Amp kaputt? Falscher Ohm-Ausgang

Vereinfacht gesagt hängt das mit dem Ausganswiderstand des Amps zusammen.
Transistorverstärker haben einen niedrigen, Röhrenverstärker einen hohen. Somit fließt im Extremfall Kurzschluss beim Röhrenverstärker weniger Strom.
 
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. Wie sich herausstellt, war es meine Steckdose zu Hause, bzw Störfrequenzen in der Leitung.


Was bei sowas schon mal helfen kann ist den Netzstecker um 180 Grad zu drehen.
 
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Vereinfacht gesagt hängt das mit dem Ausganswiderstand des Amps zusammen.
Transistorverstärker haben einen niedrigen, Röhrenverstärker einen hohen. Somit fließt im Extremfall Kurzschluss beim Röhrenverstärker weniger Strom.
Danke!

Danke! Ich hoffe ich komme in nächster Zeit dazu mir das durchzulesen! 🤞👍🙂
 
Solche Blitzgeschichten hört man immer wieder mal, nur weiß selten jemand, wie stark die Impedanz eines Lautsprechers in sich variieren kann.

Wenn im obigen Beispiel die reine Vervierfachung der gewünschten Impedanz für Blitz und Rauch gesorgt haben sollen, dann dürfte man viele Gitarrenlautsprecher überhaupt nicht allgemein spielen.
Ich habe hier mal beispielhaft einen Impedanzverlauf eines Gitarrenlautsprechers eines größeren Herstellers hergenommen. Interessant ist hier die helle Kurve und die Skala rechts außen.

Anhang anzeigen 1018560

Bedeutet: Bei einer Frequenz knapp unter 90 Hz, also recht nah am normalgestimmten tiefen "E" (82,4Hz) hat der Lautsprecher eine Impedanz von über 100 Ohm, also mehr als das Zehnfache der Nennimpedanz von 8 Ohm.
Wenn ich da also ein langes tiefes "E" spielen würde, z.B. mittels Rückkopplung lang gezogen, dann wäre das ja ein Riesenunfallrisiko ;)

Das ist jetzt nur ein Beispiel, aber durchaus realistisch. Jeder Lautsprecher hat seinen Impedanz-Peak woanders und teilweise liegt er unterhalb des Gitarrenspektrums. Bei manchen liegt er aber höher.
Und ich habe noch keine Warnung gesehen: "Spielen sie mit diesem Lautsprecher keinen lauten Slow-Blues in G" oder ähnlich ;)

Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, den realen Impedanzwert beim Spielen mit einer PA-Endstufe anzeigen zu lassen, die aktives Load-Monitoring macht, also in Echtzeit die anliegende Impedanz mißt. Da kam ich auch beim normalen Gitarrenspiel immer wieder in die Größenordnung 20Ohm und mehr, also auch schon eine Verdreifachung.

Nachdem ich eigenäugig Röhren während Spielpausen habe durchbrennen sehen, also ohne große Belastung neben dem typischen Rauschen (genau da war kein Impedanzpeak), sehe ich die Impedanz eher entspannter :cool:

Wenn du jetzt aber diesen 8 Ohm Lautsprecher nimmst und den an die 4 Ohm Anzapfung des AÜ hängst, dann ist diese Resonanzspitze eben auch doppelt so hoch, wie sie es bei einem 4 Ohm Lautsprecher gleicher Bauart wäre. Der 4 Ohm hätte ja nur ca. 50 Ohm bei Resonanz. Das ist also nicht wirklich ein Argument. Der Verstärker mag mit 50 Ohm klarkommen, aber wahrscheinlich mit 100 Ohm nicht.

Dazu dürfte es sich bei deinem Diagramm um eine Messung des Lautsprechers ohne Gehäuse (unendliche Schallwand) handeln. Bei geschlossenem Gehäuse würde ich da weniger Überhöhung erwarten - so Faktor 5, nicht 10. Da kann ich mich aber irren.

Die eigentliche Frage ist, warum die Verstärker immer noch nicht leerlauffest sind. Die sich bei zu hochohmiger Last gegebenfalls ergebende Schirmgitterüberlastung kann einfach durch neue Röhren behoben werden, aber ein durchgeschlagener Ausgangsübertrager wäre aber dann zumindest kein Thema mehr.
 
Frage an den Profi - hält der Rauch ewig oder muss man den nach ner bestimmten Zeit erneuern dass es im Ernstfall auch zuverlässig raucht?

Der muss schon erneuert werden, das Problem ist aber, dass der heutige Rauch nicht so klingt wie das Original. Der enthielt halt Schwermetalle, die nach der EU-V 16280/2 seit dem 26.02.2021 verboten sind.

Restbestände dürfen allerdings noch verwendet werden, ich habe hier daher noch eine ganze Charge stehen... die ich gegen eine angemessene Aufwandsentschädigung auch in deinen Röhrenamp füllen könnte :) :evil:
 
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Man könnte natürlich so einen Amp auch mit Rauch z.B. nur beweihräuchern... Soll ja ein Musiker-Fachblatt geben, wo man das macht und dann klingt so ein Amp wieder. :whistle:

Hm, ich stelle mir das grad bildlich vor... Jemand tanzt mit rauchendem Kalumet um so eine Kiste drumrum...
 
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Warum baut man nicht einfach Schutzdioden ein?
Kurzschließen schadet dem Röhren AMP nicht.
Aber ohne Last wird die Induktion und Kapazität des Transformator zu negativen Rückimpulsen führen die Die primäre Wicklung zum Durchschlagen und zum durch Oder zusammen schmelzen führen.
Einfache Dioden können das verhindern, und wird auch bei einigen Herstellern auch so gemacht.
Eine Impedanz Verdoppelung schadet nicht. Und halbieren auch nicht, es reduziert beides die Leistung. Das Übersteuern tritt früher ein und klingt auch sehr unterschiedlich.
Ansonsten ist es dennoch im grünen.
Moderne transistor Endstufen sind inzwischen auch mittels Schutzsschaltung unkaputbar.
 
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Ich schließe mich meinem Vorgänger an. Für Transistorverstärker können zu kleine Impedanzen (Ohm) unangenehm werden, da die Endstufentransistoren überlastet werden. Bei Röhrenversterkern sind Fehlanpassungen in Bezug auf Defekte kein großes Problem, solang sie nicht ohne angeschlossenen Speaker voll ausgasteuert werden. In einem solchen Fall können Spannungsüberschläge im Ausgagstrafo diesen zerstören. Die meisten Röhrenvertsärker vertragen selbst Kurzschlüsse am Ausgang ohne Schaden zu nehmen. Schlümmstenfalls brennt dann die Anodensicherung durch.
Auf jeden Fall ist der Anschluß einer 8 Ohm Box an einen 4 Ohm Amp kein Problem.
 
Man könnte natürlich so einen Amp auch mit Rauch z.B. nur beweihräuchern... Soll ja ein Musiker-Fachblatt geben, wo man das macht und dann klingt so ein Amp wieder. :whistle:

Hm, ich stelle mir das grad bildlich vor... Jemand tanzt mit rauchendem Kalumet um so eine Kiste drumrum...
Das Schlimme ist, ich weiß, wie der heisst :pFängt mit U an :biggrinB:
 

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