[Amp] Peavey Delta Blues 115 Tweed


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Peavey Delta Blues 115 Tweed

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»Background«
An sich nutze ich während der letzen Jahre überwiegend Pre-Amp-Modeler und spiele Live direkt über die PA oder zum Recorden in den PC. Für diverse Coverprojekte bin ich mit der enormen Flexibilität und den erzielten, vielfältigen Sounds sehr zufrieden.

Nun habe ich aus einer impulsiven Eingebung heraus nach einem Vollröhrenamp gesucht, der einen vollen und warmen Sound hat und in der Bedienung auf das wesentliche reduziert ist, der auf differenziertes und dynamisches Spiel reagiert, und mit dem ich meine persönlichen Vorstellungen eines sustainreichen, warmen Leadsounds insbesondere bei Rockballaden mit jazzig, bluesig und funkigen Einflüssen umsetzen kann. Einsatzgebiet: im Proberaum und auf kleinen Bühnen. Aber auch zu Hause mag ich gelegentlich damit spielen, und da brauch ich dann keine Zusammenkunft der Nachbarn zum gemeinsamen Soundcheck!

Die Liste der interessanten Kandidaten war etwas länger und es hat Spass gemacht, sie abzuarbeiten. Die Probanden mussten in jedem Fall mit meiner Fender Strat und meiner Epiphone Sheraton II (Gibson ES 335 Style) harmonieren. Entschieden habe ich mich für den Peavey Delta Blues 115, kurz DB-115, den ich den Interessierten unter Euch nun etwas ausführlicher vorstellen mag. Insbesondere als er hier bei uns nicht weit verbreitet ist. Auch gibt es noch kein Review hier im Board, obwohl der Amp nun schon seit gut 15 Jahren am Markt ist.

Ich seh den DB-115 jetzt keinesfalls als den einzigen Amp, zu dem es keine Alternativen gibt. Insofern erwartet Euch hier kein Jubelreview ala »mein Traum-Amp fürs Leben«. Ich habe auch große Sympathien für einige seiner Kollegen, beispielsweise den Blackstar HT40, den Vox AC15 (bzw. AC30) oder den Fender Hot Rod Deluxe. Mit H&K oder Laney beispielsweise kann ich mich dagegen weniger anfreunden.

Zur Diskussion steht die Marketingaussage von Peavey: »The Delta Blues 115 is the best Blues Amp on the Market today«.

Um das zu unterstreichen steht auf der Chromplatte des DB-115:
Delta Blues
Designed and made in Mississippi U.S.A.
The Home of the Blues

Soviel zu den vollmundigen Verkaufsförderungsprogrammen von Peavey - wie auch immer - hier ist nun mein persönlicher Eindruck zum DB-115:

»Daten«
- 30 Watt RMS an 8 oder 16 Ohm
- 1x 15" 16 Ohm Blue Marvel Speaker
- 3x 12AX7 Vorstufenröhren
- 4x EL84 Endstufenröhren
- 2 Kanäle (Clean- und Lead-Kanal)
- Pre- und Post-Gain im Lead-Kanal
- Boost-Schalter - 25dB Gain Boost
- passive 3-Band Klangregelung (Treble, Middle, Bass)
- integrierter Federhall
- integriertes Tremolo mit 2 Reglern für Intensität und Geschwindigkeit
- Maße: 57,2 x 52,3 x 28,2 cm
- Gewicht: 21 und ein paar zerquetschte kg

Anschlüsse
- Input
- serieller FX-Loop
- Anschlussbuchse für einen zusätzlichen Lautsprecher
- Anschlussbuchse für den Fußschalter zur Auswahl von Lead-/Cleankanal und Tremolo

Ein 2fach-Fußschalter (Lead-/Cleankanal und Tremolo) ist im Lieferumfang mit dabei. Das Gehäuse des Fußschalters besteht aus Plastik und wirkt optisch nicht gerade ansprechend. Es entsteht beim Betrachten definitive keine spontane Sympathie, auf den ersten Blick wirkt es sogar billig verarbeitet. Für meinen Geschmack ist das ein ziemlicher Stilbruch verglichen zum hochwertigen Design des Amps. Nun gut, das Ding liegt am Boden und wird mit Füßen getreten. Dafür erfüllt es seinen Zweck und wirkt beim Schalten doch wesentlich solider als man ihm das optisch ansieht.

Die neuste Version des DB-115 hat durchgängig Sovtek/Electro-Harmonix Röhren (12AX7EH in der Vorstufe und EL84/6BQ5 in der Endstufe) und ein perforiertes Metalschutzblech zum Schutz der Röhren an der Rückseite. Mit diesem Schutzblech hat Peavey auf einen der Kritikpunkte an den Vorgängermodellen reagiert.

Meinen DB-115 hab ich gebraucht erstanden und er kommt noch ohne Schutzblech aus. Wenn der Sound nicht vorne raus käme, würd ich ihn glatt verkehrt spielen … im stimmungsvollen Kernzenschein der Röhren.

»Historie«
Den Peavey Delta Blues 115 gibt es seit Mitte der 90er. Design und Sound sind eine Kombination aus den Einflüssen früher Fender Combos und moderneren High-Gain Amps Ende der 80er, Anfang der 90er.

