen, aber das wäre mir jetzt zu einfach :)! ...Der Ehrgeiz...

    Gregor
     
  5. reacom

    reacom Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.06.06
    Zuletzt hier:
    2.12.16
    Beiträge:
    217
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    161
    Erstellt: 30.01.08   #5
    Also;
    Ich hab´s jetzt mal zerlegt. Jeden Akkord für sich. Ich versuche mich mal in der Theorie des Ganzen und Ihr sagt mir, ob ich richtig oder falsch liege.

    Em7 = e d h g
    Dmaj7 = d a cis fis
    C Dur = c g e
    G Dur = g d h
    A7 = a g e cis

    Gemeinsame Töne der Akkordfolge: c cis d e fis g a h

    Laut der unten eingefügten Tabelle, die die Dur-Tonleitern darstellt, müsste ich ein Solo doch auch in D-Dur spielen können, oder?
    D-Dur = d e fis g a h cis d

    Die Tabelle:
     

    Anhänge:

  6. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

    Im Board seit:
    09.11.03
    Beiträge:
    16.149
    Zustimmungen:
    1.124
    Kekse:
    49.622
    Erstellt: 30.01.08   #6
    Das Problem ist, dass innnerhalb der 8 Takte gleich 2 x die Tonarten wechselt, wobei die dann auch noch mehrdeutig sind.

    e Dmaj7 steht in D
    C G stehen in G oder C
    A7 e e kann e-moll oder D sein

    Was am besten funktioniert:

    e Dmaj7 > D (dorisch / ionisch)
    C G > G (lydisch / ionisch)
    A7 e > D (mixolydisch /dorisch)

    Allerdings ist der Übergang A7 -> e extrem spannungsarm.

    Deutlich runder wird es, wenn Du den Takt A7 ersetzt durch 1/2 Takt a-moll + 1/2 Takt H7. Dann kannst Du wie über C G dabei auch in G-Dur bleiben. (a7 dorisch, H7 phrygisch).
     
  7. reacom

    reacom Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.06.06
    Zuletzt hier:
    2.12.16
    Beiträge:
    217
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    161
    Erstellt: 31.01.08   #7
    @Hans
    Ich bin ja ehrlich... Ich habe auf Deine Antwort gewartet.

    Ich habe mal eben Deinen Tipp mit dem Halbtakt A-moll & Halbtakt H7 ausprobiert. Beide in Barré. Es klingt sehr geil!
    Was die Skalen anbelangt; Vor einigen Monaten habe ich mir den Gitarren-Explorer gekauft. Jetzt habe ich da eben die G-Dur Skala, A-Dorisch Skala, und die H-Phrygisch Skala reingetippt, sie kopiert, ausgeschnitten, und die einzelnen Skalen übereinandergelegt. Logischerweise sind alle drei identisch, was bedeutet, dass ich das ganze Skalen-Hin-Und-Her-Geschiebe endlich verstanden habe.
    Was ich aber jetzt gerade nicht verstanden habe ist folgendes;
    Zitat Hans_3:
    e Dmaj7 > D (dorisch / ionisch)
    C G > G (lydisch / ionisch)
    A7 e > D (mixolydisch /dorisch)

    Soll das heißen, dass ich bei z.B. e und Dmaj7 sowohl D-Dorisch als auch D-Ionisch spielen kann?
    (Irgendwann schicke ich Dir ein Paket Kaffee als Dankeschön für die ganze Hilfe...)

    Gregor
     
  8. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

    Im Board seit:
    09.11.03
    Beiträge:
    16.149
    Zustimmungen:
    1.124
    Kekse:
    49.622
    Erstellt: 31.01.08   #8
    z.B. e Dmaj7 > D (dorisch / ionisch) soll heißen

    Über diese Akkorde "e und Dmaj7" das Leitermaterial von D verwenden. Ergibt dorisch bei e und ionisch bei D.

    Was Du aber noch machen kannst - diese Lösung ist klanglich am überzegendsten: Du nimmst einfach für alles die G-Dur-Leiter und achtest streng darauf, über e-moll und Dmaj den Ton C in der Melodie nicht zu verwenden.


