Alternative für das Recording King RK-R25 als günstiges Einsteiger-Banjo

von Gitarrenkloppi, 05.12.16.

  1. Gitarrenkloppi

    Gitarrenkloppi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.16   #1
    Hallo liebe Gemeinde,
    der Titel sagt eigentlich schon alles.
    Ich bin seit gut 10 Jahren als Gitarrist unterwegs und verspüre nun den Drang mich auch mal auf dem Banjo auszutoben.
    Die Reise soll ganz klar in die Bluegrass-Richtung gehen, daher denke ich, dass ein fünfsaitiges Resonator-Banjo die beste Wahl wäre.
    Im Forum werden oft die Modelle von Recording King (RK-R25 sowie RK-R35) in den Himmel gelobt. Leider finde ich ersteres nicht bei deutschen Anbietern, das zweite wäre mir für den Einstieg zu teuer.
    Ich würde gern zwischen 200 und 350 Euro für das erste Banjo ausgeben.

    Meine Frage daher, gibt es gute Alternativ-Modelle für das RK-R25?

    Bei Thomann bin ich über die Dirty 30s Reihe von Recording King gestoßen. Es wäre zumindest in meiner Preisklasse. Leider findet man keine Rezensionen über das gute Stück.
    Hat jemand im Forum Erfahrung mit dem Teil?
    https://www.thomann.de/de/recording_king_dirty_30s_resonator_banjo.htm

    Desweiteren würde ich mich über gute Literaturempfehlungen freuen, die mir den Einstieg beim Banjo-Spielen erleichtern. Notenlesen stellt dabei kein Problem dar.

    Vielen Dank schon einmal im Voraus!!
    Gitarrenkloppi

    P.S.: Ich weiß, dass das Thema schon öfter im Forum angesprochen wurde. Dennoch hielt ich es für sinnvoll, einen neuen Thread zu eröffnen, da die Antworten meist auf die Recording King Modelle hinausliefen und ich keinen mehrere Jahre alten Thread wiederbeleben wollte. :)
     
  2. Jed

    Jed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.16   #2
    Hallo, Gitarrenkloppi,

    Ein kluger Gedanke von dir, dich nach den Jahren mit der Gitarre mit einem charaktervollen Instrument zu beschäftigen!

    Wenn du in Richtung Bluegrass gehen willst, ist das 5-string-Resonatorbanjo eigentlich alternativlos.

    Ansonsten ignoriere ich zunächst einmal deine direkte Frage und weise auf Folgendes hin:
    Ein Banjo ist nicht bloß eine "bessere" (oder meinetwegen lauterere) Gitarre - es ist ein vollkommen anderes Tier!
    Als Gitarrist kaufst du eine gute Gitarre und gut ist. Oder du kaufst eine billige Gitarre und klingst billig. Als Banjoist kauft man erst mal ein Banjo. Dann sagt man dem Techniker im Laden, wie man gerne das set-up hätte - vor allem den Halswinkel und die Saitenhöhe ("action"). Dann nimmt man das Banjo mit nach Hause und probiert es aus. Du spielst mit der Spannung des Fells herum, um festzustellen, bei welcher Spannung du "deine" Klangfarbe erreichst. Du probierst verchiedene Saitensätze, um zu sehen, was am besten zu deiner Feinmotorik passt. Und so weiter, und so fort.

    Was ich sagen will: das teurere Banjo klingt nicht unbedingt besser, das billigere nicht unbedingt schlechter. Fast alle Parameter kann man beim Banjo variieren, und wenn sie alle stimmen, klingt jedas Banjo zunächst einmal gut. Erst wenn man spieltechnisch fortgeschritten ist, kann ein Spitzeninstrument noch eine Verbesserung bringen.

    Das Einzige, was von vorn herein stimmen muss, ist die Bundreinheit. Aber bei heutigen Fabrik-Instrumente ist das meist kein Problem. Der Steg muss nur richtig positioniert sein - aber im Gegensatz zur Gitarre ist das die leichteste Übung! Alles Andere ist aufrüstbar: die Saiten sowieso; das Fell; der Tone Ring (das, worüber das Fell gespannt wird); der Halswinkel; die Biegung des Halses ("relief"); der Steg (versch. Formen, Höhen und Materialien). Sogar die Stimmwirbel können ausgetauscht weden (gegen bessere oder auch nur hübschere!).

    Und wenn das alles stimmt, kommt auch noch die Wahl der Fingerpicks dazu - denn um die wirst du als Bluegrasser nicht herumkommen. Und davon gibt's viele, in Plastik oder Metall ...

    Notenlesen kein Problem? Ich würde eher sagen, keine Lösung! Bluegrass-Banjo ist eine Mischung aus Tradition, Gefühl und Fingertechnik. Schaue es dir alles ab, lass dich beraten! An Literatur würde ich die gängigen Akkord-Muster-Bücher empfehlen, aber wie ein "Roll" gehr, lässt man sich am besten von einem Könner zeigen!