Die Peavey Legende erzählt, dass Hartley Peavey erstmals Anfang der 90er die Idee der Kombination eines Peavey Classic 50s mit einem 15" Speaker hatte. Das Ergebnis war der Blues Classic. Der Blues Classic war ein 50 Watt Amp mit einem 15" Speaker, der lt. Peavey auch gar nicht schlecht verkauft wurde. Dennoch wurde er spatter wieder aus dem Markt genommen. Der große Erfolg des Classic 30, der 1994 auf den Markt kam, inspirierte Hartley Peavey es nochmals zu versuchen und diesen Classic 30 wiederum mit einem 15" Speaker zu versehen, ein Tremolo zu ergänzen und dieses Projekt kosmetisch mit dem Frontstyling eines alten Fernsehers abzurunden. Das war die Geburtsstunde des Delta Blues 115.

Einige Jahre später kam James Brown, seines Zeichens Guitar Amp Engineer von Peavey, auf die Idee, den DB mit 2x10" Lautsprechern zu versehen. Bis heute gibt es die Delta Blues Serie in zwei Ausführungen, mit 1x15" und 2x10" Speakern. Sie sind schaltungstechnisch der Classic Serie sehr ähnlich. Der Hauptunterschied liegt in den Speakerbestückung.

»Design«
Der DB-115 ist im good old Fender Style mit einem gelb/braun-gestreiften Vintage Tweed Bezug überzogen. Die Front erinnert tatsächlich an einen alten Fernseher und ist mit einem braunen Netz und zwei aufgeschraubten Logos sehr schlicht gehalten. Die Chickenhead-Regler sind alle gut zugänglich und an der Oberseite im hinteren Bereich, auf einer hochglanz polierten Chromplatte, angebracht. Ebenso die 6,35mm Klinkenbuchsen für Input, Fx-Send und FX-Return.

Die beiden Anschlussbuchsen fur einen zusätzlichen Lautsprecher und den Fußschalter zur Auswahl von Lead-/Cleankanal und Tremolo befinden sich an der Rückseite des Amps, oben auf der Chromplatte, ebenfalls gut zugänglich. Die Rückwand ist offen, wodurch man den 15" Blue Marvel Speaker sieht und auch ganz bequem zu den Anschlüssen und vor allem zu den Röhren kommt. Die neue Generation des DB 115 hat wie schon erwähnt ein perforiertes Metalschutzblech zum Schutz der Röhren an der Rückseite. Auf der Oberseite des Amps ist ein robuster, brauner Kunstleder-Griff angeschraubt, am Boden sind vier stabile Standfüße aus Metall.

Ich bin zwar kein Fan von Vintage-Style, dennoch empfinde ich den DB als optisch gelungen, er hat einen gewinnenden, bluesigen Vintage-Charme und verströmt tatsächlich einen Hauch von Classic-Look. Auch die originale, braunfarbene Schutzhülle von Peavey ist sehr stimmig und macht sich am DB-115 sehr kleidsam.

»Bedienung«
Der DB-115 ist ein wirklich sehr einfach aufgebauter Vollröhrenverstärker, und trifft damit genau meinen Geschmack. Das mitgelieferte Manual kommt mit weniger als zwei Seiten in deutscher Sprache aus, die einem nichts Neues erzählen, das man nicht ohnedies an den Reglern schon erkennen kann. Also einfach Gitarre anstöpseln, in meinem Fall noch den Line6 M13 Stompbox Modeler mit der 4KM anschließen und nach kurzem Vorwärmen der Röhren losbluesen, losjazzen, losrocken; oder wonach einem auch gerade immer der Sinn steht. Wer seiner Holden ein Ständchen näher gebracht hat, kann zur Abrundung des Abends den Amp umdrehen und die Begegnung bei romantischem Röhrenschein ausklingen lassen.

Der DB-115 hat zwei Kanäle mit separater Volumenreglung von Clean- und Lead-Kanal. Zwischen den beiden Kanälen switcht man entweder mittels Push-Button am Amp oder mittels Fußschalter. Der Clean-Kanal liefert cleanen Röhrensound pur. Im Lead-Kanal regelt man mittels Pre-Gain den Grad der Verzerrung, von »almost clean«, über »smokey bluesy« bis »Rauch auf dem Wasser«. Mit dem Post-Gain regelt man dann die Lautstärke des Lead-Kanals.

Diese drei Regler reichen im Prinzip schon völlig, seinen persönlichen Clean- und Lead-Sound zu justieren und sehr simpel mit einem Fußtritt umzuschalten, um sowohl Zerrgrad als auch Lautstärke zwischen Rhythmus- und Leadpassagen aufeinander gut abgestimmt abzurufen.

Damit man die Kanalwahl mittels Fußschalter steuern kann, muß sich der Kanal-Schalter am Amp in Lead-Position befinden.

