Alt und hochwertig vs. modern und mittelmäßig

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Torian33

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Hallo,
ich möchte mir gerne ein Digitalpiano gebraucht kaufen und zw. 500 und 800€ ausgeben. Jetzt würde mich interessieren, ob es sich eher lohnen würde ein damals eher hochpreisiges, aber entsprechend älteres Modell zu kaufen (das vor 10 Jahren vielleicht 3000€ gekostet hat) oder ein moderneres, das aber bei einer entsprechend niedrigeren UVP lag.
Ich weiß halt nicht, ob klanglich und spielerisch ein hochwertiges aber älteres Gerät mit einem moderneren mittelmäßigen mithalten kann. Was meint ihr?
 
stuckl

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Der naechste Qualitaetssprung bei deinem Budget kommt erst so bei 1400: kawai es 8, roland fp 90 (fp 60 um die 1000), yamaha p 515.

Ich empfehle wenn du nicht erhoehen willst neu roland fp 30, kawai es 110, was von casio oder korg sp 280.

Gebraucht tummeln sich uralte gebrauchte die man vor Ort testen muesste. Die oben genannten musst du natuerlich auch mal im Fachgeschaeft testen.

Wie sieht es mit Unterricht aus? Schlägt auch jaehrlich minimum mit 700 eur zu Buche.
 
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Vintersol

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10+ Jahre alte gebrauchte Geräte sind in den meisten Fällen nicht zu empfehlen. Entweder es hapert an Anschlüssen, Abnutzungserscheinungen oder an neuen Technologien (USB Midi, Bluetooth usw.). Klanglich können die meisten Altgeräte nicht mit den heutigen mithalten. Ich würde glaube ich nicht mal ein 5 Jahre altes kaufen. Entweder noch etwas sparen oder ein günstigeres wie von Stuckl vorgeschlagenen nehmen. Falsch machen kannst du bei denen nichts.
 
stuckl

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Beim roland ist die klangerzeugung aus der oberklasse (ausser vpiano engine, die ist noch hochwertiger aber im roland rd 2000 zu haben) und die Tastatur ist von der vorigen klasse um die 1000 EUR.

Aber nur selbst testen ueberzeugt.
 
McCoy

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Zumindest klanglich kann man ja mal vergleichen:

Kawai MP5 von 2008, Neupreis € 1399,-. Aktueller ebay-Kleinanzeigenpreis zwischen € 400,- und € 800,-


Kawai ES110, Baujahr 2017, Neupreis aktuell € 579,- bei Thomann.


Wenn man das 10-Jahre alte kauft, weiß man nicht, ob alles in Ordnung ist, man hat keine Garantie oder Gewährleistung.

Viele Grüße,
McCoy
 
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Claus

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Beim Klang wäre ich großzügiger als Vintersol, zumal bereits das Kawai MP-5 Einzelstimmen-Sampling hat (Harmonic Imaging II).
https://www.kawai.de/products/archive/mp5/

Für mich wären daher die Tastatur und die Kontakte das eigentliche Risiko eines Gebrauchtkaufs bei vielen Jahren mit Betriebsstunden.
Man kann da wie schon gesagt nur durch Antesten eines konkreten Angebots entscheiden.

Unter den Neu-Angeboten hat man ansonsten eine recht gute Auswahl.
https://www.thomann.de/de/kawai_es_110_b.htm
https://www.thomann.de/de/roland_fp_30_bk.htm
https://www.thomann.de/de/yamaha_p_125_bk.htm

Bei Casio und Korg würde ich im genannten Preisbereich zumindest technisch Abstriche machen. Ebenfalls technisch betrachtet hat m.E. Roland unter den Dreien die Nase vorn, gefolgt vom Yamaha Update aus diesem Jahr.


Bei den aktuellen Digital Compact Pianos für Einsteiger kann man aber schon nach Geschmack und Preisangebot entscheiden.
Das Kawai ES 110 hat leider als Einziges ein vernünftiges Sustain-Pedal dabei, für ein Roland DP-10 sind ca. 37 EUR und für ein Yamaha FC-3 ca. 65 EUR zu veranschlagen. Das kommt dann zum Tragen, wenn ohne die Dreier-Pedaleinheit auskommen will. Die braucht allerdings den Holzständer des Herstellers zur Befestigung.
https://www.thomann.de/de/roland_dp10.htm
https://www.thomann.de/de/yamaha_fc3_fortepedal.htm

Außerdem benötigt man einen Keyboard-Ständer, der kostet zwischen fast nix (Stahlrohr-Ständer in Kleinanzeigen) und über 100 EUR (neu Fachhandel).
https://www.thomann.de/de/kawai_hml_1_b_stand.htm
https://www.thomann.de/de/roland_ksc_70_bk.htm
https://www.thomann.de/de/yamaha_l_125_bk.htm

Im Bereich des Budgets gibt es bei den Händlern sogenannte "Home Bundle"- oder "Set"-Angebote mit abgestimmten Holzständer des Herstellers, Dreier-Pedaleinheit und Klavierbank.

Gruß Claus
 
T

Torian33

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vielen Dank für die Antworten. Besonders die Aussage von Vintersol "Klanglich können die meisten Altgeräte nicht mit den heutigen mithalten. Ich würde glaube ich nicht mal ein 5 Jahre altes kaufen." hilft mir weiter und zielt auch wirklich auf meine Frage ab.
Teilen die anderen Diese Einschätzung, also lieber etwas 3-5 Jahre altes, was mal 1000 gekostet hat als ein weitaus teureres älteres für den selben Preis?

Ihr Habt dinge wie Garantie angesprochen. Passiert bei solchen Digitalpianos so häufig ein technischer Defekt, dass so etwas wie Garantie relevant wird? Weil die hat man bei Gebrauchtgeräten ja eh nicht. Ich dachte, die wäre eher robust.
 
Claus

Claus

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Schwer zu sagen, wie sich Probleme in Stückzahlen darstellen. Man findet schon Berichte in verschiedenen Foren oder sehr anschaulich auf Youtube, z.B."digital piano sticking keys".

Ich würde es wieder genauso machen, wie ich es gemacht habe und in deiner Stuation empfehle:
zunächst ein neues Einsteiger-Digitalpiano der hier genannten Modelle und Hersteller.
Stellt sich der Wunsch nach einer spürbaren Verbesserung ein, dann kann man das Einsteiger-Modell zu einem guten Preis weiterverkaufen.

Damit Du etwas vom Qualtiätsabstand hast, müsstest Du auf den Neupreis bezogen bei "klavierähnlichem Aussehen" ca. 2.000 EUr oder mehr veranschlagen. Gebrauchtangebote von 3-5 Jahren sind genau wie gebrauchte Digitalpianos allgemein ziemlich teuer.
Das setzt sich fort bis zu vielen richtig alten Geräten.

Zu welchem Preis diese Instrumente tatsächlich den Besitzer wechseln ist für mich schwer zu sagen.
Der Markt hat sich angesichts der hohen Ebay-Auktionskosten in Richtung Kleinanzeigen verschoben, ich selbst verfolge schon seit Jahren keine Ebay-Auktionen mehr.

Ein Piano, das vor 5 Jahren rund 1.000 EUR gekostet hat ist m.E. nichts anderes als ein typisches Einsteiger-Digitalpiano, nur minimal klavierähnlicher verpackt als die im Thread angesprochenen Modelle. Daran kann ich keinen Vorteil erkennen, Risiken aber schon.

Gruß Claus
 
stuckl

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Ich plädiere nach wie vor für Neukauf roland fp 30 und Co.
 

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