Audio Signal auf mehrere Ausgänge splitten

von Ukiwa, 13.09.19.

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  1. Ukiwa

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    Erstellt: 13.09.19   #1
    Hallo zusammen

    Ich suche ein Gerät, mit dem ich ein Audiosignal (z.B. von einem Mischpult kommend) auf mehrere einzelne aktive Tops/Subs verteilen kann.
    Also so etwas wie der the t.racks DS2418 Audio Splitter.
    Mehr muss das Gerät nicht können.

    Gibt es solche Geräte nur für den Einbau in ein Rack? Tischgeräte haben ich noch nicht gefunden.

    Alternativ wäre ein Mischpult mit mehreren, separat regelbaren Ausgängen. Habe ich aber auch noch nie gesehen.
    Ein normales Mischpult hat in der Regel ja nur einen XLR-Ausgang (re/li), mal abgesehen von den Monitor-Ausgängen.

    Wie macht man's im Live-Betrieb?
    Dort werden in der Regel mehrere bis viele Lautsprecher (Tops/Subs) verwendet.
    Wie steuert man diese an?
    Wenn ich mehrere Lautsprecher verkette (Box 1 Ausgang auf Box 2 Eingang), kann ich sie ja von zentraler Stelle nicht mehr separat regeln.

    Sorry für meine Unwissenheit.
     
  2. der onk

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    Erstellt: 13.09.19   #2
    Stichworte hierzu sind:

    Zonenmischer
    Matrixmischer
    Installationsmischer


    domg
     
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  3. Ukiwa

    Ukiwa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.19   #3
    @der onk
    Herzlichen Dank - genau das habe ich gesucht.
    Aber so etwas scheint es tatsächlich nur für den Rack-Einbau zu geben...
     
  4. Mr. Bongo

    Mr. Bongo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.19   #4
  5. Ukiwa

    Ukiwa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.19   #5
    Wenn ein solches Gerät gerade nicht zur Verfügung steht und man hat 2 aktive Tops und zwei aktive Subs:
    Ist das eigentlich ein absolutes 'No Go' und höchst verwerflich, wenn man z.B. über zwei nicht benötigte Monitor-Ausgänge des Mixers die bedien Subs ansteuert? Immerhin kann man sie dann auch separat vom Mixer aus regeln.
     
  6. Mr. Bongo

    Mr. Bongo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.19   #6
    kommt doch auf dasselbe Ergebnis raus, wenn man Post-Fader einstellt - also warum nicht :)
     
  7. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.09.19   #7
    Subs auf einem Aux-Weg ist eine gängige Methode, wenngeich ich persönlich sie nicht nutze.
    Mir stellt sich aber die Frage, warum du während des Betriebs den Pegel der Subs ändern willst und warum du dafür nicht einfach einen EQ verwendest. Gerade bei einen größeren Setup ist es nicht sonderlich sinnvoll, vom FOH aus die Pegel etwa der Nearfills zu verstellen, da man sie von dort gar nicht beurteilen kann. Die Pegelverhältnisse sind Teil des Systemsetups und das ist getrennt zu betrachten vom Mischen der Eingangssignale im Mischpult.
     
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  8. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 13.09.19   #8
    Vielleicht erklärst Du einfach mal, was Du vor hättest mit dem Zonenmischer...

    Für eine normale PA zur "Einraum-Beschallung" benötigt man sowas nicht. Subs via Aux anzufahren, wird zwar gemacht, aber da geht's i.d.R. um große Setups, bei denen Zusätzliche Subs als Aha-Effekt mal kurzzeitig zugemischt bzw. lauter gemacht werden.

    Bei kleinen Aktiv-Anlagen hingegen ist es oftmals so, daß in den Subs die Frequenzweichen sitzen und fährt man die dann via Aux an, muß man entweder für die Tops einen Hochpass extern realisieren, oder man hat sie halt parallel fullrange laufen, was nicht ideal ist.

    domg
     
  9. Ukiwa

    Ukiwa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.19   #9
    Hallo @der onk

    OK.