Die passive 3-Band Klangregelung gilt für beide Kanäle und erweitert die Soundregelung um Bässe, Mitten und Höhen. Zusätzlich gibts dann noch den Boost-Schalter, der sich auf beide Kanäle auswirkt und nochmal zusätzliche 25dB Gain Boost liefert. Wenn man den Boost-Schalter bei »Rauch auf dem Wasser« betätigt, gibt's als Draufgabe nicht nur »Feuer am Himmel«, sondern beinahe schon »Feuer am Dach«. Es gibt für diesen Bosst-Schalter kein Fußpedal und auch keine Led-Anzeige, ob er an oder aus ist. Das ist die eine der beiden versteckten möglichen Fehlerquellen in der Bedienung, insbesondere wenn mal jemand anderer drüber spielt.

Der DB-115 ist mit seinen 30 Watt Vollröhrenleistung in beiden Kanälen wirklich laut und hat selbst im Clean-Kanal Tonnen an Headroom. Man kann den Amp durchsetzungsfähig im Proberaum und bei kleineren Konzerten spielen. Ein wichtiges Kriterium für mich ist, dass ich ihn auch im Keller meines Einfamilienhauses ganz leidlich spielen kann. Die Regler sind bis 12 ausgelegt und gut sichtbar beschriftet, damit kann man seine Einstellungen nach dem Transport ganz bequem kontrollieren. Bei »Kellerlautstärke« sind der Volumenrelger im Clean-Kanal irgendwo rund um 2 und der Post-Gain-Regler im Lead-Kanal noch vor 2. Dank Pre-Gain Regler hat man vollen Röhrenoverdrive auch ohne die Nachbarn musikalisch zu grüßen. Natürlich steigen der Höhrgenuss und das Boosten an den Hosenbeinen mit Steigerung der Volumensaussteuerung. Man kann den DB-115 aber auch noch weiter runter auf echte Zimmerlautstärke regeln und spielen, aber dann merkt man den Soundverlust doch schon deutlich. Weniger im Cleanbetrieb, aber Overdrive im »Flüstermode« kommt nicht überzeugend.

Der DB-115 wird zwar als Blues Amp für Puristen vermarktet, gemeint sind für mein Dafürhalten jedoch dann aber doch Asketen. Einen »Luxus« wie Leds zur Anzeige des aktiven Kanals findet man weder am Amp noch am Footswitch. Darin seh ich von der Bedienung her die zweite mögliche Fehlerquelle in der Hitze des Gitarristendaseins, nämlich wenn man den Fußschalter anschließt und vergisst, den Kanalschalter am Amp vorher auf Lead zu drücken. Auf einen Standby-Schalter hat man verzichtet, weshalb der Amp beim Ausschalten ein ziemlich deutliches und vorwurfsvolles »Du-wagst-es-mich-auszuschalten« Knackgeräusch von sich gibt. Knackgeräusch ist als Kosename des aufschreckenden Knalles zu verstehen.

»Sound«
Beworben wird der DB-155 zumeist mit diesen Worten: »Wer den Blues nicht nur spielen, sondern zelebrieren will, braucht einen Amp wie diesen. Obwohl technisch sehr klassisch, bietet er nützliche Features wie einen Effektweg. Ideal für Puristen, die mehr wollen!
Der Delta Blues 115 Tweed liefert 30 Watt aus 4xEL84 Endstufenröhren an 1x15" Blue Marvel Speaker. Dazu noch einen klassische Tremolo Effekt - da können schon Erinnerungen an klassische Gitarrenamps aufkommen, und auch der Sound stimmt. Aufgrund der Speakerbestückung klingt der Amp unglaublich dynamisch und - je nach Vorliebe - klar bis bissig. Dazu gibt es aber auch einen modernen Leadkanal, mit dem man ordentlich rocken
kann.«

Mir gefällt diese Beschreibung gar nicht so schlecht. Sie ist nicht übertrieben und bringt ein paar wesentliche Dinge rüber, vor allem die Wortwahl »zelebrieren« finde ich in Zusammenhang mit dem 15" Speaker wirklich gelungen.

Denn wer einen Amp für Metal sucht, wird den DB-115 sicher nicht mögen. Schreddern, Double-Picking und auch Funk kommen aufgrund der Trägheit des 15" Speakers nicht zufriedenstellend prägnant rüber und würde wohl naserümpfend mit »matschig« abgetan werden. Der DB-115 spielt seine Stärke aber da aus, wo Melodieführung im Vordergrund steht und er besticht umso mehr, als die Phrasen und Töne freie Luft zum Atmen und Wirken haben. Bei funkigen Rhythmen schalte ich eine selbstgebaute Box mit einem 10" Speaker zu. Das kommt richtig gut.

Der Sound des DB-115 wird von seinen Besitzern häufig mit diversen älteren und auch aktuellen Fender Amps verglichen, mit Laney Combos, kleinen Mesa Boogies aber auch Marshall DSL Combos und sogar mit dem legendären Bluesbraker. Wenn man darüber nachdenkt kommt man irgendwann zu dem Schluß, wenn jeder mit seinem Vergleich Recht hat, müssen letztlich alle Amps gleich klingen.

