[Amp] Egnater - Tweaker 15 Head

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Egnater - Tweaker 15 Head

Der hier vorgestellte Verstärker ist nicht mehr neu erhältlich. Erstmalig vorgestellt wurde er wohl 2010. In verschiedenen Portalen taucht er aber immer mal wieder gebraucht auf, daher möchte ich meine Erfahrungen mit diesem Amp mit Euch teilen.

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Hersteller:

Hersteller des Tweaker 15 Head war Egnater, ein US-amerikanisches Unternehmen, welches 1975 von Bruce Egnater in Detroit gegründet wurde. Produziert wurde der Egnater Tweaker 15 Head in China.

Es scheint so zu sein, dass es die Firma nicht mehr gibt. Produkte des Herstellers sind, wenn überhaupt, scheinbar nur noch als Restposten bei wenigen Händlern zu finden. Auch scheint die Webseite des Herstellers abgeschaltet zu sein.

Bruce Egnater:

Wenn ich mir die Vita von Bruce Egnater ansehe, dann erinnert sie mich hier und da an jene von Leo Fender*. Natürlich hat Bruce keine Ikonen geschaffen wie Leo, aber er hat diesen Tüftlergeist den auch Leo mitbrachte. Sein Wirken begann einige Jahrzehnte nach Fenders, aber auch Egnater begann mit dem Reparieren von Verstärkern. Und auch er beließ es nicht beim einfachen Reparieren. Er suchte nach neuen Lösungen, nach neuen Schaltungen, die den Bedürfnissen seiner Kunden gerecht wurden. Einer dieser unkonventionellen Ansätze war auf der Webseite von Egnater beschrieben: „One of Bruce's ideas was to take his little Gibson amp and hook up a resistor in place of the speaker. He jammed the output of the small amp into the input of his 200-watt Marshall Major head. Now he was onto something as this connection allowed the great distortion of the little amp while being able to play at concert volume.” Und noch etwas scheinen Leo Fender und Bruce Egnater gemeinsam zu haben: Ich habe keinerlei Hinweise darauf gefunden, dass Bruce selber Gitarre spielte. Auch dieser scheint ein Schaffer von Gitarrentechnik gewesen zu sein, ohne selber dieses Instrument zu beherrschen. Dass dabei dennoch großartiges Equipment entstehen kann zeigte keiner so überzeugend wie Leo Fender.

Spezifikationen:
  • 2 Endstufenröhren 6V6
  • 3 Vorstufenröhren 12AX7
  • Master Volume
  • Gain und 3-Band EQ
  • Modern/Vintage Amp Voicing Schalter
  • gepufferter Effektweg
  • 3 Wege EQ Voicing Schalter (US/AC/Brit)
  • Clean/Hot Gain wählbar
  • Tight und Bright Voicing Schalter
  • 100 V / 115 V / 230 V umschaltbar
  • 2 Lautsprecher-Ausgänge
  • Ohmzahl umschaltbar auf 4/8/16 Ohm
  • Abmessungen (B x H x T): 35,56 x 19,05 x 20,32 cm
  • Gewicht: 8 kg
Aufbau:

Der zu Grunde liegende Aufbau ist schnell beschrieben, und so schrieb die Gitarre & Bass: „Eine einkanalige Vorstufe mit passiver Dreibandklangregelung sowie Gain- und Master-Poti trifft auf eine 2×6V6-Endstufe mit Kathodenbias; Gleichrichtung via Halb- leiterdioden, nominale Leistung ca. 15 Watt. Zwei 12AX7WA formen den Ton, eine dritte dient als Phasentreiber. An der Rückseite zwei Lautsprecheranschlüsse mit umschaltbarer Impedanz (4, 8, 16 Ohm) und ein serieller Einschleifweg.“ (Zitat: Gitarre & Bass (10.2010): https://www.thomann.de/de/prod_pdfreview_22698-mm45936_gb201010140.pdf*)

Richtig gut fand ich an dem Verstärker die Möglichkeit der Nutzung an Lautsprechern mit unterschiedlichsten Impedanzen.

