[Amp] Blackstar HT Metal5 vs Marshall DSL5c

von Murxel, 31.01.17.

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  1. Murxel

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    Erstellt: 31.01.17   #1
    Aloha zusammen,

    Intro
    ich war kürzlich auf der Suche nach einem neuen Amp - und zwar nach einem der über einen Kopfhörerausgang verfügt. Ich habe zwar einen Blackstar HT1R der auch viel Spass macht, mir in der Klangregelung (lediglich das ISF-Poti) je nach verwendeter Gitarre doch etwas zu eintönig war.
    Vielleicht errinert sich der ein oder andere von euch auch den Thread den ich zu diesem Thema aufgemacht hatte und nach euren Tipps in der Richtung gefragt hatte. Nun ergab ich es sich dass ich kurz vor Weihnachten zwei der Kandidaten die ich damals in die Runde geworfen habe recht günstig erstehen konnte.
    Meine Erfahrungen hierbei möchte ich euch nicht vorenthalten und vielleicht kann der ein oder andere damit ja was anfangen.


    IMG_2031.JPG
    Brüder im Geister - zwei kleine Krachmacher

    erste Strophe
    Der HT Metal 5H ist die, wer hätts gedacht, auf Metal getrimmte Version des bekannten und beliebten HT5R von Blackstar. Ich konnte ihn in der Topteil-Version für ca 340 Euro beim Bax-Shop erstehen, er kommt in einem schmucken schwarzen "bösen" Finisch mit Metal-Logo und schwarzen Potis.
    Der Marshall DSL5c ist wie das "c" in seinem Namen andeutet ein Combo-Amp mit einem 10" Celestion Ten30 Speaker. Diesen gabs im schmucken "Country & Western" Finish für schlappe 304 Euro bei gear4music.
    Die beiden Kollegen haben einiges gemeinsam - manch einer munkelt ja das der DSL Marshalls Versuch ist dem HT5 Konkurenz zu machen - und das wäre
    - 5 Watt Leistung
    - 2 Kanäle (fussschaltbar, Schalter incl.)
    - serieller Effektloop
    - ein Aux-in für MP3-Player oder ähnlich
    - einen Kopfhörer-Ausgang (der auch als emulated Line-Out funktioniert).

    Natürlich gibts auch ein paar Unterschiede:
    der HT5
    - ist ein Röhren-Hybrid-Amp mit ner ECC83 und ner 12BH7 Röhre, es sind aber auch Halbleiter im Signalweg soviel ich weiss (Fachkundige dürfen hier gern ergänzen)
    - hat eine Klangregelung für den Clean-Kanal mit "Volume" und "Tone", der Overdrive-Kanal besteht aus "Gain", "Volume" sowie der Klangregelung "Treble", "Middle", "Bass"
    - hat im Overdrive-Kanal das "Infinite Shape Feature" ISF-Poti das laut Werbung den Klangcharacter von "britisch" auf "amerikanisch" verändern kann....naja sagen wir mal es greift in die Mittenklangregelung ein und schiebt die 3-Band Regelung etwas in die Besagte Richtung. Aber Wunder sollte man hier nicht erwarten..
    - hat einen eingebauten Digital-Hall der mittels des "Reverb"-Reglers in der Intensität verändert werden kann
    - hat bei der Boxensimulation (für Kopfhörer/Line-Out) die Möglichkeit eine 1x12 oder eine 4x12 Box zu emulieren

    der DSL5
    - ist eine Röhrenamo mit drei ECC83 und ner 12BH7 Röhre, der Signalweg ist laut Info "all valve"
    - hat im Clean (Classic Gain) Kanal lediglich eine "Volume"-Regelung, der Overdrive (Ultra Gain) Kanal besteht aus "Gain" und "Volume". Beide Kanale teilen sich eine 3 Band-Klangregelung "Treble", "Middle", "Bass"
    - hat einen "Tone-Shift" Button (verändert die Mitten) sowie den "Deep"-Button (macht den Klang fetter, bissi ich Richtung eines Loudness-Schalters bei ner Hifi-Anlage)
    - hat die Möglichkeit die Leistung von 5 auf 1 Watt zu reduzieren
    - im 5 Watt-Modus funktioniert die Ausgangsbuchse hinten als Line-Out, im 1-Watt-Modus als Kopfhörerbuchse

