[Amp] - Engl Fireball vs. Peavey 6505

von Germania, 18.07.08.

  1. Germania

    Germania Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.08   #1
    So Leute, da ich nun beide Amps besitze (den Peavey allerdings nicht mehr lange) und einige angefragt hatten ob ich ein kleinen Vergleich machen kann, mache ich das einfach in der Form eines Kurz Reviews.

    Den Peavey habe ich neu für 999 € gekauft und den Engl FIreball gebraucht für 550 €.


    So nun was zum Clean Sound:

    Peavey 6505

    Wie ja schon oft erwähnt, hat der Peavey nicht den besten Clean Sound. Jedoch ist er auch nicht so schlecht, dass man ihn nicht gebrauchen kann. Der Sound strahlt nur so vor Bässe wenn man es denn will. Bis zu einer gewissen Lautstärke, bleibt der Sound auch schön klar und Clean. Jedoch fehlt ihm irgendwie diese Brilianz. Er klingt leblos, ohne Seele. So könnte man es vieleicht am Besten beschreiben. Bei höheren Lautstärken bekommt man einen schönen Crunch Sound hin, dafür braucht man gar nicht so laut machen das einem die Ohren weg fliegen, es reicht schon den Pre Gain Regler weiter aufzudrehen. Dafür dann vieleicht den Postgain Regler etwas zurück nehmen :)

    Mit eingeschaltetem Bright Schalter, bekommt der Sound schon etwas mehr Brilianzen. Der Sound setzt sich insgesamt dadurch auch ein Stück besser durch. Mir hat der Sound dadurch besser gefallen, zumindest im Bandgefüge.


    Engl Fireball

    Kaum den Ampangeschalten und einmal die Saiten angeschlagen, klang der Kanal schon gar nicht mal schleht. Obwohl alle Regler auf 12 standen. Der Sound ist viel klarer, brilianter als der des Peavey. Der Sound bleibt auch recht lange clean, was ich vorher ein wenig bezweifelt habe durch seine "nur" 60 Watt. Für mich ist hier der Fireball ganz klar der Sieger. Er überzeugt einfach mehr, es ist schwer da Worte zu finden.


    Da die beiden Amps nicht gebaut wurden um damit ACDC oder Deep Purple zu spielen, komme ich auf die Crunch Sounds nur kurz zu sprechen.
    In diesem Gebiet gewinnt klar der Peavey. Hier kann man auf 3 verschiedene Weisen einen Crunch Sound erzeugen. EInmal im Clean Kanal den Pre Gain aufreißen, oder den den Crunch Schalter drück, oder zu guter letzt im Lead Kanal einfach Gain zurück nehmen.
    Beim Fireball Würde nur die letzte Variante so richtig funktionieren aber hierfür ist der Zerrcharakter meiner Meinung nach einfach zu kalt. Schöne Warme Crunch Sound kommen definitiv nicht so gut wie beim Peavey.

    So nun zum Hauptaugenmerk der beiden Amps. Gaingewitter.

    Peavey 6505

    Ums mal vorweg zu nehmen, kein Amp den ich bis jetzt gespielt habe, hatte soviel Verzerrung wie der 6505. Das ist echt Sagenhaft. Mit Gain auf 6 hat der 6505 bereits doppelt soviel (!) Verzerrung wie ein Marshall TSL 100 im Leadkanal. Gain Poti natürlich auf Anschlag. Gerade bei Palm Mutes merkt man das gut, die drücken und drücken und drücken. Dabei ist der Amp fast immer durchsetzungsfähig, es sei denn Gain ist auf Anschlag und Mitten sind kompellt raus. Aber auch mit Mitten auf 4 oder so, hat sich der Amp gut durchgesetzt, er hat einfach von Haus aus recht viel Mitten. Aber sowas von geile Mitten, davon kann man nicht genug bekommen :)

    Was mir aber aufgefallen ist, Bei E Tuning hat der 6505 wesentlich weniger Power als bei D oder Drop C Tunings. Bei Drop B klang er wiederrum recht matschig, dass lag aber an der scheiß Box mit der getestet wurde.

    Das hat mich an dem Amp so angekotzt, wenn ich lieder in E Tuning gespielt habe, habe ich mir stets mehr Power gewünscht.


    So nun zum Fireball:

    Genau wie im Clean Kanal klang der amp auch bei 12 Uhr Regler Stellung schon gut. Scheint wohl recht gut alles aufeinander abgestimmt zu sein.
    Zum Gain Potenzial, im Gegensatz zum Peavey merkt man hier nicht gleich, dass am Gain Poti gedreht wurde. Der ist nicht ganz so empfindlich. Gain hat er allemale viel, aber bei Palm Mutes Fehlt dem Fireball irgendwie etwas an Druck. Da würde man sich mehr Verzerrung wünschen. Da hat der Peavey auf jedenfall mehr Druck unterm Arsch.

    Aber jetzt kommts, durch die kleine Eigenart des Engls, setzt er sich im Bandgefüge etwas besser durch. Habe bei beiden Amps die Mitten etwa auf 8. Der Peavey klingt dabei etwas dumpfer als der Fireball. Klar drückt der Peavey etwas mehr, aber spätestens wenn der Bass mit spielt, hört man vom Peavey nicht mehr so viel wie vom Fireball.

    Dafür muss man den Fireball ein ganzes STück weiter aufdrehen damit er die Lautstärker vom Peavey erreicht.

    Bei Lead Sachen gefällt der Peavey deutlich besser, alles ist harmonischer und runder. Beim Fireball sind die hohen Töne recht schrill. Zumindest im Vergleich zum Peavey.