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Probleme mit dem Transformator bei älteren Modellen:

In älteren Reviews zu dem Egnater Tweaker 15 Head las man immer mal wieder von Problemen mit dem verbauten Transformator. Dieses Problem hatte der Hersteller gelöst. Bei den jüngeren Modellen ist ein ELITE-Trafo verbaut.

Probleme mit den Röhrensockeln:

Auch mein Tweaker 15 Head musste im Rahmen der Garantiezeit eingeschickt werden. Eine Lötstelle am Sockel einer der Röhren hatte sich gelöst.

Klang: Fenderesque, VOXig und Marshall-Sound?

Gerne schreiben wir bestimmte Charakteristika des Klanges bestimmten Marken zu. Wir sagen, der Verstärker hat einen Fender-Sound oder dieser klingt wie ein Marshall*. Was auf den ersten Blick eindeutig sein mag, das ist doch auf den zweiten Blick eher kompliziert.

Nehmen wir mal das Beispiel Fender-Verstärker. Was ist der typische Fenderklang? Fender hat in seiner Geschichte etliche Verstärker gebaut und sie klingen bei weitem nicht alle gleich. Ist es der Bassman oder der Twin? Ist es der Champ oder der Princeton? Und sagt man nicht dem aktuellen Bassbreaker nach, dass er der bessere Marshall* sei? Vergessen wir an dieser Stelle nicht, dass Jim Marshall* als Basis für seinen Plexi die Schaltung eines Fender Bassman nahm…

Am Panel des Tweaker 15 gibt es einen dreistufigen Kippschalter, der den Benutzer zwischen USA, AC und BRIT wählen lässt. USA steht dabei wohl für fenderesquen Sound, AC für VOXig und BRIT für Marshall*. In einem gewissen Rahmen lässt sich das klanglich nachvollziehen. Gleichzeitig klingt es eben nicht „wie ein…“ sondern eher „ähnlich einem…“.

Fazit:

Der Verstärker klingt nicht schlecht und die Vielzahl der unterschiedlichen Sounds ist groß. Gleichzeitig entstand bei mir bei keinem der Sounds je ein Wow-Effekt. Man kann damit arbeiten, Begeisterung stellte sich bei mir jedoch nicht ein. Das war auch der Grund, warum meiner dann nach ca. einem Jahr wieder weiterzog.

Videos:

Vorstellung der Tweaker-Serie bei Andertons Music: https://www.youtube.com/watch?v=YFyEqvUQoNc
Oby’s Guitar Gear Demos: https://www.youtube.com/watch?v=rnHpikMX2Lk
Cory Muras Review zum Egnater Tweaker 15 Head: https://www.youtube.com/watch?v=gHsNEKoam1Q

Weitere Reviews

Gitarre & Bass (10.2010): https://www.thomann.de/de/prod_pdfreview_22698-mm45936_gb201010140.pdf*
Guitarist (10.2010): https://www.thomann.de/de/prod_pdfreview_20955-git334rev_egnater.pdf*
Review bei Bonedo: https://www.bonedo.de/artikel/export/egnater-tweaker-head.html?noredirect=1
 
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Mein Sohn hat seit einigen Jahren den 40er Tweaker als Kombo. Ein zweikanaliger Amp. Seither keine Problem. Den finde ich schlichtweg klasse. Am besten gefällt der mir in der AC-Stellung am Breakup. Da schreit aber meine Frau schon wegen der Lautstärke :fear:
 
Vergessen wir an dieser Stelle nicht, dass Jim Marshall als Basis für seinen Plexi die Schaltung eines Fender Bassman nahm…
Hallo, danke für das Review - ich wollte mir dat Dingen vor ein paar Jahren auch mal zulegen, habe aber nirgends einen auftreiben können. Die Videos im Netz waren teils teils und in Foren hat man auch nur entweder oder gelesen.
Ich habe mir das Schaltbild angesehen und dachte, das der eigentlich recht clever konstruiert war. Jetzt weiß ich Bescheid. Danke

PS bitte bei der Bezeichnung 'Plexi' etwas genauer sein. Ein JTM45 (~Bassman) ist ein Plexi. Ein 1959 Super Lead ( bis ca '68) ist auch ein Plexi, kllingt aber anders. Plexi bedeutet nur, das die Frontplatte eine transparente, von der Rückseite bedruckte Plexiglasplatte ist.
 
