Anschaffung einer kompletten Ausrüstung für den Proberaum

von stranka, 15.11.08.

Sponsored by
QSC
  1. stranka

    stranka Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.10.08
    Zuletzt hier:
    11.10.08
    Beiträge:
    3
    Kekse:
    10
    Erstellt: 15.11.08   #1
    Die Problematik:

    Mein Kumpel und ich sind gerade dabei eine Band zu gründen, deswegen suchen wir nun nach einer verhältnismäßig guten Ausrüstung zum Proben(Ort steht noch nicht fest, Garage oder Kellerraum). Unsere Band wird aus einem Drummer, Bassisten und zwei e-Gitarristen + 2 mal Gesang bestehen. Wir spielen überwiegend Punk-Rock, Pop-Rock und Rock Songs.

    Im Musikfachgeschäft wurde uns geraten den Gesang und die Gitarren+Bass zusammen über 2 X JBL JRX 115 plus entsprechenden sub laufen zu lassen.

    Darüber hinaus wurde uns gesagt das wir einen mixer für ca. 300 euro und eine Enstufe für ca. 300 euro benötigen.

    Meine Fragen:

    1. Gibt es in dem Preisbereich der JBL JRX 115 auch soundmäßig bessere boxen?
    Wenn ja, welche? Welcher Hersteller ist empfehlenswert. Ein kräftiger voller/warmer
    Sound wär super.

    2. Was is bei einer box besser, 400 rms/800 peak oder 250 rms/1000 peak. Kann
    man das pauschal sagen oder sollte man jede box selbst anspielen.

    3. Welcher mixer(mit effekten) wäre für uns am besten geeignet? evtl. dieser
    YAMAHA MG 124 CX?

    4. Welche Leistungsmerkmale muss die endstufe besitzen um mit den boxen/mixer
    gut zu harmonieren?

    5. Müssen wir außer den oben aufgefühten Teilen, Mikros und Kabel an noch etwas
    anderes denken?

    6. Da ich mich noch nicht so gut auskenne muss ich einfach mal nachfragen. Welches
    Gerät wird mit einem anderen verbunden? mixer->endtufe->boxen->gitarre?


    Bitte gebt mir bescheid falls ich das gepostet hab.

    Wär super wenn mir jemand helfen könnte.
     
  2. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    13.11.05
    Zuletzt hier:
    18.09.20
    Beiträge:
    5.243
    Ort:
    Weissach im Tal
    Kekse:
    31.135
    Erstellt: 15.11.08   #2
    Da bist du wohl an einen Händler geraten, der keine Instrumentenverstärker verkauft und mit JBL gut verdient?

    Das ist so ziemlich die letzte Empfehlung, die ich euch in dem Fall gegeben hätte.
    Gitarre und Bass kaufen sich probetaugliche Amps, falls noch nicht vorhanden. Da kann man so 300€ pro Stück als Minimum ansetzen.
    Für den Gesang besorgt ihr ein oder 2 PA Boxen, aktiv oder passiv, die Qualität hängt natürlich von eurem Budget ab, aber auch hier sind 300€ eine grobe Untergrenze.
    Dazu noch ein kleines Mischpult, 2 Mikros und die Kabelage.
     
  3. Wil_Riker

    Wil_Riker Helpful & Friendly Akkordeon-Moderator Moderator HFU

    Im Board seit:
    04.11.06
    Beiträge:
    29.571
    Kekse:
    133.828
    Erstellt: 15.11.08   #3
    Hallo stranka,

    herzlich Willkommen im Musiker-Board!

    Zunächst einmal ist ein Subwoofer im Proberaum komplett überflüssig - er kommt erst bei Gigs ins Spiel, wenn z. B. die Bassdrum abgenommen wird. Das anvisierte Mischpult geht in Ordnung. Ansonsten würde ich zu den Standard-Kandidaten raten:
    http://www.musik-service.de/tapco-thump-set-prx395751222de.aspx
    http://www.musik-service.de/beyerdynamic-tg-x-58-set-prx395756741de.aspx

    Gitarren und Bass am besten über eigene Instrumentenverstärker laufen lassen.
     
  4. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

    Im Board seit:
    15.04.06
    Zuletzt hier:
    19.09.20
    Beiträge:
    7.704
    Kekse:
    25.961
    Erstellt: 15.11.08   #4
    Unter bestimmten Umständen (Bassist hat noch keinen bandtauglichen Instrumentenverstärker und muß zuhause eh mit Kopfhörer oder trocken üben; Gitarrist evtl. dito und Modelling-Fan) kann man schon über eine basstaugliche PA im Proberaum nachdenken; umso mehr, wenn auch Keyboards dazu kämen. Im Falle einer Bandauflösung oder dem Ausstieg einzelner Mitglieder verkompliziert sich die Sache natürlich ggü. der Variante mit Instrumentenverstärkern, die jeder selber kauft.