Nun ja, das Soundempfinden ist doch eine sehr individuelle Angelegenheit! Darum sind die abschließenden Passagen sicherlich ein sehr subjektiv gefärbter Eindruck:

Der DB-115 ist ein Combo voll Blues. Fast hat man den Eindruck als würde er schon bluesig klingen, ohne eine Bluesphrase zu spielen. Will man den Sound schon unbedingt mit anderen Amps als der Peavey Classic Serie vergleichen, dann würde ich den Cleansound mit Fender, und hier vielleicht am ehesten mit einem Black Face Fender Deluxe Reverb, vergleichen. Die 30 Watt geben genug Headroom, um den Sound auch bei großen Lautstärken kompromisslos clean zu halten. Der Clean-Kanal produziert einen sehr warmen, weichen und druckvollen Sound. Mit dem Pre-Gain Regler wird der Grad der Verzrrung geregelt, bei niedrigem Gain ist die Verzerrung minimal, fast clean. Bei etwa 7 bekommt man einen sehr angenehm röhrenden und sahnigen Lead-Sound, bei voller Aussteuerung auf 12 eine sehr rockige Verzerrung, die mich sehr an guten alten Hard-Rock der 70er erinnert.

Der passive 3-Band-EQ arbeitet dezent und sehr wirkungsvoll bei Regelung von Höhen und Bässen. Der Amp klingt generell sehr mittig, die Mitten sprechen auf Veränderungen des EQ deutlich weniger an als bei Höhen und Bässen. Selbst wenn man die Mitten ganz rausdreht klingt der Amp immer noch sehr voll.

Der Federhall arbeitet ebenfalls sehr dezent, fügt sich sehr angenehm und unauffällig ins Klangbild und passt gut, wenn man ohne Effekte rein nur »Gitarre am Amp« spielt. Nachdem er nicht über Fußschalter gesteuert werden kann, nutze ich nicht und nehm den Reverb vom M13, rein wegen der Flexibilität und Vielfalt.

Das Tremolo, das sich sowohl in Intensität und Geschwindigkeit regeln läßt, klingt für mein Ohr am angenehmnste, wenn man bei geringer Intensität die Geschwindigkteit entweder sehr hoch oder sehr niedrig wählt. Dann kann man des Tremolo als dezenten Effekt über den Fußschalter bei Bedarf zuschlaten. Für mich aber kein Must-Have und kein Feature, das den Amp sonderlich aufwertet.

Die Zielgruppe des Amps sehe ich bei Musikernb, die Blues, Country, Jazz, Fusion, Rock oder Pop spielen. Jazzer würden vielleicht sogar richtig begeistert davon sein, wieviel Bass man im Clean-Kanal bekommt und wie jazzig eine Semi-Akustik-Gitarre über diesen Amp klingt.

»Preis«
Den DB-115 wurde früher als Geheimtipp unter den Röhrenamps gehandelt, weil man einen sehr guten Vollröhrenamp zum Neupreis um die 400 Euro bekam. Mitterweile kostet der DB-115 in Europa um die 800 Euro, in den U.S.A. bekommt man ihn immer noch um die 400 bis 500 Euro.

Bei Thomann bekommt man den DB-115 aktuell um 799 Euro, UVP 967 Euro.

»Fazit«
  • Der Klang des DB-115 ist für mich kompromisslos überzeugend. Der DB-115 produziert aufgrund seines 15" Speakers einen sehr angenehm vollen und warmen Sound, den ich persönlich als sehr weich und perlig empfinde. Er reagiert wunderbar auf die Dynamik eines differenzierten Spielens, warum er in meinen Ohren top geeignet für jene Spieler ist, die den »Blues in den Fingern« haben, unabhängig davon, ob sie diese Fähigkeit für Blues, Jazz oder Rock nutzen.
  • Man muß sich aber bewußt sein, dass der 15" Speaker nicht nur seine Stärke, sondern gleichzeitig auch seine Schwäche ist. Der DB-115 ist bei weitem kein flexibler Amp, der alles kann.
  • Die Bedienung ist sehr einfach und der Amp ist beim Spielen simple handzuhaben. Aufgrund der minimalistischen Funktionen ist er auch ein perfekter komplementärer Partner für den Co-Betrieb mit Fuß-Effekten (Einzel oder Multi).
  • Mit 22kg ist er für einen Vollröhrenamp dieser Größe und Soundqualität mit relativ wenig Aufwand zu transportieren.

»Soundbeispiele«
Auf youtube gibt es Soundbeispiele im Überfluss. Um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen, ist das Demovideo der Peavey Marketingabteilung sehr informativ. Es zeigt sowohl die Funktion als auch einen kurzen Sample für den Clean- und den Lead-Kanal in nicht mal vier Minuten.

»Nützliche Links«
Peavey Delta Blues 115 auf www.peaveyclassic30.com
Peavey Delta Blues 115 auf www.peavey.com
Manual des Peavey Delta Blues 115
 
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Kurz und bündig: für mich ein Vergnügen, das zu lesen. :great:

Schon weil ich zu Beginn, das Bild sehend, dachte: Meine Güte, nicht schon wieder so ein gehyptes Kistchen mit einem Achtzöller drin...:redface:

Gruß Michael
 
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Der 15er Delta Blues......

Hatte ich auch eine Weile lang. Unsere enge Beziehung wurde Ende der 90er durch einen kapitalen Kellerbrand (nochmal vielen Dank an den Kellernachbarn, der über seine aufgewickelte Kabeltrommel zig amperefressende Verbraucher laufen lies) beendet.
Dolles Teil. Nur die damals noch verbauten Plastikfassungen der Röhren machten einigen Ärger (aufgrund der bauartbedingeten Hitzeentwicklung der EL84).