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Sehr nützliches und kompaktes Review, so ein Amp ist für viele interessant.........
 
Interessant und nachvollziehbar. Denn ich hatte dieses überaus nette Kistle auch mal (irgendw hier im Board schrieb ich darüber).
Und genau das passierte mir, wie Du es beschreibst: Hm, der beworbene Klang der Originale wollte sich zusammen mit einem "Aha-Effekt" nicht einstellen.

Eine Zeitlang habe ich 6L6 drin gehabt statt der 6V6. Die haben mich dahingehend begeistert, dass der Klang vergleichsweis "kühler" und "analytischer" kam - aber das wirkte eben nur subjektiv in fenderesker Richtung.
Daher habe ich den Amp bald wieder vertickert.

Was ich allerdings seinerzeit nicht beachtet hatte: Ich spielte das Kistle an einem Selbstbau-Cabinet und darinnen wechselte ich die Speaker: Einmal war ein Celestion V30 drin und dann ein Jensen P12irgendwas. Ich weiß nicht, wie gut das kleine Egnater-Cabinet mit seinem drin verbauten Speaker klingt, welches ja eigentlich für den Amp designed wurde.

Eine Weile liebäugelte ich daher, mir diesen Amp jetzt aber zusammen mit seinem Cabinet nochmal anzuschaffen. Mit den Jahren habe ich jedoch meine derzeitigen Combos gefunden, so dass sich dieses Thema für mich erledigt hat.
 
Eine Weile liebäugelte ich daher, mir diesen Amp jetzt aber zusammen mit seinem Cabinet nochmal anzuschaffen. Mit den Jahren habe ich jedoch meine derzeitigen Combos gefunden, so dass sich dieses Thema für mich erledigt hat.

Dann exhumiere ich mal für eine Ankündigung.

Eigentlich ja, also eigentlich hatte sich das Thema erledigt. Aber irgendwie lässt mich das Tweakerle nicht los: Obenstehend schrieb ich's ja, dass ich den Amp nie mit zugehörigem Cabinet getestet/gespielt habe.

Eigentlich liebäugele ich ja immer noch mit einem kleinen Stack für zu Hause. Der Hartwood Interceptor macht mich hier zu wenig an; es soll bei einem Amp mit 6V6 oder wahlweise 6L6 bleiben.

Da ich inzwischen eine Menge Equipment verkaufen konnte und weil man wohl mit zunehmendem Alter immer irrationaler kauft, ist nun wieder ein Tweaker 15 - Head auf dem Weg zu mir. Und durch den Equipmentverkauf kann ich mir quasi ebenfalls aus der Portokasse auch ein zugehöriges Egnater-Cabinet leisten. Es wird nicht das 112er, sondern das 212x. Ankunft des Cabs ist voraussichtlich Mitte September.

Das Durchstöbern von Webseiten zeigt bis auf relativ wenige Ausnahmen (Klang zu komprimiert oder die Originale (VOX, Marshall, Fender) klingen doch spezifischer als die "Simulationen" durch die Schalterstellungen am Tweaker 15), dass man i.Allg. mit dem Klang der Kombination Head + 112er Cabinet ziemlich zufrieden ist. Oftmals stehen oder standen derartige Stacks in Studios.

Auch auf YT ist man relativ des Lobes voll und selbst der von mir sehr geschätzte Psionic Audio äußert sich positiv über den Sound (was selten genug vorkommt).

Mal schauen, wie das alles so klingen wird.
 