    Refrain
    So weit, so gut - nun gehts ans Musik machen. Als Gespielinnen für die beiden Amps habe ich drei Gitarren eingestöpselt und immer wieder von einem zum anderen Amp gewechselt. Diese drei Damen wären
    - 2013er Fender CS Strat mit Fat50 PUs für die Disziplin "Singlecoil"
    - 2015er Gibson Les Paul Standard für die Disziplin "Humbucker"
    - 2006er LTD Dave Mustaine DV200 mit EMG 60 & 81 für die Disziplin "Brett"
    Der HT5 durfte sich zum Laut machen über eine HB Box mit Vintage 30 Speaker freuen, der DSL bekam als ausgleich für den fehlenden Hall das TC Hall of Fame mini eingeschleift.

    IMG_2108.JPG
    Drei Diven besteigen unter den versammelten Stoffaugen die Bühne

    zweite Strophe - Clean
    Im Cleankanal an der Box (vor allem mit der Strat) hat mir der Klang des HT5, welcher mit des Tone-Potis am Amp einfach aber effektiv eingestellt werden kann gleich gefallen - der tolle Stereo-Hall hat hier einen grossen Einfluss und macht den Klang schön dreidimensional (Soundbeschreibungen...ja ihr wisst halt..)
    Der DSL macht im Cleankanal auch spass, klingt jedoch deutlich spitzer als der HT5. Mit eingeschleiftem Reverb und etwas drehen an der Klangregelung bekommt man aber auch hier tolle Sounds zu hören. Mit aufgerissenem Volume-Regler am Amp wird der Klang bassiger und beginnt zu leicht zu zerren - diese kratzige, grantige und bröselige Marshallzerre eben:)
    Beim HT erreicht man diesen Effekt auch, allerdings nicht so schön wie beim kleinen Bruder HT1. Und es wird dann schon ordentlich laut....5 Watt können Krach machen. Hier ist der 1-Watt Modus des DSL von Vorteil.
    So nun ab an den Kopfhörer (weil dafür habe ich mir das Teil ja geholt). Der HT5 hat hier leicht die Nase vorn, zu schön ist die einfache Klangregelung und der Hall. Macht Spass, ob mit Paula oder Strat. Der DSL ist aber m.E. nur um Nunancen schwächer, hier sollte man aber auf jeden Fall ein Hall-Pedal nutzen sonst wirds etwas fad.
    Einen Fender-Clean-Spund darf man auch hier nicht erwarten, aber die Sounds können schon was.

    Refrain
    Würde es nur um den Clean-Kanal auf dem Kopfhörer gehen dann würde die Entscheidung eher auf den HT5 fallen. Ich muss aber gestehen dass mir der Clean-Kanal des HT1 aufm Kopfhörer auch schon immer gefallen hat, vielleicht bin ich auch einfach daher etwas "pro" HT geprägt?
    Aufgerissen, also anzerrend war der HT5-Sound im Clean-Kanal aber nicht mein Fall - es mischte sich eine art unschönes Clipping in den Sound der eher nach "billig Dioden Distortion" klang.
    Und aufgerissen sind beide Amps dank fehlendem Master im Cleankanal auf dem Kopfhörer fies laut, eigentlich unerträglich. @Myxin hat mich da auf eine gute Idee gebracht: eine Kopfhörer-Verstärker (hatte noch einen im Keller rumfahren) an den Amp angeschlossen und den Kopfhörer daran, Regler etwas zurück und dann wird das!
    So machts deutlich mehr Spass, vor allem der aufgerissene DSL macht so echt Laune. Der HT5 gefällt mir übersteuert aber hier immernoch ned besonders.