Schönes Review!


Greetz,

Oliver
 
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Ich durfte ihn vor zwei Jahren mal im Laden anspielen - war damals noch grüner hinter den Ohren als heute. Ich konnte noch recht wenige Licks auf der Gitarre, deshalb blieben mir die "Fähigkeiten" des Amps noch relativ verschlossen. Eine anschließende Suche nach Erfahrungen endete hier im Board nur mit einem Verkaufsangebot eines Users. Später erfuhr ich, dass er für 555 Euro den Laden verließ. Ach hätte ich nur schon dein Review gelesen...
Hast eine wunderbare Schreibe - danke.
Herzlichst
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Danke für die positivenRückmeldungen! Freut mich. :) Dann lohnt es sich, dass ich meine Bedenken, über einen nicht mehr wirklich taufrischen Amp zu schreiben, überwunden habe.

Schon weil ich zu Beginn, das Bild sehend, dachte: Meine Güte, nicht schon wieder so ein gehyptes Kistchen mit einem Achtzöller drin...

:D Wie wahr, das Bild am Anfang täuscht tatsächlich. Man kriegt keinen Größenbezug. Ich hab grad mal ein Bild mit je einer Gitarre lins und rechts zum Größenvergleich gemacht und häng das hier dran. Ist aber nicht so berauschend ... die Bildqualität.

Nur die damals noch verbauten Plastikfassungen der Röhren machten einigen Ärger (aufgrund der bauartbedingeten Hitzeentwicklung der EL84)

Das war ja ein echter Schildbürgerstreich. Ein richtig peinlicher Fauxpas für einen Amphersteller. Ich hab gehört, dass manche Röhren sogar rausgefallen sind. Die Plastikfassung ist durch die Hitzeentwicklung weich geworden, hat sich gedehnt und die Röhren sind runtergefallen wie das Obst im Herbst von den Bäumen.

Apropos »nicht mehr taufrischer Amp« ... so alt, dass ihm schon die (Zähne) Röhren ausfallen, ist er nun auch wieder nicht. :D Die Chromplatte über den Röhren wird aber auch wirklich verdammt heiß, da könnte man glatt Ham & Eggs darauf brutzeln. :D Den Amp könnte man glatt als Campingkocher verwenden! :rofl:

Kellerbrand ... welch tragisches Ende! Du hättest lauter spielen sollen, dann hättest Du diesen unheilbringenden Nachbarn vielleicht rechtzeitig zum Ausziehen gebracht! :D

Eine anschließende Suche nach Erfahrungen endete hier im Board nur mit einem Verkaufsangebot eines Users.

Ich bin über Deine Anfrage drüber gestolpert, allerdings erst vor ein paar Wochen, und damit leider viel zu spät. Ich war neugierig und wollte den DB-115 mittels der SuFu im Board ausgraben. Komplette Fehlanzeige. Ich hab überhaupt nichts brauchbares gefunden, nur ein paar Fragen über die Jahre, die alle nie beantwortet wurden. Nun gut, wie auch immer ... falls künftig jemand Fragen hat, hat er nun wenigstens die Chance, auf diesen Thread zu stoßen.

Blues zum Gruß :)
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sehr interessanter Bericht, super geschrieben, der mir auch die Frage beantworten könnte, warum ich vor ein paar Monaten so, naja, ich sags einfach mal blasphemisch, unzufrieden war mit einem Fender Blonde Showman stack, das wir netterweise mitbenutzen durften. Der 15' Speaker könnte mir einfach zu träge gewesen sein :)
 
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Der 15' Speaker könnte mir einfach zu träge gewesen sein

Tja, da hab ich ein gutes Werk getan und Du hast letztlich doch noch eine gute Antwort auf Deine blasphemische Frage gefunden! :D Ein 15" Speaker ist höhrbar träger, dafür weicher und druckvoller.

@Topic: DB-115 und die Besonderheit 15" Speaker
Hier ist ein »sehenswerter« Vergleich des Peavey Delta Blues 115 mit einem Fender '65 Twin Custom 15. Zwei 15" Speaker stehen sich da in einem direkten Schlagabtausch zur »Soundschlacht« gegenüber (will man der vielversprechenden Headline »Battle of the 15" Clean« Glauben schenken). Für einen ersten Eindruck wie ein Fender (weil der DB-115 zumeist mit Fender verglichen wird) mit einem 15" Speaker im Vergleich zu Peavey klingt, ist es aber allemal ausreichend. Man bekommt einerste Gefühl, wie der Unterschied abseits der 15"-Charakteristik ist.

By the way: kann jemand die Marke des Mikrofonständers, der zur Amp-Abnahme verwendet wurde, identifizieren? K&M ist es eindeutig nicht, die bauen meines Wissens nach anders.

 
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Starkes Review - sehr lesenswert! :) Meiner Meinung nach müssen eh nicht immer Neuerscheinungen besprochen werden.
 