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Das Top wurde geliefert und ich habe - da nichts vergleichbares zur Hand - mal eben in meinem Excelsior dessen Speaker abgelötet und ihm eine Strippe verpasst, so dass ich das Tweakerle dran anschließen konnte. Mein Prussian Blue Reverb hinten dran gebammelt (Send + Return) und dann mal mit 'ner Strat getestet.

Da ich kurz vorher den Exelsior "so" gefiedelt habe, konnte ich nun gut vergleichen. Dabei geht es mir nur um den cleanen Ton der Strat.

Jo, passt! Dafür, dass das Top noch die originalen Egnater-Vorröhren drin hat, bin ich verblüfft und begeistert zugleich. Verblüfft, weil ich mich nicht erinnern kann, dass das Tweakerle, welches ich mal hatte, jemals so gut geklungen hat, wie der jetzige. Mir dem Exelsior als "Quasi-Cabinet" und seinem Original-Speaker macht das Head seine Sache schon jetzt richtig gut. Klanglich variabel bis dorthinaus (hier hinkt der Vergleich natürlich zu den Klangmöglichkeiten eines Excelsiors), einen Ticken mehr komprimierend - der Exelsior kommt hier etwas lebendiger in der Signalantwort (!) - aber alles in allem klasse.

Was mir erst jetzt auffällt, da ich das vorher nie testen konnte (hatte nie die Send- und Return-Buchsen eines Amps zur Hand) : Das Prussian Blue Reverb - Pedal kommt im Send-Return-Betrieb hörbar besser, als wenn es nur im direkten Signalweg zwischen Gitarre und Amp drin ist.

Die vielen Umschalter am Head gestatten eine klangliche Vielfalt einzustellen. Ob das nun Vintage oder fenderesk oder voxig, mashallesk oder sonstwas ist, ist mir namentlich egal. Ich stelle mir das ja nach Klang und nicht nach Name ein. :)

Die Grundsubstanz stimmt und ich bin gespannt, wie sich das Tweakerle an "seinem" Cabinet entwickelt.
 
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Und gibt es schon weitere Erkenntnisse zum Amp ??

Hab mal auf die Egnater Website geschaut und da steht oben im Header das er 6V6s hat.
Im Text darunter ist aber von EL 84 die Rede ....? Ist da was geändert worden ?
 
Da kann ich mit keinerlei neuen Informationen dienen. Scheinbar gibt es eine offizielle Webseite von Egnater, aber
  • was es da zu sehen gibt, gibt es bei Amazon nicht (oder noch nicht oder nie) zu kaufen (?)
  • die neuen Amps interessieren mich nicht.
Bin also von daher raus. Derzeit sind wir in der Terminfindung für die avisierte 212-Box. Sobald sie da ist, wird sie gefiedelt und getestet.

Eines nur noch, da ich den originalen 15-Zöller des Excelsiors nun wieder mit seinem angestammten Amp betreibe, also rückgetauscht (-gelötet) habe:

...Klanglich variabel bis dorthinaus (hier hinkt der Vergleich natürlich zu den Klangmöglichkeiten eines Excelsiors), einen Ticken mehr komprimierend - der Exelsior kommt hier etwas lebendiger in der Signalantwort ...

Der Rücktest bestätigt es: Ja, der Excelsior kommt diesen Ticken lebendiger in seiner Signalantwort. Klanglich in Bezug auf "Klangfülle" ist er aber dem Tweaker 15 unterlegen. Der hat hier einfach mehr einstellbares "Fleisch" im Ton.
 
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  • #10
  • #11
So, nun hat das Kistle nicht nur ein, sondern eigentlich sein Cabinet:

Tweaker_#1.webp


In der 2x12er Box werkeln die Speaker, die angeblich dafür vom Bruce Egnater designed bzw. ausgesucht wurden. Zwei 16-Öhmer

Celestion Elite GH-50:​

Tweaker_#2.webp


Was habe ich vor damit?