    Kurzum, wenn es 5 Saiten und einen Resonator hat, reicht's fürs erste. Das Banjo ist eben keine Gitarre - es ist immer verbesserungsfähig!

    Cheers,
    Jed
     
  3. Banjo

    Banjo MOD Recording/HCA Banjos Moderator HCA

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    Erstellt: 05.12.16   #3
    Das erwähnte RK 30 hatte ich noch nie in der Hand, es sieht aber soweit brauchbar aus. Und zumindest solider als die unterste Schublade asiatischer Aluminiumbanjos.

    Wenn es Dir preislich entgegenkommt, sicher eine Alternative zum 25er oder 35er.

    Banjo
     
  4. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.12.16   #4
  5. Gitarrenkloppi

    Gitarrenkloppi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.12.16   #5
    Hallo liebe Gemeinde,
    sorry, dass ich mich erst jetzt wieder zu Wort melde. Die Vorweihnachtszeit war wie sicher bei den meisten doch etwas stressig.
    Dennoch habe ich mir nun endlich ein Banjo zugelegt. Meine Wahl ist schlussendlich auf das Fender Concert Tone 54 gefallen.
    Das RK-R25 war mir dann doch etwas zu teuer für den Anfang und bei den Dirty Thirtys gab es einfach zu wenig Erfahrungsberichte.
    Ich letzte Woche dann bei Session in Frankfurt und hab mich da nochmal beraten lassen. Der Verkäufer meinte, dass die Fender Banjos in den letzten Jahren überarbeitet wurden und die ganzen Forenbeiträge (meist von 2011 und früher), die ich im Vorfeld gelesen hatte, damit eigentlich obsolet waren.

    Ich habe ein Tag später das Banjo bei session online bestellt und diesen Montag kam es endlich an.
    Das Einstellen des Stegs war gar kein Problem. Ich hab die Saiten sehr tief gestimmt, damit ich gut hantieren konnte und das Fell mit dem Steg nicht kaputt mache. Die richtige Position lies sich leicht errechnen und durch den Flagelottton im 12. Bund konnte ich überprüfen, ob das Banjo bundrein ist.

    Seit Montag Abend schimpfe ich mich nun Banjospieler :D
    Hier das erste Ergebnis der Übungszeit:
    https://www.instagram.com/p/BOXQ9CPgCpR/?taken-by=gitarrenkloppi

    Ich hab mir zudem folgendes Lehrwerk besorgt:
    Rüdiger Helbig - Beginner Banjo
    Für den Anfang ist es okay, obwohl man doch sehr viel bemängeln kann. Viele Sachen werden leider nicht genau erklärt und der didaktische Aufbau ist an manchen Stellen auch etwas fragwürdig.
    Wenn ihr noch Tipps für gute Literatur habt, dann könnt ihr das gern mal hier posten.

    Ich würde den Thread gern noch etwas offen lassen und vielleicht nach Lust und Laune ab und an meine ersten Erfahrungen mit dem neuen Instrument hier posten.

    Bis dahin wünsch ich euch ein frohes Weihnachtsfest,
    Gitarrenkloppi (oder vllt. besser Banjokloppi^^)
     
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  6. emptypockets

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    Erstellt: 24.12.16   #6
    Klingt doch super.
    Ich habe mich ja auch 'mal am Banjo versucht (RK - RK 35), aber so weit bin ich nie gekommen. Spiel wohl doch schon zu lange Gitarre.
     
  7. Gitarrenkloppi

    Gitarrenkloppi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.12.16   #7
    Das RK-R35 hatte ich bei einem Bekannten mal in der Hand. Als Laie kann ich da aber noch nicht viel sagen.

    Wie lang spielst du Gitarre? Ich spiel jetzt 12Jahre Gitarre und nach einer gewissen Eingewöhnungszeit gings eigentlich mit dem Banjo.
    Oft fällts mir aber noch schwer die tiefste Saite zu greifen und auch wirklich diese anzuschlagen und nicht die höchste:D
     
  8. emptypockets

    emptypockets R.I.P.

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    Erstellt: 24.12.16   #8
    Ich spiele seit etwa 45 Jahren Gitarre. Hatte auch seit mindestens 30 Jahren ein (Tenor-)Banjo, das ich immer 'mal wieder zwischendurch "vergewaltigt" habe.

    Irgendwie hatte ich dann aber Lust auf ein 5 - String - Banjo und habe dann ein bißchen damit herumdilettiert.

    War aber irgendwie nicht meins.
     
  9. Banjo

    Banjo MOD Recording/HCA Banjos Moderator HCA

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    Erstellt: 24.12.16   #9
    Sehr sauber gespielt! :great:

    Beim Lehrmaterial bin ich nicht uptodate, aber das "Bluegrass Banjo"-Buch von Peter Wernick hat mich vor Jahrzehnten aufs richtige Gleis gesetzt und ich finde es didaktisch immer noch gut. Wenn Englisch kein Problem bereitet, wäre das immer noch eine Empfehlung.

    Banjo
     
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