    IMG_2110.JPG
    Hilfsmittel: Kopfhöreramp

    dritte Strophe - Overdrive
    Der HT5 bringt im Overdrive-Kanal ordentlich Gain mit, kann man sich bei dem Namen ja auch denken. Dank ISF und mit entsprechender Klanregelung (Mitten rein) habe ich aber auch schöne classische Rocksounds hinbekommen. Bei der Strat ist etwas kratzige bzw. rauhe Singlecoil-zerren schön zu hören, die Les Paul klingt fett und sahnig - dreckigere Sounds sind natürlich auch möglich.
    Ich spiele selten Metal und bin auch viel zu lahm dafür, mit der LTD mit ihren aktiven PUs gibts auf jeden Fall gut was auf die Löffel. Ich hab das Gain aber nicht über 11 Uhr gedreht, ich bin eher classisch rockend veranlagt. An der 12er Box macht das schon krach, dank Mastervolume kann man es aber gut auf eine "zu Hause Lautstärke" drosseln (Volume auf 8 Uhr). Richtig spass machts halt auch wenn man das Volume auf 11 Uhr dreht...
    Der DSL hat im Overdrive-Kanal diese mittige Marshall-Zerre, kommt sehr gut vor allem mit Humbuckern. Aber auch die Strat macht mit dieser ranzigen Zerre Spass. Ich hab das Gain hier zwischen 9 und 12 Uhr, das Volume kann dank 1Watt-Modus auch auf 10-11 Uhr geregelt werden und die Lautstärke ist noch im Rahmen. Im 5 Watt Modus wirds lauter und der Amp hat mehr Headroom bzw. atmet etwas mehr, das Volume hatte ich dann entsprechend runtergeregelt um nicht zu ertauben oder meine Freundin zu erzürnen...und der 1 Watt Mode gefällt mir auch richtig gut. Mit der LTD kann man auch hier classische Metalsounds zu hören bekommen. Den Deep Switch habe ich überigens generell eingeschaltet, er macht v.a. bei niedrigen Lautstärken den Klang voller, drückender und runder. Den Tone-Shift benutze ich hingegen zu 90% gar nicht...die Mitten die dann ausgedünnt werden sind im Overdrive-Kanal ned so mein Fall. Im Clean-Kanal hingegen kann man mit dem Tone-Shift die Strat etwas höhenärmer und runder machen oder gar jazzig angehauchte Klänge aus dem DSL holen...auch interessant.
    Mit Kopfhörer muss man den HT5 natürlich am EQ etwas nachregeln aber dann sind gefällige Zerrsounds drin - ohne KH-Verstärker aber viel zu Laut oder zu komprimiert wenn das Volume unten ist, aber das ist mein subjektives Sound-empfinden. Spass machen tut er auf jeden Fall.
    Beim DSL bin ich wirklich erstaunt wie gut ich den Sound aufm Kopfhörer finde - aber auch hier ist der KH-Verstärker "Pflicht". Die Zerre reicht von classisch bis Kelle und ist weniger komprimiert als beim HT5 was mir sehr gefällt. Mit jeder der drei Klampfen hab ich gute Sounds gefunden - toll gemacht, Marshall!



    Flötensolo
    Beide Amps haben sich überigens sehr gut mit Effekten vertragen. Vorgeschaltet wurden ein Tubescreamer-Klon, Booster, Wahwah, Fuzz...hat alles gepasst. In den Effektloop hatte ich ein Tremolo, Hall, Digitales Delay und Chorus eingeschleift - passt ebenso.
    Ich habe beide Amps auch mit der Boss Loop Station im Effektloop getestet - hat gut funktioiert auch wenn es ein klein bisschen die Dynamik klaut in meinen Ohren. Der Effektloop liegt bei beiden Amps nach dem Volume - somit kann man die Sounds schön sättigen und an der Loop-Station mittels master nochmals etwas zügeln wenn gewünscht.

    Schlussrefrain
    In meinen Augen äh Ohren können beide Amps was und schenken sich von den Features nicht viel - es war eine knappe Entscheidung. Da ich eh ned so der Metalarbeiter bin (hören ja, spielen weniger) hab ich mich schlussendlich für den DSL entschieden und den HT5 zurückgeschickt. Hauptgrund war dabei das ich die eher classichen Sounds des DSL eher für mich passend fand... und mit dem äusseren und zu dem Preis würde ich ja gestraft gehören wenn ich denn DSL wieder gehen lasse. Der HT5 ist aber trotzdem ein toller Amp den ich guten Gewissens empfehlen kann.