    1.
    Na ja, es geht mir einfach darum, mehrere Lautsprecher, die an einer Tonquelle angeschlossen sind, separat in der Lautstärke zu regeln.
    Klar, bei einem Konzert macht man das vorher und auch sehr sorgfältig.

    Einen konkreten Anwendungsfall habe ich keinen. Es ist eher eine Grundsatzfrage, die ich mich schon paar mal gestellt habe.
    Ich denke jetzt auch nicht an ein so großes, sehr durchorganisiertes Umfeld, wie etwa ein Konzert mit 1000en von Leuten.

    Einfaches Beispiel: 4 einzelne Lautsprecher in einer Kirche für ein Gospel-Konzert.
    Natürlich wird man auch hier die Lautstärken dieser Lautsprecher vor dem Konzert so gut es geht einstellen.
    Aber angenommen, die Leute in der Kirche verteilen sich nicht gleichmäßig und man kommt nun zum Schluss, die Lautstärken der einzelnen Lautsprecher doch anders einzustellen. Oder warum auch immer.
    Ich denke, es gibt viele unvorhergesehene Gründe, nachträglich das Level der einzelnen Lautsprecher separat regeln oder nachjustieren zu wollen/müssen.

    Meine Frage war, wie man das in der Praxis macht, wenn ein normaler Mixer (wie z.B. ein Soundcraft efx8) nur 2 Ausgänge hat.
    Mein Gedanke war, die Aux-Ausgänge mit zu benutzen (sofern ich diese nicht für Monitore benötige).

    Aber das funktioniert ja schon wieder nicht, wenn ich beispielsweise nicht nur 4, sondern noch ein paar Lautsprecher mehr einzeln ansprechen möchte.
    Schon klar; irgendwo hat das alles ja auch Grenzen.
    Aber es geht mir ums Prinzip und wie man das in der Praxis (am besten) macht.

    Der Begriff 'Zonenmischer' hattest du eingeworfen - und der tut eigentlich genau das.
    Im obigen Beispiel ist eine 'Zone' eben ein einzelner Lautsprecher in einem Teil desselben Raumes, in dem auch die anderen 'Zonen' (sprich Lautsprecher) stehen.
    So gesehen zwar etwas zweckentfremdet, aber es geht.

    Ich hatte den einfachen the t.racks DS2418 Audio Splitter als mir bekannte Möglichkeit erwähnt.
    Ein Eingangssignal wird auf bis zu 8 Ausgänge verteilt. Aus meiner Sicht auch nichts anderes als ein Zonenmischer, oder?
    Nur etwas konkreter: Jeder Ausgang entspricht einem angehängten Lautsprecher (aber ist ja Wurscht, wo der steht).

    2.
    @the flix hatte einen EQ erwähnt. Ok, das war im Zusammenhang mit einem Sub, den ich erwähnt hatte. Aber es geht gar nicht um den Sub als solches.
    Es gibt doch auch die Situation, wo ich gezielter eine Klangregelung vornehmen möchte.

    Wenn wir schon von Zonenmixer sprechen:
    Beispiel: Bei einem Dorffest steht IM Festzelt eine Anlage und DRAUßEN eine weitere bestehend aus zwei separaten Lautsprechern.
    Es soll drinnen und draußen dasselbe Signal ausgegeben werden (Musik oder Mikrofondurchsagen).
    Vielleicht muss ich abends (wg. Ruhestörung) die Lautsprecher draußen etwas runterregeln - dazu wäre ja ein Zonenmixer geeignet (Zone 1 innen, Zone 2 draußen).

    Aber jetzt geht es um Klangregelung, die ich zur Festzeit für die Boxen draußen anderes regeln möchte (Beispielsweise kommen spätabends Beschwerden, dass zu viel Bass auf der Anlage ist).
    Mache ich die Klanganpassungen am EQ des Mischpults, regle ich den Klang für die Anlage drinnen UND für die Anlage draußen gleichermaßen - aber das will ich ja jetzt nicht.

