Aria Diamond restaurieren

von The Nameless, 09.06.06.

  1. The Nameless

    The Nameless Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.06   #1
    Hallo

    Ich habe auf meinem Dachboden eine alte Aria Diamon gefunden die ich demnächst für meine kleine Schwester wieder fit machen will.

    Und zwar:
    -neu lackieren
    -neue Pu's
    -neue Mechaniken

    Die Form will ich beibehalten und momentan schwanke ich noch zwischen schwarzem oder Klarlack

    Dazu habe ich allerdings noch einige Fragen
    1.Ist der Einbau von den neuen Pu's arg kompliziert?
    2.Welche Pu's wären empfehlenswert? ( 3 Singlecoils, das übliche: günstig aber gut:rolleyes: )
    3.Wo bekomme ich Ersatz für das Vibrato-system und worauf muss ich da achten?
    Und zum Schluss worauf muss ich beim Lackieren achten?

    Ich hoffe ich habe nicht allzuviel Mist reingeschrieben :o

    Mfg The Nameless

    Ps: Hier noch die Bilder von der Gitarre
     

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  2. DerOnkel

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    Erstellt: 09.06.06   #2
    Hey Man! Das ist eine alte Aria 1803T! Baujahr 1971-75. Der Zustand sieht recht gut aus. So etwas lackiert man nicht über und ändert die Hardware! Allenfalls eine Restauration, sprich Wiederherstellung des originalen Zustandes ist akzeptabel.

    Noch haben diese alten Diamonds keinen so großen Wert. Mit dem was Du da vor hast wird der Wert jedoch noch geringer.

    Da die PU eine etwas eigenwillige Form haben, wirst Du wohl ohne Änderungen am Pickguard kaum hin kommen und auch das Vibrato wird sich nicht so ohne weiteres ersetzen lassen.

    Ich würde mich mit anderen Aria-Sammlern in Verbindung setzen. Eventuell kann man auf diesem Weg ein paar Originalteile erhalten.

    Ulf
     
  3. The Nameless

    The Nameless Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.06   #3
    Erstmal danke für die schnelle Hilfe :great:

    Aber etwas muss ich mit dem Lack machen, der ist an ein paar Stellen übel verkratzt und an 2 oder 3 Stellen is der Lack ganz ab ( so 1/2 cm durchmesser )
    Das Pickguard werd ich ziemlich warscheinlich austauschen, da es langsam ins gelbliche geht und sehr unschön aussieht.
    Und die elektrik werd ich warscheinlich auch austauschen müssen, da alles vom Rost befallen ist.
    Die Gitarre lag eben jahrelang aufm Speicher und wurde nicht sonderlich gepflegt ( was ich nun bereue )
    Kennst du ne Adresse wo man ersatzteile für die Diamond herbekommt?
     
  4. DerOnkel

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    Erstellt: 09.06.06   #4
    Schau Dich mal hier um. Viel Glück!

    Ulf
     
  5. The Nameless

    The Nameless Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.06   #5
    Und was könnte ich mit den Lackplatzern machen?
     
  6. DerOnkel

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    Erstellt: 10.06.06   #6
    Da würde ich mich mal mit einem Lackierer auseinandersetzen.

    Grundsätzlich kann man sagen, daß eine Restauration nicht unbedingt zu den billigsten Hobbies gehört, aber am Ende kann ein phantastisches Ergebnis stehen.

    Ulf
     
  7. The Nameless

    The Nameless Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.06   #7
    Ich befürchte dass das wohl keinen zweck mehr hat weil die gitarre einfach in einem zu schlechten Zustand ist und mir als Schüler warscheinlich dann einfach auch das Geld fehlt die ganzen Sachen auszubessern. Ein weiteres Problem ist dann auch Original Ersatzteile für diese Gitarre zu finden....
    Ich muss demnächst mal schaun was ich mit ihr mach, weil momentan hätte sie nur noch Schrottwert :(
     
  8. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 10.06.06   #8
    Hallo The Nameless,

    Ich sehe an Deinen Bildern nichts, was mich schreckt. Die Grundsubstanz der Gitarre scheint noch sehr gut zu sein und ein paar rostige Schrauben lassen sich ersetzen. Frage ist nur, ob das wirklich Sinn macht. Das ist eine noch recht gut erhaltene, sehr alte Gitarre. Andere Leute geben eine Menge Geld dafür aus, sich eine neue Gitarre auf alt machen zu lassen. Lackabplatzer sind da völlig normal. Natürlich muss sie funktionieren und sollte gut bespielbar sein. Aber das bekommt man alles hin, ohne die Charakteristik der Gitarre zu verändern.
    Sind die Pickups denn noch O.K.? Schalter und Potis sind Pfennigs- ... äh.... Centkram. In welchem Zustand sind die Tuner, der Sattel? Den Rest richtest Du mit Chrompolitur und Waffenöl wieder her. Test mal mit einer Schraube das Gewinde vom Tremoloarm, dann findet sich auch bestimmt ein passender Ersatzarm im Zubehör.

    /V_Man
     
  9. The Nameless

    The Nameless Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.06   #9
    Aaalso:
    Die Elektrik ist eher mager, bei den Pickups funktioniert einer überhaupt nicht bei den anderen bin ich mir nicht sicher. Der Sattel fehlt komplett, den müsste ich warscheinlich selber zurechtschleifen da er keine Standardmaße hat. Die Klinkenbuchse hat nen Wackler und ist ebenfalls ziemlich angerostet. Von den Tunern sind auch 2 im Eimer :( Worüber ich mir den Kopf zerbreche ist, wo ich neue Pickups herbekomme... Achso und das Vibratogewinde fasst noch falls du das gemeint hast...
     