    Fade out
    Ich werden demnächst mal die Röhren im DSL tauschen um zu sehen was das bringt. Ebenso wurde von fachkundiger Seite ein Speaker-Wechsel vorgeschlagen - das steht auch noch auf der to do Liste. Ich kann mir vorstellen das da gut noch was geht mit dem DSL!
    Danke euch fürs Lesen, konstruktive Rückmeldungen sind erwünscht und vielleicht konnte ich dem ein oder anderen der sich für diese Amps interssiert ja ein bisschen weiterhelfen.
    In diesem Sinne keep on rockin´,
    m.
     
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  2. Myxin

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    Erstellt: 31.01.17   #2
    Schönes Review und treffender Vergleich!

    Ich hab den Deep beim DSL5C auch immer drin und Scoop aka Tone-Shift draußen. Und spiele ihn Zuhause auch nur im Low Power Mode. Hätte auch nicht gedacht, dass es damit besser klingt als im Normal Power Mode mit Volume noch weiter unten. Häufig ist das ja so der Fall, dass die Leistungsreduzierer den Sound drastisch verschlimmern.

    Als Speaker-Ersatz kann ich hier nur den Retro-10 und den ET-10 ans Herz legen (das weißt du ja bereits, aber vielleicht manch ein Leser nicht ; )). Bei Youtube gibts einen guten Vergleich der beiden.

    Alles in allem ist der DSL5C ein prima Amp, genauer gesagt ein Marshall mit Röhren drin. Er klingt meiner Meinung nach wesentlich besser als der DSL15C - UND hat auch noch einen Effect Loop (der beim DSL15C fehlt).
     
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  3. 6th day stringist

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    Erstellt: 18.02.17   #3
    Das wäre doch auch mit dem HT5 gegangen, oder?;) wobei ich die nicht "Metal" version hatte.. worin liegt eigentlich der Unterschied? Nur optisch auf Metal Look getrimmt?
     
  4. Stratz

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    Erstellt: 18.02.17   #4
    Baugleich sind die nicht. Der Metal hat wohl u.a. etwas mehr Gain.

    Es gibt bei Youtube einen Vergleich. Zwar nicht toll gespielt, aber man kann da schon Unterschiede raushören:
     
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  5. 6th day stringist

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    Erstellt: 18.02.17   #5
    :great: die "normalen" ht5r's gibt es glaub ich nicht mehr, oder nur noch auf Anfrage zumindest bei thomann
     
  6. Murxel

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    Erstellt: 18.02.17   #6
    Klar kann man beim Blackstar auch die Röhren und den Speaker wechseln. Ich hab mich für den DSL entschieden da er mir vom Gesamteindruck besser gefallen hat. Demnächst mehr zum Speaker- und Röhrentausch ;)
     
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  7. 6th day stringist

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    Erstellt: 18.02.17   #7
    Schade hat die dsl5 kein Reverb drin, für mich (fast) ein muss. Das war unterem anderem mit ein Grund weshalb ich die HT5R genommen hatte. ;)
     
  8. Murxel

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    Erstellt: 19.02.17   #8
    Japp, der Reverb der Blackstar-Amps gefällt mir auch richtug gut! Beim DSL5 kann man dank Effekt-Loop gut ein Reverb einschleifen, bei mir hängt ein TC Hall of Fame Mini drin, macht den Job prima und kostet nicht die Welt:)
     
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  9. 6th day stringist

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    Erstellt: 20.02.17   #9
    Joa klar, Hall ist bei mir einfach ein muss. Teilweise denke ich halt dass sich Marshall alles bisschen an xtra teuer bezahlen lässt ;).

    Die Blackstar's haben mich durchwegs überzeugt. Ich hatte/habe fast alle Modelle der HT-Serie bessesen. Die HT1 für Zuhause, die HT40 für gigs.. und wahrscheinlich werde ich mir wieder die HT5R holen. Bin mir nur nicht sicher ob ich mir die Metal Version kaufen soll.. hat die andere Röhren drin?
     