Einst schrieb ich ja hier, dass ich die Zerre des Tweaker 15 nicht mag, bzw. eine solche mir eh' lieber aus Pedalen holen würde. Dia anfangs bemängelte Vielseitigkeit ("zu viele Schalter") des Heads stört mich inzwischen ebensowenig, wie ich mit den Jahren ja fast nur noch clean spiele.

Und da hatte ich seinerzeit im DIY-Cabinet einen Jensen C12N drin, der hatte mir clean schon immer gefallen und diese Gewohnheit soll bleiben.

Ich habe vor, die Box von Liegend auf Stehend umzubauen. Aussehen tut das für Tests (mit ersten Sonnenreflexen am Morgen) noch so:

Tweaker_#3.webp


Das Umsetzen der Füße, des Griffes und des Egnater-Schriftzuges ist kein Problem.

Erst einmal werde ich schauen, wie sich die beiden Celestions clean so machen. Bleiben sie oder werde ich auf zwei Jensen C12Q umsteigen, die mir hinsichtlich des Crispen oder "Glitzerns" im bevorzugten cleanen Sound einer Fender Strat letztendlich passender und lieber sind?

Das werden Tests entscheiden und vielleicht kommt ja ein gutes Kauf- oder Tauschangebot? Schaun' mer mal!
 
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  • #12
Ich halte die Egnater Tweaker Boxen mit Celestion GH 50 Elite für sehr gut , schön leicht und damals sehr preiswert.Mittlerweile haben die preislich auch ordentlich zu gelegt.
Ich nutze die neben den JBLs für meine Fenderamps und kommen dem typischen Fenderklang sehr entgegen.Auch ihr geringeres Lowend bietet sich an.

Vom Tweaker 15 Amp bin ich an sich nicht so begeistert, weil ihm ordentlich Headroom fehlt, ich bin aber auch nicht so der Zerre- und Highgainfreund.
Ich wollte halt die Box, die ziemlich selten war, und da war der Amp halt Beifang.¯\_(ツ)_/¯
 
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  • #13
Bleiben sie oder werde ich auf zwei Jensen C12Q umsteigen...

Ich lerne es wohl nie. Habe mich schon wieder verschrieben, wie damals. C12N sollte es heißen und nicht C12Q.

...Vom Tweaker 15 Amp bin ich an sich nicht so begeistert, weil ihm ordentlich Headroom fehlt...

Völlig verständlich. Der Tweaker ist ja genau deswegen ein Tweaker, weil er möglichst viele Klangfacetten wiedergeben soll. Das bedeutet, er hat viel Zeug / Bauelemente in sich und er soll auch brüllen können. Dieser Kompromiss geht mit Sicherheit zu Lasten
  • des Headrooms - das Kistle ist nun mal z.B. kein reinrassiger Fender
  • der Impulsantwort. Das, was ich immer als "feingeistig" beschreibe, wie es z.B. bei meinem Bassman 59 RI der Fall ist.
Da kommt das Tweakerle nicht mit, das kann er gar nicht. Der Kompromiss, den ich hier sehe, ist
  • die Praxis: Send + Return, Bedienung front- und nicht oberseitig
  • mein nachlassendes Gehör, welches leider "Feingeistigkeit" im Klang mit zunehmendem Alter langsam, aber sicher obsolet macht
  • mein Nörgeln auf hohem Niveau bzgl. der Signalantwort. Denn das Kistle kann schon recht gut / beschönigt clean schon. Daheim (!) geht das gut.
Auf 'ner Bühne wäre das wohl nichts mit Headroom. Aber dafür ist der Amp auch nicht konzipiert.

- -

Was ich aber jetzt schon sagen kann: Mit seinem Cabinet, was ihm quasi auf den Leib geschneidert wurde, klingt das richtig gut. Das klingt alles derzeit deutlich besser, als ich das seinerzeit mit meinem DIY-Cabinet in Erinnerung habe. Ich kann nun auch verstehen, dass seinerzeit in der "G&B" dem Amp erst mit seinem (im Test 112er) Cabinet eine positive Klangnote beschieden wurde.
 
