Alten Marshall Superbass 100 wieder in Betrieb nehmen - was beachten?

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Hallo und Guten Abend,

ich würde gerne meinen alten Superbass 100 wieder in Betrieb nehmen. Das Ding hat allerdings mindestens 20 Jahre im Keller gestanden und wurde auch davor schon ein paar Jahre lang nicht mehr eingeschaltet. Kann man den bedenklos einfach wieder einschalten? Ich frage mal lieber, bevor mir irgendein Bauteil (Kondensator oder so) abschmurgelt.

Grüsse.
 
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Ich bin sehr gespannt, ich habe auch einen Marshall, der ca. seit 15 Jahren ohne Benutzung rumsteht, allerdings nicht im Keller, sondern in einem Zimmer mit angenehmer Raumtemperatur.
 
MischaMischer
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. Kann man den bedenklos einfach wieder einschalten? I
Unbedingt! Als Reparateur würde ich zuerst mal eine Sichtprüfung machen und dann auch einschalten. Kondensatoraustrockung wird überschätzt, besonders bei kühler Lagerung im Keller. Dass das Teil dann knallt. ist nicht anzunehmen.... wenn es aussergewöhnlich brummt oder sonst seltsame Sachen macht, kann man dann gezielt suchen. Ich hatte gerade einen BassBase mit 35 Jahren auf dem Buckel vor mir - die Probleme waren ein Brückengleichrichter und mechanisch (Oberfläche der Schaltkontakte angerostet).
Lustig an's Werk! Und bitte berichten!
Gruss
Michael
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Ich bin sehr gespannt, ich habe auch einen Marshall, der ca. seit 15 Jahren ohne Benutzung rumsteht, allerdings nicht im Keller, sondern in einem Zimmer mit angenehmer Raumtemperatur.
Na, der ist ja noch nicht mal volljährig! Wird Zeit dass Du das jugendliche Teil wieder warm spielst!
Gruss
Michael
 
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Bass_Zicke
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..... ein gerät , in dem einige hundert volt werkeln , nach jahrzehnte langer standzeit , einfach einschalten und dann noch mit den saiten direkt damit verbunden sein ..... es gibt sicherlich andere methoden , um russisch roulette zu spielen .

sorry ..... sowas würde selbst ich nicht machen .
 
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WolfChild
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Also einfach einschalten eher nicht. Aber wer hat schon einen regelbaren Trenntrafo zuhause?

ICH würde zuerst:
- eine Sichtprüfung machen (lose Kabel oder Bauteile vorhanden?, Kondensatoren aufgeplatzt?, Röhren mit Rissen?)
- die Röhren (einzeln, damit sie wieder richtig stecken) entsockeln und denselben jeweils mit wenig Kontakspray behandeln
- Röhre dann wieder einstecken und bissi hin und her wackeln, bzw. ausladend "drehen", damit der Sockel gereinigt wird
- einen Stromlimitter dazwischenhängen. Uncle doug zeigt uns in dem Video unten, wie das geht. In D hat man 220V, da geht eine 100W Glühbirne prima

Dann würde ich aber auch einschalten. Am besten in nem Zimmer wo auch die Sicherung fliegen kann, ohne dass wertvolle Elektronik oder Daten flöten gehen. ;)


 
killnoizer
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Hab grad einen alten Fender zur Reparatur gebracht den mein Freund nach langer Zeit einfach so wieder eingeschaltet hat . Die Rauchwolken waren doof.
Ich verstehe nicht wie jemand mit selbst zugeordneter Kompetenz so eine Empfehlung aussprechen kann.

Mein Techniker würde das nicht empfehlen .
 
WolfChild
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auch so ein Kandidat für den "Darwin Award"-wie der hier:
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Kannst du das auch begründen? Eine Glühbirne als Strombegrenzung ist in der Werkstatt eine legitime Maßnahme. Hat man früher sogar in PA-Boxen verbaut.
Finde es ziemlich unverschämt einen veritablen Elektroniker mit großem Background mit diesem Slapstick-Schrauber zu vergleichen.
 
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... es gibt sicherlich andere methoden , um russisch roulette zu spielen ... sorry ...

Völlig korrekt. Und dieser Unsinn mit diesen Vorschaltlampen, der aus der vorsintflutlichen Radiobastelei stammt, ist irgendwie auch nicht aus den Köpfen rauszukriegen. :mad:

@ TE:

Idealerweise gehst damit zu einem Tech. Der schließt so einen Amp nach Sichtprüfung an einen Regeltrafo an und fährt ihn langsam auf Betriebsspannung hoch unter Beachtung des Stromes, den der Amp zieht. Das setzt etwas Erfahrung voraus bezüglich des Betriebsverhaltens und etwas Meßtechnik. Liegt der Amp strommäßig im Soll, dann werden kurz die wichtigsten Betriebsspannungen nachgemessen. Und wenn Dein Tech fix drauf ist, dann macht er bei dieser Gelegenheit noch eine VDE-Prüfung. Ist alles kein Hexenwerk, aber dann bist Du auf der 100% sicheren Seite und Dein Amp wird's Dir danken.

