Akustik verbessern vs. In-Ear Monitoring im Proberaum

von maximilian114, 30.08.05.

  1. maximilian114

    maximilian114 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.05   #1
    Servus,

    ich hab, wie so viele andern, das Problem, dass der Proberaum nur aus nackten Betonwänden besteht.
    Um den Raum einigermaßen spielbar hinzubekommen bräuchte ich nach allem, was man so hört, mindestens 500 Euro und viel Zeit. Ich dachte da an Teppiche für alle Wände (mit Abstand zw. Teppich und Wand), kommt dann auf ca. 50m2.
    Außerdem sollte die Decke verkleidet werden und man müsste nen zweiten Boden reinmachen, weil bis jetzt nur so n ca. 15mm starker Filz auf dem Betonboden liegt.

    Ist es im Vergleich zu diesem Aufwand nicht sinnvoller, sich geschlossene Kopfhörer, Drummikrofone und ein Mischpult zuzulegen? Mischpult und Drummikrofone braucht man langfristig sowieso. Für das ganze Equipment würden dann schätzungsweise 300 Euro fürn Mischpult, 200 Für Drummics, und ca. 80 für jeden Kopfhörer draufgehn. Geht vielleicht auch billiger, wenn man was Gebrauchtes findet.

    Kriegt man in einem akustisch so schlechten Raum dann über das Mischpult einen angenehmen Sound hin?? Oder hat man dann auch den matschigen Sound? (Ich geh davon aus, dass man die Gitarren nicht abnimmt, sondern direkt ins Mischpult stöpselt, dass also nur Gesang und Schlagzeug mit Mikrofonen abgenommen werden).

    Vielen Dank schonmal.
    Gruß,
    Max.
     
  2. 8ight

    8ight HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 30.08.05   #2
    auf dem sperrmüll einfach teppichb oden besorgen, dann brauchst du da keine 500€ zu investieren.

    ansonsten brauchst du:

    mikrofone für alle toms und bassdrum und snare+overhead
    da bist du, wenns einigermassen gute qualität sein soll gut und gerne minimum 300€ los
    darüber hinaus müssen gitarre und bass auch abgenommen werden
    auch noch mal 50€ für ein mikro und 30 für ne DI box

    dazu braucht ihr dann ein mischpult, welches genügend kanäle habt. also wohl 16 mikrofonkanäle. Der billigste behringer mixer kostet um die 400€
    dann braucht ihr einen kopfhöhrerverstärker 125€
    dann braucht ihr geschlossene kopfhöhrer/ohrstöpsel, welche keinen sound von aussen eindringen lassen-->ca 100€

    das macht dann minimum 1000€

    ist da im proberaum ein alter teppich, der 5 cm vor den wänden hängt nicht besser?
     
  3. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 30.08.05   #3
    Erstens muss es nicht zwingend Teppich sein. Zweitens reicht es i.d.R. 2/3 bis 3/4 der Wände zu bedämpfen. Und selbst wenn man dann luxuriöserweise Bühnenmolton nimmt, dann kommt man schon deutlich billiger weg als 500EUR.
    Molton kostet typischerweise so 10EUR/m bei einer Rollenbreite von 3m. Macht ca. 3,50/m², für deine 50m² bist du also mit unter 200EUR dabei. Es tut aber auch billigerer Stoff...

    Wofür denn einen zweiten Boden? Und 15mm Filz ist zwar eklig, aber akustisch gesehen doch ideal als Bodenbelag...

    Für eine brauchbare In-Ear-Lösung kommst du sicher nicht unter 500EUR weg. Du brauchst ja mindestens ein Mischpult mit mehreren Aux-Wegen, um individuell für jeden Musiker mischen zu können. Und den Raum wirst du trotzdem dämpfen müssen, denn allein das Schlagzeug macht ohne eine solche Maßnahme nur noch Mulm und wird auch über Kopfhörer nicht besser klingen.

    Jens
     
  4. Brunni

    Brunni Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.05   #4
    Also ich habe das mit den Kopfhöreren auch mal überlegt...

    Ich denke, das schwierigste ist damit zurecht zu kommen... Man muss sich ja trotzdem unterhalten und so...
    Das man alle Drums abnehmen muss, bezweifel ich sehr... ich denke, der Drummer könnte einen halbgeschlossenen Kopfhörer nehmen oder vielleicht gehts auch mit nem geschlossenen...
    Er würde wahrscheinlich genug Schlagzeug hören. Wenn nicht, müsste ja ein Overhead reichen...

    Aber ich frage mich, ob man damit wirklich zurecht kommt. Das Hauptproblem wird sein, dass jeder sein Instrument am lautesten auf dem Kopfhörer braucht. Der Kopfhörerverstärker von Behringer (mit 4 Kanälen) gibt einem gute Möglichkeiten für jeden Kopfhörer nochmal extra zu mischen... Ihr müsstet das aber echt ausprobieren!
     
  5. joe-gando

    joe-gando Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 01.09.05   #5
    Das Problem mit den Drums ist ja nicht der Drummes selbst, sondern eben das alle Musiker die Drums hören müssen! Und um das zu gewährleisten müsste schon eine großzügige Drumabnahme durchgeführt werden!
     
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