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  • #14
Wie geschrieben, die Qualität der Box find ich sehr gut.
Aber ich sehe in Bruce Egnater alles andere als den Amp Guru zumindest im Verstärkerbau und seinen Amps made in China.
@ Stratspieler deutet mit dem Röhrensockel genau die Schwachstelle in diesen Verstärker an,zumindest bei den leistungsstarken Amps, löten sich die Röhren selber aus.
Diese Verstärker mögen gut klingen, haben super viel klangliche Features, sie sind aber auf Dauer nicht zuverlässig.
Die haben eine eingebaute Mindesthaltbarkeit oder Mindestlaufzeit.
Ich will nichts falsches schreiben, da der Tweaker klanglich mir nicht gefällt ist er auch kaum in Betrieb.
Aber alle meine Egnateramps,in der Werbung hoch umjubelt und das Hohelied auf Bruce Egnater gesungen,haben so ziemlich an der gleichen Stelle den Amptod erlitten.Und das deckt sich auch mit den Berichten im MB und den Amerikaseiten.
 
  • #15
@ Stratspieler deutet mit dem Röhrensockel genau die Schwachstelle in diesen Verstärker an,zumindest bei den leistungsstarken Amps, löten sich die Röhren selber aus.

Nee, war @unixbook . "Ehre, wem Ehre gebührt" ☝️:)

Diese Verstärker ... sind aber auf Dauer nicht zuverlässig ... Die haben eine eingebaute Mindesthaltbarkeit oder Mindestlaufzeit.

Aber alle meine Egnateramps ... haben so ziemlich an der gleichen Stelle den Amptod erlitten.Und das deckt sich auch mit den Berichten im MB und den Amerikaseiten.

Oha. Hast du mal Quellen zur Hand? Bislang habe ich nur von 40er Tweaker gelesen, dass er wohl ein Thema mit seinem Netztrafo hatte. Aber da habe ich vielleicht zuwenig gegoogelt? Das eingangs genannte Netztrafo-Thema - mir ist noch nie ein Tweaker 15 mit einem Elite-Trafo untergekommen... :gruebel:

Ansonsten, was das Auslöten angeht oder eine Diagnose bei einem auftretenden Fehler, das wäre für mich kein Problem, da ja DIY.
 
  • #17
Okeee - der Renegade 212 ist per se eine ganz andere Baustelle: Endstufenmix 2x EL34, 2x 6L6 (d.h. das Ding köchelt nicht nur, eigentlich siedet der Amp in seinem Inneren vor sich hin, 65 Watt maximal...

Vorschlag: Belassen wir es dabei. Will schreiben: Hier soll es jetzt keine never-endig Aufzählung geben, welcher der vielen Egnaters nun speziell wo defekt ist. Denn repräsentativ wird das ohnehin nicht sein, denke ich.

- -

Bin am Testen und moniere, dass das kleine Stack etwas bedeckt klingt. Bis ich Dussel mitkriege, dass ich an der Strat die beiden Klangregelpotis nicht voll auf hatte... Oh, Mann. Soweit ist es nun schon. 🙈 :D

Die beiden Celestions überraschen mich. Ich weiß es nicht, vermute aber, dass sie angesichts der Klangmöglichkeiten, die der Tweaker 15 bringen soll, einen Kompromiss zwischen Clean und Gezerrt darstellen sollen. Da ich ohnehin nur beim Clean bleibe:
  • Die Celestions können daheim richtig Headroom und ja, dieses - was ich immer so nenne - "Schmierige" der 6V6 unterstützen sie bestens. Seinerzeit war ich noch von umgestöpselten 6L6 begeistert, heute würde ich aber mit Bestimmtheit sagen, dass mir das dann doch zu steril klingt.
  • Der Gedanke, auf "meine" Jensen C12N umzusteigen, ist da. Bezüglich der Celestions nörgele ich auf hohem Niveau. Die klingen wirklich erstaunlich gut. Aber bei den Jensens habe ich dieses letzte "Glitzern" im Fender-Tone, dieses Crispe. Ich bin es eben einfach gewöhnt, mit 'ner Strat dran lieber den Höhenregler am Amp zurückdrehen zu müssen, als nach Höhen zu suchen (überspitzt formuliert).
Ausblick?