  10. Stratz

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    Erstellt: 20.02.17   #10
    Bei den anderen Händlern findet man den noch. Keine Ahnung, ob der ausläuft. Auf der Webseite sind die HT-1- und HT-5-Serie aber noch gelistet.
    Ich hätte anstelle von Blackstar nicht unbedingt zwei Versionen der Amps auf den Markt gebracht. So unterschiedlich scheinen die ja auch nicht zu sein. Da hätte man bestimmt auch einen Switch o.ä. verbauen können, der zwischen dem normalen und dem Metal-Modus umschaltet.

    Die Röhren kann man beim Blackstar problemlos wechseln. Mein HT-1R von 2012 und noch aus Südkorea hatte welche von TAD drin. Besser gefällt er mir aber mit einer Tung-Sol 12AX7 im Preamp und einer JJ ECC82 im Poweramp. Etwas wärmerer Sound und ein wenig mehr Headroom. Die Veränderungen sind dezent, aber wahrnehmbar.
    Der HT-5 hat eine 12BH7 im Poweramp. Da gibt es bei Tubetown z.B. nur EHX und JJ als Auswahl.
    Bei den Combos macht ein Speakertausch aber viel aus. Die Blackbirds finde ich persönlich nicht so toll.

    Blackstar hat sich beim HT-1 aber auch den Reverb extra bezahlen lassen. Die Version mit Reverb kostet derzeit 46€ mehr.
     
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  11. Murxel

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    Erstellt: 20.02.17   #11
    Aloha,

    der HT5 Metal kann schon auch nicht-Metal-Töne, so brutal fand ich den jetzt nicht muss ich gestehen. Da geht schon auch Classic-Rock und Co. Ein gestandener Blueser oder ne Jazzerin wird sich aber wohl schon alleine von der Optik her keine Metalversion kaufen denke ich:)
    Von der Röhrenbestückung müssten die beiden 5er identisch sein (1x12ax7, 1x12BH7). Und @Stratz hat absolut recht, der Hall kostet extra (zumindest beim 1er, den 5er gibt's ja momentan nur in de Hall-Version meine ich).
     
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  12. Stratz

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    Erstellt: 20.02.17   #12
    Beim HT-1 finde ich den Reverb aber auch sehr wichtig, weil er keinen Loop hat. So ganz ohne Reverb ist der Sound dann doch schon mal etwas trocken. Beim HT-5 könnte man bei Bedarf ja noch ein Pedal einschleusen. Aber der integrierte Reverb beim Blackstar ist schon wirklich nicht schlecht.
     
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  13. 6th day stringist

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    Erstellt: 20.02.17   #13
    Wenn er sich wie sein Vorgänger/Modellbruder HT5r bespielen lässt, ohne gleich loszubrüllen,dann wieso nicht. ;) und wenn man bisschen Gain Reserven mehr hat, umso besser.. bei der ht1 hatte ich auch an einen Röhrenwechsel gedacht, war mir nur unsicher ob das auch gut geht, ist ja schliesslich nicht zu 100% ein Röhrenamp, und welche Röhren würden den kleinen aufwerten usw.. oder doch gleich den Speaker
     
  14. Murxel

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    Erstellt: 20.02.17   #14
    Mit den Röhren kann man denk ich auch ein bisschen was biegen, aber ne Welt würd ich ned erwarten. Hab beim HT1R die Röhren gewechselt, jetzt beginnt er etwas später zu zerren und klingt ein kleines bisschen offener.
    Ob es sich rentiert die 8"Tröte zu wechseln weis ich ned- ich hab den HT1 ab und an an ner 1x12 oder ner 4x12 hängen, das macht schon Spaß :)
     
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  15. Myxin

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    Erstellt: 20.02.17   #15
    Die JJ 12BH7 hatte ich schon im DSL5C ausprobiert, klingt richtig schlecht damit. Waren zwei verschiedene, insofern glaube ich nicht, dass beide jetzt völig außerhalb der Toleranzen lagen.
    EHX will und werde ich nicht probieren, da komme ich schon mit 12AX7 gar nicht klar.