    Zweifellos ist es gebräuchlicher, wenn jeder Saitenzupfer seine Instrumentananlage hat und nur noch eine Gesangsanlage dazukommt. Manche Leute ziehen eine solche Lösung auch wegen der Ortbarkeit der Instrumente vor, andere haben große Probleme, im Proberaum eine Aufstellung zu finden, wo jeder alles so gut hört, wie er es sich vorstellt. So gesehen bringt eine DI-Lösung mit PA durchaus Vorteile, die man sich unter bestimmten Umständen (Proberaumausstattung quasi als Festinstallation mit plug-and-play-Charakter, Kumpel-Spaßband mit auf ewig unveränderlicher Besetzung, usw.) durchaus mal durch den Kopf gehen lassen kann.



    domg
     
  5. stranka

    stranka Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.10.08
    Zuletzt hier:
    11.10.08
    Beiträge:
    3
    Kekse:
    10
    Erstellt: 17.11.08   #5
    Vielen Dank für eure Hilfe.

    Mir würde es ehrlich gesagt auch besser gefallen wenn jeder (Gitarre u. Bass) seinen eigenen verstärker hat.

    Wäre sowas hier für unsere e-Gitarren denkbar?
    http://www.musik-service.de/marshall-mg-100-hdfx-prx395545543de.aspx
    http://www.musik-service.de/marshall-mg-412-prx395603067de.aspx

    Gibt es irgendwelche Besonderheiten auf die man bei der Topteil->Box zusammenstellung achten sollte? Wie müssen sie Leistungsmäßig zusammen passen?

    Gibt es klangmäßig große Unterschiede zwischen 1X12", 2X12" und 4X12" Boxen?
     
  6. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

    Im Board seit:
    15.04.06
    Zuletzt hier:
    19.09.20
    Beiträge:
    7.704
    Kekse:
    25.961
    Erstellt: 17.11.08   #6
    Auch wenn's noch so cool aussieht: 4x12er haben im Proberaum nichts verloren!

    Kauf Combos mit einem oder zwei Lautsprechern, 20-50W und gut is'. Für den Bass kann man evtl. über Box(en) mit Top statt eines Combos nachdenken.



    domg
     
  7. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

    Im Board seit:
    19.03.05
    Zuletzt hier:
    24.03.18
    Beiträge:
    16.529
    Ort:
    Düsseldorf
    Kekse:
    36.413
    Erstellt: 17.11.08   #7
    Mit der Gitarrenverstärkerfrage musst du ins Gitarrenforum, das hat mit PA nix zu tun. Der Gitarrenverstärker ist Teil des Instruments "E-Gitarre", da geht es nicht einfach ums laut machen, sondern einen bestimmte Klang zu haben. Daher kauft sich der Gitarrist einen Verstärker, der ihm gefällt, der so klingt, wie er es will, denn es ist sein Instrument.

    Ich kann dir aber direkt sagen, dass die meisten Leute im Gitarrenforum von der vorgschlagenen Kombination aus Amp und 4x12 wohl abraten werden, und zwar aus zwei Gründen, die hier wirklich mal beide zusammen kommen:
    1. so ein Stack (also Topteil auf 4x12 Box) ist teurer als eine vergleichbare Combo (also eine Kiste, wo 1x12-Lautsprecher und Verstärker integriert sind) , einige sagen gar dass so ein Stack nur zum Protzen da ist ;) Anstatt sich also ein billiges Stack zu kaufen, ist es oft ratsamer, sich fürs glecihe Geld eine gute Combo kaufen
    2. Die MG-Serie von Marshall hat nicht den besten Ruf. Marshall lebt sehr vom guten Namen, den sie zu recht von ihren teuren Versärkern haben, daher denken auch viele dass ein Verstärker wo "Marshall" drauf steht, gut ist. Allerdings ist der MG eben die Billig-Serie von Marshall. Das wäre ja soweit nocj OK, hauptproblem aber ist wohl, dass diese noch nicht mal besonders gut sind bzw. zu teuer. Will sagen: Es gibt andere Verstärker in der Preisklasse, die zumindest sehr interessante Alterativen sind (sag ich jetzt mal vorsichtig; andere sind radikaler und sagen, der MG ist Schrott und die meisten anderen Amps in der Peeisklasse sind besser)

    Vor allem gibt es aber Unterschiede zwischen den verstärkern. Du musst dir jetzt also gar nichts so Gedanken machen, ob eine 4x12" soviel besser klingt als eine 1x12", sonden erstmal darüber, wie der Marshall MG eggenüber anderen Verstärkern klingt.

