Akusik-Gitarre Magazin - THE END

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Liebe Akustik-Kollegen,

nachdem in der Vergangenheit bereits diverse Musik-Magazine wie Guitar, Guitar-Acousic, Tastenwelt, Keys, Soundcheck und Drumhead aufgegeben haben, gibt es jetzt auch Akusik-Gitarre nicht mehr:

Gut finde ich, dass sich hier die Redakteure mit Anstand von ihren Lesern verabschiedet haben. (y)
Das war bei Guitar und Co. leider nicht so. :rolleyes:

Ich hatte das Magazin früher öfter gelesen, besitze sogar noch die allererste Ausgabe.
Einige Noten aus den alten Heften krame ich mir sogar ab und zu raus.
In letzter Zeit wurde es schrierig ohne Abo oder Online Bestellung an ein Heft zu kommen.
Außer in einem großen Kiosk an größeren Bahnhöfen war das Heft per Mitnahmeeffekt kaum noch verfügbar.

Viel außer "Gitarre und Bass" gibt es jetzt wohl nicht mehr. :nix:

GEH
 
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Ich habe alle Ausgaben, habe die ersten regelrecht verschlungen, selbst mal für das Blättle geschrieben - aber im Laufe der Zeit ist imho die Zeitschrift genau so belanglos geworden, wie die Szene. Es gibt jede Menge (technisch) hervorragender Musiker:innen, viel mehr als früher, aber nur noch wenig "Unerhörtes". Die Workshops waren recht gut, aber Vergleichbares gibt es auch im Netz. Informationsbedarfe regeln die Foren, neue Instrumente brauche ich bis auf weiteres nicht (zumal nicht in den Preisregionen; da gehe ich dann eher mal auf Gitarrentage), über neue Songwriter informiert der örRundfunk, über Instrumentalisten verschiedene Quellen.
Ich hätte die Zeitung trotzdem weiter abonniert gehalten, aber die Lücke, die sie für den Markt füllte, ist imho nicht mehr.
 
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Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit :opa:

Print-Medien müssen eben auch in ihrer "Darreichungsform" up-to-date bleiben. Wer das nicht hinkriegt, wird nicht wirtschaftlich bleiben und daher verschwinden...

Und was heutzutage prägend ist, sind "Geiz ist geil" und Faulheit/Müll/Rohstoffe - da kann sich jeder heraussuchen, was für ihn bedeutsam ist.

Ob sich nun Verantwortliche "mit Anstand von ihren Lesern verabschiede(n)", oder nicht, kann man sich aus Sentimentalität wünschen, halte ich aber für weltfremd, weil der Kunde/Leser, solange es funktionierte, einfach der zahlende "Partner" war, von denen es letztlich zu wenige wurden, sie also zum "Verräter" (der gemeinsamen Sache) wurden.

Aber jedes Ende ist auch die Chance für einen neuen Anfang. Also einfach die Angebote im Netz durchforsten (es hat keiner gesagt, dass die digitale Welt wirklich unaufwendiger ist...).
 
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Ob sich nun Verantwortliche "mit Anstand von ihren Lesern verabschiede(n)", oder nicht, kann man sich aus Sentimentalität wünschen, halte ich aber für weltfremd, weil der Kunde/Leser, solange es funktionierte, einfach der zahlende "Partner" war, von denen es letztlich zu wenige wurden, sie also zum "Verräter" (der gemeinsamen Sache) wurden.
"Weltfremd" finde ich etwas übertreiben ausgedrückt.
Selbst wenn ich am Ende nur noch einen einzigen Kunden mit Abo habe, verabschiede ich mich offiziell.
Bei Guitar und Acousic Guitar stand nichts auf den Internetseiten und irgend wann war das Ding offline.
Da könnte ich auch sagen, dass die ihre langjährigen Kunden gar nicht verdient hatten - im Gegensatz zum Akustik-Gitarre Magazin.
So etwas wie Anstand zeigt sich gerade beim Scheitern - mMn.
 
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Ist schade ... wieder eine weniger ... ich altmodischer Mensch habe immer noch gern "Papier" in der Hand beim Lesen ...
Aber Zeiten und Gegebenheiten ändern sich ... nichts kann ewig bleiben wie es war ...
Ist einfach so.
 
belanglos geworden, wie die Szene.
die Akustikgitarrenszene? Was meinst du denn damit, gibt oder gab es denn sowas überhaupt?
Tja, durch das Internet werden Zeitschriften überflüssig, nicht nur in unserem Bereich.

