Aktive Elektronik - Schaltplan?

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Hi Gitarren-narren (ich hasse reimen ^^)

Wollte fragen, ob jemand von euch schon diverse Erfahrung mit aktiven Bauteilen in der Gitarre gemacht hat. Ich denke die sind größtenteils gut ausgefallen (außer dass man auf die volle Batterie achten muss, was bei gitarristen ja nicht immer klappen muss "Ersatzbatterie?! - Hab ich net dabei..." ^^).

Was aber den eigentlichen Schwerpunkt des Threads darstellen soll, wäre einen Schaltplan zu bekommen (da ich elektroniker in Ausbildung bin, aber erst geringe erfahrungen in sache Audio bzw Instrumenteneelektronik habe).

Oder, falls kein Schaltplan zu kriegen ist, ob jemand große aufnahmen seiner Elektronik machen könnte, so dass man bauteilbezeichnungen erkennen könnte. Hab schon das Internet tagelang durchforstet und hier auch ordentlich gesucht, aber leider nix gefudnen.:( Schadé! :D

Wäre cool, wenn ergebnisse gäbe ^^

LG, Mäthi
 
Eigenschaft
 
Was soll die Schaltung den machen? Es gibt da sooo unendlich viele Möglichkeiten.

Ulf
 
hm gut... da ham wa's ^^

Im Prinzip will ich nicht viel an modelling erreichen, sondern nur die Signalverstärkung, um noch en bisschen mehr aus der gitarre rauszunehmen. An für sich wär's vieleicht noch schön an der Gitarre ein 3-Band EQ anzubringen bzw nur noch nen On-Off knopf zu benutzen (Quasi 2 WEge-Schaltung). Die Volume und Tone regler dreh ich eh immer ganz auf, weil ich den Ton lieber voll und satt habe... dafrü hab ich meine PU's von der Höhe so eingestellt, dass ich den gewünschten sound eben bei dieser einstellung hab.

Danke aber schonmal für die schnelle antwort.

Gibts denn kein Grundprinzip an schaltung in die man nur anderre IC's einsetzt, oder sind die zu unterschiedlich?

(was für IC's werden im allgemeinen am häufigsten genutzt?)

Ja, ich lasse meine Unwissenheit voll und ganz raushängen ^^
 
Kauf dir mal das Buch Elektrogitarren Technik & Sound von Helmuth Lemme. Da stehen vile Dinge und auch Schaltungen drin. Ixh habe mir selbst Teile für ne aktive Elektronik bestellt und warte nun drauf.
 
Prinzipiell reicht da ja eine simple Schaltung mit nem OP-Amp...evt kannst du dann noch ne Klangregelung reinsetzen per Hoch/Tiefpässe, das sollteste eig selber hinkriegen. Ansonsten kannst du mir mal ne PM schicken un ich geb dir was ich so an mini-boostern parat hab.
 
Von aktiven Schaltungen, wie z.B. einem 3-Band-EQ würde ich in der Gitarre Abstand nehmen. Das sind Funktionen, die sich auch außerhalb des Instrumentes gut realisieren lassen.

Wenn ich ein existierendes Instrument habe, ist mein Ansatz immer der, keinerlei mechanische Veränderungen am Instrument vorzunehmen.

Wer zusätzliche Schalter und Potis einbaut, schafft sich vieleicht ein Instrument mit sehr flexiblem Klang, verringert jedoch deutlich den Wiederverkaufswert!

Was man gut machen kann ist das folgende:

1. Drehschalter mit verschiedenen Lastkondensatoren (C-Switch)

Was man damit machen kann, habe ich sehr detailiert im Guitar-Letter II beschrieben (Bild 4-7 zeigt ein Beispiel für eine Stratocaster).

2. Einbau eines Impedanzwandlers/Vorverstärkers

Dadurch trennt man die Gitarre elektrisch von der Belastung durch das Kabel. Man kann dann fast beliebig lange Kabel verwenden, ohne das sich der Klang verändert.

So einen Verstärker baut man am einfachsten mit einem Operationsverstärker auf. Der klassiche 741 reicht da schon aus, wenngleich es heute wesentlich bessere OPs gibt. Heute würde ich an dieser Stelle einen TL061/071/81 einsetzen.

scm51206.gif


Zusammen mit dem C-Switch zaubert man so Klänge aus seiner Gitarre, die man vorher nie gehört hat.

3. Einbau eines State-Varaible-Filter

Hier wird im Grunde genommen eine kontinuierliche Verschiebung der Resonanzfrequenz realisiert. Liefert der C-Switch je nach Drehschalter nur 3, 4, 6 oder 12 verschiedene Frequenzen, kann man mit dem SVF den gesamten Bereich (z.B. von 800Hz bis 4kHz) einstellen.

Zusätzlich läßt sich auch noch die Güte beeinflussen, was in etwa der Funktion der passiven Tonblende in der Gitarre entspricht.

Da das ganze aktiv ist, läßt sich natürlich auch noch eine lineare Verstärkung einstellen und niederohmig ist die Schaltung auch noch.

Für ein SVF benötigt man 4 OPs. Mit einem TL064/074 oder einem TL084 ist man da bestens bedient.

Die gesamte Schaltung läßt sich auf einer kleinen Platine aufbauen und paßt bei den meisten Gitarren in das Elektronikfach.

4. Einbau eines Treble-Boosters

Die gängigen Treble-Booster sind keine Zauberkisten! Abseits der tollen Namen machen sie alle das gleiche: Sie verstärken die hohen Frequenze um maximal 30dB.

Ein Operationsverstärker mit 4 Widerständen und 3 Kondensatoren reicht aus, um diese Funktion zu realisieren!

5. Einbau eines Mid-Boost

Man nehme einen OP mit 4 Widerständen und 4 Kondensatoren, dimensioniere geeignet und fertig ist eine Bandpaß, der die mittleren Frequenz verstärkt. Was für Mister-Slowhand recht ist... ;)

Was benötigt man?

Ein paar Kentnisse über OP-Schaltungstechnik. Der nichtinvertierende Verstärker ist im Normalfall ausreichend und bildet die Grundlage für die Punkte 2,4 und 5.

Ulf
 
Der klassiche 741 reicht da schon aus,

WOW - hätte net gedacht dass der schon ausreicht...

Ein paar Kentnisse über OP-Schaltungstechnik. Der nichtinvertierende Verstärker ist im Normalfall ausreichend und bildet die Grundlage für die Punkte 2,4 und 5.

Ja, die hab ich, hätte net gedacht dass es doch noch so einfach ist.


Danke für eure Posts. Wie gesagt bin noch in der ausbildung. Im Grunde wusste ich dass da größtenteils schon, aber ich hätte echt gedacht, dass es schon ein Stück komplizierter wird - Hatte neulich ein Foto einer schaltung mit nem 18-Poligen IC gesehn, nur die seriennummer net erkannt, deshalb war ich ratlos.

LG, Medi
 
Ju einfache OP-Amps reichen wie gesagt...hab mal was mit nem TL071 gebaut, das Klang mMn sehr gut...probier ma mit dem TL rum.
 

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