Wohnst Du in der Nähe der Ländleshauptstadt, dann kann ich Dir das machen.
 
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Mein Techniker misst dabei die TEMPERATUR um gefährliche Brennpunkte frühzeitig zu erkennen .
Coole Sache.

Und mein Fender Topteil ist soeben nach dem unüberlegten Test wieder fertig gemacht worden. Knapp 200€ die man sich hätte sparen können .

Dabei sind übrigens die Kondensatoren im Netzteil ausgelaufen , Elektrolyt war also noch drin ( sehr klebrig ) aber geplatzt sind sie trotzdem .
 
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Current Limiter / Glühbirne brauchts mindestens wenn man keinen Regeltrafo hat (ich gebs zu dass ich die diese simple aber praktikable Lösung prinzipiell immer bei Inbetriebnahme eines Amps der bei mir aufschlägt benutze und es hat schon manches mal schlimmeres verhindert) und mir sind auch schon Elkos entgegengesprungen als die Spannung am Regeltrafo noch nicht auf Nennspannung war, so watch your eyes.
Prinzipielle Vorgehensweise meinerseits(!) bei allem was über meine Werkbank geht:
1. Optische Kontrolle auf bereits kotzende oder an Diarrhoea leidenden Kondensatoren oder optisch beschädigt erscheinenden Komponenten
2. Kurzer Schnüffeltest falls Kunde als Fehlerbeschreibung etwas abliefert das auf ein potentiell desaströses Problem hinweisen könnte das aber optisch nicht sofort erkennbar war
3. Überprüfen aller Sicherungen auf Nennwert (oft schon 4-10A Hauptsicherungen gefunden wo eine 1.5A reingehört...)
4. Überprüfung Zuleitung, IEC Buchse, Schutzleiter, falls ein DeathCap verbaut ist wird der sofort rausgezwickt
5. Anschluß an Regeltrafo oder o.g. Current Limiter (Ab >20 Jahren Amp Alter prinzipiell Current Limiter)
6. Hochfahren am Regeltrafo bzw Current Limiter unter Beobachtung von Stromaufnahme und Spannung
7. Durchmessen auf Heizspannung/Anodenspannung/Bias, etc. falls möglich, ansonsten (bei Ansprechen Current Limiter oder Anzeige von exzessiver Stromaufnahme > Fehlersuche
8. Instandsetzung mit Schlusskontrolle und Abschlußprotokoll
9. VDE Check
10. Burn In mit abschließender wiederholter Überprüfung der Vitalparameter (Bias, B+, Leistungsabgabe in Dummyload)
/OT

BTT:

Wenn der Superbass DALE oder ERIE Elkos hat prinzipiell einen Austausch planen, die sind einfach zu alt (auch wenn ich ein paar DALE schon in den Fingern hatte die trotz 40+ Jahren noch ganz akzeptable ESR Werte hatten), bei LCR kann es sein dass die noch gut sind, aber die Chance ist 50:50.
Auch die Bias Elkos checken, dito for ggf vorhandene Vorstufen Elkos auf dem Turret Board, Gleichrichter(dioden) checken, Gridstopper auf Existenz prüfen (je nach alter kann es sein dass der Superbass keine hat).
Wenn keine Ahnung wie man das alles macht bitte den Amp einem Techniker überlassen für einen kurzen Checkup wie oben beschrieben, Dir und Deiner Gesundheit zuliebe.
 
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In einem Röhrenverstärker fällt Hochspannung an, daher bitte lieber bei einem Techniker durchchecken lassen als selbst Hand anlegen! Lieber etwas Geld ausgeben als die Gesundheit und das Leben aufs Spiel setzen! :opa:
 
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Abernichtdoch
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Wenn keine Ahnung wie man das alles macht bitte den Amp einem Techniker überlassen für einen kurzen Checkup wie oben beschrieben, Dir und Deiner Gesundheit zuliebe.
Dieser Absatz hätte als Beantwortung der Frage des TE vollkommen ausgereicht.(Dein Fachwissen ist natürlich über alle Zweifel erhaben-soweit ich das beurteilen kann)
Deine Ausführung könnte für jemanden mit grenzenlosem Selbstvertrauen und wenig Halbwissen durchaus leidvoll enden.
 
Grund: Zitat gefixt
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keine Ahnung wen du damit meinst :gruebel:

Kennst du den Kanal? Eher nein, sonst wüßtest du, wovon ich spreche.
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Völlig korrekt. Und dieser Unsinn mit diesen Vorschaltlampen, der aus der vorsintflutlichen Radiobastelei stammt, ist irgendwie auch nicht aus den Köpfen rauszukriegen. :mad:

Passt doch super zu vorsintflutlichen Röhrenverstärkern, und nix anderes sind alte Marshalls. Hab ja selber welche. :nix:
 
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