Viel außer "Gitarre und Bass" gibt es jetzt wohl nicht mehr
es gibt noch die "Grand gtrs & basses". Aber die kämpfen irgendwie auch. Jetzt im August kam die Maiausgabe:nix:.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was meinst du denn damit, gibt oder gab es denn sowas überhaupt?
Och ja. Long story short: In den späten 60ern gab es recht viel klassische Gitarre , dann traditionellen Folk(blues), Gypsy, Flamenco und Liedbegleitung (in Mitteleuropa gerne in "Wandervogeltradition"), teilweise (wie z.B. bei Biermann oder Süverkrüp) durchaus tricky. Wegweisend waren dann in den USA die Sachen, die John Fahey aufgegriffen hat, Bluegrass, Blues und Ragtime wurden populärer und kamen aus der Folk-/ ethnischen Ecke heraus. In GB brachen Renbourn, Graham und Jansch Spannendes auf den Markt, in den USA wurden Kottke und Cooder (und damit Slide) populär. Ein paar Jahre später kamen in D Kolbe & Illenberger dazu, in den USA Michael Hedges, Fingerpicking im US-Style wurde auch in Europa zum wichtigen Stil in der Liedbegleitung. Damit ist so Ende der 70s, Anfang der 80s so ziemlich alles an Stilistiken dagewesen und in der Kombination neu. Da kam imho sopäter nicht mehr viel dazu, noch etwas Liveelektronik (Looper wurden günstig). Das wird heute alles sehr virtuos beherrscht, aber so richtig viel Neues habe ich nicht mehr gehört. Evtl. noch Jon Gomm. (TE schon nicht mehr, der ist zwar ein faszinierender Spieler, aber imho hat er auch "nur" noch bei schnell, virtuos und Entertainerqualitäten eine Schippe draufgelegt.)
Wie gesagt, die einzelnen Musiker:innen sind klasse, aber ob ein Gitarrenstück nun aus den 1990ern oder den 2020ern ist, hört man der Musik imho kaum oder nicht an.

PS: Das ist kein Weltuntergang und wir gehen gleich zu einem klassischen Gitarrenkonzert
 
Ich hab auch ein paar Jahre die Akustik-Gitarre abonniert gehabt, aber die Frage ist wirklich, was für ein Mehrwert bei solch einem Magazin geschaffen wird, den ich eben nicht umsonst online haben kann.
Der wurde eben mit den Jahren immer geringer. Eigentlich nur noch "offline", "Papier", und wenige Inhalte pro Heft.
Dem gegenüber stehen dann die ganzen Nachteile. Der Größte für mich: Wohin mit den ganzen Heften. Ich hab nicht so viele Schränke und will die vor allem auch nicht für Hefte nutzen, die ich vielleicht einmal im Jahr heraus krame.
Also wanderten sie in den Keller.. wo ich sie gar nicht mehr angefasst habe..
Die Online-Ressourcen, die es heutzutage gibt, fressen einfach massiv Gründe um noch Magazine zu kaufen. Der Punkt, der mich gehalten hätte, wäre, wenn die Qualität der Inhalte deutlich über denen von frei verfügbaren online Inhalten gewesen wäre, aber was ich an unsinnigen, oberflächlichen (und oft sichtlich "gekauften") Beschreibungen von Instrumenten gelesen hab und den 500sten Blues Workshop brauch ich dann auch nicht..
Insofern ist das für mich einfach eine Entwicklung unserer Zeit, dass sich diese Inhalte ins Netz verlagern und Magazine aussterben.
 
Ich hatte die Akustik-Gitarre ein paar Jahre lang im Abo, ink. der CDs, die habe ich alle noch auf der Festplatte.
Die Zeitschriften habe ich gezwungenermassen beim letzten Umzug entsorgt (Platzprobleme :rolleyes: )
Dem sind auch meine alten Fachblätter und Gtarre & Bass zum Opfer gefallen ...

Es ist schade, dass so eine Institution verschwindet, aber wie schon geschrieben ... das ist der Zeitgeist und die
vielen Online-Präsenzen.

Macht's gut, liebe Akustik-Gitarren Mitarbeiter ... ich hoffe ihr habt alle euer Auskommen!
 
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danke für das Teilen deines umfangreichen Wissens. Für mich ist das aber keine Szene in dem Sinne. Die Akustikgitarre ist und war sehr beliebt,
eben in vielen Musikgenres.

