Ehrlich gesagt ist es mir relativ schnuppe ob der Humbucker-Draht aus Kupfer besteht, der von den alten Mayas mit dem Mund gewickelt wurde, der Alnico Magnet bei Vollmond in dem Blut von neugeborenen Schafen gebadet oder von blonden Jungfrauen während ihrer ersten Regel verlötet wurden.
Wenn der PU richtig gut ist, ist mir das auch einen gewissen Preis wert. Das hat natürlich seine Grenzen. Aber auch die liegen bei jedem anders.
Meine teuersten PUs sind Seymour Duncan Antiquitys und soll ich dir was sagen? Die sind jeden Cent wert. 500 Euro würde ich dafür aber nicht ausgeben. Auch nicht für Kloppmanns. 1. weil ich Kloppmanns tonal für überbewertet halt e (rein subjektiv) und den Preis für völlig überzogen (noch subjektiver). Es gibt aber Leute die diesen Preis bezahlen.
Genauso wie sie 7000 Euro für eine verschranzte Gary Moore Signature von Gibson bezahlen (wobei die wiederum sensationell klang).
Was ich sagen will: Preise in dieser Kategorie entwickeln sich aus verschiedenen Gesichtspunkten. Da wäre einmal die kleine Stückzahl aus exklusiven Materialien (ja, daran glaube ich) und aufwändig hergestellt. Daraus entsteht dann beim Kunden wiederum die spezielle Exklusivität.
Der Kunde erhält also a) ein Produkt das einen gehobenen Qualitätsanspruch mitsich bringt und b) dem Kunden das Gefühl gibt, er hat etwas was nicht jeder hat. Und dafür zahlt man nunmal.
Das das der Normalsterbliche nicht immer nachvollziehen kann ist klar, aber sich darüber einen Kopp zu machen und sich zu fragen "wer bezahlt sowas" ist dann doch Zeitverschwendung.