    Für mich hat der Engl in diesem Vergleich gewonnen, weil er einfach den besseren Clean Kanal hat, sich etwas besser durch setzt und besser aussieht :D Nein Quatsch das Aussehen spielt da keine Rolle, ich wollte für mich einfach ein Gegenstück zum geboosteten Marshall TSL 100. Und ich finde der Fireball macht sich da ganz gut. Das ist wie bei "Die Schöne und das Biest" Der Marshall kann brachial und fett klingen aber bleibt vom Grundsound her immer harmloser als der Fireball. Der Peavey war so ein Zwischending von Beiden.

    Und da ich 3 amps nicht gebrauchen kann, musste einer weg. Für den Peavey kommt jetzt eine Gibson SG, auch nicht schlecht :)

    Wer für euch der Gewinner ist, dass müsst ihr wie immer selber testen, denn in dieser Preisklasse gibt es kein Gut oder Schlecht sonder entscheidend ist hier der Geschmack.


    So das wars jetzt, jetzt hab ich Kopfschmerzen :o
     
  2. DenniZ_10000

    DenniZ_10000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.08   #2
    Schönes Review.

    Allerdings muss ich sagen, dass in deiner Beschreibung der Peavey doch, außer beim Cleansound besser abschneidet. Das kann aber auch daran liegen, dass für dich der Cleankanal wichtiger ost oder besser zu deinem Musikstil passt.

    Na ja, das scheinen beides sehr schöne amps zu sein. Wenn mein Valvestate mal ausgedient hat, dann werde ich mir die beiden wohl auch mal anschauen, aber das dauert hoffentlich noch...
     
  3. 6Red6Dragon6

    6Red6Dragon6 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.08   #3
    Fein gemacht!

    Interessant, allgemein herrscht ja hier im Board der Kontext, dass sich der Peavey besser durchsetzt.

    Nur noch eins zu Vollständigkeit:
    Au contrair!
    Beim Fireball funktioniert auch die erste Variante: Gain im Cleankanal aufreißen bringt nen tollen, dynamischen Crunch. Überhaupt ist der Cleankanal des Fireball tierisch unterschätzt in Sachen feine Overdrivesounds.
     
  4. ForesterStudio

    ForesterStudio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.08   #4
    Danke für das Review ;)

    Die Entscheidung zwischen Fireball und 6505 fällt mir auch grad ziemlich schwer.
    Morgen fahr ich nochmal antesten und da lass ich mich nicht nach 2 Stunden rausschmeißen :D
    Im Moment tendiere ich noch zum Peavey..
     
  5. Frostbalken

    Frostbalken Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.08   #5
    Schöner Vergleich, wenngleich es mich wundert, daß du den Fireball als durchsetzungsfähiger empfindest. Abgesehen von einem JCM800 habe ich bislang kaum einen Amp gehört, der sich so gut durchsetzt wie ein 5150/6505. Mit einer ordentlichen Portion Mitten geht der Fireball aber auch nicht unter, im Gegenteil.

    Zum Druck beim Fireball: Was war das denn für eine Box und welche Lautsprecher hat sie eingebaut? Der Fireball ist da recht empfindlich, vor allem wenn die Lautsprecher in den Höhen recht prägnant sind, z.B. G12-T75 oder Seventy 80. Mit mittigeren Lautsprechern klingt er deutlich runder und nicht so schreiend, z.B. V30 oder Eminence Governor.
    Ich spiele den Fireball mit einer Mischbestückung in meiner 4x12, zwei Governor oben und unten die beiden serienmäßig verbauten Seventy 80. Über Druck kann ich mich aber nicht beschweren, davon ist genug da.
     
  6. Germania

    Germania Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.08   #6
    Naja Druck hat er aber wenn ich Palm Mutes spiele dann kommts mir vor als wenn wenig Verzerrung ist. Komisch...

    Wie gesagt die Box war scheiße, nur ne Randall RX 412. Mit Jaguar 50 Lautsprechern. Aber es wurden ja beide Amps an der gleichen Box getestet also ist der Test trotzdem fair.


    Also wie gesagt, ich will hier keinem sagen welcher Amp besser ist, es ist alles Subjektiv. Geschmäcker sind halt verschieden. ;)
     
  7. Quoth

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    Erstellt: 19.07.08   #7
    Hatte in den letzten 10 Jahren keine Probleme mit normalen Tunings.
    Vielleicht lag es wirklich an der Box.


    Q
     
  8. DerGitarrist

    DerGitarrist Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.08   #8
    Hast einen guten Vergleich zwischen Fireball und 6505 dargestellt, wobei ich den 6505 behalten würde, aber naja,jeder entscheidet selbst.
    Schönes Review:)

    mfg Soeren
     
  9. Germania

    Germania Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.08   #9
    Dankesehr :)

    Ich hätte den gerne selber gelesen wenn ich ihn nicht selber geschrieben hätte, also dacht ich mir gibts vieleicht auch andere denen es interessiert :great:
     
  10. thricetob

    thricetob Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.08   #10
    schönes review!

    hab selber den 6505. unser sänger spielt nen fireball.
    kann deinen ergebnissen im groben zustimmen.

    ein nachteil, den der 6505 gegenüber dem fireball meiner meinung nach hat (und der für mich immer schmerzlicher, da wir auf konzerten nur noch abgenommen werden), ist, dass er bei niedrigen lautstärken aufgrund der 12ß watt nicht so richtig in die gänge kommt. da hat der fireball, den man aufgrund seiner 60 watt für die gleiche lautstärke mehr aufreißen muss, vorteile!

    trotzdem natürlich ein sehr geiler amp
    grüße
     
  11. Simon Grinder

    Simon Grinder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.11   #11
    Wenn das einzig wirkliche Manko des FB die Leistung ist, dann fällt das ja mit dem FB II weg :)
     
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