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Sehr, sehr schön geschrieben - da geb ich ein Stück von meinem Fisch ab :great:
 
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...das Bild am Anfang täuscht tatsächlich. Man kriegt keinen Größenbezug. Ich hab grad mal ein Bild mit je einer Gitarre lins und rechts zum Größenvergleich gemacht und häng das hier dran...

*Hüstel* bitte ohne dieses diggitale Dingens davor, ohne Fußboard und dann bitte nur formatfüllend mit einer Ketarre... :) ;)

Habe mir inzwischen die Youtubes angeschaut, da bekommt man ja die Größe auch mit. Ich muss gestehen, ich wusste nicht mal, dass der Amp auch Tremolo hat. Man lernt eben nie aus und das ist das schöne an unserem Hobby.

Gruß Michael
 
G
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Der Gitarrist meiner Rockabilly Band hat das Teil und spielt das seit ca. 4 Jahren. Ich kann nicht sooo viel dazu sagen, weil ich die Technischen Details nicht so drauf hab, aber er spielt den Amp mit einem Boss Bodentreter davor und meine Ansprüche an unseren Sound erfüllt der voll. Ich war zuerst ein bischen überrascht ob der 15er Bestückung und dachte das der vielleicht zu träge ist, isser aber garnicht. Kling clean und angezerrt wirlich ordentlich und kann brachial Laut sein. In kleineren Locations nehmen wir den garnicht ab, der reicht fast immer auch so. Wir haben da mal zum Spaß einen Kontrabass drangeklemt, ging auch ganz gut.
 
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Danke! Auch für den Fisch! :cool: Ja, bin ja selber auch keine Neuerscheinung mehr ... aber auch noch nicht Vintage! :rofl:

*Hüstel* bitte ohne dieses diggitale Dingens davor, ohne Fußboard und dann bitte nur formatfüllend mit einer Ketarre...

Ähem ... Du stellst vielleicht Ansprüche ... :D ... aber bitte sehr ... hier ohne blasphemischen, digitalen Soundverzierer im Vordergrund. ;)

Was ich vergessen habe: Akustische Gitarren klingen auch auch ganz annehmbar. Hätt ich nicht erwartet. Ich spiel die sonst völlig unverfälscht über die DI-Box direkt in die PA.

Götz;5555641 schrieb:
Wir haben da mal zum Spaß einen Kontrabass drangeklemt, ging auch ganz gut.

Wieder so ein kreativer Geistesblitz. ;) Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Jetzt bin ich neugierig und werd mal meine Bässe dran hängen. Insbesondere auf den Fretlesssound bin ich jetzt gespannt.

Rockabilly? Interessant. Habt ihr eine Page zum Stöbern?
 

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... aber bitte sehr ... hier ohne blasphemischen, digitalen Soundverzierer im Vordergrund. ;)

Arrg.... und dann mit einer Ketarre aus der Abteilung "Volksmusik & Mutantenstadel" - Du bist echt sowas von gemein! :D ;) ;) ;)
 
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Zunächst: schöner Bericht, viel Mühe gemacht; danke.Dann Frage: bei den alten Amps gabs (gibts) Probleme mit rasselnden/klirrenden Röhren. Ist das jetzt gelöst? (Habe einen HAMMOND TR30, der von PEAVEY für HAMMOND gebaut wurde). Von einem User überm Teich bekam ich 'mal den Tip mit einer selbstgebauten Alu-Konstuktion, habe ich aber dann nicht gemacht.Gruß Bobbes
 
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:D Meine Gitte läßt Dir ausrichten: mit Dir redet sie keinen Ton mehr! :D

Frage: bei den alten Amps gabs (gibts) Probleme mit rasselnden/klirrenden Röhren. Ist das jetzt gelöst? (Habe einen HAMMOND TR30, der von PEAVEY für HAMMOND gebaut wurde).

Hallo Bobbes, danke! Einen Hammond TR30 hast Du also? Interessant, außer dass der einen schwarzen Bezug hat ist er mit dem DB-115 ja völlig ident, so wie es aussieht.

Zu Deinem Problem: also meine Röhren klappern nicht. Von daher hab ich keine persönliche Erfahrung zum Tube Rattling. Mein Amp ist auch - obwohl er gebraucht ist - noch völlig neuwertig, er wurde so gut wie nie gespielt. Das Thema wird vielleicht spannend, wenn ich ihn länger habe. Rockin' Daddy hat oben schon geschrieben, dass er mit seinem DB-115 aus den 90ern ebenfalls mit den Röhren zu kämpfen hatte.

So wie ich das beobachte, werden vier Möglichkeiten zum Eliminieren des Tube Rattlings von den DB-115 Benutzern diskutiert:

1) Leichtes Verbiegen der Röhrenhalterung kann bei neuen Röhren das Klirren reduzieren oder angeblich mit etwas Glück auch eliminieren. Sobald die Röhren aber Betriebsstunden sammeln und die Kathoden lockerer sitzen, ist das sicher keine Abhilfe mehr.