    Der Marshall kommt mit einer Marshall gelabelten 12BH7A-STR, das ist eine Shuguang 12BH7A-STR - das ist genau die gleiche wie die TAD 12BH7A-STR, die der TAD als "Eigenentwicklung" anpreist. Ohne TAD Label gibts die von Shuguang auch bei Banzai Music. Preislich nimmt sich das allerdings nix, insofern kann man hier wohl auch gleich die TAD kaufen. Die klingt auch sehr viel besser als die JJ.
    Ob das im Blackstar auch so ist, kann ich nicht einschätzen.
     
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  16. 6th day stringist

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    Erstellt: 21.02.17   #16
    Das dachte ich eben auch, mit der HT1 hab endlich ruhe, hab schon Briefe von der Tante unter mir bekommen, ich würde ihr Schlaf stören :rolleyes: irgendwann musste ich gänzlich auf headphones umsteigen, die hört wahrscheinlich auch die trocken gespielte Gitarre :D.. ich nimm sie aber auch auf Kleinstanlässe wie Geburtstage usw mit (ohne Drums usw) und dort fällt mir auf das sie zu schnell mit rauschen und pfeiffen usw anfängt.. sind es evtl. die Röhren oder das Netzteil?
     
  17. Stratz

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    Erstellt: 21.02.17   #17
    Man kann da schon noch etwas mit einem anderen Speaker rausholen. Ich habe bei meinem HT-1R den Blackbird 15 gegen einen Celestion Eight-15 getauscht, nachdem ich dieses Video gesehen habe:

    Der Blackbird ist ein eher neutraler, moderner Speaker, der Celestion ist "kerniger" in den Mitten. Erst ist auch effizienter, weshalb er lauter und voluminöser klingt. Man hört aber deutlich, dass 8" einfach physikalisch eine Grenze haben, die man mit keinem Speaker umgehen kann. An einem 12"-Speaker klingt der kleine Blackstar dann doch schon um einiges erwachsener. Ein Upgrade ist der Celestion aber definitiv, aber man muss etwas sensibler die Lautstärke regeln.
    Die amerikanische Seite des ISF wird meiner Meinung nach auch etwas "britischer", da der Sound nicht mehr ganz so "glatt" ist. Die britische Seite ist auch nicht mehr ganz so muffig dumpf. Das hat sich aber auch schon mit der TungSol 12AX7 und der JJ ECC82 gebessert.
     
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  18. 6th day stringist

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    Erstellt: 21.02.17   #18
    Wichtige & wertvolle Infos :great: und je britischer, umso besser. Für mich persönlich hätte es diese US - GB Zeug nicht gebraucht. ;) lieber ne anständige EQ-Regelung.. nun egal! Bin jetzt nicht unbedingt der Bastlertyp, bringt man das alleine hin? Sonst lohnt sich das bei dem kleinen imho nicht (ht1)

    Bei der HT5 werde ich das definitiv machen. Wenn es denn wieder ein HT5 wird ;) steht noch nicht fest. Etwas für Zuhause & kleinere Sessions usw evtl. auch Studioarbeiten, wobei ich da den Laney irt habe.
     
  19. Stratz

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    Erstellt: 21.02.17   #19
    Wenn man mit einem Schraubenzieher umgehen kann, ist das kein Problem :). Einfach die Schrauben der Rückwand rausdrehen, dann noch zwei vom Griff (die zur Rückseite liegen) und schon kann man das Gehäuse öffnen. Jetzt kann man Röhren austauschen oder den Speaker. Die Schrauben vom Speaker sind mit so einem seltsamen Kleber überzogen, der aber schnell nachgibt. Man braucht beim Speaker auch eine Ratsche. Weiß aber die Größe nicht mehr. Das Kabel vom Speaker zum Amp ist etwas knapp bemessen, aber man bekommt das schon hin.
     
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  20. 6th day stringist

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    Erstellt: 21.02.17   #20
    Astrein :great: @Stratz richtige Nerds hier :D spiele schon seit 26 Jahren:ugly: hab so ziemlich alles in original Zustand gelassen ;) war meistens zu feige ;) unser ehemaliger Sänger hatte solche Sachen für mich übernommen.
     
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