PS: Das ist kein Weltuntergang und wir gehen gleich zu einem klassischen Gitarrenkonzert
(y), viel Spass dabei und geniesse es:).

, dass sich diese Inhalte ins Netz verlagern und Magazine aussterben.
ja, ich glaube die Hauptpunkte sind zum einem die Kosten und zum anderem sind wirklich aussergewöhnliche Gitarren auch kaum zu finden,
ich glaube, das wurde schon erwähnt:rolleyes:.
 
"Weltfremd" finde ich etwas übertreiben ausgedrückt.
Das bezieht sich darauf, dass ja niemand die Umstände des Endes wirklich kennt. Ob es hieß "Noch drei Ausgaben und dann ist Schluss" oder ob die Bank sagte "Heute ist der letzte Tag" weiß doch niemand. So ist schon mal unklar, ob überhaupt Gelegenheit bestand, verabschiedende Worte zu veröffentlichen. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie die Realität ausgesehen haben kann, dass ich - das ist halt meine persönliche Meinung - Vorwürfe für unangebracht halte. Das darfst Du aber natürlich anders sehen, was ich aber eben nicht teilen muss :prost:
 
Ich hab sie früher, zu Zeiten als noch Gregor Hilden Chefredakteur war ab und zu gelesen, wenn ich in den Familienurlaub gefahren bin. Ich fand diese Zeitschrift immer etwas intelligenter und feinsinniger als das G&B. Was vielleicht auch am Alter der Zielgruppe gelegen hat.
Irgendwie schade, dass sie jetzt eingestellt wird, aber ich hab sie sowieso schon lange nicht mehr gelesen.
 
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Akustikgitarre ist und war sehr beliebt,
eben in vielen Musikgenres.
Klar hatte Heino zu selben Zeit auch so was in der Hand, aber es ging um das Ausloten neuer Spielweisen, vor allem auf Flattop-Steelstrings mit der ihnen eigenen Klangfarbe in Verbindung mit einer Bezugnahme auf Folk und "Ethno-Spielweisen", auch auf alte Musik, die ja teilweise auch auf Metallsaiten gespielt wurde.
viel Spass dabei und geniesse es
Ist eingetreten;-)
Beitrag automatisch zusammengefügt:

naja, nächstes Jahr sind die siebzig voll:ROFLMAO:.
Ok, da fehlen mit noch ein paar. Was hast du denn gitarristisch so in der zweiten Hälfte der 70er gemacht?
 
Nun ja, Lemmerhirt, Degenhard, Finger oder Reinhard May sind mir schon geläufig. Aber Black Föös oder Pink Floyd haben auch die akustische eingesetzt.
Das ist halt keine Szene, sondern die Vielfalt in der die akustische zum tragen kommt.
Aber wir schweifen ab. In der "Akustk Gitarre" wurde das ja alles berücktsichtig. War ihr Vorteil, im Internet findet man das so in der Art eben nicht.
Drum ist es schade um diese Zeitschriften.
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Was hast du denn gitarristisch so in der zweiten Hälfte der 70er gemacht?
auf der Akustischen hab ich mich nach der Arbeit erstmal abreagiert, Vor allem aber Ideen entwickelt....... Wir schweifen jetzt aber wirklich ab. Wir können uns ja gerne per "PN" austauschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
schweifen jetzt aber wirklich ab
Denke ich jetzt gar nicht: So eine Special-Interest-Zeitschrift braucht einen bestimmten Markt.
G&B versorgt einen recht breiten Markt - Metal, Folk, Jazz, Rock, Tanzmucker, ,,,, Die kann man abonnieren, irgendwas Interessantes findet man meist, es sei denn, man hat eine sehr spezielle Ausprägung (als Klassikgitarrist interessierte mich G&B nicht, als Fingerstyler schon eher, für meine anderen Sachen noch mehr; ich habe sie trotzdem aus Zeitmangel nicht mehr).

Anders bei dem Markt für die AG: Wer alle 10 Jahre mal eine einfache 350€ Ibanez-Bühnenakustik für die Rockballade kauft und zwischendurch noch mal eine Ukulele für den Kindergarten, dem liefert die AG nichts. Weder hinsichtlich der Instrumente noch hinsichtlich der Interviews und auch nicht hinsichtlich der Workshops. Eine SO spezialisierte Zeitschrift kann sich am besten dort halten, wo eine Szene existiert, mit der sie in Symbiose steht. Das passt heute nicht mehr.
 

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