Astro Meistergitarre aufbereiten

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Hallo, liebe Forengemeinde!

Ich bin neu hier und stell mich mal kurz vor:

Bin der Dominik aus Letmathe, spiele seit etwa 7 Jahren Gitarre und befasse mich in meiner Freizeit
viel damit alte Sachen wieder fit zu machen (alte Radios, alte Autos, Möbel etc. und auch immer mal wieder
vintage Gitarren). Mein aktuelles Projekt ist eine Astro Meistergitarre von einem gutem Freund.

Die kleine hat leider im laufe der Jahrzehnte wenig bis gar keine Pflege genossen, sodass Sie dementsprechend
in einem miesen Zustand ist. Das größte Problem ist nun das total runter gerockte Griffbrett und die schlechte
Bundierung die wohl irgendwann mal erneuert wurde.

Hier mal ein paar Bilder vom Zustand wie ich Sie bekommen habe:

2s9w321.jpg


1z6xeg2.jpg


148njac.jpg


e8nacz.jpg


Hab mich dann dran gemacht die alten Bünde zu entfernen. Leider wurden diese verklebt, sodass die Ränder
stark gesplittert sind. Hatte es mit wärme etc. probiert aber die Ausbrüche ließen sich leider nicht vermeiden.
Das Griffbrett wurde auch leider ewig nicht mehr geölt oder sonst gepflegt, sodass es sich schon im Bereich der
Inlays zusammen gezogen hat und dementsprechend noch spröder war.

95si8k.jpg


Im unteren Bereich ging trotz aller Vorsicht gar nichts mehr :(

mbj1o5.jpg


Hab da zwangsläufig den Entschluss gefasst das Griffbrett komplett neu anzufertigen. Das Binding war durch
die schlecht erneuerten Bundstäbchen eh nicht mehr zu gebrauchen und dieses werde ich dann auch erneuern.

fdsyhk.jpg


Das Griffbrett ließ sich weder mit Wärme noch mit Wasserdampf entfernen, sodass ich vorsichtig die obere
Schicht mit einer Handfräse abtragen musste.

2qwkin5.jpg


Den Rest hab ich natürlich in stundenlanger Arbeit per hand runter geschliffen und gefeilt. Der Hals ist nicht
einstellbar und es wurde zur versteifung eine Stahleinlage eingefasst, welche das gerade schleifen nicht
unbedingt erleichtert hat :D Hier das Resultat:

2ylac7p.jpg


Ich warte aktuell auf den Griffbrett Rohling. Ich muss die Schlitze sebst einteilen, da leider kein Shop
vorgesägte Rohlinge passend für die Mensur dieser Gitarre hatte (628 mm Mensur)

Das Augenmerk liegt jetzt natürlich erstmal auf der Bespielbarkeit, ich bin gerade dabei eine Brücke
mit vertellbaren Reitern an die Wölbung der Decke anzupassen. Diese wird nach der Endabstimmung
gepinnt, da mein Kollege sehr perkussiv spielt und ihm in der Vergangenheit schön öfters die alte
Brücke verrutscht ist.

Ich Habe schon vor einiger Zeit ein K&K Archtop System verbaut, welches auf jedenfall weiter verwendet
werden soll. Ich werde noch ein Schlagbrett anfertigen und neue Mechaniken verbauen, da die alten
leider total krumm und schwergängig sind.

Halte euch auf jedenfall auf dem Laufenden!

Ich werde sicherlich auch mal Tipps gebrauchen können ;)

Freu mich über eurer Feedback, sowie Tipps und Anregungen. Gerne auch Kritik :D

Lg Domi
 
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Das Griffbrett wurde auch leider ewig nicht mehr geölt oder sonst gepflegt, sodass es sich schon im Bereich der
Inlays zusammen gezogen hat und dementsprechend noch spröder war.

Es sind die inlays selbst die schrumpfen. Ich wäre froh gewesen dass das Griffbrett nie geölt wurde, aber das ist ja nun egal. Ich hoffe die Einlagen sind erhalten geblieben.

Das Griffbrett ließ sich weder mit Wärme noch mit Wasserdampf entfernen, sodass ich vorsichtig die obere
Schicht mit einer Handfräse abtragen musste.

Du scheinst nicht besonders geduldig zu sein. Holz ist ein guter Isolator und es dauert bis die Wärme zum Leim vorgedrungen ist.

Freu mich über eurer Feedback, sowie Tipps und Anregungen. Gerne auch Kritik :D

Ja mein bester tip ist also zunächst Dich in Geduld zu üben und wenn das nächste Problem auftaucht vorher hier zu fragen, bevor Du es wieder gewaltsam löst...
 
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Hallo! Danke für deine Antwort!

Mit dem zusammenziehen hab ich was durcheinander gebracht. Natürlich hast du Recht, dass sich nicht das Griffbrett sondern die Inlays zusammenziehen!

Was die Geduld angeht denke ich bin ich relativ entspannt. Ich habe schon mehrmals Griffbretter gelöst und das hat auch immer gut geklappt.
In dem o.g. Fall habe ich zuerst ein feuchtes Baumwoll Handtuch um den Hals gelegt und diesen langsam mit einem Bügeleisen und einem Fön erwärmt.
Die Leimfuge ließ sich aber leider in keinster Weise aufhebeln. Ich war ja selbst nicht scharf drauf die Variante mit dem Fräser zu benutzen, aber nach mehreren
Stunden vorsichtiger Versuche hab ich mich dann letzten endes dafür entschieden.

Lg
 

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