2) Erneuerung der alten Röhren durch neue, sobald sie zu rasseln beginnen. Oder auch Tausch der Sovtek/Electro-Harmonix Röhren gegen EHX 12AX7 in der Vorstufe und vor allem gegen JJ EL84 in der Endstufe. Die JJ Röhren sollen deutlich weniger rasseln, aber doch auch nicht ganz lautlos arbeiten. Ich weiß nicht, ob man der Aussage trauen kann, obwohl ich sie wiederholt gelesen habe.

Das Rasseln ist ja ein mechanisches Geräusch der Glühkathode im Inneren des Glases und von daher eher ein Problem der Röhre an sich, insbesondere die EL84 Röhren sehr gut klingen, aber vergleichsweise nicht besonders robust sind. Wieso die JJ Röhren weniger vibrieren sollen als die Sovtek/Electro-Harmonix Röhren erschließt sich mir nicht ganz. Vielleicht klappern sie aber weniger, wenn sie vibrieren?

3) Von Peavey kommt die Empfehlung, Tube Shields zu installieren, die das exzessive Vibrieren der Röhren dämpfen:
- Delta Blues Prt# 93203274, $20.40.
- Sechs Schrauben zur Befestigung, $0.11 per Stück, Prt# 71500399.
- Hitzebeständiges Schaumstoffband, Prt# 73200087, $5.92 für 30 cm (1ft).
Zur Bestellung der Teile werden zwei Nummern angegeben: 877-732-8391 oder 601-483-5365. Durchwahl: 1386.

4) Tom's Tube Tamer für Peavey Delta Blues/Classic 30: das könnte glatt die professionelle Weiterentwicklung Deines Tipps von jenseits des großen Wassers sein und ist meines Erachtens die sauberste und einfachste Lösung für Dein Problem.

Ich hab den Text hier jetzt einfach mal übernommen, damit der Inhalt nicht verloren geht, falls die hier verlinkte Page zu Tom's Tube Tamer mal umbenannt werden sollte:

»Tom's Tube Tamer is a device to keep those EL84 tubes from rattling in your Peavey Delta Blues or Classic 30 Amp. You have heard the sound, hit that A note on the fifth fret and listen, yep, it's tube rattle. If you can hold your finger on the tube and hit that note that made the rattle and the rattle stops, then Tom's Tube Tamer will fix it.«

»This is a device I make to keep you EL84 tubes on your Peavey Delta Blues or Classic 30 from rattling. One of the few problems of the 2 mention Peavey amps is tube rattling. If you can put your finger on the rattling tube (use caution, tubes get very hot) and it quits rattling, then the Tube Tamer will work. It applies moderate pressure just like your finger did. I have been using the Tube Tamer on my Delta Blues for over 3 years and I haven't had a tube to rattle yet. The only tool needed to install the Tube Tamer is a phillips screwdriver. It will take about 2 or 3 minutes to install.You do not have to make any modifications to your amp. The Tube Tamer mounts using existing screws and the Tube Tamer will not damage tubes as they set in a rubber grommet. NOTICE: This will only cure tube rattle and not other sounds your amp might make. I will ship worldwide. My shipping charges are exactly what the U S Postal Service charges. I make no money off shipping.«

»Tom's Tube Tamer is not a product of the Peavey Electronics Corporation.«

Tom verkauft seine Röhren-Dämpfer über eBay unter dem Usernamen »toma16«. Da erfährt man auch, dass er aus Byram, Mississippi, United States, stammt. (Und schon ist die Möglichkeit nicht von der Hand zu weisen, dass Tom bei Peavey arbeitet und ein Zubrot verdient!) Die Tube Tamer kosten aktuell US $20.95 + US $12.95 für den Versand nach Europa. Das macht bei aktuellem PayPal-Umrechnungskurs (1 Euro = 1,32871 US-Dollar) €25,52 EUR.

Zwei Fotos mit den schmucken Tom's Tube Tamer hab ich angefügt.

So long - Shake, Rattle (but not the tubes) and Roll!
relact
 

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Moin,

:D Meine Gitte läßt Dir ausrichten: mit Dir redet sie keinen Ton mehr! :D

ach - schnippisch isse auch noch? Stefanie Hääärtel und so? :D ;) ;) ;)

Zum Rasseln: Ich würde diese ganze Federmimik weglassen (sowas ist für mich immer ein Grund, eine mechanische Rasselquelle zu sehen, daher bin ich hier stets misstrauisch) UND die Stifte der Röhrensockel vorsichtig mit einer feinen Flachzange auseinanderbiegen. So halten die Röhren ziemlich fest in ihren Fassungen.

Allerdings - es ist hier Erfahrung vonnöten (!), (vielleicht erst einmal an einer ausgedienten Röhre üben!) beim Biegen nicht den Preßteller des Sockels zu beschädigen, so dass aus der Röhre dann unweigerlich ein Luftzieher wird. Die Stifte selbst sind biegsamer als man glaubt, und wenn man sich so manche alte Röhrensockel dieser Art anschaut, glaubt man es kaum, wie schief gebogen teilweise die Stifte sind. Aber das geht eben nur, wenn man hier vorsichtig zu Werke geht und die Sockelstifte eben nicht hart am Glasansatz anpackt (das Glas springt sofort mindestens oberflächlich weg), sondern vorsichtig eher mittig um 1 oder 2 mm verbiegt.

Gruß Michael
 
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ach - schnippisch isse auch noch?