Ja. As hättest du (@rolandfender ) die Büchse der Pandora geöffnet, so meldet sich das Tweakerle mit zwei Kleinigkeiten:
  • Die 6V6 klingeln bei bestimmten Tönen - Austausch ist erforderlich
  • die Inputbuchse macht sich mit Kontaktschwierigkeiten bemerkbar - die werde ich bei Gelegenheit austauschen
  • Der Tolex-Bezug im Ampinneren, speziell im Bereich des oberen Lüftungsbleches, löst sich ab.
Was den Tolex-Punkt angeht:

Das Testen des Stacks, also insbesondere das 212X-Cabinet, klingt aus meiner Sicht verdammt gut. Flach föhnt einem das Cabinet die Füße, hochstehend sieht es mit dem Head drauf irgendwie doch ungewohnt aus. Also könnte ich auf längerer Sicht hergehen und folgendes machen, so als Idee:
  • neues Cabinet bauen aus adäquatem Sperrholz. Gleiches Innenvolumen, aber mehr quadratischer. Die Speaker dann diagonal angeordnet
  • Cabinet und Head ohne Tolex. Auch der oder das (vermutlich der) Head bekommt ein neues Gehäuse aus schönem Holz
  • Das neue Stack ist dann nicht mehr nur füßeföhnend, sondern WAF-Tauglicher fürs Wohnzimmer und dann ein ansehnlicheres Stück Holzmöbel ohne Tolex.
Muss ich mal drüber nachdenken.
 
  • Ersteller
  • #18
Wen ich mich da mal einschalten darf... Insgesamt klingt das alles nach einer Klangsuche mit dem Tweaker. Und genau das war seinerzeit auch mein Eindruck. Man dreht, tauscht aus, schraubt, optimiert... immer auf der Suche nach dem letzten "das ist es!" - Am Ende des Tages stellt sich doch die Frage: Warum nicht einfach das Original nehmen und glücklich sein?
 
  • #19
Zitat@Stratspieler
,,Vorschlag: Belassen wir es dabei. Will schreiben: Hier soll es jetzt keine never-endig Aufzählung geben, welcher der vielen Egnaters nun speziell wo defekt ist. Denn repräsentativ wird das ohnehin nicht sein, denke ich."

Ja @ Stratspieler
Ich schreib ja, da mir der Tweaker klanglich nicht gefällt, nutze ich ihn auch nicht, deswegen kann ich zur Zuverlässigkeit im Dauerbetrieb nichts sagen.

Im Gegensatz dazu finde ich die Boxen ziemlich gut, ich spüre nach direktem Vergleich nicht das Verlangen die gegen den Jensen C12N zu tauschen.
Dem Cleanbereich kommen die eigentlich sehr entgegen mMn.

Ich mag die Tweakerbox auch mehr als die Rebelbox von Egnater.
 
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  • #20
Ja. As hättest du (@rolandfender ) die Büchse der Pandora geöffnet, so meldet sich das Tweakerle mit zwei Kleinigkeiten:
  • Die 6V6 klingeln bei bestimmten Tönen - Austausch ist erforderlich
  • die Inputbuchse macht sich mit Kontaktschwierigkeiten bemerkbar - die werde ich bei Gelegenheit austauschen
  • Der Tolex-Bezug im Ampinneren, speziell im Bereich des oberen Lüftungsbleches, löst sich ab.
Was den Tolex-Punkt angeht:

Das Testen des Stacks, also insbesondere das 212X-Cabinet, klingt aus meiner Sicht verdammt gut.

@Stratspieler
Meinst Du mit klingeln mikrofonisch ?
 
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