    Als 'Laie' würde ich auf die Idee kommen, für diese Anforderung vom Zonenmixer ein Ausgang auf einen normalen Mixer mit EQ zu gehen und von dort dann auf die Lautsprecher im Außenbereich.

    So eine einfache Anforderung scheint mir so aber etwas kompliziert umgesetzt zu sein.
    Wir gesagt, ich frage mich, wie man in der Praxis solche Anforderungen (1. jeden Lautsprecher separat in der Lautstärke regeln, 2. Zonen klanglich separat regeln) begegnet - im kleinen als auch im großen Umfeld (wobei natürlich im großen Umfeld vorweg schon alles besser eingestellt wird).
     
  10. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.09.19   #10
    Im Grunde gibt es für diese Themen zwei Ansätze.

    Der erste ist die Verwendung von Matrizen im Mischpult. Eine Matrix ist vereinfacht gesagt eine der Mastersektion nachgeschaltete weitere Mischstufe mit mehreren Bussen und Ausgängen. Das heißt, du kannst das Stereo-Signal dort auf mehrere Busse verteilen, diese einzeln im Pegel einstellen und teils auch noch mit EQ, Effekten etc. versehen. Im Grunde kannst du dir das ähnlich wie einen integrierten Zonenmischer vorstellen. Der Vorteil gegenüber Aux-Wegen ist, dass du hier nicht einzelne Signale, sondern den gesamten Mix verteilst. Solche Matrizen finden sich vor allem in Digitalpulten, analog erst bei den wirklich großen Konsolen. Bei kleineren Pulten findet man eher Subgruppen, die man auch ähnlich benutzen kann, deren Funktionsumfang jedoch meist eingeschränkter ist.

    Der zweite Ansatz ist, die Verteilung der Signale nicht im Mischpult, sondern im Controlling des Systems, also im Lautsprechermanagement oder den Systemendstufen zu machen. Diese beinhalten in der Regel die Möglichkeit, die Eingangssignale (z.B. die Stereosumme vom Pult) flexibel auf diverse Endstufen und damit Lautsprecher zu verteilen. Aktuelle Systeme sind in der Regel auch fernbedienbar (kabelgebunden oder Funk), sodass ein Zugriff vom FOH oder sonst wo möglich ist.

    Beide Methoden findet man in der Regel in größeren Setups, die Kombination aus Kleinmischer und derartigen Anforderungen ist doch äußerst selten. Im kleinen Rahmen drehe ich halt im Zweifel kurz an der Endstufe oder der Box selbst. Oder ich hänge einen Controller an den Mischpultausgang, der mir die Signale passend verteilt und bei Bedarf bearbeitet (EQ, Limiter etc.).

    Eine weitere Methode für kleine Setups ist, nicht das Ausgangs-, sondern das Eingangssignal zu splitten. Dann kannst du es getrennt z.B. mit dem EQ bearbeiten. Das eine Signal wird auf den Master geroutet, das andere nur auf den Aux-Weg.
     
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  11. Mfk0815

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    Erstellt: 14.09.19   #11
    Ein Zonenmixer wie der DS2418 kann einen Teil davon abdecken, mehrere Lautsprecher(gruppen) getrennt in der Lautstärke regeln. Das wars aber auch schon. Grundbedingung dass es funktioniert ist dass entweder alle Lautsprecher akustisch nah beisammen stehen (Subs und Tops) oder komplett getrennt sind (Saal, Außenbereich, Foyer). Zwei Lautsprechersysteme im selben Raum aber deutlich getrennt, z.B sog. Delaylines, funktionieren nur wenn du die räumliche Entfernung mit einer anderen Komponente kompensieren kannst. Z.B weil in der (aktiven) Box eine hinreichende Verzögerung eingestellt werden kann.
    Ich persönlich arbeite ja mit Digitalmischpulten die über Matrix-Busse verfügen und auch die Möglichkeit anbieten die Ausgänge zu verzögern. Das macht es einfacher und gleichzeitig flexibler.
     
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