    ZUm Ablauf probier auch noch mal folgende Aufteilung:

    II: Em7 I Dmaj7 I C I G I Am7 I H7 I Em7 I Em7 :II
     
  9. reacom

    reacom Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.06.06
    Zuletzt hier:
    2.12.16
    Beiträge:
    217
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    161
    Erstellt: 31.01.08   #9
    Guten Morgen!

    @Hans_3
    Die obige Akkordfolge klingt ebenfalls sehr, sehr schön. Das zeigt, dass man aus so einfachen Akkorden wie ich sie ganz oben geschrieben habe doch sehr schöne Lieder basteln kann. Im Übrigen kingt der Ablauf jetzt sehr "weltlich". Ähnlich wie die Akkordfolge von "Still in love with you" von den No Angels. Ebenfalls ein äußerst schönes Lied (von der Musik her, auf den Text hab ich ehrlich gesagt noch nie geachtet).

    Ein kurze Frage habe ich aber noch;
    Woher weiß ich (das nächste mal dann selber), dass ich die G-Dur/G-Ionisch Skala für diese Akkordfolge mit dem Verzicht der C-Töne innerhalb des Em und Dmaj7 verwende? Wie setzt sich das Tongebilde zusammen? Nach dem ich die Akkorde zerlegt hatte:
    Em7 = e d h g
    Dmaj7 = d a cis fis
    C Dur = c g e
    G Dur = g d h
    A7 = a g e cis

    kamen ja diese gemeinsamen Töne der Akkordfolge raus: c cis d e fis g a h. Kann ich mit dieser "Technik" irgendwie auf die entsprechende Skala heran kommen oder ist die ganze Herangehensweise verkehrt?

    Gregor
     
  10. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

    Im Board seit:
    09.11.03
    Beiträge:
    16.149
    Zustimmungen:
    1.124
    Kekse:
    49.622
    Erstellt: 31.01.08   #10
    Die Folge Em und Dmaj7 steht in D-Dur. (D = Tonika = I. Stufe, e = II. Stufe) Der Rest steht in G. D-Dur hat ein C# in der Skala, G-Dur ein C. NAch Weglassen von C bleiben D E F# G A H. Diese Töne sind in beiden Leitern enthalten. Und da Du in der Melodie kaum 7 verschiedene Töne in den ersten 2 Takten unterbringen wirst, bietet sich das Rauslassen von C/C# ja förmlich an, um ganz ohne Skalenwechsel auszukommen.



    Systemfehler: Die Töne sind eben nicht gemeinsam. So passt das C# halt net zum C. Wenn du schon so vorgehst, musst Du die sämtliche Leitern zu den Akkorden aufschreiben und nur die Töne übriglassen, die in allen Leitern vorkommen. Da kommt als gemeinsamer Tonvorrat dann die Pentatonik e, g, a, d, h heraus.

    Ansonsten solltest Du Dich mit dem ABC der Akkordlehre, der Akkordverwandtschaft und der Dur-Moll-Parallelen etwas beschäftigen. Wenn Du nämlich weiterhin Akkorde zusammensetzt, bei denen die Tonart mehrmals innerhalb weniger Takte wechselt, bekommst Du Probleme ohne Ende ;) Oder Zufallsergebnisse, von denen Du nicht weißt wie und warum sie funktionieren.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Stufentheorie_(Harmonik)
     
  11. reacom

    reacom Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.06.06
    Zuletzt hier:
    2.12.16
    Beiträge:
    217
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    161
    Erstellt: 31.01.08   #11
    @Hans_3
    Schick mir via PN Deine Adresse. Ich verspreche; Der Kaffee kommt!!!

    Danke Dir! Werde Deinen Rat befolgen.
    Gregor
     
  12. reacom

    reacom Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.06.06
    Zuletzt hier:
    2.12.16
    Beiträge:
    217
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    161
    Erstellt: 31.01.08   #12
    Bin jetzt der Verlinkung zu dieser Seite gefolgt:
    http://www.gitarrenlinks.de/workshops/stufenakkorde.htm

    Ich denke, es verstanden zu haben. Und so klärt sich die Frage, woher ich weiß, welcher Akkord mit welcher Skala verwendet werden kann.

    Manchmal ist es eben doch gar nicht so schwer...

    Gregor
     
Die Seite wird geladen...

mapping