  10. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 10.06.06   #10
    Das einzelne Pickups es nicht mehr tun, kann auch am Schalter liegen. Deswegen müssen sie nicht kaputt sein - sind sie auch sehr selten. Die solltest Du zunächst einmal mit einem Ohmmeter durchmessen. Die Tuner kannst Du leicht gegen neue austauschen. Das Rohmaterial für einen neuen Sattel bekommst Du bei www.rockinger.de (nimm gleich Knochen, aber zwei Stück, da Du den ersten bestimmt verdaddelst) und in deren Workshop eine Anleitung, wie's geht (oder hier: http://www.frets.com/FRETSPages/pagelist.html). Klinkenbuchse = Pfennigskram.
    Beim Tremologewinde ging es mir um die Gewindestärke, M5, M6, etc. Danach kannst Du dann einen Ersatzhebel aussuchen. Gibt's alles bei Rockinger.

    /V_Man
     
  11. The Nameless

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    Erstellt: 11.06.06   #11
    Gut den sattel werd ich mir wenn ich das nächste mal in unseren Musikladen geh holen. Aber da brauch man auch noch so spezielle Feilen oder? Und wie muss ich das mit dem Ohmmeter machen? Und zu den Pickups: Die Pickupschalen sehn nich mehr ganz so prickelnd aus deswegen wollte ich die austauschen nur welche passen da drauf? Und die Schrauben IN den Pickups sind ziemlich verrosted. Kann man die einfach austauschen ohne was kaputt zu machen?

    Edit: Das Tremolo is auch ein wenig angerostet. Was kann man da machen um des wieder schönzukriegen?

    Mfg The Nameless
     
  12. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 11.06.06   #12
    Die Sattelfeilen kannst Du Dir wahrscheinlich in dem Musikshop leihen. Mit dem Ohmmeter misst Du den Widerstand zwischen den beiden Anschlußdrähten (Abschirmung und Seele) der Pickups. Da sollten jeweils so irgendwas zwischen 5 und 12 kOhm messbar sein. Ist das so messbar, ist der PU mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit i.O.
    Die Chromteile an PUs und Tremolo solltest Du mit Chrompolitur blank machen, so gut es geht. Passende E-Teile bekommst Du dafür ohne weiteres nicht. Wenn sie sonst schön blank sind, sollten ein paar Pickel nicht mehr grossartig stören.
    Die Schrauben an den PUs kannst Du herausdrehen und polieren. Wenn kein Chrom od. Nickel mehr dran ist, macht sich auch polierter Stahl recht gut. Danach mit Caramba oder besser Waffenöl (Ballistol) leicht einölen. Vielleicht bekommst Du im Eisenwarenhandel oder Baumarkt ja auch passende vernickelte od. verchromte Schrauben als Ersatz. Da muss man schonmal zwischen den Baumärkten herumsurfen.

    /V_Man
     
  13. The Nameless

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    Erstellt: 11.06.06   #13
    Hmm ein Ohmmeter hab ich hier momentan nich zur Verfügung. Kann man mit einem Voltmeter nicht theortisch auch die Funktionalität überprüfen? Ersatzscharuben dürften eigentlich auch kein Problem darstellen da wir in der Nähe Eisenwarenladen haben und die chrompolitur bekommt man warscheinlich im Baumarkt oder?
     
  14. Vintage_Man

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    Erstellt: 11.06.06   #14
    Zur Not geht's auch ohne Ohmmeter. Löte die Klinkenbuchse direkt an den PU und schließe das Teil an irgendeinen Verstärker an.
    Dabei kommt die Seele (das ist der innere Draht, der von der Abschirmung umhüllt ist) an den Mittenkontakt der Buchse und die Abschirmung an den Aussenkontakt.
    Dann berührst Du mit einem Schraubenzieher (oder irgend ein anderes Metallteil) die Schrauben des PU. Wenn's im Verstärker knackt, sei froh, denn der PU ist in Ordnung.
    Naja, und Chrompolitur kriegst Du im Baumarkt, im Autozubehör, im Supermarkt, beim Nachbarn, .... und....und ....und.

    Noch Fragen? Ansonsten schick mir ne PM und wir telefonieren in Ruhe.

    /V_man
     
  15. The Nameless

    The Nameless Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.06   #15
    Nö soweit dürfte alles geklärt sein. Danke :great: Die Pu's umzulöten hab ich mich allerdings jetzt nicht getraut aber der Neck und der Bridge PU funktionieren einwandfrei aber wenn ich mit nem Schraubenzieher an den mittleren geh dann knisterts kurz und danach rauscht es. Da muss ich dann noch rausfinden ob das am Schalter oder am PU liegt. Mal sehen ob ich irgendwoher ein Ohmmeter bekomm. Aber immerhin funktionieren 2 :)
     
  16. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 13.06.06   #16
    Es ist meistens der Schalter.

    /V_man
     
  17. The Nameless

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    Erstellt: 13.06.06   #17
    Gut, dann werd ich in den nächsten Tagen inen Musikladen fahren, mir die Ersatzteile besorgen mich sobald es was neues gibt wieder melden.
     
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