    EDIT:
    Bei Röhre würde ich zustimmen, aber 20-50W Transistor kann im Proberaum dann doch arg gequält klingen. Auch wenn er weit aufgedreht von der reinen lautstärke vielleciht reicht - Spaß macht das dann nicht. Die ominöse "Durchsetzungfähigkeit" spielt da eher eine Rolle. Ich spieler selbst eine 75W-1x12-Transistor-Combo, der andere Gitarrist ein 100W-Röhren-4x12-Stack. Dass ich deutlch weiter aufdrehen muss als er ist logisch. Allerdings hört man ihn auch immer und überall deutlich, wenn wir zusammen spielen. Damit man mich deutlich hört muss ich aber so aufdrehen, dass es von der reinen Lautstärke schon fast nervig ist (ja, auch wenn ich die Mitten gut reindrehe ;)). Daher habe ich es mal probiert (sollte ich mal wieder machen, war eigentlich recht cool), dass ich meinen Amp leiser gedreht und Mikro vor den Amp gestellt habe, und das ging dann über unsere PA (die ansonsten eher "Gesangsanlage" ist, Yamaha Powermixer mit zwei Boxen). Wir haben einen kleinen länglichen proberaum, Instrumenten verstärker stehen an einem Ende, Schlagzeug am anderen, die PA-Boxen jeweils in der Ecke eines jeden Endes - also auch eine beim Drummer. Somit hört der mich auch dann gut, wenn ich nur mit "verünftiger" Lautstärke spiele. Daher kann würde ich auch sagen, dass es durchaus snnvoll sein kann, wenn alle (also Bass und Gitarre per Modelling-PreAmp) im Proberaum über die PA spielen. So bekommt man es wohl recht gut hin, dass jedes Bandmitglied sich und die anderen gut hört, ohne dass man sich einen Lautstärkenk(r)ampf liefern muss. Aber in der Praxis ist dass dann schon schwieriger, wie der onk ja auch erläuterte. Ein Gitarrist will in der Regel seinen Verstärker haben, weil das eben sein Instrument ist, auch wenn er mal die Band verlässt, oder woanders spielen will.
     
  8. stranka

    stranka Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.10.08
    Zuletzt hier:
    11.10.08
    Beiträge:
    3
    Kekse:
    10
    Erstellt: 17.11.08   #8
    Danke für eure schnellen Antworten.

    Mir geht es keinesfalls um das Aussehen oder um den Namen der Ausstattung. Bin aber ehrlich gesagt davon ausgeganden das ich bei Marshall nicht so falsch liegen kann. Aber in der hinsicht hab Ihr mir ja schonmal die Augen geöffnet

    Ich habe mir auf jeden fall vorgenommen verschiedene Combos anzuspielen.

    Eine Frage hätte ich noch.

    Wäre eine Combo genauso gut für einen kleinen Auftritt, z.B. inner Bar, geeinet wie ein Stack?(Lautstärke, Sound)
     
  9. WolleBolle

    WolleBolle Studio & Video MOD Moderator HFU

    Im Board seit:
    18.11.05
    Zuletzt hier:
    19.09.20
    Beiträge:
    12.157
    Ort:
    Hamburg
    Kekse:
    63.512
    Erstellt: 17.11.08   #9
    Moinsen!

    Sorry Meister, aber wir sind hier in der PA Ecke, solche Fragen stellst Du besser in der Gitarrenabteilung, die können dich dort wesentlich besser beraten als wir!:great::D

    Deine Fragepunkte 1 bis 4 wurden schon beantwortet, und das geht auch so in Ordnung!

    Vielleicht wäre noch ein EQ sinnvoll!?

    Dazu müßtest Du genau sagen was ihr nun alles habt oder bestellt / kauft!:)

    Greets Wolle
     
  10. Harry

    Harry HCA PA/Mikrofone Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    25.05.04
    Beiträge:
    16.777
    Ort:
    Heilbronn
    Kekse:
    51.444
    Erstellt: 17.11.08   #10
    Danke für den Hinweis Wolle.
    Ich möchte ebenfalls AUSDRÜCKLICH darum bitten, dass wir hier an dieser Stelle auf Diskussionen verzichten die zum Thema "Welcher Amp oder pipapo ist das richtige für Eierschneider?" hinführen.

    Danke fürs Verständnis.
     
  11. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

    Im Board seit:
    15.04.06
    Zuletzt hier:
    19.09.20
    Beiträge:
    7.704
    Kekse:
    25.961
    Erstellt: 17.11.08   #11
    Da scheiden sich die Geister.

    Wenn kleiner Auftritt 30 Leute in einem Pub bedeutet, die auch gekommen wären, wenn eine andere Band spielen oder Konserve laufen würde, kein Eintritt verlangt wird und es in erster Linie um Spaß an der Freude bei der Band geht, kann man schon Publikumsbeschallung per Backline (Beschallungsgerätschaften der Musiker) machen.

    Aus Sicht eines PA-Menschen ist das natürlich ein No-go, es sei denn man macht originales 60er Jahre Cover und benötigt zwingend auch den gleichen besch...eidenen Sound von damals. ;):D

    Grundsätzlich sind die Instrumentenverstärker dazu da, daß die Akteure auf der Bühne sich selbst und gegenseitig hören; die Beschallung der Zuhörerschaft übernimmt eine PA, wobei die Instrumentenlautsprecher auf der Bühne mit einem Mikrofon abgenommen werden o.ä. Man muß also die Backline nur so groß dimensionieren, wie die Bühne und das Monitoring es erfordern. So gesehen sind Stacks heutzutage aus Sicht ihrer Lautstärke ein Anachronismus wie alte Ami-Schlitten mit 30l Verbrauch bei Standgas... aber halt cool... :D


    domg


    PS: Es heisst DER Combo (Instrumentenverstärker mit eingebautem Lautsprecher), DIE Combo ist eine kleine Band...
     
Die Seite wird geladen...

mapping