Zu empfindlich sollte man aber auch nicht sein! Wenn man intonationsmäßig daneben liegt, liegt man daneben - und sollte es dann auch aushalten können, das auf eine höfliche, aber eben auch ehrliche Weise gesagt zu bekommen. Ebenso ein langweiliger, leb- und liebloser Gesang - es ist doch okay, wenn dann um mehr Ausdruck gebeten wird. Tontechniker sind doch keine Maschinen und haben Ohren im Kopf, sonst könnten sie ihren Job nicht machen! Die müssen eine Menge Gejaule aushalten, ich verstehe durchaus, dass sie ab und an Klartext reden. Bzw. reden müssen, weil sie es nicht mehr aushalten.
Ich habe jetzt übrigens den umgekehrten Fall. Hab was im Studio aufgenommen, der Mann am Pult (Toni&Produzent in Personalunion) war ganz zufrieden, ich hingegen fand meinen Gesang schrecklich und hab das auch genauso kommuniziert. Nächste Woche also noch ein Versuch und wenn ich es dann nicht hinkriege, schmeiße ich hin.
Ausdruck und Intonation sind zwar nicht das Problem, aber es ist trotzdem nicht gut. Und das sage ich dann auch - ebensogut hätte er mir das aber sagen können, ohne dass ich gleich in Ohnmacht falle. Ein Studio ist auch kein Ponyhof.