Gitte -> Frau eben -> Mutantin? -> Wie kannst Du das nur übersehen haben? :D

Zum Rasseln: Ich würde diese ganze Federmimik weglassen (sowas ist für mich immer ein Grund, eine mechanische Rasselquelle zu sehen, daher bin ich hier stets misstrauisch) UND die Stifte der Röhrensockel vorsichtig mit einer feinen Flachzange auseinanderbiegen. So halten die Röhren ziemlich fest in ihren Fassungen.

Hey Klasse Michael! :great: Dein Tipp klingt ziemlich einfach, praktisch und brauchbar - so aus der Entfernung überdacht. Für mich wäre eine mechanische Ursache aufgrund von beständiger Bewegung und Wärmeentwicklung über die Äonen eines bewegten und heißen Röhrendaseins auf den Kleinbühnen und in den Probekatakomben dieser Welt eine sehr logische Erklärung. Bin gespannt, was Bobbes aus seinen Erfahrungen berichten wird.

Ich werd Deinen Lösungsansatz organisatorisch als Punkt 5 der Lösungsmöglichkeiten zur Begegnung lästigen Klirrens, Rasselns und Ratterns im frei zugänglichen Backstagebereich des DB-115 hier führen. Rein praktisch würde ich Deinen Lösungsansatz jedoch viel lieber als Punkt 2 in der Auflistung der Bekämpfungsstrategien sehen. Ich hoffe, Du kannst mit diesem numerisch dualen Ansatz leben und die Nachwelt kann sich ob dieses kreativen Denkansatzes der widersprüchlichen Nummerierung orientieren. Mit dieser von Bürokraten argwöhnisch beäugelten Aktion fließt ein Hauch von Freiheit ein, die es jedem von Röhrenrasseln gequälten DB-115 Spieler ermöglicht, seinen individuellen Lösungsansatz selbst zu wählen. :D :D
 
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Ähem - ja. :D :D :)

Wobei - wenn die Röhren als solche schon rasseln, dann nützt latürnich auch das beste Befestigen nichts. Die dazumals rückkopplungsempfindlichen Audionröhren, die sogenannten "HF-Penthoden" hat man auf gummigedämpfte Fassungen gesetzt, was freilich bei der geringen Wärmeentwicklung der auch nicht überkopf stehenden Röhren problemlos möglich war.

Hm, die Fassungen der EL84 mit irgendwelchen temperaturbeständigen Silikongummizeuchs montieren? :gruebel:

CU MM
 
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Hey
habe im lokalen Laden einen Delta Blues angespielt, dort jedoch mit 12'' Fane Speakern. War nicht so mein Sound, allerdings haben auch bei dem Modell die Röhren gerasselt. Das wollte ich nur beitragen :)

Lieben Gruß
 
relact
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Gleich vorweg ...
... ich hab jetzt einen auf Spielverderber gemacht! Bevor die bösen Geister Eure an die Wand gemalten Teufel runter kratzen, zum Leben erwecken und boshaft mit den Röhren zu rasseln beginnen, habe ich »Tom's Tube Tamer« - sozusagen als Prophylaxe vor wackeligen Röhren - bestellt. Auch auf die Gefahr hin, dass der DB-115 dann seine Erotik der verführerischen Rückansicht ob seiner feurig glühenden Röhren einbüßt und fortan sein Dasein mit einer uncoolen »Zahnspange« fristen muss. Es ist dies zur Zeit doch nur eine Vorsichtsmaßnahme, die mich rund 25 Euro für diesen vorausschauenden »Overseas Deal« kostet, dessen Sinnhaftigkeit erst die Zukunft wird zeigen können. Im schlimmsten Falle wird »Tom's Tube Tamer« unbeachtet in einer Ecke sinnlos dahin rosten, buchhalterisch in einigen Jahren abgeschrieben sein, und er nie seinem Zwecke nach verwendet worden sein. Der Arme, Gott hab ihn selig.

Aktueller Weltwirtschaftswasserstand meines DB-115
Der NASDAQ Index reagierte mit einem deutlichen Plus von 2,3% auf meinen Deal, der DAX gab um satte 3,2 Prozentpunkte nach. Der Nikkei Index blieb mit einem leichten Minus von 0,2 Prozentpunkten von meinem »Overseas Deal« relativ unbeeindruckt. Die Analysten von Merrill Lynch haben meinen DB-115 nun mit dem Triple-A bewertet.

Hörprobe »Late Night Blues on Peavey Delta Blues 115«
Nachdem das verlinkte Video in Post Nr.7 zwei 15" Speaker in einem direkten Schlagabtausch zur »Soundschlacht« gegenüberstellt und ich diesen »Battle of the 15" Clean« vor allem aufgrund der hochprofessionellen Mikroabnahme verlinkt habe, will ich hier eine Soundprobe verlinken, die den DB-115 im Setup mit einer Strat so klingen lässt, wie mir das gefällt - sozusagen als Referenz und Audiovisitenkarte dessen, was ich textuell geschrieben habe, oder versucht habe, zu beschreiben. Sehr beeindruckend find ich auch den jungen Nordiren aus Kirkwall, der das gespielt und gepostet hat.

 

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