Meine zweite "Selbstgebaute" hat einen fünfteilig verleimten, durchgehenden Hals aus Ahorn und Mahagony. Die Seitenteile sind aus Erle. Somit wäre sie laut Theorie ja durchaus gut für laaaanggezogene Töne geeignet.
Sie hat aber keine High-Gain Humbucker, sondern Schaller Golden 50 drin.
Und dann noch einen frei schwebenden Kahler Vibrato Steg.
Also doch nicht so gut dafür?
Ganz ehrlich: Es kommt vorallem auf die Verstärkereinstellungen an.
Im Studio damals stand bei einem Solo ein voll aufgerissner Marshall im Aufnahmeraum und ich saß mit der Gitarre beim Mischpult. Die Boxen am Mischpult waren nicht sehr laut eingestellt und trotzdem blieb mein Schlußton ewig stehen.
Er gefiel mir und passte zu allen Akkorden des Refrains, also ließ ich ihn stehen.
Ich drehte ihn beim Abmischen am Ende sogar früher ab, trotzdem stand er seeehr weit in den Refrain hinein wie eine Eins.
Wenn ich die Gitarre aber clean spiele klingen die Töne ganz "normal" und nicht übertrieben lang
Also liegt es an der Gitarre, ihrer Bauweise, der Einstellung und der Spielweise... Also quasi an allem...